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Fisch Grillen – Unser Nr. 1 Guide zu Fisch vom Grill

Fisch ist nicht gleich Fisch. Es gibt eine große Vielfalt aus Seen, Flüssen und Meeren. Entsprechend vielseitig sind die Rezepte, die es für Fisch vom Grill gibt. Hier siehst du unseren ultimativen Ratgeber – vom Einkauf bis zur Zubereitung von Lachs, Thunfisch und Co.

Inhaltsverzeichnis

Wie grille ich Fisch?

Fisch zu grillen, ist eigentlich gar nicht schwer. Was musst Du beachten: die Haut in Kombination mit dem zarten Fleisch. Die Haut hat nämlich die Tendenz, am Grillrost zu haften. Wenn du den Fisch dann wendest, bleibt etwas vom Fisch hängen.

Fisch grillen auf Kugelgrill
Nicht jeder Fisch ist gleich. Manche lassen sich einfacher grillen, bei anderen muss man sehr vorsichtig sein.

Wie verhindere ich, dass Fisch am Grillrost klebt? Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Öl verwenden: Öl bildet eine Trennschicht zwischen Grillrost und Fisch. Wenn du den Fisch und das Metall vor dem Grillen mit Öl bestreichst, verhinderst du das Anhaften. Verwende dafür am besten ein temperaturstabiles, neutrales Pflanzenöl, z. B. aus Raps.
  • Rost auf Temperatur bringen: Ein häufiger Fehler ist es, den Fisch in die kalte Pfanne oder auf den kalten Rost zu legen. So erwärmen sich Fisch und Metall gleichzeitig, was zum unerwünschten Klebe-Effekt führt. Daher immer erst den Grillrost oder die Pfanne aufheizen, dann den Fisch braten/grillen.
  • Fisch gut abtrocknen: Nasser Fisch klebt am Rost. Filets und ganze Fische daher vor dem Grillen immer gut trockentupfen.
  • Einen Fischwender kaufen: Das ist der gelingsicherste Tipp. Es gibt spezielle Fischgrillkörbe zu kaufen. Dort gibst du den Fisch hinein, verschließt den Grillkorb und wendest ihn ohne Probleme. Damit der Fisch nicht am Grillkorb haftet, auch diesen gut mit Öl bestreichen.
  • Der ganze Fisch erst mal auf dem heißen Rost ca. 5 cm hin und her schieben, damit sich der Fisch erst gar nicht festsetzen kann.

Auch eine gute Möglichkeit: Fischfilets auf einer Gussplatte mit Öl und einem breiten Wender grillen. Was ist mit Fisch auf der Planke? Ist zwar beim Lachsrezept mit dabei, eignet sich aber zum Beispiel auch für ganze Forellen

Fisch grillen auf der Gusseisen Grillplatte
Auf der Gusseisen Grillplatte klebt der Fisch beim Grillen nicht so schlimm, wie auf dem Grillrost.

Fisch grillen für Anfänger: Welcher Fisch eignet sich?

Du möchtest zum ersten Mal Fisch grillen? Dann sind Thunfisch und Red Snapper noch nicht zu empfehlen, sie benötigen etwas Fingerspitzengefühl bei der Zubereitung. Wesentlich einfacher gelingen Dorade, Forelle oder Sardinen. Der Vorteil: Du kannst sie im Ganzen mit Haut, oder z.B. Laucht auf der Haut grillen.

Wie viel Fisch pro Person?

Bei Fisch rechnen die meisten etwas größere Mengen als bei Fleisch – es sei denn, deine Leibspeise sind T-Bone-Steaks. Wenn es Lachs, Hecht und Co. zum Hauptgericht gibt, sind 250 bis 300 Gramm eine gute Portionsgröße. Wenn du zusätzlich viele Beilagen reichst, genügen auch kleinere Stücke. Beachte dabei, dass kalter Fisch vom Grill nur bedingt ein Genuss ist. Am besten schmeckt er, wenn er frisch vom Rost kommt. Im Zweifelsfall ein paar Stücke zurückhalten und noch etwas nachgrillen, wenn deine Gäste hungrig geblieben sind (und das Rezept eine kurze Garzeit hat). Eine weitere Besonderheit sind Fische, die im Ganzen gegrillt werden. Diese gibt es von Natur aus nicht kleiner oder größer, als sie sind. Eventuell ist es sinnvoll, die Stücke am Tisch zu tranchieren, sodass sich jeder davon nehmen kann. So wird jeder satt und niemand muss mehr Fisch essen, als er möchte.

Was ist der richtige Garpunkt für Fisch vom Grill?

Im Sterne-Restaurant wirst du den Fisch nur leicht glasig (etwas 55 bis 58 Grad) bekommen. Der Vorteil: Die Aromen des Fleischs kommen besser zur Geltung und das Ergebnis wird insgesamt saftiger. Das ändert aber nichts daran, dass viele ihren Fisch lieber „durch“ mögen. Das Mundgefühl gilt als angenehmer und dies ist zudem die klassische Variante, Fisch zuzubereiten. Mit anderen Worten: Du bestimmst selbst, welchen Garpunkt du lieber magst. Wenn du ein perfekter Gastgeber sein möchtest, fragst du vorher jeden Gast nach seinen Vorlieben. Aber Vorsicht: Das kann zu Stress am Grill führen. Alle Informationen zum perfekten Garpunkt der verschiedenen Fischsorten findest du hier: Kerntempartatur Fisch

Wie bestimme ich den Garpunkt von Fisch? Auch für Fisch gibt es empfohlene Fisch Kerntemperaturen, die sich je nach Fischart deutlich unterscheiden. In unseren Rezepten für gegrillten Fisch haben wir dazu nützliche Tipps gesammelt. Wenn du kein Grillthermometer zur Hand hast, um die Kerntemperatur von Fisch zu messen, hilft dein Fingerspitzengefühl. Anders als Rindfleisch wird Fisch beim Garen weicher. Wenn der Fisch sich fest anfühlt, ist es noch zu früh, ihn von der Glut zu nehmen. Wenn er auf Fingerdruck leicht nachgibt und saftig erscheint, ist der Zeitpunkt gekommen, den Grillfisch zu genießen.

Der Trick mit der Flossenprobe

Wenn du Fisch im Ganzen grillen möchtest, hast du den Vorteil der sogenannten Flossenprobe. Sie hilft dir dabei, zu entscheiden, ob der Fisch gar ist. Das funktioniert so: Wenn du der Meinung bist, dass der Fisch gut aussieht, ziehst du vorsichtig an der Rückenflosse. Lässt sie sich mühelos lösen? Dann ist der Garpunkt perfekt. Haftet sie am Fleisch? Dann warte noch etwas, und dreh den Grill schon mal aus. Ist sie von sich aus abgefallen? Das war zu lang!

Flossenprobe beim Fisch grillen
Ein einfacher Trick: Mit der Flossenprobe erkennt man sofort, ob der Fisch schon gar ist.

Fisch als Filet oder im Ganzen grillen – was ist besser?

Manche Griller schwören auf Fisch im Ganzen, andere bereiten nur Filets zu. Klarer Vorteil des filetierten Fischs vom Grill ist auf jeden Fall die weitgehende Grätenfreiheit. Beim Ganzen Fisch gibt es hingegen viel knusprige Haut. Zudem ist er meist saftiger, da er gegen Austrocknung geschützt ist.

Auch Fische haben Bindegewebe und Sehnen. Diese befinden sich direkt unter der Haut. Wird das Filet erst auf der Hautseite angegrillt, wird es sich der ganzen Länge nach wölben. Wendet es man dann auf die Fleischseite, hat man fast keine Auflagefläche mehr und es wird schwierig hier eine gleichmäßige Bräunung hin zu bekommen.

Optisch macht ebenfalls meist der ganze Fisch vom Grill das Rennen: Eine Dorade mit mediterranen Kräutern und frischen Zitronenscheiben sieht für die meisten besser aus als ein schlichtes Zander- oder Forellenfilet – obwohl du auch das sehr ansprechend anrichten kannst.

Zuletzt ist es manchmal einfach eine Frage der Portionsgröße. Wenn du deine Gäste mit Thunfisch im Ganzen beglücken möchtest, bräuchtest du wenigstens zwei kräftige Helfer zum Wenden – und einen XXXL-Grill. Hier ist das rosa gebratene Filet mit Grillmuster die weitaus bessere Wahl. Bei Sardinen ist es hingegen unsinnig, sich die Mühe des Filetierens zu machen.

Wie entferne ich Fischgräten?

Ein wichtiges Thema beim Fischgrillen sind die Gräten. Manche Gäste haben eine panische Angst vor einer Gräte im Hals. Um sicher zu gehen das Du die Gräten alle erwischt, streichst du vorsichtig mit den Fingern entgegen der Gräten-Richtung über das Filet. Wenn du nicht weißt, in welcher Richtung die Gräten wachsen: einfach beidseitig darüberstreichen. Gräten wirst du schnell spüren.

Um sie zu entfernen, gibt es spezielle Grätenzangen. Mit denen greifst du nach der Spitze und ziehst die gesamte Gräte heraus. So vorbereitet, bietest du allen Gästen einen unbeschwerten Genuss.

Fischgräten entfernen vor dem Fisch Grillen
Bevor man den Fisch grillt, sollte man am besten mit einer Grätenzange die Fischgrätenvorsichtig entfernen.

Es gibt übrigens einige Fische, bei denen das Entfernen von Gräten sehr einfach geht oder die nur wenige große haben. Dazu zählen Heilbutt, Scholle und Seeteufel. Auch Filets vom Lachs sind meist frei von Gräten, denn diese sind groß und gut zu erkennen.

Wie erkenne ich frischen Fisch zum Grillen?

Immer wieder trauen sich Griller und Grillerinnen nicht an den Fisch heran, weil sie Angst haben, verdorbene Ware zu kaufen. Der beste Tipp: Frischen Fisch gibt es beim Händler des Vertrauens. Achte zum Beispiel darauf, ob die Auslage des Geschäfts am Abend leergekauft ist – das ist ein gutes Zeichen. Zudem sollte der Händler dir zu jedem Produkt sagen können, woher es kommt. Darüber hinaus lagern gute Fischhändler ihre Ware immer auf reichlich Eis

Frischer Fisch auf Eis
Damit der Fisch so lange wie möglich frisch bleibt, legen Fischhändler ihren Fisch zum kühlen auf Eis.

Alternativ kannst du gefrorenen Fisch kaufen. Manche Gourmets rümpfen deswegen die Nase, aber ganz sicher nicht wegen des Geruchs: TK-Fisch hat den Vorteil, dass er direkt nach dem Fang schockgefrostet wird. So kann die Ware sicher nicht verderben (intakte Kühlketten vorausgesetzt).

Darüber hinaus gibt es noch weitere Tricks, wie du frischen Fisch erkennen kannst. Als Erstes zählt der Gesamteindruck: Der Fisch sollte intakt sein und keine angetrockneten Stellen aufweisen. Bei ganzen Fischen sind rote Kiemen und klare Augen ein Zeichen für frische Qualität. Aber Vorsicht, bevor du deinem Fischhändler einen Vorwurf machst: Trübe Augen sind nicht immer ein Zeichen für verdorbenen Fisch.

Nimm am besten auch eine Geruchsprobe vom Fisch. Er darf natürlich nach Fisch riechen, doch hat er einen unangenehmen Geruch, lass ihn lieber liegen.

Ganze Fische sollten zudem ihre natürliche Schleimschicht auf der Haut besitzen. Sie zeigt, dass der Fisch frisch ist und korrekt gelagert wurde. Bei geschuppten Fischen ist diese jedoch nicht mehr vorhanden.

Welcher Fisch eignet sich zum Grillen?

Von Aal bis Zander – grundsätzlich kannst du jeden Fisch grillen. Allerdings eignen sich einige besser als andere. Dabei gibt es zwei wichtige Kriterien: die Festigkeit des Fleischs und den Fettgehalt. Allgemein gilt, dass sich fettreiche und feste Fische sehr gut zum Grillen eignen. Lachs und Forelle sind zum Beispiel zwei Klassiker.

Der magere Karpfen hingegen eignet sich nicht so gut, um ihn direkt über der Glut oder der Flamme zuzubereiten. Dennoch kannst du auch diesen Fisch grillen, zum Beispiel in Form von Fischfrikadellen oder als Einlage in einer Fischsuppe aus dem Dutch Oven. Die folgenden Rezepte zeigen, wie vielfältig Fisch vom Grill ist.

Dorade grillen

Die Dorade hat viele Namen: Dorade Royale, Goldbrasse, Orata. Dabei handelt es sich um den gleichen Fisch – und der ist sehr schmackhaft. Das Fleisch ist fein und im Aroma gar nicht fischig, sondern sehr angenehm. Da wundert es wenig, dass die Doraden rund um das Mittelmeer, wo sie natürlicherweise leben, begehrte Speisefische sind. Dort landen sie häufig auf dem Grill, zusammen mit typischen Kräutern der Region. Auch Knoblauch verträgt der Fisch gut – das ist selten, denn häufig übertönt der Knoblauch den dezenten Fischgeschmack.

Dorade grillen auf der Grillplatte
Dorade lässt sich besonders gut gefüllt als ganzen Fisch auf dem Grillrost oder auf einer Grillplatte zubereiten.

Ganze Dorade vom Grill

Eine Dorade kann mehrere Kilogramm schwer werden – das ist aber selten. Im Handel findest du meist Exemplare von etwa 400 bis 500 Gramm. Gut zu wissen: Die Ware stammt in der Regel aus Aquakultur, zum Beispiel in Griechenland oder Italien. Fische aus Wildfang sind wegen der Überfischung selten geworden.

Üblicherweise wir die Dorade im Ganzen gegrillt. Das hat den Vorteil, dass das Fleisch unter der Haut langsam und schonend gart. So können sich die Aromen gut verteilen und der Fisch bleibt saftig. Eine ganze Dorade gegrillt reicht für zwei Personen aus.

Alternativ kannst du Doradenfilets grillen. Hier musst du allerdings damit rechnen, dass das Fleisch etwas trockener wird. Es hilft, den Fisch mit wenig Butter oder Olivenöl zu beträufeln.

Dorade grillen
In einem Fischbräter muss man sich keine Sorgen machen, dass die Dorade beim Grillen zerfällt.

Arbeiten musst du bei der Dorade übrigens nicht mehr. So gut wie immer wird der Fisch geschuppt angeboten. Sollte es nicht so sein, lassen sich die Schuppen leicht mit der Rückseite eines Messers entfernen.

Barsch grillen

Der Barsch ist ein äußerst wohlschmeckender Süßwasserfisch, der allerdings nur selten im Handel zu bekommen ist. Wenn du die Chance hast, solltest du sie nutzen. Angler bringen die Stachelritter hingegen häufig mit nach Hause, denn sie sind in zahlreichen Gewässern zu finden. Üblicherweise werden sie filetiert und dann in der Pfanne gebraten. Für Flussbarsch vom Grill sollte die Haut jedoch unbedingt am Fisch bleiben, denn das fettarme Fleisch wird sonst zu trocken.

Gegrillter Barsch mit Rosmarin

Barsch braucht vor allem eins: Butter – oder Olivenöl. Der Fisch hat von sich aus kaum Flett, was ihn bei kalorienbewussten Essern sehr beliebt macht. Für den Grill ist das jedoch ein Problem: Ohne Fett wird das Fleisch über der Glut trocken. Daher wird der Barsch beim Grillen immer wieder dünn mit Butter oder Öl bestrichen. Wenn du einen ganz fettarmen Fisch vom Grill anbieten möchtest, dann den Barsch mit Kräutern und ganz wenig Olivenöl in Alufolie wickeln und garen.

Tipp: Mayonnaise hat einen hohen Ölgehalt und kann statt dem Öl oder Butter benutzt werden. Vorteil dabei ist auch, dass sie weniger in den Grill tropft.

Zusätzlich zur Butter bekommt der Barsch in unserem Rezept noch Würze durch Rosmarin und Zitrone. Wenn du keinen Appetit auf mediterrane Gewürze hast, eignen sich auch viele andere Aromageber: Wacholder, Dill, Fenchel, Petersilie und Queller sind nur einige Beispiele.

Eine Spezialität bei diesem Rezept ist die Haut. Sie ist beim Barsch relativ dick, weshalb sie oft entfernt wird. Zudem bilden die Schuppen einen harten Panzer. Es lohnt sich jedoch, diesen Schuppe für Schuppe zu entfernen. Durch die Butter und das langsame Garen über die Glut wird die Haut knusprig und aromatisch. Kenner ziehen sie der von Lachs oder Forelle sogar noch vor.

Zutaten (für 4 Personen):
4 Barsche
60 g Butter
4 Zweige Rosmarin
1 Zitrone
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Die Barsche, sofern noch nicht geschehen, schuppen. Das gelingt am besten mit einem Fischschupper. Alternativ eignet sich die Rückseite eines Messers. Dabei Vorsicht walten lassen: Barsche haben sehr spitze Rückenflossen. Manche kürzen diese daher mit einer Schere ein, bevor sie den Fisch zubereiten.

Als Nächstes die Fische von innen gründlich mit Salz und Pfeffer würzen. Dann etwas Butter, eine Zitronenscheibe und den Rosmarin in die Bauchhöhle geben. Diese nach Möglichkeit mit einem Zahnstocher verschließen.

Nun den Grill auf schwache bis mittlere Hitze vorheizen. Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, denn der Barsch wird sonst trocken. Etwa 160 °C reichen aus. Die Fische auf den Rost geben, die restliche Butter in einem kleinen Gefäß über der Glut schmelzen. Die Barsche damit immer wieder bepinseln und gelegentlich wenden. Um den Garpunkt zu bestimmen, machst du am besten den Flossentest: Wenn die Rückenflosse sich ohne Mühe herausziehen lässt, sind die Fische gar. Heiß mit Zitrone servieren. Dazu passt warmer Kartoffelsalat.

Forelle grillen

Die Forelle gehört zu den beliebtesten Speisefischen überhaupt. Das aus mehreren Gründen: Sie haben genau die richtige Portionsgröße für eine Person. Das Fleisch hat einen vergleichsweise hohen Fettgehalt, dadurch wird es auf dem Grill (oder in der Pfanne) nicht zu trocken. Zudem hat die Forelle einen ausgezeichneten Geschmack. Neben der klassischen Forelle vom Grill ist auch die geräucherte Forelle eine beliebte Spezialität. Wir haben eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Forelle grillen mit jeder Mange Rezeptideen für dich zusammengestellt.

Lachsforelle gegrillt auf einem Räucherbrett
Ganze Forellen lassen sich auf viele unterschiedliche Weisen auf dem Grill zubereiten.

Forelle vom Grill

Forelle kannst du problemlos mit der Haut grillen. Diese wird auf dem Grill wunderbar knusprig, durch das Fett erhält sie zudem einen intensiven Geschmack.

Exotische Gewürze braucht die Forelle nicht, Salz reicht im Grunde schon aus. Zusätzlich bietet es sich an, die Bauchhöhle mit Kräutern wie Thymian und/oder Fenchel zu befüllen. Und eines darf bei einer gegrillten Forelle auf keinen Fall fehlen: Zitrone. Forelle und Zitrone passt geschmacklich einfach perfekt zueinander. Probiere es einfach selbst aus – mit unserem Rezept Forelle auf Zitronenbett.

Damit die Forelle nicht am Rost haftet, empfiehlt es sich, die Haut oder das Metall vor dem Grillen einzuölen. Dann lässt sich der Fisch mühelos wenden. Wenn er trotzdem zu kleben scheint: Warte noch eine Minute. Meist löst sich die Haut dann deutlich besser.

Oder du verwendest zum Grillen ein Räucherbrett. Das bietet gleich zwei Vorteile: Der Fisch kann dir nicht so einfach zerfallen und erhält durch die Holzplanke gleichzeitig ein tolles Aroma. Probiere unsere Lachsforelle von der Planke einfach mal selber aus.

Gut zu wissen: Es gibt zwei Sorten Forellen zu kaufen. Zum einen die bekannte und beliebte Regenbogenforelle. Sie hat eine silbern schimmernde Haut und wird in Aquakulturen gezüchtet. Seltener ist die Bachforelle, die in Deutschland heimisch ist. Angler schätzen sie wegen ihres besonderen Aromas. Solltest du die Möglichkeit haben, eine zu bekommen, empfiehlt es sich, sie zu probieren.

Forelle auf dem Grill räuchern

Zum Räuchern von Fisch gibt es unzählige Hilfsmittel: Räucherschrank, Räucherofen, Räucherbox und mehr. Du kannst Forellen aber auch ohne viele Accessoires auf deinem Grill räuchern. Voraussetzung ist ein Deckel (theoretisch geht es auch ohne, da beschweren sich jedoch die Nachbarn).

Geräucherte Forelle
Forellen lassen sich auf unterschiedliche Weisen räuchern.

Der Grund, dass Forellen sich so problemlos zu Räucherfisch verarbeiten lassen, ist, dass sie heiß geräuchert werden. Im Gegensatz zu Lachs musst du dir keine Gedanken machen, dass es zu heiß wird. Das Ergebnis ist schlimmstenfalls eine gegrillte Forelle mit Rauchgeschmack – was auch sehr gut schmeckt.

Das Räuchern an sich hat übrigens nicht nur einen Effekt auf den Geschmack, der Rauch dient auch zur Konservierung. Wenn du den Fisch aufheben willst, solltest du ihn trotzdem auf jeden Fall im Kühlschrank lagern und spätestens am nächsten Tag verzehren.

Wenn du dich intensiv mit der Thematik Fische räuchern beschäftigst, wirst du feststellen, dass die Wahl des Holzes einen wesentlichen Einfluss auf die Aromatik nimmt. Für eine klassische geräucherte Forelle vom Grill eignet sich Buchenholz am besten.

Probiere doch unser leckeres Rezept für die perfekte geräucherte Forelle vom Grill selbst aus!

Hecht grillen

Gegrillter Hecht gehört zu den Speisen, die viel zu selten auf den Tisch kommen. Das hat vermutlich zwei Gründe: Zum einen hat der Hecht den Ruf, grätenreich zu sein. Zum anderen ist er selten zu bekommen. Letzteres ist tatsächlich richtig, aber auf Vorbestellung ist er beim Fischhändler sicher zu bekommen. In Bezug auf die Gräten: Ja, der Hecht hat fiese Y-Gräten. Bei großen Exemplaren sind diese aber ebenfalls entsprechend dick. Deine Gäste können sie beim Essen daher problemlos aussortieren.

Gegrillte Hecht Filets

Große Fische wie der Hecht eignen sich weniger, um sie am Stück zu garen – wobei das nicht unmöglich ist. Eleganter und optisch ansprechender ist jedoch, Steaks oder Filets vom Hecht zu grillen. Sie bräunen wunderbar und dank des festen Fleischs zerfallen sie nicht.

Geschmacklich wirst du deinen Gästen mit den Steaks oder Filets sicher einen neuartigen Genuss bieten. Hecht hat einen angenehm würzigen, herzhaften Geschmack, ohne fischig zu sein. Sein Fleisch ist zudem fettarm und fest, es eignet sich also hervorragend für alle, denen Forelle und Lachs zu fett sind.

Beim Fischhändler wirst du den Hecht vermutlich nur am Stück kaufen können. Das ist aber kein Problem: Die Steaks oder Filets schneidest du einfach selbst. Für die Steaks zerteilt man den Fisch in Portionen von etwa zwei Zentimetern Dicke. Aus dem Schwanz und dem Kopf lässt sich ein hervorragender Fischfond kochen, der dann eine Grundlage für viele Saucen ist.

Der gegrillte Hecht in diesem Rezept passt sehr gut zu Weißbrot oder Kartoffelsalat. Auch eine klassische Aioli harmoniert wunderbar mit dem Röstaroma der Hecht Steaks oder Filets vom Grill.

Zutaten (für 4 Personen):
4 Hecht Steaks oder Filets
1 Zitrone
1 EL Olivenöl
Salz
Bunter Pfeffer, geschrotet

Zubereitung:

Die Steaks oder Filets vom Hecht von beiden Seiten salzen und pfeffern, etwas Zitronensaft und das Öl darüber verteilen. Den Grill auf mittlere bis hohe Hitze vorheizen und den Hecht direkt grillen. Je nach Dicke dauert es nur zwei bis drei Minuten je Seite, bis das Fleisch durchgegart ist. In jedem Fall sollte der Fisch gut Farbe nehmen. Fertig sind die der Hecht vom Grill.

Karpfen grillen

Gegrillter Karpfen ist selten zu finden. Für das zarte und magere Fleisch eignen sich Rezepte mit Würzsud besser. Gibt es daher keinen Karpfen aus der Outdoor-Küche? Keinesfalls. Fischfrikadellen vom Grill eignen sich zum Beispiel ideal für Karpfen. Falls du nicht nur gerne grillst, sondern auch angelst, solltest du das Rezept einmal probieren!

Fischfrikadelle vom Grill

Fischfrikadellen haben den Vorteil, dass du mit weiteren Zutaten nachhelfen kannst, um die Konsistenz, den Fettgehalt und die Würze zu verändern. Dieses Rezept für Fischfrikadelle vom Grill macht gleich alles auf einmal – für ein perfektes Grillerlebnis.

karpfen grillen als Fischfrikadelle
Karpfen lässt sich schnell und einfach als Fischfrikadelle verarbeiten und grillen.

Damit nicht genug, wenn du grätenreiche Fische wie den Karpfen hast, kannst du diese Problematik ebenfalls ganz einfach lösen. Beim Durchdrehen der Filets durch den Fleischwolf werden die Muskelgräten so fein zerteilt, dass sie später beim Essen nicht stören.

Das Rezept eignet sich übrigens nicht nur für Karpfen, du kannst im Grunde alle Weißfische auf diese Art zubereiten. An der Küste sind Fischfrikadellen mit Kabeljau oder Seelachs eine beliebte Spezialität. Nutze einfach, was du gerade dahast bzw. worauf du Appetit hast.

Hering grillen

Hering ist eine der beliebtesten Fischsorten – wird allerdings meist als Matjes, Bismarckhering oder Rollmops verzehrt. Eigentlich zu schade, denn Hering vom Grill ist eine Delikatesse. In den Mittelmeerländern ist das bekannt – da gibt es jedoch die nahen Verwandten, die Sardinen. Hering hat überdies noch einen weiteren Vorteil: Er ist ein günstiger Fisch. Im Gegensatz zu Lachs oder exotischen Meeresfischen musst du kein Vermögen für ein köstliches BBQ mit Fisch ausgeben.

Würziger Hering vom Grill

Hering hat einen kräftigen Geschmack. Der ist nicht zu verwechseln mit fischigem Geschmack! Wenn der Hering streng riecht, handelt es sich schlicht um überlagerte Ware. Hier gilt: Finger weg. Fangfrischer Hering riecht nach Meer, aber nicht – nun ja – stinkig.

Da der Hering von sich aus einen kräftigen Geschmack hat, lässt er sich wunderbar mit vielen Kräutern und Gewürzen kombinieren. Knoblauch, Thymian oder sogar Chili überlagern das Eigenaroma vieler Fischsorten. Beim Hering ergänzen sie den Geschmack gekonnt. Daher darfst du bei diesem Fisch eigentlich alles verwenden, was dir schmeckt.

Ein wenig Vorsicht ist beim Einkauf geboten. Gerade im Frühjahr gibt es Hering oft mit Schuppen und Innereien – also so, wie er aus dem Wasser kommt. Wenn du ihn an einem der Häfen kaufst, wo die Fische angelandet werden (etwa in Cuxhaven oder Kiel), ist der Fisch super frisch. Allerdings musst du selbst tätig werden und den Hering vor dem Grillen ausnehmen. Wer das nicht möchte, kauft küchenfertigen Fisch, der ist meist nur geringfügig teurer.

Zutaten (für 4 Personen):
12 Heringe
4 Knoblauchzehen
4 Zweige Rosmarin
4 Zweige Thymian
1 Zitrone
1 EL Öl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Hering vom Grill zu würzen. Die erste ist etwas komplizierter. Dazu den Hering waschen und trocknen. Die Kräuter in grobe Stücke schneiden, den Knoblauch fein hacken. Alles zusammen mit dem Hering dicht gepackt in eine Schüssel geben und mit dem Öl beträufeln. Gute zwei Stunden marinieren lassen, dann die Fische von den Kräutern befreien, salzen und pfeffern. Abschließend etwas Zitronensaft darüberträufeln. Danach geht es auf den Grill.

Nummer zwei ist einfacher: Kräuter und Knoblauch fein hacken, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Öl mischen. Die Heringe rundum damit einstreichen und ab zum Grill.

Den Grill für die Heringe auf mittlere Hitze vorheizen und die Fische von beiden Seiten je nach Dicke vier Minuten grillen. Bei großen Exemplaren solltest du die Haut zweimal schräg einschneiden, damit sie beim Grillen nicht unkontrolliert reißt und der Fisch gleichmäßig gart. Zu Hering passen alle herzhaften Beilagen vom Nudelsalat bis zur gerösteten Kartoffel – und ein Pils.

Hornhecht grillen

Ja, der Hornhecht hat viele Gräten. Ja, die sind grün. Daher eine berechtige Frage: Warum sollte man Hornhecht grillen? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum Beispiel, weil du etwas Neues ausprobieren möchtest, dass deine Gäste noch nicht kennen. Oder du warst beim Angeln erfolgreich. Oder du suchst einen Fisch mit einzigartigem Aroma. Hornhecht erinnert mit seinem festen Fleisch an Hähnchen, schmeckt aber dezent nach Meer und leicht exotisch.

Gegrillter Hornhecht im Speckmantel

Hornhecht hat festes Fleisch, dadurch eignet er sich sehr gut für den Grill. Weniger gut ist der geringe Fettanteil. Wie immer droht hier die Gefahr, dass der Fisch trocken werden kann. Wenn du den Garpunkt genau abpasst und die Stücke auf dem Grill immer wieder mit Butter bestreichst, ist Hornhecht vom Rost eine Delikatesse. Gelingsicherer ist es jedoch, den Fisch mit Speck einzuwickeln und knusprig zu grillen. Das sorgt auch noch einmal für mehr herzhaften Geschmack.

Als Gewürz eignet sich Rosmarin sehr gut, weil es mit dem salzigen, vollmundigen Speck harmoniert. Durch die Konsistenz des Fischs, die an Hähnchen erinnert, wird der Hornhecht mit Gewürzen zum echten Leckerbissen.

Bleibt nur noch ein Problem: Was ist mit den Gräten? Nun gut, an die grüne Farbe wirst du dich gewöhnen müssen. Wichtige Info auch für deine Gäste: Das ist normal und der Fisch ist nicht schlecht geworden. Schlimmer noch ist, dass die feinen Gräten sich durchs ganze Fleisch ziehen. Hier gibt es einen Trick: Wenn der Hornhecht nach dem Grillen weich geworden ist, kannst du mit einem gekonnten Schwung das Rückgrat mitsamt der meisten Gräten herausziehen.

Zutaten (für 4 Personen):
800 g Hornhecht
16 Speckstreifen
2 Zweige Rosmarin
Salz
Zitronenpfeffer

Zubereitung:
Hornhecht gibt es in der Regel im Ganzen. Vorsicht: nicht am langen Horn stechen. Den Fisch waschen und in Portionen teilen. Sie sollten nicht zu lang sein, damit du sie mühelos umwickeln kannst. Bevor es jedoch an den Speckmantel geht, den Fisch zuerst mit Salz und Pfeffer würzen.

Im nächsten Schritt die Speckscheiben ausbreiten, ein Stück Rosmarin darauflegen und dann den Fisch an einer Kante anlegen. Nun den Fisch aufrollen, sodass er rundum von Speck umgeben ist. In der Regel sollte das Päckchen von sich aus halten, alternativ einen Zahnstocher zur Fixierung nutzen.

Den Grill auf mittlere direkte Hitze vorheizen und die Päckchen auf den Rost legen. Etwa zehn Minuten lang grillen, dabei stetig wenden, sodass alle Seiten knusprig werden und Farbe nehmen. Zum gegrillten Hornhecht mit Speckmantel passt kräftiges Grillgemüse.

Lachs grillen

Lachs ist der wahrscheinlich vielseitigste Fisch vom Grill. Er lässt sich auf der Haut grillen, als Flammlachs zubereiten, auf der Holzplanke – und das sind nur einige der Möglichkeiten. Seine Beliebtheit erhält der Lachs zudem wegen seiner vielen positiven Eigenschaften. Ernährungsphysiologisch sind zum Beispiel die Proteine und ungesättigten Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) wertvoll. Durch den hohen Fettgehalt erhält der Lachs zudem sein im Vergleich zu anderen Fischen kräftiges Aroma. Und dann ist da auch noch die einzigartige Farbe, die sogar nach dem Fisch benannt wurde: Lachsrot.

Lachs grillen
Lachs grillen auf der Grillplatte ist einfach nur köstlich und passt zu jeder Grillfeier.

Einfach und gut: gegrillter Lachs mit knuspriger Haut

Du möchtest einen entspannten Grillabend genießen, ohne stundenlang zu marinieren oder auf den perfekten Garpunkt üppiger Steaks zu warten? Dann ist dieses Rezept die Lösung. Lachs vom Grill macht Spaß – auf dem Rost ebenso wie am Gaumen.

Geschmacklich tritt bei diesem Rezept das Eigenaroma des Fischs hervor. Dafür ist der Lachs prädestiniert, denn er hat einen unverwechselbaren Charakter. Daher ist es auch nicht nötig, lange über Würzung oder Marinaden nachzudenken.

Wünschst du dir doch ein paar neue Aromen am Lachs? Dann probiere es mit Zitronenpfeffer, Dill oder Chilipulver mit Tomatenmark. Die Gewürze kommen direkt auf den Fisch, vorher am besten mit etwas Öl anrühren und das Salz nicht vergessen. Ist dir das auch noch zu einfach? Dann gibt es eine ultimative Würzmischung, die deinen Lachs in eine ganz andere Richtung katapultiert: Currypulver mit Zimt. Der Fisch wird dadurch zum exotisch-feurigen Grillvergnügen. Du siehst: Gegrillter Lachs ist sehr vielseitig.

Die Haut sollte beim Grillen von Lachs übrigens nach Möglichkeit immer am Fisch bleiben. Das nicht nur, weil sie knusprig und kross einfach gut schmeckt. Sie hat zudem den Effekt, dass sie das Fleisch zusammenhält. Darüber hinaus verhindert sie auch noch, dass der Lachs am Grillrost klebt.

Grundrezept (für 4 Personen):
4 Lachsfilets mit Haut von je 250 g
Salz
Öl

Zubereitung:
Den Lachs mit Salz würzen, die Hautseite dünn mit Öl bestreichen und ebenfalls salzen. Den Grill auf mittlere Hitze vorheizen, um den Fisch direkt zu grillen. Du beginnst mit der Hautseite nach unten. Dabei solltest du darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, sonst verbrennt die Haut. Ist das doch geschehen, ist es schade um das knusprige Stück – das Fleisch darunter ist aber gut geschützt und immer noch ein Genuss.

Gewendet wird einmal, und zwar nach etwa vier Minuten. Wie lange der Lachs auf dem Grill bleiben sollte, hängt von der Dicke der Stücke ab. Tipp: Achte beim Einkauf darauf, ungefähr gleichgroße Portionen zu erhalten. Sonst ist das erste Filet lange durch, während das größte noch immer auf den richtigen Garpunkt wartet. Den erkennst du übrigens mit zwei Tricks.

Erstens siehst du von außen sehr gut, bis wohin das Fleisch gegart wurde. Roher Lachs ist rot und schimmert leicht, gegarter Lachs ist heller und schimmert nicht. Alternativ kannst du die Kerntemperatur messen, um auf Nummer sicher zu gehen. Wenn du deinen Lachs glasig grillen möchtest, reichen etwa 50 °C aus. Soll das Fleisch „durch“ sein, sind 55 °C bis 60 °C ein guter Wert.

Raffiniert: Lachs auf der Holzplanke grillen

Lachs grillen auf der Holzplanke
Die Holzplanke schützt nicht nur das große Lachsfilet, sondern gibt auch noch herrliche Aromen ab.

Dies ist vielleicht das ultimative Grillrezept für Fisch. Es macht Eindruck, der Lachs schmeckt leicht rauchig und es besteht keine Gefahr, dass etwas verbrennt. Was kann ein Mensch am Grill mehr erreichen? Zugegeben, Lachs müssen deine Gäste mögen – aber wer mag ihn nicht?

Das Geheimnis der Zubereitung liegt in der Holzplanke. Die übernimmt gleich mehrere Funktionen. Zum einen trägt sie den Lachs und sorgt dafür, dass sich die Hitze des Grills möglichst gleichmäßig verteilt. Zudem verhindert sie, dass der Fisch anbrennt. Aber das Wichtigste: Sie räuchert gemächlich vor sich hin und überträgt eine einzigartige Aromatik auf das Fleisch. Da die Garzeit bei dieser Methode etwas länger ist, hat der Fisch die nötige Ruhe, um die intensiven Aromen aufzunehmen.

Ach so, noch ein Vorteil: Nach dem Ende der Garzeit kannst du den Lachs auf der Holzplanke servieren – sehr eindrucksvoll! Übrigens: Verschiedene Holzsorten ergeben auch unterschiedliche Aromen. Für Lachs eignet sich besonders Zedernholz. Wir haben das Lachs Grillen auf Zedernholzplanke für dich ausprobiert.

Makrele grillen

Makrele ist ein Allrounder, es gibt sie geräuchert, gebacken, sie schmeckt aber auch gegrillt. Ein Vorzug ist ihr hoher Gehalt an Eiweißen und Vitamin A. Geschmacklich ist sie kräftiger als andere Fischarten, verträgt also auch intensive Gewürze gut. Wer Makrele grillen möchte, darf sich auf ein unkompliziertes Grillvergnügen freuen.

Makrelen grillen im Fischbräter
Intensiv gewürzt und mit Zitronenscheiben bespickt, schmecken ganze Makrelen vom Grill köstlich.

Gegrillte Makrele mit Aioli

Makrele und Knoblauch vertragen sich gut. Einfach ein paar Zehen in die Bauchhöhle, Kräuter und Zitrone dazu, dann ab auf den Rost – und eine einfache gegrillte Makrele ist fertig. Bei diesem Rezept kommt die Knoblauch-Würze jedoch nicht direkt zum Fisch, sondern erst auf dem Teller als Aioli dazu – probiere unserer Rezept für gegrillte Makrele mit Aioli einfach mal aus.

Für die Makrele vom Grill empfiehlt sich ein Grillkorb bzw. eine Fischzange. Sie wird im Ganzen gegrillt, die Haut ist allerdings recht empfindlich. Durch den Eigengeschmack des Fischs sind keine aufwendigen Marinaden nötig – zudem gibt es ja noch die Aioli.

Rezept Makrelen grillen mit Aioli
Am besten schmecken die gegrillten Makrelen mit einer selbstgemachten Kräuter Baguette und Aioli bzw. Knoblauch Mayonnaise.

Maräne grillen

Die Maräne ist mit der Forelle verwandt – und wie sollte es anders sein, sie eignet sich daher ebenfalls perfekt zum Grillen. Sie überzeugt mit einem angenehm dezenten Geschmack und einer guten Portionsgröße. Das Fleisch ist weich und die Gräten lassen sich gut entfernen. Du findest bei dir keine Maräne beim Fischhändler? Das kann daran liegen, dass du in Süddeutschland wohnst. Hier heißt der Fisch Felchen (aus dem Bodensee) oder Renke (vor allem in Bayern). An der Ostsee wiederum gibt es den Schnäpel. Alles der gleiche Fisch – Gourmets nehmen allerdings für sich in Anspruch, die Herkunft herausschmecken zu können. Ob gegrillte Felchen oder Maräne vom Grill besser schmeckt, darüber darf dann gerne gestritten werden. Aber nicht bei dir am Tisch, da ist der Fisch einfach köstlich. Punkt.

Gegrillte Maräne aus der Salzlake

Maräne lässt sich wie Forelle oder Dorade zubereiten. Das besondere an unserem Rezept ist die Salzlake. Dadurch wir der Fisch wunderbar saftig und schmeckt durch und durch würzig. Das betont den Eigengeschmack und ist eine Abwechslung zur sonst üblichen Zubereitung. Das Würzen in Salzlake stammt ursprünglich vom Räuchern – dazu eignet sich die Maräne übrigens auch sehr gut.

Wenn du Maräne oder Felchen grillen möchtest, empfiehlt sich ein Grillkorb. Damit lassen sich die mittelgroßen Fische auf dem Rost sehr gut handhaben. Wie schwer die einzelnen Fische sind, hängt übrigens sehr von ihrer Herkunft und dem Alter ab. Für den Grill eignen sich die Maränen oder Felchen sehr gut, die etwa mit einer Forelle vergleichbar sind.

Zutaten (für 4 Personen):
4 Maränen / Felchen
Wacholderbeeren
Pfeffer
Lorbeer
Thymian
Zucker
Zitrone
Salz

Zubereitung:

Zuerst eine Salzlake herstellen, dafür pro Liter Wasser 60 bis 80 Gramm Salz verwenden. Diese Lake dann reichlich mit Gewürzen verfeinern und die Fische für zwei Stunden im Kühlschrank marinieren.

Im nächsten Schritt den Grill vorheizen. Mittlere direkte Hitze ist optimal, um Maränen oder Felchen zu grillen. Bevor sie auf den Rost dürfen, müssen sie trocken sein. Den Fisch also aus der Lake nehmen und gut abtrocknen. Nun kannst du noch ein paar Scheiben Zitrone und etwas Gewürze in die Bauchhöhle geben – Salz ist nicht mehr notwendig.

Den Fisch auf dem Grill regelmäßig wenden. Nach etwa zehn Minuten sollten die Maränen fertig sein. Wenn du dir den Aufwand machen möchtest, passen frisch frittierte Pommes sehr gut dazu. Alternativ Kartoffeln vom Grill.

Steckerlfisch vom Grill

Steckerlfisch ist auf Volksfesten in Bayern, vor allem im Alpenland, eine gefragte Delikatesse. Der Fisch wird am Holzstab zubereitet und erhält dadurch rundum eine knusprige Haut. Welcher Fisch eignet sich für Steckerlfisch? Die Renke, auch Maräne oder Felchen genannt, ist ideal. Sie hält gut am Stock und das Fleisch wird wunderbar zart. Zudem löst es sich gut von den Gräten.

Neben dem Fisch sind verschiedene Kräuter wichtig für den Fisch wie vom Volksfest. Um Steckerlfisch zu grillen, benötigst du außerdem die passenden Holzruten. Wer ein Stück Natur in der Nähe hat, schneidet sich einfach Zweige von Weide, Haselnuss oder Buche zurecht. Alternativ kannst du die Maräne mit Bambusstäben grillen.

Achte nur darauf, dass der Zweig dick genug ist, um den Fisch zu tragen. Allzu dünne Exemplare haben zudem die Gefahr, dass sie verkohlen und durchbrechen. Die Stöcke für den Steckerlfisch sollten so lang sein, dass sie locker auf deinem Grill liegen können – gegrillt wird nämlich ohne Rost, ganz ursprünglich. Du kannst den Steckerlfisch daher auch über dem Holzfeuer grillen.

Zutaten (für 4 Personen):
4 Renken / Maränen / Felchen
1 Zitrone
1 EL Thymian (getrocknet)
1 EL Rosmarin (getrocknet)
1 EL Oregano (getrocknet)
1 TL Fenchelsaat
½ Bund Petersilie, gehackt
200 mL Öl, z. B. Raps
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Der Steckerlfisch schmeckt intensiv würzig – zum einen wegen der Zubereitung über dem Feuer, zum anderen wegen der kräftigen Marinade. Diese wird daher zuerst zubereitet. Dazu die Zitrone auspressen und mit den Gewürzen und dem Öl mischen. Es ist sinnvoll, hier getrocknete Kräuter zu nehmen, weil diese in der Marinade mehr Geschmack abgeben als frische – Petersilie macht hier eine Ausnahme. Wer mag, würzt den Steckerlfisch vom Grill noch mit etwas Chilipulver.

In jedem Fall die Fische gut einreiben und über Nacht im Kühlschrank in der Marinade lassen. Am nächsten Tag den Grill vorheizen, dazu kommt der Rost herunter – ausnahmsweise. Die Fische aus der Marinade nehmen, etwas nachsalzen und mit dem Maul voran auf die Stöcke schieben.

Wenn du Steckerlfisch selber machen möchtest, achte darauf, dass der Abstand zur Glut groß genug ist, sonst verbrennt der Fisch. Wenn möglich, das Kohlefach tief stellen und die Stöcke dann direkt auf dem Grill platzieren. Dabei aufpassen, dass kein Fisch zur Seite wegrollt. Es gibt auch einige Grills, die eine Vorrichtung für Stäbe haben.

Das Grillen an sich dauert bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten. Die gegrillten Felchen bzw. Renken oder Maränen dabei gelegentlich mit wenig Marinade bestreichen. Achte darauf, dass nichts in die Glut tropft, sonst entstehen Stichflammen – dann ist es schwierig, die Fische alle gleichzeitig in Sicherheit zu bringen. Wenn alles geklappt hat, die Fische heiß am Stock servieren – ein Helles ist eigentlich Pflicht dazu.

Red Snapper grillen

Wenn du in den USA zum BBQ mit Fisch eingeladen bist, wirst du ihm bestimmt begegnen: dem Red Snapper. Da ist es gut, keine Garnele zu sein, denn die schnappt der rötliche Raubfisch (daher sein Name) besonders gern. Auf dem Grill tut er das allerdings nicht mehr. Dafür läuft den Gästen das Wasser sicher im Mund zusammen, denn der Fisch duftet herrlich. Zudem eignet er sich wegen seiner Herkunft gut zur Kombination mit karibischen Gewürzen.

Filets vom Red Snapper
Red Snapper ist schwer zu bekommen, dafür ein echter Genuss mit einer dezenten Aromatik.

Gegrillter Red Snapper im Karibik-Style

Red Snapper ist der perfekte Fisch für alle, die keinen Fisch mögen. Erstens schmeckt er nicht typisch fischig, sondern überzeugt mit einer dezenten Aromatik. Zudem wird er gern mit allerhand Gewürzen verfeinert, die für andere Fischarten eher ungewöhnlich sind. Unser gegrillter Red Snapper im Karibik-Style ist also ein ganz neues Grillerlebnis.

Zu bekommen ist der Red Snapper hingegen nicht so einfach, denn er lebt an der Küste der amerikanischen Südstaaten bis hinunter nach Brasilien. Tiefgefroren gibt es ihn manchmal im Supermarkt, als Frischfisch beim Feinkosthändler.

Rotbarsch grillen

Der Rotbarsch gehört zu den beliebtesten Speisefischen. Kein Wunder: Die Filets sind grätenfrei, das Fleisch ist fest und wohlschmeckend. Da er das ganze Jahr über Saison hat, ist es nicht schwierig, frische Ware zu bekommen. Interessant ist, dass der Rotbarsch im Ganzen und als Filet einen komplett anderen Eindruck macht. Der Fisch ist eine imposante Erscheinung mit roter Haut. Das Filet ist hingegen unscheinbar.

Gegrillter Rotbarsch auf der Haut

Für dieses Rezept benötigst du Rotbarsch-Filets mit Haut. Die sind nicht überall erhältlich, denn häufig wird die Haut entfernt. Sie hat aber zwei wichtige Aufgaben, wenn du Rotbarsch grillen möchtest: Sie hält das Fleisch zusammen und sorgt dafür, dass der Fisch gleichmäßig gart, ohne auszutrocknen.

Die Besonderheit bei unserem Rezept liegt darin, dass der Rotbarsch nur auf der Hautseite gegart wird – du musst ihn also nicht wenden. Folglich entstehen keine intensiven Röstaromen, dafür wird das Fleisch unvergleichlich zart und zergeht auf der Zunge. Noch ein bisschen Butter dazu und du hast einen exquisiten Fisch vom Grill.

Um die dezenten Aromen der schonenden Zubereitung nicht zu übertönen, sind keine weiteren Gewürze vorgesehen außer Salz. Wenn du dir doch etwas zusätzliches Aroma wünschst, dann probiere es doch einmal mit einem Hauch Safran. Das ist eine außergewöhnliche Kombination zu Rotbarsch, die es Wert ist, sie zu verkosten.

Zutaten (für 4 Personen):
4 Rotbarschfilets mit Haut (pro Stück etwa 200 g)
Salz
Butter

Zubereitung:
Die Zubereitung ist ebenso einfach wie genial. Den Rotbarsch gründlich waschen, trocknen und mit Salz bestreuen. Wie er ist, kommt er bei schwacher bis mittlerer Hitze auf den Grill, und zwar mit der Haut nach unten. Nun ist es wichtig, den Grill zu schließen, damit die Wärme sich um das Filet herum verteilt.

Nach etwa 8 bis 10 Minuten ist das Filet schonend durchgegart, ohne dass du es wenden musst. Je nach Dicke und Temperatur kann es auch 12 Minuten dauern. Ziel ist es, dass der Fisch nicht mehr roh, aber noch glasig ist. Wenn im Grill ungefähr 120 °C erreicht werden, ist das ideal. Etwa fünf Minuten vor Ende der Garzeit gibst du noch einige Flocken Butter auf die Filets. Das sorgt für noch mehr Saftigkeit und fängt die leichte Grill-Aromatik perfekt ein.

Heilbutt grillen

Heilbutt ist nicht gleich Heilbutt. Es gibt den Weißen und den Schwarzen Heilbutt. Letzterer wird von Gourmets mehr geschätzt, denn er ist fettreicher und nur aus Wildfang zu bekommen. Das macht ihn allerdings auch vergleichsweise selten. Lohnt es sich also, den hohen Preis für frischen Heilbutt zu bezahlen? Auf jeden Fall. Er hat einen einzigartigen Geschmack, der in Kombination mit dem festen Fleisch an Geflügel erinnert. Wie bei Hähnchen ist er charakteristisch, aber zugleich angenehm dezent.

Heilbutt vom Grill in der Folie

Heilbutt eignet sich dazu, ihn direkt über der Glut zu grillen. Durch das Fett erhält er schöne Röstaromen und eine intensive Bräune. Einziger Nachteil ist, dass der Eigengeschmack von Rauch und Würzung übertönt wird. Daher eignet sich Heilbutt sehr gut, um ihn in der Folie zuzubereiten.

Lebensmittel in Alufolie? Das mag nicht jeder. Dieses Rezept hat aber zwei Vorteile: Es kommt ohne Zitronensaft oder Essig aus – die können sonst Teile des Aluminiums auflösen. Außerdem bleibt der Fisch nur vergleichsweise kurz in der Folie.

Um das Auflösen der Alufolie nochmals zu vermindern, kann der Fisch auch erst in Backpapier oder Butcherpaper gewickelt werden. So entsteht kein Kontakt zwischen Fisch und Alufolie.

Tipp: Wenn Vorhanden, dann kann man den Heilbutt auch wunderbar in Bananenpalmen Blätter vom Asiaten legen und grillen.

Geschmacklich ist die Verpackung viel Wert: Das Fleisch bleibt saftig und gart sehr schonend. So musst du dir keine Gedanken machen, dass der Heilbutt vom Grill trocken werden könnte. Darüber hinaus intensivieren sich die Aromen. So lassen sich Lebensmittel zum Beispiel mit vielen Kräutern verfeinern. Beim Heilbutt geht es allerdings gerade darum, den Eigengeschmack zu betonen, weshalb nur wenig Gewürze im Spiel sind.

Übrigens: Das Fett des Heilbutts unterscheidet sich deutlich von Schwein, Rind und Co. Es enthält – ebenso wie Lachs – viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. So kannst du auch ernährungsbewusste Gäste davon überzeigen, bei dir zum Fisch-BBQ vorbeizuschauen. Sie werden es nicht bereuen!

Zutaten (für 4 Personen):
4 Heilbuttfilets
Dill
1 EL Olivenöl
Pfeffer
Salz

Zubehör:
Alufolie

Zubereitung:
Für den Heilbutt vom Grill zunächst den Fisch waschen und ggf. portionieren. Etwa 200 Gramm pro Person sind ein guter Wert. Dann vier Stück Alufolie ausbreiten und dünn mit Olivenöl bestreichen. Als Nächstes den Fisch daraufgeben und von oben leicht mit Salz und Pfeffer würzen. Wenig Dill ins Päckchen geben – für den reinen Fischgeschmack kannst du auch darauf verzichten. Die Alufolie dann über den Fisch falten und an den Enden gut verschließen.

Den Grill auf mittlere direkte Hitze vorbereiten und die Päckchen etwa 10 Minuten lang sanft grillen. Vom Feuer nehmen, auspacken und heiß servieren. Wenn Saft zusammengelaufen ist, lohnt es sich, diesen mit Weißbrot aufzunehmen. Ohnehin passen Baguette und geklärte Butter (dann allerdings kein Fitness-Food mehr) sehr gut zum Heilbutt vom Grill. Ebenso gegrillter Spargel oder Brokkoli, je nach Saison. Der frische Fisch ist beim gut sortierten Händler übrigens das ganze Jahr über zu finden.

Sardinen grillen

Sardinen sind DER Fisch des Mittelmeers. Sie kommen rund um Italien in großen Schwärmen vor und sind exzellente Speisefische. Ihr herzhaftes Aroma, das entfernt an Hering erinnert (die Arten sind verwandt), passt sehr gut zu mediterranen Gewürzen wie Rosmarin und Thymian. Wenn sie gut gegart sind, löst sich das Fleisch zudem leicht von den Gräten. Das freut alle, die Fisch am liebsten „durch“ mögen – zum glasigen Grillen eignen sie sich nämlich weniger. Dafür bekommen sie über der heißen Glut herzhafte Röstaromen.

Sardinen grillen auf dem Grillrost
Die kleinen Sardinen lassen sich direkt auf dem Grillrost zuebereiten.

Gegrillte Sardinen wie vom Mittelmeer

Jeder, der einmal am Mittelmeer war, kennt diesen Moment, wenn es plötzlich ganz intensiv nach gegrilltem Fisch, Knoblauch und mediterranen Gewürzen duftet. Meistens passiert das sogar mehrmals am Tag, denn auf Sizilien, in Griechenland oder Südfrankreich wird gerne und ausgelassen gegrillt. Mit diesem Rezept für gegrillte Sardinen holst du dir das Urlaubserlebnis nach Hause.

Wegen des ausgeprägten Eigengeschmacks sind Sardinen sehr gut geeignet, um sie zu marinieren. Knoblauch, Chili und Gewürze geben ihre Aromen an das Fleisch ab und so schmeckt es intensiv vollmundig. Zudem darf Olivenöl für gegrillte Sardinen nicht fehlen, denn von sich aus sind die Fische zwar fett, aber könnten auf dem Grill dennoch trocken werden.

Sardinen Grillen auf dem Räucherbrett
Gegrillte Sardinen, die vorher kräftig mariniert wurden, lassen sich als perfekte Vorspeise servieren.

Eine Herausforderung ist es, die Fische zu wenden. Da sie eher klein sind, besteht eine Portion für vier Personen aus mindestens acht, eher zwölf Fischen. Die einzeln in Fischzangen zu verpacken, ist viel Aufwand – und so viele Grillkörbe hat auch fast niemand. Also gilt es, die Fische direkt auf den Rost zu legen. Wenn sie dann beim Wenden hier und da etwas Haut verlieren, ist das nicht schlimm, sondern authentisch. Oder du nutzt ein Räucherbrett.

Schwertfisch grillen

Wenn du etwas Außergewöhnliches probieren möchtest, dann ist Schwertfisch das, was du suchst. Der Fisch wird in Portugal und Frankreich häufig gegessen, hierzulande ist er selten zu finden – was nicht zuletzt daran liegt, dass er aus den Gewässern der genannten Länder stammt. Sein Fleisch ist fest, herzhaft und perfekt für Steaks.

Gegrillter Schwertfisch Yucatán-Art

Zugegeben, hier warten nun etliche Herausforderungen auf dich. Du brauchst Schwertfisch, exotische Gewürze und dann auch noch Bananenblätter. Wenn du nur einen Schwertfisch ergattern konntest: macht nichts. Gegrillter Schwertfisch mit einer Marinade aus Chili, Salz, Pfeffer und Olivenöl ist an sich schon ein Genuss. Mit diesem Rezept kannst du allerdings eine Menge Eindruck machen, wenn du zur Grillparty eingeladen hast.

Bananenblatt und Co. dienen allerdings nicht bloß zur Schau. Es handelt sich dabei um eine Art natürlichen Ersatz für die Alufolie – wobei das Bananenblatt in der Karibik schon länger zum Kochen verwendet wird, als es Alufolie gibt. Bananenblätter zum Grillen bekommst du entweder aus dem eigenen Wintergarten oder aus dem Asia-Laden.

Die Extraportion Exotik für dieses Gericht bringen die Annatto-Samen ein. Dabei handelt es sich um ein Gewürz, das ursprünglich aus der Karibik stammt, zum Beispiel der Region um Yucatán. Der Geschmack erinnert an Pfeffer, ist aber auch herb, erdig und zugleich etwas blumig – also alles in allem sehr exotisch.

Zutaten (für 4 Personen):
4 Schwertfisch-Steaks
1-2 EL Annatto-Samen
1 TL Paprikapulver
1 TL Chipotle-Pulver
¼ TL Zimt
¼ TL Koriandersaat, fein zerstoßen
1 Orange
1 EL Öl
Salz

Zubereitung:
Zuerst die Annatto-Samen einweichen, damit sie sich besser verarbeiten lassen. Diese dann im nächsten Schritt in einer Reibschale fein zerstoßen und mit den übrigen Gewürzen sowie dem Öl und dem Saft einer Orange mischen. Die Schwertfisch-Steaks damit bestreichen und jeweils in ein Bananenblatt wickeln.

Die Päckchen kommen dann bei mittlerer Hitze direkt über die Glut oder die Flamme. Durch den Schutzmantel gart das Fleisch schonend und nimmt die Aromen der Marinade gut auf. Die Garzeit liegt bei 15 bis 20 Minuten. Dabei werden die Blätter von außen mit der Zeit schwarz, was aber kein Problem ist. Innen ist der gegrillte Schwertfisch wunderbar geschützt. Die Päckchen wandern so, wie sie sind, auf den Tisch, wo jeder sein karibisches Geschenk auspacken kann. Dazu passen exotische Beilagen, zum Beispiel gegrillte Banane mit Reis – oder einfach Weißbrot.

Seelachs grillen

Du suchst nach einem Fisch, der (fast) jedem schmeckt, kaum Arbeit macht und zu jeder Jahreszeit frisch zu bekommen ist? Hier ist er: Seelachs. Der ist übrigens, auch wenn der Name es vermuten lässt, nicht mit dem Lachs verwandt – auch geschmacklich nicht. Stattdessen ist er ein Vertreter aus der Familie der Dorsche, zu der auch Kabeljau gehört. Seelachs hat ein festes, weißes Fleisch, das einen dezenten Fischgeschmack aufweist. Es ist vergleichsweise mager und wird fast immer als Filet angeboten.

Seelachs grillen
Mit seinem festen und weißen Fleisch, lässt er sich wunderbar grillen.

Gegrillter Seelachs für jeden Tag

Unkompliziert, einfach, gelingsicher: So lässt sich dieses Rezept mit drei Worten beschreiben. Hast du spontan Lust auf Seelachs vom Grill? Kein Problem: Fisch kaufen, Grill anheizen, grillen und genießen.

Einzig heikel ist die Tatsache, dass Seelachs meist ohne Haut verkauft wird. Für den Grill wäre es besser, wenn das Filet seine Haut noch hat. Aber auch ohne funktioniert es. Dafür kannst du zum Beispiel eine Grillplatte nutzen. Diese wird mit wenig Öl bestrichen und ist bereit für den Fisch.

Seelachs grillen auf der Grillplatte
Seelachs Filets einfach mehlieren und ab auf die Grillplatte.

Möglichkeit zwei: Du bestreichst den Seelachs zum Grillen dünn mit Olivenöl, sodass das Fleisch nicht austrocknet. Gewendet wird einmal, dazu am besten mit einer möglichst breiten Zange arbeiten. So bleibt das Filet intakt.

Tipp: Wenn du den gegrillten Seelachs auf der Grillplatte zubereiten möchtest, bietet es sich an, die Filets vorher zu mehlieren – also in Mehl zu wenden. So entsteht eine schöne braune Bratkruste und das Wenden fällt leichter, weil nichts anhaftet.

Seeteufel grillen

Seeteufel ist ein perfekter Fisch für Fisch-Anfänger (wäre da nicht der hohe Preis). Seine Vorzüge: ein festes, aromatisches Fleisch ganz ohne Gräten. Zudem hat er das ganze Jahr über Saison und stammt aus dem Nordatlantik, also nicht aus Übersee. Allerdings ist der Fisch selten, was zu einem hohen Preis führt. Kurios: Seeteufel wird fast immer ohne Kopf angeboten. Der Grund ist, dass ihm dieses Körperteil seinen Namen verliehen hat. Er sieht mit seinem großen Maul aus wie ein gefährlicher Raubfisch – was er auch ist, wenn man Kleinfische fragt

Frischer
Frischer Seeteufel ist eine kostspielige Delikatesse und wird meist ohne Kopf angeboten.

Gegrillter Seeteufel mit Knoblauch-Marinade

Ein großer Vorteil bei gegrilltem Seeteufel ist sein festes Fleisch. Es lässt sich wie Hähnchen oder Kalb handhaben, es zerfällt also nicht. Zudem hat es einen ebenfalls festen Biss, sodass auch Gäste, denen andere Fischsorten zu weich sind, hier ins Schwärmen geraten werden. Erst recht, wenn du das Rezept mit verführerischen Aromen von Knoblauch, Petersilie und Rosmarin zubereitest. So wird gegrillter Seeteufel zur absoluten Delikatesse.

Rezept für Seeteufel grillen
Gegrillte Seeteufel Filets schmecken besonders gut mit einer leckeren Marinade.

Thunfisch grillen

Thunfisch ist ohne Frage der Lieblingsfisch vieler passionierter Griller. Die Steaks erinnern an kunstvoll gegartes Rindfleisch – es wird sogar behauptet, ein perfekter Thunfisch sei noch schwieriger zuzubereiten. In jedem Fall nimmt Thunfisch ein exzellentes Grillmuster an, präsentiert sich häufig mit rosa Kern und entwickelt vollmundige Röstaromen. Kenner achten mittlerweile auch darauf, woher der Fisch stammt – angeblich hat jedes Meer seinen eigenen Thunfisch-Geschmack. Es gibt ihn zum Beispiel im Pazifik, im Indischen Ozean und im Mittelmeer, also fast überall auf der Welt, wo es warm ist.

Thunfisch grillen
Thunfisch Steaks bekommen beim grillen ein besonders eindrucksvolles Muster.

Gegrillte Thunfisch Steaks mit Ruhe und Raffinesse

Um Thunfisch zu grillen, benötigst du zunächst einmal Thunfisch-Steaks von hoher Qualität. Da der Kern rosa bleiben soll, ist es wichtig, hier nicht am falschen Ende zu sparen. Achte beim Einkauf auf Merkmale wie „Sushi-Qualität“. Das zeigt an, dass der Fisch für den Rohverzehr freigegeben wurde.

Sind die perfekten Thunfisch-Steaks zum Grillen gefunden, geht es an die weitere Zubereitung. Hier gibt es eine ganze Fülle von Rezepten, die vermutlich mehrere Bücher füllen könnten. Bei genauerer Betrachtung unterscheiden sie sich vor allem in der Marinade und der Würzung. Die Grundzubereitung ist – zumindest für rosa gegrillten Thunfisch – immer ähnlich. Am besten funktioniert es so wie beim Rindersteak: zuerst scharf angrillen, dann bei geringer Temperatur schonend durchziehen und ruhen lassen. Eine wichtige Zutat für die perfekt gegrillte Thunfischsteaks ist daher (wie so oft bei Fisch) Zeit.

Thunfisch Steaks auf dem Grillrost grillen
Thunfisch Steaks können direkt auf dem Grillrost gegrillt werden.

Gegrillter Thunfisch ist zwar das Lieblings-Experimentierfeld von BBQ-Fans, aber nicht jedem ist der medium gegarte Fisch geheuer, der zudem einen intensiven Geschmack hat. Frage am besten vorher nach, ob jeder Thunfisch mag. Ist das der Fall, steht einem genussvollen Abend nichts mehr im Weg.

Wolfsbarsch grillen

Wolfsbarsch, auch Loup de mer, erfreut sich großer Beliebtheit unter Gourmets. Sein Fleisch ist reinweiß, zart und kaum von Gräten durchzogen. Im Geschmack ist der gegrillte Wolfsbarsch äußerst fein und eine wahre Delikatesse. Er stammt aus den Gewässern vor Norwegen, England und Frankreich, auch an der deutschen Küste wird er manchmal gefischt. Zudem gibt es Wolfsbarsch aus Aquakultur.

Edler Wolfsbarsch vom Grill

Der Wolfsbarsch gehört zu den Edelfischen. Entsprechend unedel wäre es, ihn mit kräftigen Aromen zu übertünchen. Stattdessen geht es beim gegrillten Loup de mer darum, die feinen Aromen zu unterstützen und zu heben. Dazu eignen sich klassische Fisch-Zutaten wie Zitrone und Rosmarin.

Außerdem gibt es eine Portion Butter zum Wolfsbarsch, denn von sich aus ist das Fleisch nicht besonders fettreich. Durch die Butter bleibt es saftig und trocknet nicht aus. Wer Wolfsbarsch grillen möchte, sollte zudem über einen Grillkorb nachdenken – das erleichtert das Wenden.

Wolfsbarsch, wegen seines edlen Aussehens auch Silberbarren bezeichnet, wird übrigens fast immer im Ganzen zubereitet. Die knusprige Haut mit ihren leichten Röstaromen ist ein Genuss. Daher wird hier auch nur mit Salz gewürzt, um keine unangenehmen Bitterstoffe durch verbrannte Gewürze zu erzeugen. Wenn dir das zu puristisch ist, kannst du die Bauchhöhle zusätzlich mit Knoblauch und Thymian füllen. Ober, ganz ausgefallen, mit Lavendel – aber Achtung, das gibt einen intensiv blumigen Geschmack.

Zutaten (für 4 Personen):
2 Wolfsbarsche
1 Zweig Rosmarin
1 Zitrone
Butter
Salz

Zubereitung:
Den Wolfsbarsch zum Grillen von den Schuppen befreien. Wenn du beim Feinkosthändler kaufst, ist dir diese Arbeit vermutlich schon abgenommen worden.

Als Nächstes den Fisch waschen, abtrocknen und das Fleisch quer zur Hauptgräte mehrere Male einschneiden. So verteilt sich die Wärme besser und der Fisch gart gleichmäßig – und schneller. Damit der Fisch an diesen Stellen nicht austrocknet, gibt es die Butter. Die solltest du vorab schmelzen, um ungehindert pinseln zu können. Ein weiterer Teil Butter kommt zusammen mit Salz, zwei Zitronenscheiben und Rosmarin in die Bauchhöhle. Nun noch von außen salzen und den Wolfsbarsch auf den Grill legen. Mittlere Hitze ist ideal, den Fisch etwa 15 bis 20 Minuten grillen, immer wieder mit Butter bestreichen und gelegentlich wenden. Tipp: Wenn du keinen Grillkorb benutzt, am besten nur einmal wenden.

Der gegrillte Wolfsbarsch ist fertig, wenn sich die Schwanzflosse leicht lösen lässt. Dann mit gekonntem Schwung vom Grill nehmen und heiß servieren. Mögliche Beilagen sind gegrillter Spargel und Kartoffeln mit Butter.

Zander grillen

Zander ist einer der edelsten Fische aus dem Süßwasser. Er ist unter anderem in Deutschland heimisch – als Wildfang eine absolute Delikatesse. Aber auch der Zander aus Aquakultur schmeckt gut. Sein Fleisch ist fein, sein Geschmack ist frisch und nicht fischig. Die wenigen große Gräten stören beim Essen kaum, sie lassen sich leicht aussortieren.

Zander grillen
Edle Zanderfilets eignen sich mit ihrem feinen Fleisch sehr gut zum grillen, da sie wenige Gräten haben.

Gegrillte Zanderfilets

Der Zander ist ein fettarmer Fisch. Das sorgt für ein edles, weißes Fleisch mit angenehm dezentem Aroma und zartem Biss. Allerdings stellt die Abwesenheit von Fett Griller und Grillerinnen immer vor eine Herausforderung.

Du kannst versuchen, den Zander nur auf der Hautseite zu grillen, dadurch ist das Fleisch vor dem Austrocknen geschützt. Nur kurz vor Ende der Garzeit wird einmal gewendet. Sicherer ist es jedoch, zum Olivenöl zu greifen und den Fisch damit zu bestreichen. So lassen sich zugleich – wie unserem Rezept für gegrillte Zanderfilets – noch weitere Aromen auftragen.

Der Zander ist übrigens gut an seinen Streifen auf der Haut zu erkennen. Es wäre schade, diese beim Grillen zu verbrennen. Schonend gegart, ist die Haut besonders aromatisch mit ihren Röstaromen. Frischen Zander gibt es fast das ganze Jahr über, ansonsten findet er sich auch im Tiefkühlregal.

Wenn dich der Zander vom Grill an Barsch erinnern sollte – kein Wunder. Die beiden Fischarten sind verwandt. Daher gilt für beide, dass du beim Grillen zusätzlich etwas Fett einsetzen solltest.

Aal grillen

Der Aal ist vor allem geräuchert oder in der Suppe bekannt. Was wenige Hobbyköche wissen: Der fettreiche Fisch eignet sich auch perfekt zum Grillen. Er bräunt gut und erhält eine knusprige Kruste. Zu kaufen gibt es frischen Aal eher selten. Wenn du die Möglichkeit hast, bitte deinen Fischhändler am besten darum, den Aal zu häuten – das kann wegen des hohen Fettgehalts sonst zu einer glitschigen Angelegenheit werden.

Gegrillter Aal mit Salbei

Wenn du Aal grillen möchtest, gibt es eine Herausforderung: die Länge. Es bietet sich eher nicht an, den Aal in ganzen Stücken zuzubereiten. Auch die Optik ist dann gewöhnungsbedürftig. Die beste Lösung für das Problem sind Holzspieße.

Die haben noch einen weiteren Vorteil: Du kannst zusätzlich verschiedene Gemüse und Kräuter mit auf den Spieß schieben. So bietest du deinen Gästen mit wenig Aufwand ein komplettes Grillgericht vom Spieß.

Aal grillen: bewegt sich der Fisch dabei noch? Wahrscheinlich kennst du auch die Geschichten vom Aal, der aus der Pfanne gesprungen sein soll. Tatsächlich kann das passieren, wenn der ganze Fisch erwärmt wird. Hintergrund ist, dass die Muskeln kontrahieren. Wenn du den Aal in Stücke schneidest und auf den Grill legst, musst du dir aber keine Sorgen machen, dass sich plötzlich etwas auf dem Rost bewegt.

Zutaten:
500 g Aal, filetiert
200 g Kohlrabi
Salbeiblätter
2 EL Öl
Salz
Pfeffer

Zubehör:
Holzspieße (gewässert)

Zubereitung:
Die Zubereitung ist denkbar einfach. Den Fisch in Portionsstücke schneiden, ebenso den Kohlrabi. Vom Salbei einzelne Blätter abzupfen. Diese drei Zutaten dann abwechselnd auf die Holzspieße schieben. Abschließend alles mit Öl bepinseln sowie salzen und pfeffern.

Den Grill auf direkte Hitze vorheizen und die Spieße grillen. Sie benötigen je nach Dicke der Fische etwa fünf bis sieben Minuten. Dabei regelmäßig wenden, sodass Aal und Kohlrabi gleichmäßig bräunen. Dazu passt ein kühles Bier oder eine herbe Johannisbeersaftschorle.

Fischsuppe aus dem Dutch Oven

Du hast noch ein Filet vom Wolfsbarsch über, ein Stück Seeteufel und Muscheln? Dann hast du schon fast alles für eine vollmundige Fischsuppe da! Im Süden von Frankreich ist sie als Bouillabaisse buchstäblich in aller Munde. Neben Fisch kommen mediterrane Gemüsesorten wie Fenchel, Safran und selbstverständlich Tomaten hinzu.

Fischsuppe vom Grill
Mit mediterranen Gemüse und verschiedenen Fischsorten schmeckt die tomatisierte Fischsuppe besonders würzig und kräftig.

Für eine Fischsuppe aus dem Dutch Oven benötigst du zudem Fischfond. Den kannst du wunderbar aus Abschnitten kochen, wenn du zum Beispiel einen ganzen Hecht verarbeitest oder einen Seeteufel. Im Original verwenden Franzosen übrigens nur Mittelmeerfische für ihre Bouillabaisse. Du kannst aber auch alle anderen grätenarmen bzw. grätenfreien Filets verwenden. Grätenreiche Fische wie Hering sind hingegen keine Bereicherung. Die lösen sich zum Teil auf und geben ihre Gräten an die Suppe ab.

Neben Fisch kommen auch Meeresfrüchte in unsere Fischsuppe, zum Beispiel Garnelen und Muscheln. Im Allgemeinen gilt: Je vielfältiger deine Zutaten für die Suppe sind, umso aromatischer wird sie auch.