Oktoberfest vom Grill – die perfekte bayerische Gaudi zu Hause

Das Oktoberfest lockt jedes Jahr Millionen Besucher aus dem In- und Ausland nach München. Doch auch in anderen Teilen Deutschlands gibt es tolle Ableger des Traditions-Events. Dirndl und Lederhosen dürfen dabei genauso wenig fehlen wie zünftige Blasmusik. Aufgrund der Corona-Situation fallen diese Feierlichkeiten allerdings in diesem Jahr aus. Damit du trotzdem ein Stückchen Bayern zu dir nach Hause holen kannst, haben wir für dich das perfekte Oktoberfest-Menü zusammengestellt.

Obazda mit Herzbrezeln

Laugenbrezeln in Herzform bilden die perfekte Beilage zu Obazda.
Perfekte Kombination: Laugenbrezeln und selbst gemachter Obazda schmecken einfach herrlich!

Der Obazda ist eine pikante bayerische Käsespezialität, die hervorragend zu einer Brotzeit passt. Wir möchten das typische Oktoberfestflair kreieren und backen passend dazu leckere Laugenbrezeln, die wir zum Herz formen.

Zutaten Obazda (für 4 Personen):

500 g Camembert
200 g Frischkäse
50 g weiche Butter
100 g klein gehackte Zwiebeln
50 g feine Zwiebelringe
6 EL Bier
2 EL klein geschnittener Schnittlauch
4 Radieschen
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Kümmel

Zutaten Laugenbrezeln (10 Stück):

500 g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
¼  TL Zucker
350 ml laufwarme Milch
1 ½ l Wasser
2 EL Natron
grobes und feines Salz

Zubereitung Obazda:

Den Camembert zerdrücken und mit Frischkäse, Butter und klein gehackten Zwiebel vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Kümmel abschmecken, danach das Bier nach und nach untermengen.

Den Obazda anrichten und nach Geschmack mit Zwiebelringen, Schnittlauch und Kümmel garnieren.

Der bayerische Obazda wird mit Radischenscheiben und Schnittlauchröllchen verziert.
Hübsch garniert: Mit Radischen und Schnittlauch wird der Obadza serviert.

Zubereitung Laugenbrezeln:

Mehl, Hefe sowie Zucker vermischen und mit Milch und Salz zu einem Hefeteig kneten. Zugedeckt für etwa 45 Minuten gehenlassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Teig danach auf einer bemehlten Fläche gut durchkneten und in 10 gleichgroße Stücke teilen. Jedes Stück danach in lange Stränge rollen und daraus Herzen formen.

Aus einem Brezelteig werden Teiglinge in Herzform vorbereitet.
Liebe, die man sehen kann: Aus dem Laugenteig werden Herzen geformt.

Wasser mit Natron aufkochen und 10 Minuten lang kochen lassen. Nacheinander die Herzbrezeln in die kochende Lauge geben und etwa 30 Sekunden mitkochen, dabei die Brezeln immer wieder untertauchen. Danach herausnehmen und abtropfen lassen.

Die Brezeln anschließend auf Backpapier legen und mit grobem Salz bestreuen. Auf einem Pizzastein bei etwa 180°C 25 bis 30 Minuten im Grill backen.

Knusprige Schweinshaxe vom Drehspieß mit Sauerkraut, Bier-Senf-Soße und Semmelknödl

Schon beim Namen läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Dieses klassische Oktoberfest-Gericht darf einfach nicht fehlen, wenn du dir bayerisches Flair nach Hause holen möchtest.

Schweinshaxe mit schöner Kruste wird mit Knödeln und anderen Leckereien serviert.
Schon der Anblick lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen: Eine leckere Schweinshaxe mit Knödeln gehört einfach zu einem perfekten Oktoberfest-Menü.

Zutaten Haxe (für 4 Personen):

2 große Schweinshaxen
350 ml dunkles Weizen
1 TL Salz
2 EL Kümmel
2 EL Majoran

Zutaten Soße:

30 g Butter
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Würfel Gemüsebrühe
4 EL süßer Senf
2 Prisen Zucker
125 ml Malzbier
1 EL saure Sahne
100 ml Wasser

Zutaten Sauerkraut:

800 – 1000 g Sauerkraut
2 Lorbeerblätter
1 Zwiebel
6 – 8 Wachholderbeeren
2 EL Butterschmalz
1 EL Honig
150 ml Gemüsebrühe
1 TL Salz
150 ml trockener Weißwein
Pfeffer

Zutaten Semmelknödel:

4 Weizenbrötchen vom Vortag
2 Eier
150 ml Milch
1 Zwiebel
30 g fein gehackte Petersilie
2 EL Butter
1 TL Salz
Pfeffer
Semmelbrösel

Zubereitung Haxe:

Die Haxen waschen und mit einem scharfen Messer die Haut rautenförmig einritzen.

Kümmel, Salz und Majoran gemeinsam in einem Mörser zerkleinern und die Haxe damit von allen Seiten gut einreiben.

Bei 140°C insgesamt 2 Stunden grillen. Nach einer Stunde mit dem Bier angießen. Den Grill nach 2 Stunden auf 180 bis 200°C erhöhen, um nach etwa 20 bis 25 Minuten eine herrliche Kruste zu kreieren.

Zubereitung Sauerkraut:

Das Sauerkraut abtropfen lassen, die Zwiebel und den Apfel schälen und in Stücke schneiden.

Butterschmalz in einem Topf oder einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Das Sauerkraut, die Apfelstückchen, die Wacholderbeeren, das Salz und die Lorbeerblätter dazugeben, alles indirekt und mit wenig Hitze etwa 40 Minuten lang köcheln lassen. Kurz bevor es fertig ist einen Esslöffel Honig unter das Sauerkraut mischen und mit Salz würzen.

Zubereitung Soße:

Zwiebel und Koblauch fein hacken, Butter in einem Topf schmelzen und die beiden Zutaten darin andünsten.

Den Brühwürfel in Wasser auflösen und das Gemüse damit sowie mit dem Malzbier ablöschen. Senf dazugeben und etwa 8 Minuten lang köcheln lassen.

Biersoße wird mit süßem Senf verfeinert.
Alles aufeinander abgestimmt: Die Biersoße erhält durch den süßen Senf einen besonderen Geschmack.

Die Soße danach würzen und mit der sauren Sahne binden.

Zubereitung Semmelknödel:

Die Brötchen in kleine Würfel schneiden und mit dem Salz vermischen. Die Zwiebel fein hacken und mit der Petersilie kurz in Butter andünsten. Danach die Milch aufwärmen, aber nicht kochen.

Alles zu den Brötchenwürfeln in eine Schüssel geben, vermengen und 10 Minuten ziehen lassen.

Die Eier verquirlen, hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen und zu einer Masse verkneten. Wenn der Teig zu weich ist, füge noch ein paar Semmelbrösel hinzu, falls er zu trocken sein sollte, noch ein bisschen Milch.

8 Knödel formen und in kochendes Salzwasser legen, danach die Temperatur aber sofort runterdrehen, damit sie in heißem Wasser ziehen, aber nicht kochen. Nach etwa 20 Minuten sind sie durch und schwimmen oben.

Weißwurst-Burger

Jeder liebt Burger. Vor allem, wegen ihrer unheimlichen Vielfalt. In diesem Rezept brauchst du kein Hackfleisch, sondern einfach nur leckere Weißwurst, die du mit den richtigen Beilagen zum Leckerbissen in Burgerform machst!

Ein Burger mit Laugen Bun und Weißwürstchen als Hauptbestandteil.
Mal etwas anderes: Aus Laugenbrötchen und Weißwurst entsteht ein toller Burger, der Lust auf mehr macht.

Zutaten (für 4 Portionen):

4 Weißwürstchen
4 Laugenbrötchen
80 g weiche Butter
2 EL Schnittlauch
Salz
4 Blätter grüner Salat
8 Scheiben Bacon
1 TL Pflanzenöl
1 große Tomate
Süßer Senf

Zubereitung:

Weißwürstchen entweder im Wasserbad erhitzen oder direkt auf dem Grillrost zubereiten. Brötchen aufschneiden, Butter mit Schnittlauch verrühren und mit Salz abschmecken, die untere Brötchenhälfte damit bestreichen.

Salatblätter abzupfen und waschen. Bacon knusprig braten und herausnehmen. Tomaten waschen, in Scheiben schneiden und kurz im Baconfett wenden

Weißwurst pellen (wenn du sie im Wasserbad zubereitet hast) und der Länge nach in Scheiben schneiden. Brötchen mit Salat, Weißwurst, Tomate sowie Bacon belegen und einen Klecks süßen Senf obendrauf geben.

Leberkäse-Muffins

Bayerisches Essen ist vielfältig. Wer alle Leckerbissen genießen möchte, braucht entweder einen großen Magen oder mehrere Tage Zeit. Deshalb haben wir ein Rezept vorbereitet, um eine weitere Leckerei genießen zu können, die aber nur als kleiner Appetithappen durchgeht. Ideal als kleiner Partysnack.

Kleine Leberkäse-Häppchen in mundgerechter Muffin-Größe.
Klein und fein: Die Leberkäse-Muffins sind ein leckerer Snack für zwischendurch oder eine ideale Vorspeise.

Zutaten:

1 Paprika
200 g Leberkäse-Brät
50 g geriebener Emmentaler
Salz
Pfeffer
Süßer Senf

Zubereitung:

Grill auf 170°C vorheizen. Die Paprika in kleine Würfel schneiden und mit etwas Öl in der Pfanne weich braten. Die weichen Stückchen gemeinsam mit dem Leberkäse-Brät und dem Emmentaler in einer Schüssel gut vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer Schüssel werden Leberkäsebrät, gebratene Paprika, geriebener Emmentaler und Gewürze vermischt.
Geht ganz fix: Nachdem die Paprikawürfel kurz angebraten wurden, werden sie mit dem Brät, dem Emmentaler und den Gewürzen gut vermengt.

Muffinförmchen aus Papier mit Öl bestreichen, in eine Backform stellen und darin die Masse gleichmäßig verteilen. Bei etwa 170°C 40 Minuten lang grillen. Sobald sie goldbraun sind, können sie mit süßem Senf serviert werden.

Selbstgemachter süßer Senf

Süßer Senf ist einfach typisch bayerisch. Nicht nur beim Auszuzeln von Weißwürstchen ist er das i-Tüpfelchen des Geschmacks. Er ist eine tolle Alternative zu allen Senf- und Soßen-Sorten, lässt sich auf Fleisch, Gemüse und Broten gleichermaßen gut mit allem kombinieren. Übrigens: Richtig lecker wird der selbstgemachte Senf erst, wenn er ein paar Tage durchgezogen ist.

Der selbstgemachte süße Senf wird in schöne Gläser gefüllt und serviert.
Schönes Mitbringsel: Selbstgemachter süßer Senf eignet sich als toller Dip oder Gastgeschenk.

Zutaten:

150 g gelbe Senfkörner
50 g braune Senfkörner
100 g Zucker
120 ml Wein- oder Apfelessig
170 ml Wasser
2-3 TL Honig
1 kleines Lorbeerblatt
Salz
Piment
eine Gewürznelke

Zubereitung:

Gelbe Senfkörner eine Stunde lang ins Tiefkühlfach legen, danach klein mahlen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Körner nicht warm werden. Die braunen Senfkörner ebenfalls mahlen und mit den gelben in eine Schüssel geben.

Zucker in einem Topf goldbraun karamellisieren, danach den Topf vom Grill nehmen und das Wasser hineinschütten. Anschließend indirekt erwärmen, Lorbeerblatt und eine Prise Salz dazugeben und gut verrühren.

Die Karamellmischung dann über das Senfmehl geben und etwa 10 Minuten quellen lassen. Währenddessen die Gewürznelke mit dem Piment fein mahlen. Gewürze und Essig zum Senf geben und mit einem Rührgerät ordentlich verquirlen.

Die Senfmischung mindestens eine Stunde lang ruhen lassen. Danach mit Honig und Salz abschmecken.

Kaiserschmarrn

Mit Kaiserschmarrn macht man die ganze Familie glücklich. Ihn gibt es in unterschiedlichen Varianten, mit Rosinen oder anderem Obst. Doch für uns geht nichts über die ganz klassische Art und Weise. Gut ist: Unser Rezept lässt sich eigentlich mit allem kombinieren, was dir einfällt. Also lass deiner Kreativität freien lauf und lass es dir schmecken!

Der Kaiserschmarrn wird mit Puderzucker bestreut und warm serviert.
Für Liebhaber der süßen Küche besonders gut geeignet: Kaiserschmarrn geht immer – zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen!

Zutaten (für 4 Portionen):

4 Eier
125 g Mehl
60 g Zucker
1 Prise Salz
1 Pck. Vanillezucker
300 ml Vollmilch
75 ml Mineralwasser
40 g Butter
Puderzucker

Zubereitung:

4 Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Danach das Eigelb mit Zucker, Salz und Vanillezucker zu einer cremigen Konsistenz verrühren. Anschließend nach und nach das Mehl und die Milch hinzugeben und verrühren, bevor du zum Schluss noch das Wasser hineinschüttest, um den Teig noch fluffiger zu machen.

Beim klassischen, traditionellen Kaiserschmarrn darf der Eischnee nicht fehlen, der unter den vorbereiteten Teig gehoben wird.
Wichtiges Detail: Richtiger Kaiserschmarrn wird mit Eischnee zubereitet.

Hebe den Eischnee unter die Masse. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und den kompletten Teig hineingeben. Etwa 5 Minuten lang goldbraun anbacken. Dafür immer wieder durch seitliches Anheben überprüfen, ob die Unterseite bereits braun ist.

Mit einem Pfannenwender den Teig vierteln, wenden und die andere Seite ebenfalls goldbraun anbraten. Danach mit einem zweiten Pfannenwender mundgerechte Stücke zupfen und alles noch einmal kurz weiterbraten lassen, streue Puderzucker darüber und serviere ihn.

Lebkuchen-Herzen

Kein Oktoberfest ohne Lebkuchenherzen! Der Geschmack steht bei der bunten Süßigkeit wohl nicht im Vordergrund. Vielmehr die lieben und lustigen Sprüche und Namen, die auf ihnen verewigt sind. Mit unserem Rezept geht die Liebe aber sicherlich auch durch den Magen.

Lebkuchenherzen gehören zu einem klassischen Oktoberfest und lassen sich leicht zu Hause nachbacken.
Fast zu schade, um sie zu essen: Die Lebkuchenherzen eignen sich als tolles Geschenk, das – im wahrsten Sinne des Wortes – von Herzen kommt.

Zutaten (für 8 – 10 Lebkuchenherzen):

125 g Butter
250 g Honig
100 g Brauner Zucker
500 g Mehl
1 TL Backpulver
1 EL Kakaopulver
1 EL Lebkuchengewürz
1 Ei

Für die Spritzglasur:
500 g Puderzucker
2 Eiweiß
1 EL Zitronensaft
Lebensmittelfarbe nach Wunsch

Zubereitung:

Butter mit Honig und braunem Zucker unter rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach abkühlen.

Mehl mit Backpulver, Kakaopulver und Lebkuchengewürz mischen. Zusammen mit dem Ei unter das Honig-Zucker-Gemisch geben und zu einem glatten Teig verkneten. Wickel ihn in eine Folie und stelle ihn zwei Stunden lang im Kühlschrank kalt.

Den Teig anschließend etwa 1 cm dick ausrollen und mit einem großen Keksausstecher Herzen aus dem Teig ausstechen und auf einen mit Backpapier ausgelegten Pizzastein legen. Alternativ kannst du dir auch eine Schablone anfertigen, um die Herzen zu formen.

Bei 160°C etwa 15 bis 20 Minuten backen und danach erkalten lassen.

Für die Glasur den Puderzucker sieben und mit dem Eiweiß gut verrühren. Nach und nach tropfenweise Zitronensaft unterrühren, bis die Glasur dick und spritzfähig ist. Wenn du möchtest kannst du auch das Farbpulver untermischen. Du kannst sie auch aufteilen und unterschiedliche Farben erstellen.

Lebkuchenherzen werden mit Zuckerguss verziert.
Die selbstgemachten Lebkuchenherzen kannst du ganz individuell gestalten.

Die Glasur in einen Spritzbeutel füllen (Reste in der Schüssel abdecken, damit sie nicht eintrocknet), die Herzen verzieren und gut trocknen lassen.