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Pulled Pork: das beliebteste BBQ-Gericht der Welt


Lesezeit 14 Minuten Lesezeit

Pulled Pork ist mit Abstand eines der bekanntesten und begehrtesten BBQ-Gerichte der Welt. Buttrig-zart, saftig und aromatisch lecker – so sollte Pulled Pork sein! Wir erklären dir Schritt für Schritt worauf man bei der Zubereitung achten sollest.

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Fertiger Schweinenacken wird mit Gabeln zu Pulled Pork verarbeitet
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Butterzart, hocharomatisch, weltweit beliebt: Pulled Pork ist ohne Frage ein BBQ-Gericht der Superlative. Aber ist es auch das schwierigste? Nein. Mit dem richtigen Puled Pork Rezept und der richtigen Anleitung und etwas Erfahrung gelingt es sehr zuverlässig. Dabei hast du als Meister oder Meisterin am Grill an vielen Punkten Einfluss auf den Geschmack der Gaumenfreude. Lieber klassisch oder exotisch? Hier findest du alles Wissenswerte und viele Inspirationen für dein Pulled Pork vom Gasgrill, Holzkohlegrill oder Pelletgrill.

Was ist Pulled Pork?

Wer sich für BBQ interessiert, hat sicher schon von Pulled Pork gehört. Es ist eines der traditionellen Slow-and-low-Gerichte des amerikanischen BBQs. Das Fleisch wird bei niedrigen Temperaturen über eine lange Zeit gegart. Dabei intensivieren sich die Aromen und das Fleisch wird immer zarter und buttriger. Am Ende ist es so weich, dass es nicht geschnitten, sondern mit der Gabel auseinandergezogen wird – daher auch der Name: „to pull“ steht im Englischen für „ziehen“. Jedeer Grill freut sich auf das erste mal, sein Pulled Pork selber zu machen.

Pulled Pork auf Holzbrett
Für Pulled Pork wird das weiche Schweinefleisch in kleine Stücke gerissen.

Pulled Pork Zubereitung kurz erklärt – Das Pulled Pork Rezept

Das Pulled Pork Rezept ist nicht kompliziert. Du brauchst ein Stück Schweinefleisch, am besten Boston Butt oder Schweinenacken. Das wird mit einem Rub gewürzt und einige Stunden ziehen gelassen. Dann indirekt über viele Stunden bei 105 bis 110 °C grillen oder im Smoker zubereiten. Danach das Fleisch mit der Gabel zerteilen und zum Beispiel als Burger servieren. Fertig.

Was brauche ich für unser Pulled Pork Rezept?

Um selbst saftig-leckeres Pulled Pork zubereiten zu können, sind sieben Dinge unverzichtbar:

  1. Zeit
  2. Fleisch
  3. ein Rub
  4. ein Grill
  5. zwei Thermometer
  6. Räucherholz
  7. eine Tropfschale

1. Möglichst viel Zeit

Vom ersten Kontakt mit dem Grill bis zum butterzarten Pulled Pork kann es 12 Stunden dauern – abhängig von der Dicke und der Temperatur auch locker noch mehr. Wenn du gegen Nachmittag Lust bekommst, am Abend den Grill anzufeuern, brauchst du mit dem Pulled Pork also nicht mehr anfangen (es sei denn, du wünschst dir ein herzhaftes Frühstück für den nächsten Tag). Hinzu kommt, dass das Fleisch am besten über Nacht mariniert wird. Vom ersten Arbeitsschritt bis zum Grillgenuss sind es also gute 24 Stunden.

2. Schweinefleisch: durchwachsen und schwer

Welches Fleisch für Pulled Pork? Das Gericht wird, der Name verrät es, mit Schweinefleisch zubereitet. Nicht mit dem Kotelett, nicht mit dem Schnitzel – du brauchst ein gut durchwachsenes Stück Fleisch von 2 kg oder mehr. In Amerika landet bisweilen das ganze Schwein auf dem Rost. Wenn du nicht ganz so viel Platz hast, bietet sich Schweinenacken an. Traditionell wird Pulled Pork vom Grill aus dem Boston Butt zubereitet – ein Schnitt, der Nacken und Schulterblatt umfasst.

Roher Schweinenacken für Pulled Pork
Der durchwachsene Schweinenacken eignet sich hervorragend für Pulled Pork.

Gut zu wissen: Das Fett und das Bindegewebe lösen sich beim Garen langsam auf und sorgen für das einzigartige butterzarte Erlebnis am Gaumen. Mageres Fleisch bietet diesen Vorteil nicht – es ist für Pulled Pork vom Grill daher ungeeignet.

5. Rub nach Wahl

Klassisch oder feurig? Memphis Dust oder Carolina Dust? Du hast die Wahl. Mit dem Rub legst du fest, welche Aromen sich später mit dem Fleisch und dem Rauch vereinen. Wenn du willst, kaufst du einen fertigen Rub, der alle Zutaten bereits enthält. Alternativ mischst du deinen Rub für das Pulled Pork selbst. In unseren Rezepten findest du zahlreiche Inspirationen dazu.

Pulled Pork mit Rub
Den Rub für dein Pulled Pork kannst du ganz nach deinem Geschmack wählen.

3. Grill mit Deckel

Für Grillgerichte brauchst du einen Grill. Logisch. Der muss darüber hinaus noch weitere Anforderungen erfüllen. Die Gartemperatur liegt bei etwa 105 bis 110 °C (indirekt). Die Frage ist daher nicht, ob dein Grill so heiß wird, sondern ob er so kalt bleiben kann, wenn er in Betrieb ist. Grundsätzlich eignen sich Gasgrills, Smoker und Holzkohlegrills, sie haben aber individuelle Eigenschaften.

Beim Gasgrill ist es einfacher, die Temperatur zu halten. Am besten eignen sich Modelle mit drei oder mehr Brennern. Auf niedrigste Flamme gestellt, sollten die äußeren Brenner bei geschlossenem Deckel etwa 110 °C erreichen. Tipp: Miss die Temperatur an dem Ort, an dem du grillen willst, besser nach. Am Deckelthermometer ist es meist heißer als in der indirekten Zone. Um das Raucharoma ans Pulled Pork zu bekommen, sind ein paar Tricks nötig. Auf jeden Fall bist du auf Räucherchips oder Ähnliches angewiesen. Die kommen in eine Smokerbox und räuchern möglichst langsam vor sich hin.

Beim Holzkohlegrill ist es leichter, das klassische, rauchige BBQ-Aroma zu erzeugen. Briketts in Kombination mit Holz ergeben einen intensiven Geschmack. Dafür ist es eine größere Herausforderung, die Temperatur bei konstanten 105 bis 110 °C zu halten – ungefähr einen halben Tag lang! Du brauchst auf jeden Fall Briketts, die langanhaltend glühen. Oder du nutzt einen Kugelgrill und die sogenannte Minion-Ring-Methode.

Alternativ lässt sich für Kohle Fans auch Pulled Pork aus dem Dutch Oven zubereiten.

Für eingefleischte BBQ-Fans kommt für die Zubereitung von Pulled Pork nur ein Smoker in Frage. Damit bekommt das Fleisch besonders intensive Raucharomen. Ein Smoker ist perfekt für Low and Slow Gerichte, da er mit indirekter Hitze funktioniert. Und auch mit einem Smoker lassen sich die niedrigen Temperaturen sehr gut halten. Allerdings ist regelmäßiges „Nachfeuern“ bei langen Garzeiten erforderlich.

4. Grillthermometer

Beim Pulled Pork vom Grill arbeitest du am besten mit zwei Thermometern. Eins verwendest du ganz klassisch für die Kerntemperatur. Das zweite dient dazu, die Garraumtemperatur zu überwachen. Sie sollte möglichst konstant sein und nicht über 120 °C liegen.

Welche Kerntemperatur für Pulled Pork? Erfahrungsgemäß sind 90 °C ein guter Wert. Es kann jedoch passieren, dass dein Stück schon bei ein paar Grad weniger so zart geworden ist, dass es zerfällt – dann musst du es nicht mehr auf Biegen und Brechen noch zwei Grad wärmer bekommen. Erscheint dir das Fleisch hingegen noch fest, dann lass es noch ein paar Grad wärmer werden. Beim Einstechen des Thermometers bekommst du schon ein gutes Gefühl dafür.

6. Räucherholz

Pulled Pork wird gegrillt und geräuchert. Die Wahl des Holzes kann in den USA zur Glaubensfrage werden. Viele setzen dort auf das kräftige Hickory-Raucharoma. Für eine goldene Kruste mit mildem Rauchgeschmack eignen sich Kirsch- und Apfelholz. Mit Buche funktioniert es auch, das Ergebnis erinnert aber etwas an Schinken – zumindest an der Kruste. Aber generell gilt: Welches Räucherholz für Pulled Pork? Nach Geschmack!

7. Eine Tropfschale

Ja, auf eine Tropfschale solltest du nie verzichten, wenn du Pulled Pork grillen möchtest. Sie hat zwei Funktionen: Sie hält deinen Grill sauber und verhindert, dass Fett über Umwege in die Glut gelangt und Feuer fängt. Damit das Fett in der Schale nicht anbrennt, gibst du etwas Wasser in die Tropfschale, die ihrerseits unter dem Fleisch positioniert wird. Das Wasser hat auch noch einen zweiten Effekt: Es erhöht die Feuchtigkeit im Garraum, was das Fleisch saftiger hält und die Wärmeübertragung verbessert.

Pulled Pork auf dem Grill - mit Räucherbox und Grillthermometer
Für das Pulled Pork auf dem Gasgrill benötigst du ein Grillthermometer zum Messen der Kerntemperatur, eine Räucherbox mit Räucherchips für das Aroma und eine Tropfschale.

Wann fange ich mit Pulled Pork an?

Tja … je nachdem, wann du essen möchtest. Viele sind dazu übergegangen, den Grill am späten Abend anzuheizen und das Fleisch über Nacht zu grillen. Dann ist es zum Mittag fertig. Dazu bleiben sie entweder wach oder teilen die Grillwache auf mehrere Personen auf. Sich schlafen zu legen, während der Grill läuft, ist keine empfehlenswerte Idee. Du kannst auch früh aufstehen und gegen Abend servieren.

Wann ist Pulled Pork fertig?

Wie schon beschrieben, braucht Pulled Pork Zeit. Wenn du den ganzen Tag über nervös neben dem Grill sitzt, hältst du es wahrscheinlich kaum aus – schon allein wegen der köstlichen Aromen, die spätestens nach zwei Stunden aus dem Innenraum des Grills in deine Nase ziehen. Besser ist es, den Grill regelmäßig zu kontrollieren und keine Hektik aufkommen zu lassen. Manche BBQ-Köche und -Köchinnen moppen das Fleisch jede Stunde. Das ist Geschmackssache. Grundsätzlich wird die Kruste beim Pulled Pork durch das regelmäßige Mopen sehr intensiv dunkel bis schwarz. Auch die Aromen verdichten sich bis ins Extreme. Allerdings können sich auch Bitterstoffe bilden, die den Geschmack beeinträchtigen.

Damit noch einmal zurück zur Frage nach der Garzeit von Pulled Pork. Ein Stück Schweinenacken von 2 kg benötigt sehr wahrscheinlich 12 Stunden – es kann auch mehr werden. Du solltest nicht versuchen, auf die Minute (oder Stunde) genau zu planen. Es lohnt sich, abzuwarten, bis das Fleisch richtig zart geworden ist.

Die Plateauphase und Texas Crutch

Wenn du das Pulled Pork erhitzt, wird die Fleischtemperatur zunächst stetig steigen. Du kannst das gut mit einem Grillthermometer verfolgen: 50 °C, 60 °C, 70 °C … und dann bleibt der Zeiger stehen. Das ist kein Messfehler, sondern die Plateauphase. Sie erwartet dich nach etwa drei bis vier Stunden bei knapp über 70 °C. Teilweise über Stunden besteht hier ein Gleichgewicht aus Wärmezufuhr und Wärmeverlust durch Verdunstung und Garprozesse.

Wenn die Plateauphase erreicht ist, heißt es: Ruhe bewahren. Die Temperatur im Garraum zu erhöhen, führt nicht zum gewünschten Erfolg. Im Gegenteil, das Fleisch würde trocken und fest werden. Irgendwann wird das Thermometer wieder steigen, bis die perfekte Kerntemperatur erreicht ist.

Du möchtest den Vorgang trotzdem beschleunigen? Dann gibt es einen Trick: die Texas Crutch (Texas Krücke). Du kannst die Plateauphase umgehen oder deutlich verkürzen, indem du das Pulled Pork in Alufolie einwickelst, sobald die Kerntemperatur bei etwa 70°C stagniert. Zudem soll das Fleisch dadurch saftiger bleiben – allerdings nimmt es bei Weitem nicht so viel Raucharoma auf.

Welche Beilagen zu Pulled Pork?

Grundsätzlich kannst du zu Pulled Pork reichen, was dir schmeckt: Brot, Kartoffelsalat, Gemüse … In den USA gibt es traditionell Coleslaw dazu, meist auch Sandwich-Scheiben oder Burger-Brötchen. Und vor allem: BBQ Saucen. Das Fleisch wird zum Teil regelrecht darin gebadet. Wenn du zum Pulled Pork Beilagen reichen möchtest, denk auf jeden Fall daran, diese vor dem Fleisch auf den Tisch zu bringen. So kannst du das Zerteilen des butterzarten Schweinenackens vor den Augen deiner Gäste feierlich und stilecht mit zwei Gabeln übernehmen.

Pulled Pork: häufige Fehler

Es gibt nur wenige Fehler, die du bei der Zubereitung von Pulled Pork machen kannst. Die haben dafür das Potential, dir den ganzen Spaß zu versauen. Besonders kritisch ist die Temperatur. Wenn sie dauerhaft über 120 °C, gelingt das Gericht nicht. Das Fleisch wird dann nicht butterzart und saftig, sondern fest und trocken. Eine zu niedrige Temperatur ist kein Problem, so lange sie wenigstens bei guten 100 °C liegt. Allerdings dehnt sich die Garzeit dann schnell auf 24 Stunden aus.

Ein zweiter Fehler ist zu dünnes oder mageres Fleisch für Pulled Pork. Es sollte wirklich durchwachsenes Schweinefleisch von mindestens 2 kg sein.

Pulled Pork Schritt für Schritt zubereiten

  1. So kannst Du Pulled Pork selber machen. Zuerst wird das Fleisch gewürzt. Dafür verwendest du einen Rub deiner Wahl – wir haben zehn Pulled Pork Rezepte für dich zusammengestellt. Die einfachste Methode: Du nimmst das Fleisch, reibst es rundherum mit den Gewürzen ein und lässt es in einer Schüssel über Nacht im Kühlschrank stehen. Alternativ gibst du das gewürzte Fleisch in einen Beutel und vakuumierst es. Damit kannst du die Würzung noch einmal intensivieren.
  2. Als Zweites kümmerst du dich um den Grill, und zwar mindestens eine Stunde bevor es losgeht mit dem Grillen. Es ist nämlich wichtig, dass der Grill auf Temperatur ist und diese konstant hält. Bei einem Smoker oder Holzkohlegrill heißt für dich: anfeuern, regulieren und regelmäßig prüfen. Bei einem Gasgrill geht das schnell und unkompliziert. Außerdem bereitest du das Räucherholz vor. Bei Smoker und Holzkohlegrill kannst du Räucherchunks verwenden, die einfach in die Glut gelegt werden. Bei einem Gasgrill benötigst du eine Smoker- bzw. Räucherbox. Für Smoker Boxen eignen sich am besten Räucherchips.
  3. Als Drittes kommt das Fleisch auf den Grill. Da bleibt es dann für die nächsten 12-20 Stunden. Für dich heißt es ab jetzt: regelmäßig die Temperatur prüfen, evtl. Briketts nachlegen, Brenner regulieren … und warten! Zwischendurch ist auf jeden Fall reichlich Zeit, um zum Pulled Pork Beilagen zuzubereiten.
  4. Als Viertes kommt, wenn gewünscht, der Trick mit der Alufolie. Dazu wickelst du das Polled Pork bei etwa 70 °C Kerntemperatur darin ein, um die Plateauphase zu überspringen.
  5. Als Fünftes nimmst du das Fleisch bei ca. 90 °C Kerntemperatur von Grill und lässt es 30 bis 60 Minuten ruhen. Halte es dabei zum Beispiel mit einem Thermobehälter warm. Jetzt servierst du dein Pulled Pork. Dazu mit zwei Gabeln zerteilen und mit BBQ-Sauce anrichten.
Fertiger Schweinenacken wird mit Gabeln zu Pulled Pork verarbeitet
Das fertige Fleisch wird mit Pulled Pork Gabeln in kleine Stücke zerrissen.

Hast du Lust und Zeit, Pulled Pork zu grillen? Du weißt jetzt, wie es geht. Natürlich haben wir das auch selber ausprobiert und ein leckeres Pulled Pork Rezept Arkansas Style für dich zusammengestellt.

Die 10 besten Rubs für Pulled Pork

Wichtig ist, das Fleisch von allen Seiten kräftig mit einem Rub einzureiben. Dabei das Würzpulver gut einmassieren. Es wird so viel verwendet, wie am Fleisch haften bleibt. Die Rub bestimmt entscheidend den Geschmack deines Pulled Porks. Wir haben die leckersten Rubs für dich zusammengestellt.

Klassische Rub für Pulled Pork vom Grill

Der klassische Rub vereint süße, herzhafte und rauchige Aromen. Es ist die ideale Mischung für alle, die mit dem Gericht anfangen möchten.

Zutaten (pro kg):
3 EL Paprikapulver
2 EL brauner Zucker
1 EL scharfes Paprikapulver
1 EL Salz
1 EL Senfpulver
1 EL Pfeffer (fein gemahlen, ausnahmsweise am besten aus der Dose)

Feuriges Pulled Pork vom Grill

In den Südstaaten wird gerne scharf gegessen, hier gibt es zahlreiche regionale Rezepte für Pulled Pork. Wie scharf es tatsächlich wird, bestimmst du durch die Menge an Chilipulver.

Zutaten (pro kg):
2 EL Paprikapulver
2 EL Zucker
1 EL Chilipulver (Chipotle, Habanero …)
1 EL Knoblauchpulver
1/2 EL Zwiebelpulver
1/2 EL Senfpulver
1/2 EL Pfeffer, gemahlen

Pulled Pork mit fruchtiger Note

Klassisches Pulled Pork kennst du schon? Dann probiere diese Variante mit exotischem Geschmack. Das Fruchtpulver stellst du am besten selbst her. Dazu (gefrier-)getrocknete Früchte deiner Wahl so fein wie möglich mixen. Das Ergebnis: eine süßsäuerliche Aromenexplosion mit Rauchnote!

Zutaten (pro kg):
2 EL Paprikapulver
1/2 EL Zucker
1/2 EL Piment
1/4 EL Zimt
2 EL Fruchtpulver
1 EL Salz
1/2 EL Pfeffer, gemahlen

Fruchtiges Pulled Pork auf Holzbrett
Mit einem Pulver aus getrockneten Früchten bekomm dein Pulled Pork eine fruchtige Note

Orientalisches Pulled Pork Rezept

Orientalische Gewürze passen gut zum Pulled Pork, denn sie sind ebenfalls oft kräftig und intensiv. Geschmacklich geben sie dem Gericht eine ganz neue Richtung.

Zutaten (pro kg):
2 EL Paprikapulver
1 EL Salz
1 EL Kreuzkümmelpulver
1/2 EL Knoblauchpulver
1/2 EL Pfeffer, gemahlen
1/2 EL Sumach
1/4 EL Zimt
1/2 EL Zucker

Pulled Pork mit Memphis Rub

Memphis ist bekannt für seine vielseitigen Rubs. Es liegt nahe, den Memphis Dust für Pulled Pork zu verwenden. Das eine Originalrezept gibt es übrigens nicht, von Region zu Region und von Haus zu Haus gibt es eigene Spezialrezepte.

Zutaten (pro kg):
2 EL Paprikapulver
1 EL Chilipulver
1 EL Knoblauchpulver
1 EL Salz
1/2 EL Zwiebelpulver
1/2 EL Sellerieknollenpulver (schwer zu bekommen, aber mit großem Effekt)
1/2 EL Pfeffer, gemahlen
1/4 EL Oregano
1/4 EL Senfpulver
1/4 EL Kreuzkümmel

Pulled Pork mit Carolina Rub

Der Carolina Dust präsentiert sich mit Kreuzkümmel und Chilipulver feurig-würzig.

Zutaten (pro kg):
2 EL Paprikapulver
1 EL Salz
1 EL Chilipulver
1 EL Kreuzkümmel
1/2 EL Zucker
1/2 EL Tomatenflocken
1/2 EL Pfeffer, gemahlen

Asiatisches Pulled Pork Rezept

Jetzt wird es ausgefallen: Pulled Pork im Asia-Style. Ingwer, Knoblauch, Szechuanpfeffer und Co. verleihen die charakteristische Würze.

Zutaten (pro kg):
1 EL Ingwerpulver
1 EL Knoblauchpulver
1 EL Szechuanpfeffer
1 EL Paprikapulver, scharf
1 EL Salz
1/2 EL Kardamompulver
1/4 EL Anis, gemahlen

Pulled Pork mit Knoblauch-Rub

Der Name sagt eigentlich alles: Hier stehen Knoblauch und Zwiebel im Vordergrund. Die übrigen Zutaten halten sich im Hintergrund. Wie immer in Pulverform, damit sich die Gewürze überall verteilen.

Zutaten (pro kg):
2 EL Zwiebelpulver
1 EL Knoblauchpulver
1 EL Paprikapulver
1 EL Zucker
1 EL Salz
1/2 EL Pfeffer, gemahlen

Mediterranes Pulled Pork Rezept

Ja, das Pulled Pork Originalrezept kommt aus den USA. Aber die Kombination mit mediterranen Kräutern ist eine gelungene Abwechslung!

Zutaten (pro kg):
1 EL Paprikapulver
1/2 EL Chilipulver
1/2 EL Oregano
1/2 EL Thymian
1/2 EL Rosmarinpulver
1/2 EL Salz
1/2 El Zucker
1/2 EL Knoblauchpulver

Pulled Pork mit Flüssigmarinade

Neben dem Rub kannst du dein Pulled Pork auch mit Flüssigmarinade würzen. Das eignet sich wunderbar als Ergänzung und sorgt dafür, dass das Fleisch saftig wird und auch von innen intensiv gewürzt ist. Du brauchst dafür eine Fleischspritze bzw. Marinierspritze, mit der du die Flüssigkeit injizierst. Dazu häufig ins Fleisch stechen und wenig Flüssigkeit pro Einstich einbringen.

Zutaten (pro kg):
100 ml Apfelsaft
2 EL Sojasauce
1/2 EL Salz
1/2 EL Zucker

Pulled Pork mal anders

Klassisch wird das gezupfte Fleisch auf einem Burger zusammen mit dem Coleslaw (amerikanischen Krautsalat) serviert. Die Anleitung für den Pulled Pork Burger findest du bei unseren Grillrezepten.

Pulled Pork Burger auf Backpapier
Klassisch serviert: Pulled Pork auf einem Burger mit Coleslaw und natürlich BBQ Sauce

Es geht aber natürlich auch anders. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Pulled Pork Auflauf oder Pulled Pork Nachos?

Wenn man sich die Arbeit macht und Pulled Pork zubereitet, kommt natürlich auch eine richtig große Portion auf dem Grill oder in den Smoker – mindestens 2 Kilogramm Schweinefleisch. Dabei bleibt meistens etwas übrig. Aus den Resten kannst du dann ganz einfach die leckeren Variationen zaubern kannst und so dein Pulled Pork auf vielfältige Art genießen.

Pulled Pork aus dem Dutch Oven

Pulled Pork aus dem Dutch Oven ist vor einiger Zeit als Trend aufgekommen. Neben einigen Anhängern finden sich viele, die diese Methode für „echtes Pulled Pork“ nicht in Betracht ziehen. Fakt ist: Bei Pulled Pork aus dem Dutch Oven handelt es sich um einen Kompromiss – allerdings einen, der auch Vorteile mit sich bringt.

Grundsätzlich gehst du beim Pulled Pork aus dem Dutch Oven so vor, dass du das Stück Fleisch auf einem Rost im Dopf platzierst. Hintergrund ist, dass es nicht mit eigenem Saft in Kontakt kommen soll – schließlich willst du es nicht schmoren. Wenn du magst, gibst du noch grob geschnittene Zwiebelringe nach unten in den Topf. Sie verleihen dem Fleisch mehr Aroma.

Der Dutch Oven wird dann mit Briketts gleichmäßig von oben und unten befeuert, sodass im Garraum 110 °C bis 120 °C herrschen. So garst du den Schweinenacken oder ein anderes Stück für etwa vier Stunden. Richtig gelesen: Im Dutch Oven gart Pulled Pork viel schneller, dafür erhält das Fleisch allerdings keine so intensive Kruste. Auch das charakteristische Raucharoma fehlt. Dafür gibt es einen Trick: Räuchere das Fleisch vorher eine Stunde im Smoker, dann bekommt es eine angenehme BBQ-Note.

Von der Konsistenz ist das Pulled Pork aus dem Dutch Oven dem Original ähnlich, allerdings nicht ganz so homogen. In der kürzeren Zeit zerfallen Kollagen und Fett nicht vollständig. Dafür hast du deutlich weniger Arbeit und bietest deinen Gästen schneller ein butterzartes Stück Schweinefleisch. Serviert wird genauso wie beim echten Pulled Pork.

Wie kann man Pulled Pork aufwärmen?

Wenn etwas von deinem Pulled Pork übrig bleibt, ist das überhaupt kein Problem, denn du kannst die Reste einfrieren oder ein paar Tage im Kühlschrank lagern und wieder aufwärmen.

Eingefrorenes Pulled Pork solltest du langsam (am besten über Nacht) im Kühlschrank auftauen lassen. Pulled Pork wird schonend gegart und sollte auch schonend wieder erwärmt werden, damit es nicht zu sehr austrocknet.

Am besten lässt du das Fleisch in einem Vakuumbeutel im Wasserbad bei etwa 80 °C circa eine Stunden ziehen. Auch im Backofen kannst du es wieder auf Temperatur bringen. Lege das Fleisch dazu in eine hitzebeständige Schüssel oder wickle es in Folie ein. Wichtig hierbei: Immer etwas Flüssigkeit (zum Beispiel verdünnte BBQ Sauce) hinzugeben, um das Pulled Pork saftig zu halten.

Was kann ich mit Pulled Pork machen?

In den USA gibt es Pulled Pork traditionell mit Cole Slaw oder auf einem Pulled Pork Burger. Kaltes Pulled Pork eignet sich außerdem hervorragend für ein Sandwich, zum Beispiel ganz einfach mit einer Mayonnaise und Avocado oder überbacken mit Cheddar. Pulled Pork Reste ergeben zudem einen wunderbaren Auflauf mit Nudeln.

Kann man Pulled Pork zu lange garen?

Im Grunde kannst du Pulled Pork nicht übergaren. Es lohnt sich allerdings nicht, das Fleisch länger als bis zu einer Kerntemperatur von 95 °C zu erhitzen. Teste am besten ab 90 °C mit einer Gabel, ob es schon butterzart ist, dann ist Pulled Pork fertig.

Wie lange brauchen 2 kg Pulled Pork?

Die grobe Daumenregel sagt: 3-4 Stunden pro Kg Fleisch. Das ist aber nur ein Anhaltswert. Pulled Pork ist fertig wenn es fertig ist, egal welcher Grill, welches Fleisch, wie groß das Stück ist. 2 kg Pulled Pork sind vermutlich ein kompaktes Stück. Es sollte ungefähr nach 8 bis 12 Stunden fertig sein, genau sagen lässt sich das aber nicht – die Konsistenz und die Kerntemperatur entscheiden, wann das Fleisch gut ist. Mit einer Texas Crutch kannst du die Garzeit um einige Stunden reduzieren.

Wie schmeckt Pulled Pork?

Pulled Pork schmeckt vollmundig, leicht süßlich und je nach Rub ein wenig scharf oder rauchig. Zudem kannst du mit vielen weiteren Gewürzen bestimmte Noten einbringen. Durch das Schweinefleisch ist das Ergebnis auf jeden Fall eher mild, reichhaltig und vor allem butterzart

Welche Temperatur für Pulled Pork?

Die Garraumtemperatur für Pulled Pork sollte um 105 bis 110 °C liegen. Achte darauf, diese auf Höhe des Rostes zu messen, am besten mit einem Digitalthermometer. Das Deckelthermometer im Grill kann davon so stark abweichen, dass es dein butterzartes Ergebnis gefährdet. Die Kerntemperatur des Fleisches sollte bei 90-95 °C liegen, mach aber auf jeden Fall den Test, ob sich das Stück mit der Gabel zart zerteilen lässt.

Wie viel Fleisch für Pulled Pork?

Grundsätzlich rechnest du pro Person etwa 250 g Fleisch. Das heißt allerdings nicht, dass für drei Personen 750 g Schweinenacken ideal sind. Das Stück sollte ein gewisses Gewicht haben, um gleichmäßig zu garen. Eine gute Portion sind 2 kg, mehr ist selbstverständlich auch möglich.

Welcher Wein passt zu Pulled Pork?

Zu Pulled Pork passen Rot- und Weißweine. Wichtig ist, dass sie jeweils nicht zu schwach sind, denn die Aromen müssen mit der rauchigen Kruste und dem fetten Fleisch harmonieren. Gewürztraminer und Grauburgunder aus dem Holzfass sind eine gute Wahl. Bei Rotweinen bietet sich ein kräftiger Spätburgunder oder ein Lemberger an.

Wie lange Pulled Pork ruhen lassen?

Du solltest Pulled Pork 30 bis 60 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit zieht das Fleisch noch einmal gleichmäßig durch und die Aromen sowie der Saft verteilen sich perfekt. Dafür wickelst du es in Butcher Paper und legst das Stück in eine Styroporbox oder Ähnliches.

Was ist die Plateauphase?

Die Plateauphase ist eine Besonderheit, die bei Low-and-slow-Gerichten wie Pulled Pork auftritt. Hierbei steigt die Kerntemperatur so gut wie nicht an, obwohl das Fleisch weiter im Grill liegt. Der Grund ist, dass verdampfende Fleischsäfte für eine Kühlung des Grillguts sorgen. Wenn du nicht warten willst, bis die Plateauphase beendet ist, kannst du das Fleisch in Butcher Paper und ggf. Alufolie zur Stabilisierung einschlagen. Diese Methode heißt Texas Crutch.

Kann man Pulled Pork kalt essen?

Du kannst Pulled Pork hervorragend kalt servieren. Es schmeckt zum Beispiel auf einem Sandwich, zu einem Colw Slaw oder einfach so zu Beilagen deiner Wahl. Alternativ wärmst du es bei 80 °C im Grill oder im Backofen wieder auf.

Wie viel Pulled Pork für 10 Personen?

Pro Person rechnest du etwa 250 g Pulled Pork, das ergibt 2,5 kg für 10 Personen. Allerdings verliert das Fleisch Wasser, wodurch es beim Garen leichter wird, und deine Gäste haben möglicherweise mehr Appetit als sonst, schließlich gibt es eher selten Pulled Pork. Mit einem Stück von 3,5 bis 4,5 kg bist du auf der sicheren Seite. Alternativ bieten sich zwei Portionen von je 2 kg an.


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