Inhaltsverzeichnis
- 1 Kartoffelauflauf – Ursprung & Varianten des klassischen Gratins
- 2 Was ist Kartoffelgratin?
- 3 Das Beste zuerst: Das perfekte Kartoffelgratin Rezept – klassisch, cremig, gelingt immer!
- 4 Klassisch, cremiges Kartoffelgratin – das beste Rezept!
- 5 Zubereitungstipps für das perfekte Gratin – auf was musst du besonders achten?
- 6 Häufige Fehler und wie man sie vermeidet:
- 7 Welche Kartoffelsorte ist am besten für einen Kartoffelgratin?
- 8 Kartoffelgratin mit gekochten Kartoffeln oder sind rohe Kartoffeln besser geeignet?
- 9 Welcher Käse für Kartoffelgratin vom Grill?
- 10 Kartoffelgratin am Grill zubereiten
- 11 Profi-Tipps für die perfekte Käsekruste auf dem Gratin
- 12 Kartoffelgratin aus dem Dutch Oven
- 13 Serviervorschläge und Beilagen
- 14 Tipps für das perfekte Kartoffelgratin zum Grillen
- 15 Top 8 Kartoffelgratin Rezepte
- 16 Klassisches Kartoffelgratin Rezept zum Grillen
- 17 Kartoffelgratin mit grünem Spargel vom Grill
- 18 Würziges Kartoffelgratin mit Bergkäse
- 19 Mediterranes Kartoffelgratin mit Feta
- 20 Kartoffelgratin mit Hackfleisch und Lauch
- 21 Kartoffelgratin mit Speck und Bergkäse
- 22 Gemüsegratin vom Grill
- 23 Schlankes Kartoffelgratin ohne Sahne
Kartoffelgratin ist nicht nur beim Grillen eine beliebte und leckere Beilage. Der vollmundige, sahnige Geschmack harmoniert bestens mit Bratwurst, Steaks und vielen weiteren Grillgerichten. Dabei ist Kartoffelgratin nicht gleich Kartoffelgratin: Es gibt viele Varianten, ob mit Speck oder vegan – hier findest du das passende Kartoffelgratin Rezept für deinen Geschmack!
Kartoffelauflauf – Ursprung & Varianten des klassischen Gratins
Das klassische Kartoffelgratin, bekannt als Gratin Dauphinois, stammt aus der französischen Region Dauphiné. Erstmals wurde es 1788 bei einem Festmahl für die Beamten der Stadt Gap serviert. Traditionell besteht es aus rohen, dünn geschnittenen Kartoffeln, die in Sahne gegart werden – ohne Käse oder Ei.
Im Gegensatz dazu verwendet das Gratin Savoyard aus der benachbarten Region Savoyen Brühe und Käse, aber keine Sahne. Diese regionalen Unterschiede bieten vielfältige Geschmackserlebnisse und laden zum Experimentieren ein.
Was ist Kartoffelgratin?
Kartoffelgratin besteht aus geschichteten Kartoffelscheiben in einer Auflaufform zusammen mit einer würzig cremigen Sahnesauce. Beliebt ist es insbesondere wegen seiner cremigen Sauce und der dem nur geringen Arbeitsaufwand.
Für das Grundrezept benötigst du nur Sahne, Kartoffeln sowie Salz und Pfeffer. Richtig lecker wird dein Gratin allerdings erst, wenn du es mit einer ordentlichen Portion Käse überbackst, welcher über den Kartoffeln herrlich schmilzt. Weitere leckere Zutaten sind Frühlingszwiebeln, Schinken, Speck, diverse Kräuter und Gemüse – je nach Geschmack kannst du sämtliche Zutaten mit in dein Gratin geben.
Gegessen wird Kartoffelgratin zum Grillen ebenso wie sonst auch am besten warm. Dann ist sie Sauce noch herrlich cremig, während der Käse köstlich zarte Fäden zieht. Optional gibt es auch Rezepte für kaltes Kartoffelgratin, bei welchen der Käse zwar keine Fäden mehr zieht, aber der Geschmack umso köstlicher in die Kartoffeln einziehen kann. Vorteil eines kalten Gratins ist auch, dass du das Gratin in Ruhe vorbereiten kannst und später Zeit hast, dich voll und ganz auf den Grill zu konzentrieren.
Das Beste zuerst: Das perfekte Kartoffelgratin Rezept – klassisch, cremig, gelingt immer!
Für ein Kartoffelgratin benötigst du Kartoffeln, Sahne, Gewürze und Käse. Zusätzlich kannst du mit verschiedenen weiteren Zutaten experimentieren – viele Inspirationen findest du in unseren Rezepten. Die Zubereitung ist vom Prinzip her immer gleich (genaue Mengenangaben gibt es in den Rezepten).

80 min. Zubereitungszeit
Klassisch, cremiges Kartoffelgratin – das beste Rezept!
Ein goldbraun gebackenes Kartoffelgratin ist der absolute Klassiker unter den Beilagen – egal ob zum saftigen Steak, Roastbeef oder als vegetarisches Hauptgericht aus dem Dutch Oven. Aber wie wird es so richtig schön cremig, ohne dass die Kartoffeln noch hart sind oder die Sauce gerinnt?
Wir zeigen dir das ultimative Grundrezept, das garantiert immer gelingt. Mit nur drei einfachen Schritten und unseren Profi-Tipps vom Grill wird dein Gratin zum Highlight des nächsten BBQ-Abends.
Warum dieses Kartoffelgratin vom Grill so besonders ist
Kartoffelgratin (auch Gratin Dauphinois) besticht durch die Kombination aus zarten Kartoffelscheiben, einer würzigen Sauce und einer knusprigen Käsekruste. Im Dutch Oven oder in einer gusseisernen Form auf dem Grill zubereitet, bekommt es durch die gleichmäßige Ober- und Unterhitze eine besonders aromatische Note, die im Backofen oft fehlt.
Du brauchst:
700 gr festkochende Kartoffeln
200 ml Sahne
200 ml Milch
100 g geriebener Emmentaler
Salz
Pfeffer
Und so gelingt’s:
1. Kartoffeln perfekt vorbereiten
Die Basis für ein gleichmäßig gegartes Gratin sind die Kartoffeln. Wähle am besten eine vorwiegend festkochende Sorte.
- Schneide die geschälten Knollen mit einem scharfen Messer in hauchdünne Scheiben (ca. 2–3 mm).
- Wichtig: Achte auf gleichmäßige Dicke, damit alle Scheiben zur selben Zeit den perfekten Garpunkt erreichen.
Profi-Tipp: Mit einem Küchenhobel ersparst du dir mühsame Schneidarbeit und erhältst garantiert gleichmäßige Ergebnisse – für eine Optik wie vom Profi-Koch.
2. Die Geheimwaffe: Die cremige Sauce
Damit dein Gratin nicht trocken wird, ist die Sauce entscheidend. Du hast die Wahl:
- Vollmundig: Nutze pure Sahne für maximale Cremigkeit.
- Leichte Variante: Eine Mischung aus 50 % Milch und 50 % Sahne spart Kalorien, bleibt aber geschmacklich top.
Zubereitung: Die Flüssigkeit mit reichlich Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss kurz aufkochen. Rühre ca. 1 TL Stärke ein, um die Sauce leicht abzubinden. Das sorgt für die unwiderstehliche Bindung, die ein echtes Gratin ausmacht.
3. Schichten und im Grill backen
Jetzt geht es ans Finish.
Backe das Gratin bei 180-200 °C indirekter Hitze für ca. 30-40 Minuten, bis die Kruste goldgelb und die Kartoffeln butterweich sind.
Schichte die Kartoffeln locker in eine gefettete Auflaufform oder direkt in deinen Dutch Oven.
Übergieße alles gleichmäßig mit der vorbereiteten Sauce.
Bestreue das Ganze großzügig mit Käse (z.B. würzigem Gruyère oder Emmentaler).
Zubereitungstipps für das perfekte Gratin – auf was musst du besonders achten?
| 1. Kartoffelsorte: | Für ein cremiges Ergebnis eignen sich vorwiegend festkochende oder festkochende Sorten wie Charlotte oder Nicola. |
| 2. Scheibendicke: | Dünne, gleichmäßige Scheiben (ca. 2–3 mm) sorgen für gleichmäßiges Garen. Ein Gemüsehobel kann hierbei hilfreich sein. |
| 3. Knoblauch: | Das Ausreiben der Auflaufform mit einer halbierten Knoblauchzehe verleiht dem Gratin ein feines Aroma. |
| 4. Sahne-Mischung: | Eine Mischung aus Sahne und Milch (z. B. im Verhältnis 2:1) ergibt eine ausgewogene Cremigkeit. Gewürze wie Muskat, Salz und Pfeffer sollten nicht fehlen. Tipp: Koche die Sahne unbedingt vorher auf, damit die Sauce schön cremig wird. Würze vor der Zubereitung des Gratins kräftig mit Salz, da die Kartoffeln viel Salz aufnehmen werden. |
| 5. Backzeit: | Bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) benötigt das Gratin etwa 45–60 Minuten. Ein Messerstich zeigt, ob die Kartoffeln gar sind. |
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet:
| 1. Ungleichmäßige Scheiben: | Führen zu ungleichmäßigem Garen. Lösung: Verwendung eines Hobels für gleichmäßige Scheiben. |
| 2. Zu wenig Flüssigkeit: | Kann das Gratin trocken machen. Lösung: Sicherstellen, dass die Kartoffeln gut mit der Sahne-Mischung bedeckt sind. |
| 3. Zu hohe Backtemperatur: | Kann die Oberfläche verbrennen, bevor die Kartoffeln gar sind. Lösung: Moderate Temperatur wählen und ggf. mit Alufolie abdecken. |
Welche Kartoffelsorte ist am besten für einen Kartoffelgratin?
Im Grunde genommen, kannst du sämtliche Kartoffel-Sorten für dein Gratin verwenden. Je nach Sorte zerfallen die Scheiben nach dem Garen dann mehr oder weniger stark. Wenn du allerdings nichts dem Zufall überlassen möchtest und Wert auf die perfekte Konsistenz legst, solltest du dir vorab überlegen welche Kartoffeln du verwenden möchtest:
Hier gibt es drei Möglichkeiten:
- festkochende Kartoffeln
- vorwiegend festkochend Kartoffeln
- mehlige Kartoffeln
1. Vorwiegend festkochende Kartoffeln – unser Tipp
Vorwiegend festkochende Kartoffeln für Kartoffelgratin sind der Klassiker. Sie geben Stärke ab und werden angenehm weich, bleiben aber größtenteils in Scheibenform. Empfehlenswerte Sorten sind Agria, Granola und Laura. Mit dem „Blauen Schweden“ kannst du sogar ein buntes Kartoffelgratin zubereiten.
Beliebte Sorten und ihre Eigenschaften:
| Jelly | Mittelspät, lang-oval, gelb, gut für Gratins. |
| Gala | Gelbes Fruchtfleisch, mild-buttriger Geschmack. |
| Marabel | Gelb, oval, sehr vielseitig einsetzbar. |
| Laura | Rote Schale, gelbes Fleisch, gut für Salat und Gratins. |
| Milva | Eine weitere beliebte, vielseitige Sorte. |
| Agria | Rauhe Schale, gelbes Fleisch, gut für Pommes und Ofenkartoffeln. |
| Granola | Mittelfrüh, rundoval, gelb. |
| Finka | Frühreif, gelbe Schale und Fleisch, gut für Salzkartoffeln. |
2. Festkochende Kartoffeln
Festkochende Kartoffeln für Kartoffelgratins sind ebenfalls geeignet. Die Scheiben haben einen festen Biss und lassen sich optimal in Szene setzen, denn sie bleiben beim Backen in ihrer Form. Festkochende Sorten wie Belana, Allians und Annabelle geben allerdings nur wenig Stärke ab.
Damit die Sauce trotzdem gut bindet, am besten etwas mehr Stärke vorab einrühren oder ein Ei in die Sauce geben.
| Roseval | Mittelspät, lang-oval, gelb, gut für Gratins. |
| Linda | Gelbes Fruchtfleisch, mild-buttriger Geschmack. |
| Nicola | Gelb, oval, sehr vielseitig einsetzbar. |
| Bamberger Hörnla | Rote Schale, gelbes Fleisch, gut für Salat und Gratins. |
| Belana | Eine weitere beliebte, vielseitige Sorte. |
| Bildtstar | Rauhe Schale, gelbes Fleisch, gut für Pommes und Ofenkartoffeln. |
3. Eignen sich mehlige Kartoffeln für Kartoffelgratin?
Ja, mehlige Kartoffeln sind für Kartoffelgratin sehr gut geeignet – oft sogar die beste Wahl.
Der Grund ist ihre hohe Stärke. Beim Garen gibt sie Stärke an Sahne oder Milch ab, wodurch das Gratin cremig bindet, ohne dass zusätzliche Bindemittel nötig sind. Genau diese Eigenschaft sorgt für die typische, leicht schmelzende Konsistenz eines klassischen Kartoffelgratins.
Fazit:
Wenn du ein klassisch-cremiges Kartoffelgratin möchtest, sind mehlige Kartoffeln genau richtig. Wer ein Gratin mit klaren Scheiben und mehr Biss bevorzugt, greift zu vorwiegend festkochenden Kartoffeln.

Kartoffelgratin mit gekochten Kartoffeln oder sind rohe Kartoffeln besser geeignet?
Ist die Wahl der Sorte erfolgt, stellt sich die nächste Frage: Kartoffeln für Kartoffelgratin kochen oder nicht? Antwort: Beides geht, es kommt darauf an, was du lieber magst.
Kartoffelgratin aus rohen Kartoffeln ist schnell vorbereitet, denn du musst die Knollen lediglich schälen und hobeln. Weiterer Vorteil: Durch die feste Konsistenz der rohen Kartoffeln ist es kein Problem, gleichmäßig dünne Scheiben zu schneiden. Dafür braucht ein Kartoffelgratin mit rohen Kartoffeln etwas länger im Ofen, denn sie müssen komplett durchgaren. Geschmacklich kommt das pure Kartoffelaroma hierbei am besten zur Geltung.
Ein Kartoffelgratin aus gekochten Kartoffeln erfordert etwas mehr Vorabreit. Dazu die Knollen entweder geschält oder als Pellkartoffeln kochen.
Tipp: Wenn du sie nicht komplett garkochst, sondern nur etwa 15 Minuten im heißen Wasser ziehen lässt, bleiben sie fester. So lassen sich die Scheiben problemlos schneiden und die Backzeit im Ofen reduziert sich trotzdem deutlich. Wenn du das Kartoffelgratin aus Salzkartoffeln zubereitest, wird der Geschmack vom Kartoffelgratin einfach besonders harmonisch und mild.
Welcher Käse für Kartoffelgratin vom Grill?
Nächster Punkt: der Käse für das Kartoffelgratin. Hier gilt ebenfalls, dass du nehmen kannst, worauf du Appetit hast. Ein Käse für alle Fälle ist der junge Gouda. Er zerfließt schön über dem Gratin, bringt mehr Vollmundigkeit in die Sauce und bildet eine knusprige Schicht. Zugleich ist er weder streng noch würzig, eignet sich also auch für alle, die Kartoffelgratin zum Grillen gerne sahnig mögen und kräftige Käse lieber meiden.
Wenn du hingegen die Aromen eines gereiften Käses schätzt, dann probiere dein Kartoffelgratin mit Emmentaler oder Greyerzer. Gerade die Schweizer Bergkäse eignen sich perfekt zum Überbacken, denn sie zerlaufen sehr gut und sind einzigartig aromatisch.

Für die pikante Note sind würzige Käsesorten als Extra eine gute Wahl. Verleih deinem Kartoffelgratin mit Gorgonzola oder Roquefort mehr Pep. Irischer Cheddar wiederum überzeugt mit seiner intensiven Farbe und einem leicht scharfen Aroma. Schafkäse und Ziegenkäse geben dem Gratin nochmal eine ganz neue Richtung.
Hier sind die besten Sorten, unterteilt nach Geschmack und Schmelzverhalten:
1. Der Klassiker: Gruyère (Greyerzer)
Dies ist der „Goldstandard“ für französisches Gratin. Er hat einen würzigen, leicht nussigen Geschmack und schmilzt extrem gleichmäßig, ohne zu ölig zu werden.
- Warum: Er verbindet sich perfekt mit der Sahnesauce.
2. Der Milde: Emmentaler
Ideal, wenn du eine schöne, goldgelbe Kruste möchtest, die nicht zu dominant schmeckt. Er ist sehr beliebt für Familienrezepte, da er fast jedem schmeckt.
- Warum: Erzeugt eine wunderbare Textur und ist preiswerter als Gruyère.
3. Der Herzhafte: Würziger Bergkäse (z.B. Appenzeller oder Comté)
Wenn du es kräftig magst, ist Bergkäse die beste Wahl. Er bringt eine rustikale Note in das Gericht, die hervorragend zu Fleisch vom Grill passt.
- Warum: Hoher Fettgehalt sorgt für eine besonders knusprige Kruste.
4. Die Geheimwaffe: Eine Mischung mit Parmesan
Parmesan allein schmilzt nicht weich genug, aber als Topping (ca. 20-30 % Anteil) gemischt mit Gouda oder Emmentaler ist er unschlagbar.
- Warum: Er sorgt für die Extraportion Umami und eine extrem knusprige Oberfläche.
5. Für den extra „Cheese-Pull“: Junger Gouda
Gouda zieht fantastische Fäden und schmilzt sehr schnell. Er ist milder im Geschmack und ideal für Kinder.
Kartoffelgratin am Grill zubereiten
Kartoffelgratin kommt in der Regel aus dem Ofen. Aber ist es auch möglich, Kartoffelgratin zu grillen? Na klar, es wird sogar besonders gut! Verwende dafür am besten eine einen Dutch Oven oder eine kleine, hohe Pfanne. Beim Dutch Oven kannst du dich entscheiden, ob du dein Gratin lieber rund oder eckig aus einer Kastenform haben möchtest. Außerdem kannst du selbst entscheiden, wie dick dein Kartoffelgratin vom Grill werden soll. Magst du es lieber flacher, sodass man mehr Käsekruste hat, dann benutze ganz einfach den Dutch Oven Deckel als Auflaufform!
Alternativ kannst du auch Keramik-Formen auf den Grill stellen, die könnten aber etwas unansehnlich werden, vor allem, wenn du Holzkohle verwendest. In jedem Fall richtest du den Grill so ein, dass 200 °C indirekte Hitze vorhanden sind. Dann das Gratin in dem Dutch Oven oder Kastenform auf den Rost stellen und den Deckel schließen. Wie im Ofen liegt die Garzeit bei etwa 30 Minuten. Durch den geschlossenen Deckel kann die heiße Luft zirkulieren – das sorgt für eine braune Kruste. Wenn der Käse auf dem Kartoffelgratin vom Grill etwas blass bleibt, kannst du mit einem Gasbrenner nachhelfen – meistens ist das aber nicht nötig.
Übrigens: Du kannst gegrilltes Kartoffelgratin auch sehr gut als Hauptmahlzeit anbieten, also ohne Steak oder Wurst. Ein frischer Salat und etwas Grillgemüse ergeben in Kombination mit dem vollmundigen Auflauf ein rundum gelungenes Gericht vom Grill.
Profi-Tipps für die perfekte Käsekruste auf dem Gratin
Butterflocken: Setze ein paar kleine Butterflocken auf die Käseschicht für einen extra Glanz und noch mehr Aroma.
Frisch reiben: Verwende keinen fertig geriebenen Käse aus der Tüte. Dieser enthält oft Trennmittel (Stärke), die das Schmelzverhalten verschlechtern.
Timing: Wenn dein Grill sehr viel Oberhitze hat, gib den Käse erst die letzten 15–20 Minuten über das Gratin, damit er nicht verbrennt, bevor die Kartoffeln weich sind.
Kartoffelgratin aus dem Dutch Oven
Ein Dutch Oven eignet sich hervorragend zur Zubereitung von Kartoffelgratin. Die massiven Töpfe aus Gusseisen verfügen über eine hervorragende Hitzeleitfähigkeit. So verteilt sich die Hitze schnell und schön gleichmäßig im Material und das Kartoffelgratin kann von allen Seiten schön garen.
Unser Tipp: Wenn Du einen Dutch Oven auf dem Grill verwendest, lass den Deckel offen, damit der Käse auf dem Gratin schön braun wird.
Alternativ kannst Du den Dutch Oven auch mit Briketts nutzen. Hier musst zu zum Schluss ordentlich Hitze von oben geben (also die Briketts auf den Deckel legen), damit die Käsekruste schön braun wird.
Serviervorschläge und Beilagen
Kartoffeln, Käse und Extras sind gewählt. Wozu passt das Kartoffelgratin aus dem Dutch Oven nun? Eigentlich zu allen Gerichten, die auch sonst mit Kartoffeln in irgendeiner Art gereicht werden. Beim Grillen ist Kartoffelgratin zum Beispiel eine raffinierte Alternative zu Kartoffelsalat. Da sich beim Backen eine cremige Sauce bildet, harmoniert der Auflauf wunderbar mit gegrilltem Fleisch aller Art. Aber auch für vegetarische BBQ-Abende mit Gemüse vom Rost ist das herzhafte Kartoffelgratin eine gelungene Ergänzung.
Kartoffelgratin ist vielseitig einsetzbar:
Variationen: Mit Kräutern wie Thymian oder Rosmarin, oder einer Prise Muskatnuss, lässt sich das Gratin geschmacklich verfeinern.
Als Beilage: Passt hervorragend zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder Geflügel.
Vegetarisch: Mit einem frischen Salat oder gedünstetem Gemüse wird es zum Hauptgericht.
Tipps für das perfekte Kartoffelgratin zum Grillen
Wenn du Kartoffelgratin als Grillbeilage zubereiten möchtest, bist du jetzt mit allem Hintergrundwissen versorgt. Ein paar kleine Tipps gibt es aber noch, damit das Gratin wirklich perfekt wird.
Die Größe der Kartoffeln spielt tatsächlich eine Rolle. Sie sollten nicht zu groß sein, da sie sonst zerbrechen. Zu kleine Scheiben garen hingegen zu schnell. Verwende daher möglichst einheitliche Knollen mittlerer Größe.
Ist die Kartoffelgratin Sauce zu flüssig?
Das kann passieren, wenn die Kartoffeln nur wenig Stärke abgeben und du die Sauce vorab nicht aufgekocht hast. Als Sofortmaßnahme kannst du das Gratin noch etwas bei geringer Hitze im Ofen stehenlassen, die Flüssigkeit sollte dann etwas mehr Bindung erhalten. Um dem Problem vorzubeugen, kannst du beim nächsten Mal die Sauce vor der Zubereitung erst ordentlich aufkochen.
Ist das Kartoffelgratin verbrannt?
Schuld ist meist zu viel Hitze von oben. Um das zu vermeiden, verwendest du Umluft. Wenn das nicht möglich ist, stelle das Gratin auf eine Einschubleiste unter der Ofenmitte. Optional kannst du das Gratin auch mit etwas Alufolie abdecken, die du nach der Hälfte der Garzeit entfernst. Wenn du Kartoffelgratin im Grill zubereiten möchtest, tritt dieses Problem nicht auf.
Tipp: Damit nichts anbrennt, die Auflaufform am besten mit etwas Butter bestreichen. So entsteht eine Fettschicht, die als Nebeneffekt noch als Geschmacksträger fungiert. Für eine Portion reicht ein TL Butter gut aus.
Ist der Käse umgekehrt zu flüssig und nicht knusprig geworden?
Dann gönne dem Kartoffelgratin vor dem Herausnehmen noch einmal fünf Minuten bei reiner Oberhitze.
Wie schichte ich Kartoffelgratin?
Das ist tatsächlich eine wichtige Frage. Am elegantesten ist es, die Kartoffelscheiben einzeln in die Auflaufform zu geben. Das sorgt für eine einwandfreie Optik und zugleich garen die Schichten gleichmäßig. Um die Kartoffeln rundum mit Sauce zu umgeben, sollte diese bis zur oberen Kante der Schichten eingefüllt werden.
Wie lange muss ein Kartoffelgratin im Ofen garen?
Ein Kartoffelgratin braucht im Ofen oder Grill bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 45–60 Minuten. Es ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Kartoffeln weich sind.
Kann man Kartoffelgratin vorbereiten oder aufwärmen?
Ja, du kannst Kartoffelgratin sehr gut vorbereiten und im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen einfach bei 160–170 °C abgedeckt in den Grill stellen, bis es wieder heiß ist – so bleibt die Oberfläche nicht zu trocken.
Wie bewahrt man Reste von Kartoffelgratin am besten auf?
Reste von Kartoffelgratin am besten abkühlen lassen, in eine luftdichte Box geben und im Kühlschrank aufbewahren – dort halten sie sich 2–3 Tage. Zum Aufwärmen eignet sich der Grill oder Ofen bei 160–170 °C, damit es gleichmäßig heiß wird und die Oberfläche wieder knusprig bleibt.
Woher stammt das Kartoffelgratin?
Das klassische Kartoffelgratin (Gratin Dauphinois) kommt aus Frankreich, genauer der Region Dauphiné. Es wird traditionell mit rohen Kartoffelscheiben und Sahne zubereitet – ohne Käse oder Ei. Eine Variante aus Savoyen (Gratin Savoyard) verwendet dagegen Brühe und Käse statt Sahne.
Welche Kartoffelsorte ist ideal für Gratin?
Am besten eignen sich vorwiegend festkochende oder festkochende Kartoffeln. Sie werden weich, behalten aber ihre Form und bringen genug Stärke für eine sämige Sauce. Mehlige Sorten funktionieren auch und machen die Sauce besonders cremig, allerdings zerfallen die Scheiben dabei leichter.
Rohe Kartoffeln oder vorkochen?
Beides ist möglich. Rohe Kartoffelscheiben machen weniger Arbeit beim Schichten, brauchen aber länger zum Garen und bringen einen intensiveren Kartoffelgeschmack. Vorgekochte Kartoffeln (kurz in Wasser ziehen lassen, ca. 15 Minuten) verkürzen die Backzeit deutlich und ergeben ein harmonisch-mildes Gratin. Ein Mittelweg: Kartoffeln nur teilweise vorkochen – so lassen sie sich leicht schneiden und garen im Ofen schneller.
Wie dick sollten die Kartoffelscheiben sein?
Dünn und gleichmäßig. Etwa 2–3 mm dicke Scheiben sorgen für gleichmäßiges Garen. Am besten nutzt man einen Hobel oder Gemüseschneider, um wirklich einheitliche Scheiben zu erhalten – so wird das Gratin überall gleichzeitig gar.
Welche Gewürze und Aromen sind wichtig?
Salz und Pfeffer sind Pflicht. Besonders klassisch ist frisch geriebene Muskatnuss in der Sauce. Für extra Aroma kann man eine Knoblauchzehe halbieren und die Auflaufform damit ausreiben. Auch Kräuter nach Geschmack (z.B. Thymian oder Rosmarin) können dem Gratin eine persönliche Note geben.
Sahne oder alternative Flüssigkeit verwenden?
Sahne sorgt für die typische Cremigkeit und wird klassisch verwendet. Wer es leichter mag, mischt Sahne mit Milch (z.B. 1:1) – das reduziert Fett, bleibt aber vollmundig. Es gibt auch Rezepte mit Milch statt Sahne, dann sollte man jedoch Eier oder mehr Stärke zugeben, damit die Sauce nicht zu dünn wird. Internationale Varianten nutzen teils Brühe: Das französische Gratin Savoyard zum Beispiel kommt ganz ohne Sahne aus.
Welcher Käse eignet sich zum Überbacken?
Ein Allrounder ist junger Gouda – er schmilzt schön, macht die Sauce vollmundig und bildet eine goldene Kruste. Für kräftigeren Geschmack sind Emmentaler oder Greyerzer (ein aromatischer Schweizer Bergkäse) ideal. Wer es ausgefallen mag: Blauschimmelkäse wie Gorgonzola geben würzigen Pep, und Cheddar bringt eine herzhafte Note und appetitliche Farbe ins Gratin.
Wie lange und bei welcher Temperatur backen?
In der Regel wird Kartoffelgratin bei ca. 180 °C (Ober-/Unterhitze) gebacken und braucht 45–60 Minuten, bis die Kartoffeln weich sind. Wichtig: nicht zu hohe Temperatur, sonst bräunt der Käse zu schnell, während die Kartoffeln noch hart sind. Lieber moderat garen (notfalls mit Alufolie abdecken). Ob es fertig ist, zeigt die Garprobe mit einem Messer – lässt es sich ohne Widerstand aus einer Kartoffel ziehen, ist das Gratin gar.
Kann man Kartoffelgratin auch auf dem Grill zubereiten?
a, das geht problemlos. Am besten nutzt man eine gusseiserne Form oder einen Dutch Oven mit Deckel. Den Grill auf indirekte Hitze (etwa 200 °C) einstellen, die fertige Gratin-Mischung hineinstellen und Deckel schließen In ca. 30 Minuten ist das Gratin auch auf dem Grill servierfertig und schön überbacken. Tipp: Für extra Bräunung kann man am Ende kurz Oberhitze geben (z.B. Grilldeckel offen und direkte Hitze oder einen Brenner verwenden).
Lässt sich Kartoffelgratin gut vorbereiten?
Absolut. Du kannst das Gratin vor dem eigentlichen Backen zusammensetzen und kalt stellen. Praktischer Trick: Die geschnittenen Kartoffeln vorab kurz in der gewürzten Sahne-Milch aufkochen. Dann alles in die Form schichten, mit Käse bestreuen und kühl stellen. So musst du das vorbereitete Gratin später nur noch in Ofen oder Grill schieben – in rund 30 Minuten ist es servierfertig. Damit ersparst du dir Stress, wenn Gäste kommen, und das Ergebnis wird genauso lecker.
Hast du jetzt Lust selbst Kartoffelgratin zu grillen? Hier findest du viele Rezepte als Inspiration!
Top 8 Kartoffelgratin Rezepte

40 min. Zubereitungszeit
Klassisches Kartoffelgratin Rezept zum Grillen
Kartoffeln, Sahne, Käse, mehr braucht ein klassisches Kartoffelgratin nicht an Zutaten. Auch die Zubereitungszeit ist dadurch denkbar kurz. Wenn es am Grillabend hektisch zugeht, ist es am besten, das Gratin schon vorzubereiten. Dazu geschnittene Kartoffeln in der Sahnesauce kurz aufkochen lassen, alles in eine Auflaufform schichten und mit Käse bestreuen. Dann brauchst du den Auflauf nur noch in den Ofen zu schieben und nach 30 Minuten ist er fertig.

40 min. Zubereitungszeit
Kartoffelgratin mit grünem Spargel vom Grill
Grüner Spargel passt sehr gut zu Kartoffelgratin, allein schon die Sahnesauce zum Gemüse ist ein Gedicht. Dazu noch vollmundige Kartoffeln, fertig ist das frühsommerliche Gericht. Da es eine schöne Hauptmahlzeit darstellt, bietet es sich an, das Kartoffelgratin zu grillen. Wenn du magst, reichst du noch frisch geräucherte, warme Forelle dazu.

40 min. Zubereitungszeit
Würziges Kartoffelgratin mit Bergkäse
Der Star bei diesem Kartoffelgratin ist der Käse – daher darf es etwas mehr davon sein. In diesem Fall empfehlen sich übrigens vorwiegend festkochende oder leicht mehlige Kartoffeln, da die kräftigen Aromen dann schön einziehen und Sahne sowie Milch mit der Stärke eine dicke Sauce bilden. Dazu passt zum Beispiel gegrillte Scholle mit Speck oder gesmokter Schweinebauch.

40 min. Zubereitungszeit
Mediterranes Kartoffelgratin mit Feta
Überbackene Kartoffeln passen nicht nur zur deutschen Küche. Die Erdäpfel harmonieren ebenso mit mediterranem Gemüse wie Zucchini, Paprika und frischem Thymian. Feta und Knoblauch runden hierbei das Mittelmeer-Geschmackserlebnis ab.

45 min. Zubereitungszeit
Kartoffelgratin mit Hackfleisch und Lauch
Hier kommt die überbackene Version eines Klassikers: Käse-Lauch-Suppe mit Kartoffeln. Alles in Form eines Kartoffelgratins, das besonders herzhaft ausfällt. Zudem sieht das Rezept zusätzlich zur Sahne etwas Béchamelsauce vor, was den Auflauf geschmacklich abrundet. Die Kalorien werden hier selbstverständlich besser nicht gezählt. Andererseits kannst du das ebenso nahrhafte wie köstliche Gratin vom Grill ohne weitere Beilagen anbieten. Oder es gibt einen Salat dazu, dann gleicht sich das Kalorienverhältnis wieder aus.

40 min. Zubereitungszeit
Kartoffelgratin mit Speck und Bergkäse
Kartoffeln, Speck und würziger Käse sind die Grundlage für dieses herzhafte Kartoffelgratin. Mit einer Gemüse- oder Salatbeilage ist es ein gelungenes Hauptgericht. Ebenso passt es gut zu grober Bratwurst. Beim Bergkäse hast du die Wahl, ob er eher mild oder kräftig pikant ausfallen soll.

30 min. Zubereitungszeit
Gemüsegratin vom Grill
Gibt es auch Kartoffelgratin ohne Kartoffeln? Ja, hier kommt das Gemüsegratin. Kohlrabi ist ein gelungener Kartoffel-Ersatz, da die feinen Scheiben ebenfalls eine weiche, aber trotzdem leicht bissfeste Konsistenz bekommen. Möhren, Blumenkohl und Pastinake sorgen für noch mehr Vielfalt.

45 min. Zubereitungszeit
Schlankes Kartoffelgratin ohne Sahne
Du liebst Kartoffelgratin zum Grillen, magst aber keine Sahne – oder es sind dir zu viel Kalorien? Kein Problem, in diesem Rezept wird der Klassiker ganz schlank ohne Sahne zubereitet. Das gelingt ohne große Tricks: Statt Sahne verwendest du einfach Milch. Das kann allerdings dazu führen, dass die Sauce dünnflüssig wird, was schade wäre. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder verwendest du mehlige Kartoffeln oder du nimmst Eier (wie in diesem Rezept) dazu.


