Kartoffelgratin mit Bergkäse: Geschmack und Herkunft
Bergkäse gibt dem Gratin einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack. Er schmilzt cremig und bildet oben eine Kruste, die mehr Würze hat als Gouda oder Emmentaler. Die glasig gedünstete Zwiebel bringt Süße in die Sahnesauce. Weil der Käse auch zwischen den Kartoffeln steckt, schmeckt das Gratin bis in die unterste Schicht nach Käse.
Der Greyerzer, auf Französisch Gruyère, stammt aus der Gegend um das Städtchen Gruyères in der Westschweiz und wird dort seit Jahrhunderten hergestellt. Er reift mehrere Monate und gehört zu den bekanntesten Hartkäsen der Alpen. Das Gratin selbst ist französischen Ursprungs. Die Kombination mit Bergkäse ist in den Alpenregionen Frankreichs, der Schweiz und Österreichs zu Hause.
Zubereitung
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1
Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln. Zwiebel fein hacken und in Butter glasig dünsten, mit Sahne und Milch ablöschen, mit Gewürzen abschmecken und kurz aufkochen.
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2
Den Greyerzer reiben. Als Nächstes das Gratin schichten: Kartoffeln in die Auflaufform geben und etwas Käse untermischen.
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3
Dann mit Sauce übergießen und mit dem übrigen Käse bestreuen, bei 200 °C Heißluft für 30 Minuten backen.
Welcher Bergkäse passt ins Kartoffelgratin?
Greyerzer ist die Vorlage, aber jeder würzige Hartkäse aus den Alpen funktioniert. Je länger ein Käse gereift ist, desto kräftiger schmeckt das Gratin. Sehr alte Käse schmelzen dafür weniger glatt.
- Allgäuer Bergkäse: kräftig und gut schmelzend, die deutsche Alternative
- Comté: aus dem französischen Jura, mild-nussig
- Appenzeller: würzig mit leicht scharfer Note
- Mischung: halb Bergkäse, halb Emmentaler, wenn es milder sein soll
Für das Gratin nimmst du vorwiegend festkochende Kartoffeln. Sie halten ihre Form und geben genug Stärke ab, um die Sauce zu binden. Sehr mehlige Sorten zerfallen, festkochende binden die Sauce kaum.
Kartoffelgratin mit Bergkäse auf dem Grill und Beilagen
Auf dem Grill backst du das Gratin indirekt bei 200 °C mit geschlossenem Deckel. Eine Auflaufform aus Gusseisen oder ein Dutch Oven speichert die Hitze gut. Ist der Käse nach 20 Minuten schon dunkel, deckst du die Form locker mit Alufolie ab.
Zum Kartoffelgratin mit Bergkäse passt gegrillte Scholle mit Speck oder ein Spießbraten vom Drehspieß. Auch zu Rinderbraten und Steaks ist es eine sättigende Beilage.

Mit Speckwürfeln wird das Gratin deftiger. Das Rezept dafür heißt Kartoffelgratin mit Speck.
Reste halten abgedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen etwas Milch über das Gratin geben, damit es nicht austrocknet. Vorbereiten lässt es sich auch: Zwiebel-Sahne-Sauce am Vortag kochen, die Kartoffeln erst kurz vor dem Backen hobeln.

Alle Grundlagen zu Kartoffelsorten, Sahne und Backzeit stehen im Ratgeber Kartoffelgratin.
Häufige Fragen
Welcher Käse eignet sich für Kartoffelgratin mit Bergkäse?
Greyerzer, Allgäuer Bergkäse, Comté oder Appenzeller passen gut. Alle sind würzig und schmelzen cremig.
Welche Kartoffeln nimmt man für Kartoffelgratin?
Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind am besten. Sie behalten ihre Form und geben genug Stärke für die Sauce ab.
Muss man die Kartoffeln für das Gratin waschen?
Vor dem Hobeln ja, danach nicht mehr. Die Stärke an den Scheiben bindet die Sahnesauce.
Wie lange muss Kartoffelgratin mit Bergkäse backen?
Bei 200 °C etwa 30 Minuten. Die Kartoffeln sind gar, wenn ein Messer leicht hineingleitet.
Was passt zu Kartoffelgratin mit Bergkäse?
Gegrillte Scholle mit Speck, Spießbraten, Rinderbraten oder Steak. Ein grüner Salat macht das Essen leichter.
Kann man Kartoffelgratin mit Bergkäse aufwärmen?
Ja, abgedeckt bei 160 °C im Ofen oder Grill. Ein Schuss Milch verhindert, dass es austrocknet.




