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Gussroste einbrennen: So einfach gelingt es


Lesezeit 5 Minuten Lesezeit

Neue Gussroste müssen als Erstes eingebrannt werden, damit man lange was von ihnen hat. Erfahre Schritt für Schritt wie man die Roste aus Gusseisen richtig einbrennt, pflegt und eventuellen Flugrost entfernt.

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Gussroste einbrennen im Gasgrill
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Damit Gussroste lange halten, solltest du sie als Erstes einbrennen. Damit ist das Grillvergnügen auf langer Sicht garantiert! Hier erfährst du, wie das ganz einfach gelingt.

Emailliertes Gussrost einbrennen
Wenn man sich neue Gussroste zulegt, sollte man sie vor dem ersten Gebrauch immer erst einmal einbrennen.

Gussroste einbrennen: Schritt für Schritt Anleitung

  1. Den Gussrost abwaschen, warmes Wasser reicht vollkommen.
  2. Den Rost abtrocknen und zwei Stunden trocknen lassen (oder kurz auf dem Grill).
  3. Den Rost dünn mit raffinierten Öl einpinseln. Überflüssiges Öl mit einem trockenen Küchentuch aufnehmen.
  4. Rost in den Grill legen und Grill maximal auf 200-250°C aufheizen (Holzkohlegrills vorab aufheizen).
  5. Gut 45 Minuten bei voller Hitze einbrennen. Der Rost sollte nicht mehr rauchen.
  6. Rost abkühlen lassen und ein zweites Mal einbrennen.
  7. Rost nach dem Grillen mit wenig Öl einpinseln, um ihn zu pflegen. Gusseisen trocken und geschützt vor Feuchtigkeit aufbewahren.

Warum sind Gussroste ideal zum Grillen?

Gusseisen sieht nicht nur rustikal aus, es hat auch physikalisch viele Vorteile zu bieten. Zum einen ist das Material schwer – und das bedeutet, dass es viel Wärme speichern kann. Dadurch gelingen dir auf dem Gusseisen Grillrost besonders schöne Grillmuster und verführerische Krusten. Zudem ist Gusseisen sehr unkompliziert in der Verwendung – wichtig ist nur das Einbrennen der Grillroste aus Gusseisen.

Mit Gussrost grillen

Gussrost einbrennen: Warum ist das wichtig?

Gusseisen enthält fast nur Eisen und Kohlenstoff, also kaum weitere Metalle, wie es bei Edelstahl der Fall ist. Dadurch lässt es sich einfach bearbeiten und in diverse Formen gießen – zum Beispiel in Form von Grillrosten oder Dutch Ovens.

Ein Nachteil von Gusseisen ist jedoch, dass es anfällig ist für Rost. Um das zu verhindern, solltest du deine Grillroste mit einer Patina schützen. Genau die erzeugst du beim Einbrennen. Bei jedem weiteren Grillvorgang wird diese Patina dann gefestigt. Daher Gussroste nie waschen (wenn überhaupt mit Wasser), sondern immer nur mit trockenem Werkzeug wie einer Messing Grillbürste von Anhaftungen befreien.

Gussrost reinigen mit einer Grillbürste

Tipp: Unsicher welche Bürste du für deinen Grill brauchst? Informiere dich in unserem Beitrag zu: „Welche Bürste zu welchem Rost? Die richtige Grillbürste für Edelstahl- und Gusseisen-Roste

Das Einbrennen von Gussrosten hat noch einen weiteren Zweck. Durch die Patina verhinderst du, dass Steaks und Co. anhaften. Nicht zuletzt befreist du das Gusseisen von Produktionsrückständen. Ohne Einbrennen solltest du Gusseisen daher nicht verwenden, das gilt auch für den Durch Oven oder die Grillplatte.

Zum Einbrennen brauchst du zum Glück nicht viel: deinen Gusseisen Rost, ein geeignetes Öl und moderate Hitze – also idealerweise deinen Grill.


Welches Öl zum Einbrennen von Gusseisen?

Eine wichtige Frage ist, welches Öl zum Einbrennen von Gusseisen geeignet ist. Damit eine hochwertige Patina entsteht, sollte es ungesättigt und raffiniert sein. Zudem ist es von Vorteil, ein neutrales Öl zu verwenden, damit hinterher kein unangenehmer Geschmack entsteht.

Insbesondere ungefilterte Öle eignen sich nicht (aber wer nimmt schon sein teuerstes Öl im Schrank zum Einbrennen?). Entscheide dich daher für Rapsöl, Kokosöl oder Sonnenblumenöl. Olivenöl ist hingegen keine gute Wahl, denn es sorgt für einen bitteren Geschmack.

Zum Gussrost einbrennen erst einölen

Gussroste richtig einbrennen

Waschen

Öl, Gussrost und Grill sind bereit? Dann kannst du jetzt mit dem Einbrennen starten. Das beginnt erst einmal mit Wasser. Richtig gelesen: Zunächst spülst du deinen Gussrost ab, um eventuelle Anhaftungen zu entfernen.

Dann trocknest du das Material gründlich ab. Wirklich gründlich, denn feuchtes Material nimmt Öl nicht an. Am besten lässt du den Rost daher noch zwei Stunden trocknen oder legst ihn ein paar Minuten auf den Grill.

Gussrost reinigen in der Reinigungswanne

Einölen

Jetzt kommt die Aufgabe mit der größten Verantwortung: Pinsele den Rost rundum mit Öl ein. Statt eines Pinsels kannst du auch ein gefettetes Küchenpapier verwenden. Wichtig ist nur, dass alle Ecken und alle Rundungen sorgsam eingefettet werden. Überschüssiges Fett wird dann mit einem Küchentuch entfernt.

Haben sich nach dem Einbrennen der Gussroste Bläschen gebildet? Dann war zu viel Fett am Rost. Die Bläschen sind nicht tragisch, aber achte beim nächsten Mal darauf, weniger Öl zu verwenden.

Gussrost einölen mit Tuch

Erhitzen

Dein Gussrost glänzt wie eine frisch frittierte Pommes? Dann darf er jetzt auf den Grill. Den heizt du auf 200 – 250° C auf. Beim Gasgrill die Brenner auf die gewünschten Temperatur, beim Holzkohlegrill kräftig vorglühen.

Dann heißt es: Deckel zu und warten. Dein Rost wird mit der Zeit ordentlich rauchen. Das ist gewünscht, hier verflüchtigen sich die Fettsäuren bzw. deren Reste. Wenn es nicht mehr raucht, ist der Vorgang abgeschlossen. Warte aber auf jeden Fall 20 Minuten. Dann lässt du alles in Ruhe abkühlen und wiederholst den Vorgang ein zweites Mal.

Gasgrill aufdrehen, um Gusseiesen grillrost einzubrennen

Jetzt hast du einen einmal eingebrannten Gussrost vor dir liegen. Die meisten Grill-Experten brennen noch ein zweites oder drittes Mal ein. Das sorgt für eine dickere Patina und die kann nicht schaden. Dafür einfach alle Schritte wiederholen. Statt abzuwaschen, wischst du den Rost einmal mit einem trockenen Tuch sauber, um eventuell haftende Asche zu entfernen beim Holzkohlerost.

Genießen

Glückwunsch: Dein Gussrost ist eingebrannt. Du bist startklar fürs BBQ!


Wie man Rost von Gusseisen entfernt und Gussroste richtig pflegt

Grillroste aus Gusseisen einzubrennen, ist die wichtigste Grundlage für gepflegtes Equipment. Mit ein wenig Pflege sorgst du dafür, dass auch außerhalb der Grillsaison Rost keine Chance hat. Falls doch, haben wir in unserem Video die wichtigsten Tipps zum Rost entfernen sowie pflegen von Gusseisen zusammengefasst:

Erfahre wie man Rost an Gusseisen Grillrosten richtig entfernt und wie man sie für eine lange Lebensdauer richtig pflegt.

Gussroste pflegen

Gegen einen verrosteten Rost hilft es, das Gusseisen nach der Benutzung dünn mit Öl einzustreichen. Verwende dafür am besten Rapsöl, da es nicht ranzig wird. Leinöl eignet sich genau wie Olivenöl nicht gut. Selbstverständlich solltest du das Gusseisen zudem im Haus lagern und nicht in der nassen Witterung.

Flugrost von Gusseisen entfernen

Dein Gussrost hat Flugrost abbekommen? Bei feuchtem Wetter und längerer Zeit der Nicht-Benutzung kann das selbst bei eingebrannten Rosten passieren. Dagegen hilft das Ausbrennen: Lege den Rost für etwa 30 Minuten bei voller Hitze auf den Grill. Jetzt solltest du den Flugrost einfach abwischen können. Nun empfiehlt es sich, dass du den Gusseisen-Rost noch einmal einbrennst, um ihn wieder mit einer Patina zu schützen.


Wie Gusseisen Grillplatte einbrennen?

Beim Gussplatte Einbrennen gehst du im Grunde wie bei den Gussrosten vor: Gusseisen Grillplatte zuerst mit Grillbürste und lauwarmen Wasser reinigen, gut trocknen lassen, dann mit einem geeigneten Öl einpinseln und auf dem Grill ca. 20 Minuten bei 200 bis 250 °C einbrennen.

Grillplatte einbrennen mit Öl

Gussplatte einbrennen Schritt für Schritt:


Reinigen:

Zunächst reinigst du die Gussplatte gründlich mit einer Messingbürste. Danach kannst du sie mit lauwarmen Wasser (ohne Spülmittel) nochmals abspülen um letzte Reste von Verunreinigungen zu entfernen.

Trocknen:

Die Gussplatte gut trocknen lassen.

Einölen:

Nachdem die Gussplatte vollständig getrocknet ist, kommt auch hier wieder ein geeignetes Öl zum Einsatz. Pinsele die Grillplatte von allen Seiten gründlich mit dem Öl ein und achte darauf, dass du überschüssiges Öl mit einem Küchentuch wieder abnimmst. So erhältst du später ein besonders gleichmäßiges Ergebnis.

Einbrennen:

Nach dem Ölen wir die Grillplatte auf dem Grill eingebrannt. Lege sie bei einer Temperatur zwischen ca. 200°C – 250 °C in den Grill und schließe den Deckel. Sobald die Platte ordentlich anfängt zu rauchen ist der Einbrennvorgang gestartet. Warte solange bis kein Rauch mehr zu sehen ist und lasse die Gussplatte ca. 20 Min. einbrennen.

Ggf. wiederholen:

Den Vorgang kannst du nachdem die Grillplatte abgekühlt ist noch einmal wiederholen. Je öfter die Gussplatte eingebrannt wird, umso stärker entwickelt sich die schützende Patina. Auch hier ist der Antihaft-Effekt ein besonderer Vorteil beim Grillen.


Wie Feuerplatte einbrennen?

Eine Feuerplatte besteht fast immer aus massivem Stahl. Damit du auch hier lange Freude mit deiner neuen Feuerplatte hast, solltest du sie unbedingt vor der ersten Grillsession einbrennen.

Die Feuerplatte besitzt direkt nach der Auslieferung eine dünne Schutzschicht aus Öl, welche oft auch ein wenig klebrig ist. Wische die Feuerplatte daher vor dem Einbrennen zunächst einmal ordentlich von oben und unten ab.

Feuerplatte einbrennen mit Öl
Die Feuerplatte aus Stahl muss mit Öl eingebrannt werden.

Jetzt legst du deine Feuerplatte wieder in den Grill oder auf deine Feuerstelle und befeuerst sie mit einer ordentlichen Menge Holz. Ist das Holz durchgeglüht und die Platte auf Temperatur, kommt das Öl zum Einsatz.

Gebe nun das Öl auf die Platte und verteile es gründlich mit einem Küchentuch. Achtung: Trage hierbei unbedingt hitzebeständige Grillhandschuhe!

Jetzt kann die Feuerplatte einbrennen und eine schöne Patina entwickeln. Du bist jetzt startklar für deine erste Session auf der Feuerplatte!


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