Wie schmeckt Ratatouille und woher kommt es?
Gutes Ratatouille schmeckt mild, süßlich und nach Kräutern. Die Tomaten liefern Säure und Saft, Paprika und Zwiebeln bringen Süße. Die Aubergine nimmt Öl und Aromen auf und wird beim Schmoren weich. Thymian und Rosmarin sorgen für den typischen Duft der Provence. Kein Gemüse soll vorschmecken. Zucchini und Paprika behalten dabei noch etwas Biss. Auf dem Grill kommen leichte Röstaromen dazu, die du aus der Küche nicht kennst.
Ratatouille stammt aus Südfrankreich, besonders aus der Gegend um Nizza. Früher war es ein einfaches Essen aus dem, was im Sommer im Garten wuchs. Der Name geht auf das französische Wort „touiller“ zurück, umrühren. „Rata“ war ein umgangssprachliches Wort für einen schlichten Eintopf. Heute steht das Gericht in vielen Kochbüchern als Klassiker der Mittelmeerküche. Bekannt wurde es zusätzlich durch den Animationsfilm „Ratatouille“.
Zubereitung
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1
Die Aubergine, die Zucchini und die beiden Paprikaschoten waschen und anschließend in mundgerechte Stücke (Würfel oder Scheiben) schneiden. Auch die Zwiebeln und die Tomaten werden klein geschnitten. Die Knoblauchzehen fein hacken. Anschließend die Gemüsestücke ausbreiten, mit etwas Salz bestreuen und etwa 15 Minuten ziehen lassen, damit sie Flüssigkeit und Bitterstoffe verlieren. Die Flüssigkeit dann mit Küchenkrepp abtupfen.
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2
Den Dutch Oven oder eine Gusspfanne auf dem Grill vorheizen und etwas Olivenöl hineingeben. Dann den Knoblauch und die Zwiebelwürfel hinzugeben und bei 175 °C kurz andünsten. Dann erst die Auberginen-, Zucchini- und Paprikastücke hinzugeben. Darauf achten, nicht zu häufig zu rühren, da das Gemüse sonst matschig wird.
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3
Die Tomaten hinzufügen und mit Pfeffer, Salz und Paprikapulver abschmecken. Das Ganze dann für etwa zehn Minuten gar ziehen lassen.
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4
Abschließend zupfst du die frischen Kräuter von den Stielen, hackst sie und gibst sie mit in die Pfanne bzw. den Dutch Oven. Das Ganze dann noch weitere fünf Minuten garen lassen. Ab und zu probieren, ob es noch die gewünschte Bissfestigkeit hat.
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5
Alternativ kannst du die letzten beiden Schritte auch weglassen und, während das restliche Gemüse auf dem Grill gart, die Tomaten mit etwas Salz und Pfeffer in einem Topf einkochen lassen. Eine Prise Zucker hilft, den Geschmack zu heben. Die Tomaten werden anschließend passiert und mit dem fertig gegrillten Gemüse vermischt. Abschließend wird das Ganze noch einmal erhitzt und mit den Gewürzen abgeschmeckt.
Ratatouille Gemüse: welches Gemüse und wie schneiden?
Die klassische Basis sind Aubergine, Zucchini, Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Schneid alles in ähnlich große Würfel von etwa 2 cm. Sind die Stücke zu klein, zerfallen sie im Topf. Sind sie sehr unterschiedlich, ist ein Teil noch hart und der Rest schon weich.

Das Salzen vor dem Garen ist wichtig. In 15 Minuten zieht das Salz Wasser aus Aubergine und Zucchini. Tupf das Wasser gründlich ab. Bleibt es dran, kocht das Gemüse im eigenen Saft und bekommt keine Röstaromen.
Die Reihenfolge entscheidet über die Konsistenz. Zwiebeln und Knoblauch dünstest du zuerst an. Danach kommen Aubergine, Zucchini und Paprika, zuletzt die Tomaten. Die Kräuter gibst du erst in den letzten 5 Minuten dazu, sonst werden sie braun und bitter. Ein Dutch Oven oder eine schwere Gusspfanne hält die Hitze auf dem Grill gleichmäßig, so brennt am Boden nichts an.

Du willst das Grundrezept abwandeln? Im Guide Ratatouille vom Grill findest du weitere Varianten und Ideen für Gewürze.
Wozu passt Ratatouille?
Mit frischem Weißbrot ist Ratatouille eine leichte Hauptspeise. Als Beilage passt es zu Lammkoteletts, Rumpsteak, Hähnchen und gegrilltem Fisch. Auch Buchweizen, Naturreis oder Polenta sind gute Begleiter, weil sie die Sauce aufnehmen. Eine ausgefallene Idee sind Pommes mit etwas Trüffelöl und gehobeltem Parmesan.
Reste kannst du am nächsten Tag überbacken. Gib das Ratatouille in eine feuerfeste Form, streu Feta oder einen milden Käse darüber und stell es indirekt auf den Grill, bis der Käse schmilzt. Verwandte Gerichte gibt es in anderen Ländern: die italienische Peperonata und das spanische Pisto, das oft mit einem Spiegelei serviert wird.

Für die Grillparty eignet sich das Gemüse auch am Stück. Wie das geht, zeigen die Ratatouille Spieße vom Rost.
Ratatouille aufbewahren, aufwärmen und einkochen
Ratatouille schmeckt am zweiten Tag oft besser, weil die Aromen durchziehen. Im Kühlschrank hält es in einer geschlossenen Dose 2 bis 3 Tage. Wärm nur die Menge auf, die du essen willst. Jedes erneute Aufwärmen und Abkühlen gibt Keimen Zeit, sich zu vermehren. Zum Einfrieren eignet es sich gut, die Zucchini wird danach allerdings weicher.
Zum Einkochen füllst du das heiße Ratatouille in saubere Gläser und kochst sie im Wasserbad oder im Backofen ein. So hast du einen Vorrat für den Winter, ohne den Gefrierschrank zu füllen.
Häufige Fragen
Was ist Ratatouille?
Ratatouille ist ein geschmortes Gemüsegericht aus Südfrankreich. Die Basis sind Aubergine, Zucchini, Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Kräuter der Provence.
Was bedeutet Ratatouille auf Deutsch?
Der Name leitet sich vom französischen „touiller“ für umrühren ab. Gemeint ist ein einfacher, geschmorter Gemüseeintopf.
Welches Gemüse gehört in Ratatouille?
Klassisch sind Aubergine, Zucchini, rote und gelbe Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Dazu kommen Knoblauch, Olivenöl und frische Kräuter wie Thymian und Rosmarin.
Ist Ratatouille vegan?
Ja, das klassische Ratatouille ist vegan. Es enthält nur Gemüse, Olivenöl und Kräuter.
Wie verhindere ich, dass Ratatouille matschig wird?
Schneid das Gemüse in gleich große Würfel von etwa 2 cm und rühr nur selten um. Das vorherige Salzen und Abtupfen nimmt Wasser aus Aubergine und Zucchini.
Kann ich Ratatouille auf dem Gasgrill machen?
Ja, im Dutch Oven oder in einer Gusspfanne bei rund 175 °C. Den Deckel des Grills hältst du dabei geschlossen, damit die Hitze gleichmäßig bleibt.
Wie lange kann ich Ratatouille im Kühlschrank aufbewahren?
In einer geschlossenen Dose hält es 2 bis 3 Tage. Wärm immer nur die Portion auf, die du essen willst.
Welche Gewürze passen zu Ratatouille?
Thymian, Rosmarin, Oregano und Basilikum sind die Klassiker. Etwas Chili oder geräuchertes Paprikapulver bringt mehr Würze.



