Biermarinade und Grillen – Unser Guide für eine perfekte Biermarinade

Grillfleisch marinieren kann ganz einfach sein – mit unseren Tipps für eine super Biermarinade werden deine Grillspezialitäten noch leckerer. Denn Bier ist nicht nur ein tolles Getränk zu einem deftigen Steak, sondern macht sich auch in der Marinade ausgesprochen gut. Der große Vorteil bei selbst gemachter Marinade: Du weißt genau, was in der Marinade enthalten ist und kannst sie optimal deinem Geschmack anpassen.

Folgendes erwartet dich in diesem Artikel:

Tipps zum Marinieren

Damit das Steak besonders zart und würzig wird, ist es ratsam, es lang in der Marinade ruhen zu lassen.
Das Steak lange in der Marinade ruhen lassen

Eine wichtige Regel beim Fleisch marinieren: Lass dir Zeit! Je länger das Fleisch in der Grillmarinade ziehen kann, desto zarter und würziger wird es. Am besten nimmt dein Grillgut über Nacht ein Bad in der würzigen Sauce. Achte darauf, dass das Fleisch komplett von der Marinade bedeckt wird, wenn es darin länger liegt. Lege es in eine Schüssel oder eine ausreichend große Schale und lagere es im Kühlschrank. Vor dem Grillen tupfst du das Grillgut gut ab, dann tropft nichts in die Glut. Willst du das Fleisch mit Öl marinieren, eignen sich beispielsweise Oliven-, Erdnuss- oder Rapsöl – alle drei sind hoch erhitzbar und super für Marinaden geeignet.

Tipp:

Fleischwürfel für Spieße und dünne Fleischstücke wie Hähnchenbrust, Schweinelende & Co. brauchen weniger Zeit zum Marinieren. Hier reichen schon ein bis drei Stunden Marinierzeit.

Welches Bier eignet sich für Biermarinade?

Ob Pils, Helles, Weizen oder Export – zu große Hitze mögen sie alle nicht. Am besten grillst du die Fleischstücke nur kurz direkt an, bis sie eine schöne Farbe und tolle Röstaromen haben. Danach legst du Spieße, Steaks & Co. in den indirekten Bereich. Das passende Bier kannst du natürlich ganz nach deinem Geschmack wählen.

Bewährt haben sich folgende Kombis: Weißbier zu Kalbfleisch und zu Sweet Chicken Wings ein herbes Bier. Rinderfilet wird mit einer Biermarinade aus Hellem oder Exportbier noch würziger. Und auch zu Lamm passt helles Bier.

Bei Lammfleisch kannst du die Marinade super mit hellem Bier, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer und Olivenöl abrunden. Magst du gerne Grillfleisch mit Zwiebelringen? Dann lege das Gemüse doch einmal in dunkles Weißbier ein. Das eignet sich übrigens auch ideal als Marinade für Karotte, Kürbis und Süßkartoffeln.

Biermarinade für Grillfleisch vom Schwein

Damit das Steal in Bier Marinade perfekt wird, benötigt man nicht viele Zutaten.
Für das Steak mit Biermarinade benötigt man nicht viele Zutaten

Ob Nackensteaks, Schweinesteaks oder Kammsteaks, mit unserer aromatischen Biermarinade für Schweinefleisch wird dein Grillfleisch so richtig würzig. Auch Geflügel wie Pute sowie Rind und Lamm lassen sich damit wunderbar marinieren.

Zutaten:

  • 2 kg Schweinefleisch (z. B. Nacken oder Kamm)
  • 200 ml Pils
  • 2 Zwiebeln (in feine Ringe geschnitten)
  • 1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Ahornsirup
  • ½ TL Salz
  • 1 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • etwas Cayennepfeffer

Zubereitung:

Steaks nicht zu dünn schneiden, dann werden sie saftiger. Bier mit Zwiebeln, Knoblauch, Öl und Gewürzen zu einer Marinade verrühren. Steaks in die Marinade legen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Fleisch aus der Marinade nehmen und die Marinade gut abtropfen lassen und mit einem Küchentuch etwas abtupfen. Grill für direkte/indirekte Hitze vorbereiten und Steaks im direkten Bereich angrillen und im indirekten Bereich gar ziehen lassen.

Die Steaks sollten nicht zu dünn geschnitten werden, damit sie schön saftig bleiben
Die Steaks nicht zu dünn schneiden

Tipp:

Statt Ahornsirup kannst du auch flüssigen Honig verwenden. Und falls du ein Vakuumiergerät zur Hand hast, kannst du es prima zum Marinieren nutzen. Einfach das Fleisch mit der Marinade vakuumieren und zum Marinieren in den Kühlschrank legen.

Biermarinade mit Schwarzbier

Rezept für Rostbrätel nach Köstritzer Art

Schweinekamm, Bier und Zwiebeln sind die Hauptzutaten für das Thüringer Rostbrätel vom Grill. Viel mehr braucht es nicht – dafür aber etwas Zeit, damit sich die Gewürzaromen gut im Fleisch verteilen. Abgetropft kommt es auf den Holzkohlegrill und wird mit Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder Brot serviert. In manchen Gegenden nimmt man statt Schwarzbier nur helles Bier.

Zutaten:

  • 2 kg Schweinekamm
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • mittelscharfer Senf
  • 3 große Zwiebeln in Ringe geschnitten
  • ½ Fl. Schwarzbier
  • Öl

Zubereitung:

Schweinekamm in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Rostbrätel leicht klopfen und Fettränder etwas einschneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Jedes Steak beidseitig dick mit Senf einstreichen und in eine Schüssel legen. Zwiebelringe darauf legen und das Steak mit reichlich Bier und etwas Öl übergießen. Die weiteren Steaks ebenso würzen und schichtweise darüber legen. Schüssel gut verschließen und Fleisch über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag den Senf etwas abstreichen, die Marinade abtropfen lassen und Rostbrätel auf dem Holzkohlegrill grillen. Zwiebelringe in eine Aluschale oder Edelstahlschale legen und mitgrillen.

Zu einem Rostbrätel passt ein selbstgemachter Joghurt Bier Dip sehr gut.
Zu Rostbrätel passt ein Joghurtdip sehr gut

Dip mit Bier

Und wenn du Bier zum Grillen auch so toll findest wie wir, dann rühre nicht nur eine leckere Biermarinade an, sondern gebe ein wenig von dem Gerstensaft an den Dip. Unser Dip mit Sauerrahm schmeckt zu Fleisch, Grillgemüse und geröstetem Brot.

Zutaten:

  • 250 g Sauerrahm
  • 250 g Joghurt
  • 100 ml Pils
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • 1 EL klein gehackte Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Spritzer Himbeeressig

Zubereitung:

Sauerrahm und Joghurt verrühren. Pils unterrühren und mit den restlichen Zutaten abschmecken.

Probiert unsere süffigen Biermarinaden und lasst es euch schmecken!