Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Pizzastein: etwa 220 bis 250 °C
- Garraum: etwa 250 bis 300 °C
- Backzeit: meistens 7 bis 12 Minuten
- Flamme: nach dem Vorheizen reduzieren
- Pizza drehen: etwa alle 60 bis 90 Sekunden
- Antauen: nur, wenn es auf der Verpackung steht
- Wichtig: Keine gefrorene Pizza auf einen 400 bis 500 °C heißen Stein legen
Ein guter Startwert für eine normale Tiefkühlpizza sind 230 °C Steintemperatur und eine niedrige bis mittlere Oberhitze.
Tiefkühlpizza im Pizzaofen – so geht es
1. Zubereitungshinweise beachten
Prüfe zunächst die Verpackung. Manche Tiefkühlpizzen werden direkt gefroren gebacken, andere sollen vorher einige Minuten antauen.
Die Angaben des Herstellers sind auch im Pizzaofen eine gute Orientierung. Der Pizzaofen verkürzt die Backzeit nicht automatisch auf 60 oder 90 Sekunden. Eine Tiefkühlpizza muss zunächst vollständig auftauen und anschließend bis in die Mitte erhitzt werden.
2. Pizzastein vorheizen
Lege den kalten und trockenen Pizzastein bereits vor dem Aufheizen in den Ofen. Erhitze ihn langsam auf etwa 220 bis 250 °C.
Am zuverlässigsten lässt sich die Temperatur mit einem Infrarotthermometer direkt in der Mitte des Steins messen. Die Temperaturanzeige am Pizzaofen zeigt häufig nur die Hitze im Garraum und nicht die tatsächliche Temperatur des Pizzasteins.
3. Leistung reduzieren
Sobald der Stein die gewünschte Temperatur erreicht hat, reduzierst du die Flamme.
Bei einem Pizzaofen mit getrennt regelbarer Ober- und Unterhitze solltest du die Unterhitze deutlich reduzieren. Der Belag benötigt weiterhin etwas Oberhitze, die Pizza darf aber nicht direkt unter voller Leistung gebacken werden.
4. Pizza regelmäßig drehen
In vielen Pizzaöfen ist es hinten oder an einer Seite deutlich heißer als vorne. Drehe die Pizza deshalb etwa alle 60 bis 90 Sekunden.
Bei einem Pizzaofen mit rotierendem Pizzastein übernimmt der Drehteller diese Aufgabe. Das ist bei Tiefkühlpizza besonders praktisch, weil sie länger im Ofen bleibt als eine frische Pizza.
5. Nicht nur auf den Käse schauen
Geschmolzener Käse bedeutet noch nicht, dass die Pizza vollständig fertig ist. Prüfe auch den Boden und die Mitte.
Die Pizza ist fertig, wenn:
- der Rand rundherum gebräunt ist
- der Boden fest und leicht knusprig ist
- der Käse vollständig geschmolzen ist
- und der Belag bis in die Mitte heiß ist

Temperatur und Backzeit nach Pizzaart
Die Werte sind praktische Startwerte. Die Angaben auf der Verpackung haben Vorrang.
| Pizzaart | Steintemperatur | Backzeit |
| Dünne Tiefkühlpizza | 220–240 °C | 8–12 Minuten |
| Große Premium-Pizza | 230–250 °C | 6–10 Minuten |
| Dicke American-Style-Pizza | 200–220 °C | 12–17 Minuten |
| Mini-Pizzen | 210–230 °C | 8–13 Minuten |
| Calzone | 190–220 °C | 18–25 Minuten |
Die häufigsten Fehler
Der Boden wird schwarz
Der Pizzastein ist zu heiß. Reduziere die Steintemperatur beim nächsten Versuch um etwa 20 bis 30 °C.
Der Boden bleibt weich
Der Stein war noch nicht ausreichend aufgeheizt. Miss die Temperatur direkt auf dem Stein und erhöhe sie vorsichtig.
Der Käse verbrennt
Die Oberhitze ist zu stark. Reduziere die Flamme oder positioniere die Pizza weiter entfernt von der Hitzequelle.
Die Mitte bleibt kalt
Die Temperatur ist zu hoch und die Backzeit zu kurz. Reduziere die Hitze und lasse die Pizza länger im Ofen.
Kann der Pizzastein durch eine gefrorene Pizza springen?
Grundsätzlich kann ein Pizzastein durch einen starken Temperaturunterschied reißen. Das wird als Thermoschock bezeichnet.
Eine gefrorene Pizza lässt einen geeigneten Pizzastein nicht automatisch springen. Problematisch wird es vor allem, wenn eine sehr kalte Pizza auf einen extrem heißen Stein mit 400 bis 500 °C gelegt wird. Auch Feuchtigkeit im Stein, kaltes Wasser oder ein zu schnelles Aufheizen und Abkühlen erhöhen das Risiko.
So schützt du den Pizzastein:
- Nur vollständig trockene Steine verwenden.
- Den Stein gemeinsam mit dem Ofen langsam aufheizen.
- Keine gefrorene Pizza auf einen extrem heißen Stein legen.
- Niemals Wasser auf den heißen Stein geben.
- Den Stein nach dem Backen langsam im Ofen abkühlen lassen.
- Prüfen, ob der Hersteller den Stein für Tiefkühlpizza freigibt.
Bei Unsicherheit kann die Pizza zunächst auf einem Pizzablech gebacken werden.

Was ist ein Pizzascreen?
Ein Pizzascreen ist ein rundes, fein gelochtes Metallblech, das unter die Pizza gelegt wird. Es reduziert den direkten Kontakt mit dem heißen Pizzastein und schützt den Boden vor zu starker Unterhitze.
Bei sehr dicken Tiefkühlpizzen kann ein Pizzascreen hilfreich sein. Für eine normale Tiefkühlpizza ist er in der Regel nicht notwendig.
Tiefkühlpizza aufwerten
Zusätzliche Zutaten sollten sparsam verwendet werden. Zu viel kalter oder feuchter Belag verlängert die Backzeit und kann den Boden weich machen.
Gut geeignet sind:
- etwas zusätzlicher Mozzarella oder Parmesan,
- Salami oder Jalapeños,
- Oliven,
- frisches Basilikum,
- Rucola,
- Parmaschinken,
- Chiliöl oder Olivenöl.
Frische Zutaten wie Rucola, Basilikum, Burrata oder Parmaschinken am besten erst nach dem Backen auf die Pizza geben.
Fazit
Tiefkühlpizza benötigt im Pizzaofen keine maximale Temperatur. Entscheidend sind kontrollierte Unterhitze, eine reduzierte Flamme und ausreichend Backzeit.
Für eine normale Tiefkühlpizza sind etwa 230 °C auf dem Pizzastein, eine moderate Oberhitze und 7 bis 12 Minuten Backzeit ein guter Ausgangspunkt. Wird die Pizza zusätzlich regelmäßig gedreht, werden Boden, Käse und Belag gleichmäßig fertig.


