Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Im direkten Vergleich erzielten Halo Core und Halo Pro eine praktisch gleichwertige Teig- und Knetqualität.
- Selbst ein anspruchsvoller Teig mit 88 Prozent Hydration wurde vom Core sauber ausgeknetet.
- Die Testerin empfand den Halo Core als erheblich leiser als den Halo Pro.
- Bei sehr kleinen Teigmengen kann der Teig am Knethaken hochsteigen und muss gelegentlich zurückgeschoben werden.
- Für normale Pizzaabende und bis zu 2,5 Kilogramm Teig spricht nach diesem Test viel für den günstigeren Halo Core.
- Wer größere Mengen, einen Timer und ein digitales Display benötigt, bleibt beim Halo Pro.
Einen Monat lang Core und Pro direkt verglichen
Der Ooni Halo Core ist seit dem 4. August 2026 erhältlich. Passend zum Verkaufsstart hat die Teigexpertin Emilie Garnes von „Sourdough.etc“ einen ausführlichen Vergleich mit dem größeren Ooni Halo Pro veröffentlicht.
Für den Test nutzte sie den Halo Core nach eigenen Angaben mehr als einen Monat lang. Verarbeitet wurden unter anderem Pizza-, Brot-, Naan-, Croissant-, Bagel- und Brötchenteige. Zusätzlich führte die Testerin einen direkten Vergleich mit identischen Teigen, gleicher Knetzeit und gleicher Geschwindigkeit durch.
Besonders interessant: Der verwendete Vergleichsteig bestand zu 30 Prozent aus Vollkornmehl und besaß eine Hydration von 88 Prozent. Das ist ein sehr weicher und anspruchsvoller Teig, bei dem einfache Küchenmaschinen häufig Probleme mit der Glutenentwicklung bekommen.


Das überraschende Testergebnis: Kein erkennbarer Nachteil beim Kneten
Nach dem direkten Vergleich konnte die Testerin bei der eigentlichen Knetleistung keinen relevanten Qualitätsunterschied zwischen Halo Core und Halo Pro feststellen.
Beide Maschinen entwickelten den Teig gleichmäßig, sorgten für ein stabiles Glutengerüst und lieferten nach identischer Knetzeit vergleichbare Ergebnisse beim Fenstertest. Auch die typische gleichmäßige Teigstruktur eines Spiralkneters war bei beiden Geräten zu erkennen.
Das ist die wichtigste Erkenntnis des Tests: Der Halo Core scheint keine leistungsschwache Sparversion des Halo Pro zu sein. Die Unterschiede liegen vor allem bei Kapazität, Ausstattung und Bedienkomfort – nicht zwingend beim fertigen Teig.
Größte Überraschung: Der Halo Core ist deutlich leiser
Als besonders auffällig beschreibt die Testerin die Lautstärke. Nach ihrer subjektiven Einschätzung arbeite der Halo Core ungefähr halb so laut wie der Halo Pro.
Eine technische Geräuschmessung wurde allerdings nicht durchgeführt. Die Aussage ist deshalb als persönliche Wahrnehmung und nicht als gemessener Laborwert zu verstehen. Trotzdem kann der leisere Betrieb im Alltag ein wichtiger Vorteil sein – vor allem in offenen Küchen, Wohnungen oder bei längeren Knetzeiten.
Auch bei höheren Geschwindigkeiten soll der Core ruhig und stabil auf der Arbeitsplatte gestanden haben. Eine auffällige Erwärmung der Maschine oder des Teiges stellte die Testerin während ihrer Anwendungen nicht fest.
Der Schwachpunkt: Sehr kleine Teigmengen brauchen Aufmerksamkeit
Ganz ohne Kritik fällt der erste Test nicht aus.
Der Ooni Halo Core darf laut Hersteller bereits ab einer Teigmenge von 500 Gramm eingesetzt werden. Im Test zeigte sich jedoch, dass Teigmengen von etwa 600 bis 700 Gramm nicht immer optimal von der Spirale erfasst werden.
Bei kleinen Mengen sammelte sich der Teig teilweise rund um den Knethaken. Dadurch musste die Maschine gelegentlich gestoppt und der Teig wieder nach unten geschoben werden. Besonders bei sehr feuchten Teigen kann das die gleichmäßige Glutenentwicklung beeinträchtigen.
Grundsätzlich funktionierten aber auch kleine Mengen. Ein Croissantteig mit 500 Gramm sowie Teige mit niedrigerer Hydration wurden laut Testerin erfolgreich verarbeitet. Der Core erreicht seine komfortabelste Arbeitsweise offenbar bei etwas größeren Haushaltsmengen.
Ooni Halo Core oder Halo Pro: Das bedeutet der Test für die Kaufentscheidung
| Merkmal | Ooni Halo Core | Ooni Halo Pro |
| Preis | 599 Euro | 799 Euro |
| Schüsselvolumen | 4,5 Liter | 7 Liter |
| Offizielle Teigmenge | 0,5 bis 2,5 kg | 1 bis 5 kg |
| Pizzateiglinge | bis zu 10 | bis zu 20 |
| Geschwindigkeitsstufen | 20 | 58 |
| Maximale Geschwindigkeit | 300 U/min | 345 U/min |
| Timer | Nein | Ja |
| Digitales Display | Nein | Ja |
| Gewicht | ca. 10,5 kg | 14,6 kg |
Der Halo Core ist laut Ooni rund 25 Prozent kleiner und etwa 30 Prozent leichter als der Halo Pro. Trotzdem besitzt er dieselbe grundlegende Spiraltechnik aus rotierender Schüssel, Spiralknethaken und herausnehmbarem Teigbrecher.
Der erste Praxistest deutet deshalb auf eine klare Aufteilung hin:
Der Halo Core passt zu Pizzafans, die normalerweise zwischen zwei und zehn Pizzen vorbereiten, eine kompakte Maschine suchen und weder große Teigchargen noch einen integrierten Timer benötigen.
Der Halo Pro bleibt für Vielbäcker interessant, die regelmäßig mehr als 2,5 Kilogramm Teig herstellen, größere Vorratsmengen vorbereiten oder besonders präzise und reproduzierbare Knetabläufe programmieren möchten.
Wie unabhängig ist der erste Test?
Zur fairen Einordnung gehört ein wichtiger Hinweis: Der veröffentlichte Test entstand im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit Ooni. Die Halo Core wurde der Testerin kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Originalartikel enthält außerdem Affiliate-Links.
Die Autorin weist diese Zusammenarbeit transparent aus und erklärt, dass die veröffentlichten Bewertungen ihrer eigenen Erfahrung entsprechen. Dennoch handelt es sich nicht um einen unabhängigen Labortest. Auch Aussagen zur Haltbarkeit über mehrere Jahre sind nach einem Testzeitraum von einem Monat noch nicht möglich.
Grillfürst-Einordnung: Der Core könnte für viele Haushalte die vernünftigere Wahl sein
Der erste ausführliche Vergleich beantwortet eine der wichtigsten Fragen zum neuen Halo Core: Muss man wegen der kleineren Bauform Abstriche beim Pizzateig machen?
Nach den bisher veröffentlichten Ergebnissen offenbar nicht. Bei normal großen Teigmengen scheint der Core den Teig ebenso zuverlässig auszukneten wie der Halo Pro. Gleichzeitig ist er kleiner, leichter, leiser und 200 Euro günstiger.
Die Entscheidung hängt damit weniger von der erwarteten Teigqualität als von der benötigten Menge ab. Für den typischen privaten Pizzaabend mit vier, sechs oder acht Pizzen dürfte der Halo Core in vielen Fällen ausreichen. Der Halo Pro lohnt sich vor allem dann, wenn seine größere Kapazität, der Timer und die feinere Geschwindigkeitssteuerung tatsächlich regelmäßig genutzt werden.
Ein abschließendes Grillfürst-Testurteil ersetzt der externe Test jedoch noch nicht. Spannend bleibt insbesondere, wie sich der Halo Core bei unterschiedlichen Pizzateigen, langen Knetzeiten und dauerhaftem Einsatz bewährt.
Der vollständige Originaltest
Der englischsprachige Ein-Monats-Vergleich von Emilie Garnes ist unter dem Titel „Ooni Halo Core vs. Halo Pro: I Tested Both for a Month“ bei Sourdough.etc erschienen:
Zum vollständigen Originaltest bei Sourdough.etc



