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Magazin



Kabellose Grillthermometer mit App-Steuerung im Test  2025


Lesezeit 29 Minuten Lesezeit

Hier findest du die aktuellsten, kabellosen Grillthermometer im Test und Vergleich!

Die besten kabellosen Grillthermometer mit App im Vergleich
(6 Bewertungen, Durchschnittlich: 5/5 Sternen)

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Kabellose Grillthermometer liegen im Trend – und das aus gutem Grund. Anders als klassische Bratenthermometer mit Kabel oder herkömmliche Fleischthermometer erlauben sie die komplett drahtlose Überwachung von Grill- oder Ofentemperaturen. Der Messfühler steckt ohne lästige Kabel im Grillgut, während ein Empfänger (oder direkt das Smartphone per App) die Daten aus sicherer Entfernung empfängt. Besonders beim Einsatz eines Drehspießes (Rotisserie) gibt es kaum Alternativen zu kabellosen Fühlern, da Kabel sich um den Spieß wickeln würden.

Auch beim Smoken (Low & Slow) über viele Stunden sowie beim Grillen mit geschlossenem Deckel spielt die kabellose Freiheit ihre Vorteile aus: Man kann sich frei bewegen und hat die Kerntemperatur des Fleisches dennoch ständig im Blick. Moderne Vertreter dieser Geräte bieten dabei oft mehr als nur aktuelle Temperaturen – App-Steuerung bedeutet meist auch Temperaturverlaufskurven, Gargrad-Empfehlungen, Cloud-Anbindung und Alarmfunktionen.

Outdoorchef Easy Check kabelloses Grillthermometer

Natürlich haben komplett drahtlose Thermometer auch Nachteile. Sie sind in der Anschaffung deutlich teurer als einfache Kabelthermometer und teilweise in Funktionsumfang oder Laufzeit limitiert. Das muss aber nicht sein, wenn man genau hinschaut. Die Funkreichweite kann je nach Bauart variieren, und die eingebauten Akkus müssen regelmäßig geladen werden. Zudem sind die kabellosen Fühler meist dicker (5–6 mm Durchmesser) als kabelgebundene Sonden, was ein etwas größeres Loch im Fleisch hinterlässt. Dennoch werden sie ständig weiterentwickelt und nähern sich in Leistung und Zuverlässigkeit ihren kabelgebundenen Verwandten an. In unserem großen Testvergleich haben wir alle aus unserer Sicht relevanten Modelle untersucht – vom alten Bekannten wie dem Meater bis hin zu neuen Preis-Leistungs-Tipps wie z.B. das Easy Check von Outdoorchef. Insgesamt 16 smarte, kabellose Grillthermometer treten an, darunter bekannte Namen wie Meater und ThermoPro, preisgünstige Alternativen aus Fernost sowie die neuen Modelle Outdoorchef Easy Check Single/Duo und Enders Celsio II Bluetooth.


Unsere Testkanditaten – Die besten kabellosen Grillthermometer im Vergleich

Nachstehend findest du zu allen aktuellen kabellosen Top-Grillthermometern die wichtigsten Merkmale und unser Testurteil:

Meater Pro (1 Fühler)

  • UVP: ca. 139 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE), Cloud*
  • Reichweite: ~50 m (Bluetooth)
  • Sensoren: 1 Sonde (Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: Ja (Ladestation)
  • Stromversorgung: 1× AAA im Dock (Ladestation)
  • Besonderheiten / Nachteile: Wasserdicht, hitzebeständig bis 550 °C; Kerntemp. an 5 Messpunkten; ausgezeichnete App, Rezepte und Cloud-Link; Nachteil: App-Nutzung erfordert Account
Meater Pro Grillthermometer

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4,5/5)
Fazit: Ein sehr präzises und hochwertiges Thermometer mit starker App – ideal für anspruchsvolle Griller. Der Account-Zwang stört etwas.

Meater Pro Duo (2 Fühler)

  • UVP: ca. 199 €
  • Konnektivität: WLAN & Bluetooth (BLE)
  • Reichweite: unbegrenzt (WLAN)
  • Sensoren: 2 Sonden (je Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: Nein (?)
  • Stromversorgung: Akku im Dock (USB-C-Ladung)
  • Besonderheiten / Nachteile: Integriertes WLAN für Cloud-Überwachung; zwei Fühler für paralleles Garen; Nachteile: Account-Zwang, Fühler farblich nicht unterscheidbar
Meater Pro Duo

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4/5)
Fazit: Ideal für gleichzeitiges Garen mehrerer Speisen – technisch stark, aber teuer und mit Usability-Schwächen.

Meater Pro XL (4 Fühler)

  • UVP: ca. 379 €
  • Konnektivität: WLAN & Bluetooth (BLE)
  • Reichweite: unbegrenzt (WLAN)
  • Sensoren: 4 Sonden (je Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Ja (Basisstation mit Display)
  • Magnet-Halterung: Nein
  • Stromversorgung: Akku im Block (USB-C)
  • Besonderheiten / Nachteile: Nachfolger des Meater Block mit 4 Fühlern; WLAN-Bridge im Bambus-Block, autarker Betrieb am Display möglich; Nachteile: sehr teuer, Account-Zwang, Fühler kaum unterscheidbar
Meater Pro XL

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4/5)
Fazit: High-End-Modell für Profis mit großem Budget – technisch top, aber preislich in der Oberliga.

Meater Plus (1 Fühler)

  • UVP: 99 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE), Cloud*
  • Reichweite: ~50 m (Bluetooth)
  • Sensoren: 1 Sonde (Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: Ja (Ladestation)
  • Stromversorgung: 1× AAA im Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Vorgänger des Pro (hieß früher „Meater 2 Plus“); nicht wasserdicht (Handreinigung nötig); hitzebeständig bis 275 °C; gute App, Cloud-Link via Zweitgerät

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4/5)
Fazit: Gute Mittelklasse mit zuverlässiger Technik – ideal für Einsteiger mit Anspruch, aber nicht spülmaschinenfest.

Meater Block (4 Fühler)

  • UVP: ca. 279 €
  • Konnektivität: WLAN & Bluetooth
  • Reichweite: unbegrenzt (WLAN)
  • Sensoren: 4 Sonden (je Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Ja (Display am Block)
  • Magnet-Halterung: Nein
  • Stromversorgung: 4× AA im Block
  • Besonderheiten / Nachteile: Vier Meater-Fühler der ersten Gen.; WLAN-Hub und Display im Holzblock; Nachteile: Fühler nicht wasserdicht, großer Block, teuer

⭐ Bewertung: ★★★☆☆ (3,5/5)
Fazit: Gutes Set für Vielgriller, aber etwas altbacken und groß – das neue XL-Modell ist moderner.

Outdoorchef Easy Check Thermometer Quadro

  • UVP: ca. 179 €
  • Konnektivität: WLAN & Bluetooth
  • Reichweite: unbegrenzt (WLAN)
  • Sensoren: 4 Sonden (Dual-Sensor)
  • Display am Gerät: Ja (Multifunktions-Dock)
  • Magnet-Halterung: ja
  • Stromversorgung: Akku im Fühler; USB-C-Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Dual-Sensor-Fühler misst Kern- und Garraumtemp gleichzeitig; Fühler spülmaschinengeeignet (IP67); sehr präzise (±1 °C); Standalone-Betrieb am Dock möglich (Anzeige der Kerntemp); ideal für Drehspieß-Einsatz; Nachteil: Garraumtemperatur am Gerät nur via App sichtbar

⭐ Bewertung: ★★★★★ (5/5)
Fazit: Perfekte Kombination aus Funktionsvielfalt, Präzision und Preis – ideal für Familien oder große Grillsessions.

ThermoPro TempSpike (1 Fühler)

  • UVP: ca. 80 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE)
  • Reichweite: ~150 m (Booster)
  • Sensoren: 1 Sonde (Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: Nein
  • Stromversorgung: 2× AAA im Booster-Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Preis-Leistungs-Tipp: präzise Messung, Fühler wasserdicht, hitzebeständig bis 300 °C, grafischer Temperaturverlauf in App; ideal für Smoker; Nachteil: Garstufen-Vorgaben der App zu hoch gewählt (manuell justieren)

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4,5/5)
Fazit: Preis-Leistungs-Sieger für Fortgeschrittene; besonders für Smoker-Nutzer attraktiv.

Outdoorchef Easy Check Single (1 Fühler)

  • UVP: 79 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE 5), Repeater-Modus
  • Reichweite: ~50 m / bis 200 m
  • Sensoren: 1 Sonde (Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Ja (Multifunktions-Dock)
  • Magnet-Halterung: Ja
  • Stromversorgung: Akku im Fühler; USB-C-Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Dual-Sensor-Fühler misst Kern- und Garraumtemp gleichzeitig; Fühler spülmaschinengeeignet (IP67); sehr präzise (±1 °C); Standalone-Betrieb am Dock möglich (Anzeige der Kerntemp); ideal für Drehspieß-Einsatz; Nachteil: Garraumtemperatur am Gerät nur via App sichtbar

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4,5/5)
Fazit: Extrem vielseitig und präzise – ein echter Geheimtipp für Drehspieß- und Outdoor-Griller.

Outdoorchef Easy Check Dual (2 Fühler)

  • UVP: 119 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE 5), Repeater-Modus
  • Reichweite: ~50 m / bis 200 m
  • Sensoren: 2 Sonden (Dual-Sensor)
  • Display am Gerät: Ja
  • Magnet-Halterung: Ja
  • Stromversorgung: Akku im Fühler; USB-C-Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Wie Single, plus zweiter Fühler für zwei Speisen; großzügiges Temperaturspektrum bis 300 °C Garraumhitze; hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis; Standalone-Betrieb (Anzeige Kerntemperatur beider Fühler abwechselnd)
Outdoorchef Grillthermometer Easy Check Dual

⭐ Bewertung: ★★★★★ (5/5)
Fazit: Perfekte Kombination aus Funktionsvielfalt, Präzision und Preis – ideal für Familien oder große Grillsessions.

Enders Celsio II Bluetooth (2 Fühler)

  • UVP: ca. 90 €
  • Konnektivität: Bluetooth (5.4)
  • Reichweite: ~80 m
  • Sensoren: 2 Sonden (je Dual-Sensor: Kern + Garraum)
  • Display am Gerät: Ja (LCD-Basis, Always-on)
  • Magnet-Halterung: Nein
  • Stromversorgung: Akku in Basis (USB-C, 100 h Laufzeit); Fühler ladbar
  • Besonderheiten / Nachteile: LCD-Basis zeigt Kern-, Umgebungs- und Zieltemp ständig an; Fühler laden in wenigen Minuten in der Station; extrem lange Akkulaufzeit (~100 h); App mit Garstufen-Bibliothek & Historie; Nachteil: keine WLAN/Cloud-Anbindung (nur Nahbereich)

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4,5/5)
Fazit: Ein rundum solides, durchdachtes System mit Fokus auf Nutzerfreundlichkeit – nur die fehlende Cloud-Anbindung verhindert die Bestnote.

Bfour BF-40 PRO (2 Fühler)

  • UVP: ca. 70 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE), WLAN
  • Reichweite: ~100 m / unbegrenzt (WLAN)
  • Sensoren: 2 Sonden (nur Kernsensor)
  • Display am Gerät: Ja (LCD)
  • Magnet-Halterung: (k.A.)
  • Stromversorgung: Akku im Booster (90 h) + Fühler (40 h)
  • Besonderheiten / Nachteile: Dual-Probe-System mit großer Anzeige; Cloud-Anbindung über WLAN möglich; Fühler wasserfest (IP67) & hitzebeständig bis ~400 °C; Schnellladefunktion: 2 Min Laden = 40 h Laufzeit; Nachteile: Basis wirkt billig, App etwas simpel, kein separater Garraumfühler integriert

⭐ Bewertung: ★★★☆☆ (3,5/5)
Fazit: Funktional solide und innovativ mit Cloud-Anbindung – aber kein echter Ersatz für ein Dual-Sensor-Modell.

Bfour BF-30 (2 Fühler)

  • UVP: ca. 50 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE)
  • Reichweite: ~50 m
  • Sensoren: 2 Sonden (nur Kernsensor)
  • Display am Gerät: Ja (LCD)
  • Magnet-Halterung: (k.A.)
  • Stromversorgung: Akku im Booster (USB)
  • Besonderheiten / Nachteile: Günstigere Variante ohne WLAN; sonst ähnlich BF-40: wasserfeste Fühler, App mit Kurvendiagramm und Historie; Nachteile: Basis plastikhaft, kein Garraumfühler, längere Ladezeiten (kein Schnellladen)

⭐ Bewertung: ★★★☆☆ (3/5)
Fazit: Für Sparfüchse mit Fokus auf Kerntemperaturmessung ok – für ambitionierte Griller jedoch zu abgespeckt.

TFA Dostmann Smart BBQ (1 Fühler)

  • UVP: ca. 70 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE) + Booster-Dock
  • Reichweite: ~20–50 m
  • Sensoren: 1 Sonde (Dual-Sensor)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: Ja
  • Stromversorgung: Akku im Fühler; Dock USB
  • Besonderheiten / Nachteile: Deutscher Hersteller; Dicke Messfühler ∅ 5.2 mm mit verjünguing an der Spitze; Fühler IP67 und hitzefest bis 300 °C; lädt in ~30 Min wieder auf; magnetisches Booster-Dock verlängert Reichweite; App („Temprobe“) mit Kurven und Alarmen; Nachteile: App-Übersetzung/Usability verbesserungsfähig, Basis-Kunststoff einfach, kein WLAN

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4/5)
Fazit: Gute Technik „made in Germany“ – leichte Schwächen bei App und Hardware-Design.

Inkbird INT-11P-B (1 Fühler)

  • UVP: ca. 60 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE 5.1)
  • Reichweite: ~90 m
  • Sensoren: 1 Sonde (Dual-Sensor)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: (k.A.)
  • Stromversorgung: 1× AAA im Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Günstige Meater-Alternative; Fühler wasserfest (IP67) & spülmaschinenfest; ~24 h Laufzeit; kleines Lade-Dock als Signalverstärker; Nachteile: App erfordert Konto, Übersetzung schwach, kein Alarm für Garraumtemperatur

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4/5)
Fazit: Preiswerte Alternative zum Meater – für geübte Nutzer, die mit einfachen Apps leben können.

Inkbird INT-12-BW (2 Fühler)

  • UVP: ca. 100 €
  • Konnektivität: WLAN (5 GHz/2.4 GHz) + Bluetooth
  • Reichweite: ~100 m / unbegrenzt (WLAN)
  • Sensoren: 1× Dual (Kern + Umgebung), 1× Kern
  • Display am Gerät: Ja (groß)
  • Magnet-Halterung: (k.A.)
  • Stromversorgung: Akku (USB-C)
  • Besonderheiten / Nachteile: 5 GHz-WLAN-fähig (selten!); duale Verbindung ermöglicht Cloud und Direktlink; kommt mit 1 langem Fühler (für Kern+Grillraum) & 1 kurzem Fühler; Fühler wasserfest (IP67) & ∅ 6 mm relativ dünn; App mit Graph und Historie; Nachteile: App-Konto nötig, Übersetzung lückenhaft, kein Alarm bei Über-/Unterschreiten der Garraumtemperatur

⭐ Bewertung: ★★★★☆ (4,5/5)
Fazit: Innovativ und modern – wer mit der App klarkommt, erhält ein starkes Paket zum fairen Preis.

Zeerkeer 22A10002 (1 Fühler)

  • UVP: ca. 30 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE)
  • Reichweite: ~50 m
  • Sensoren: 1 Sonde (nur Kernsensor)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: (k.A.)
  • Stromversorgung: Akku + USB-Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Überraschend genaue Messungen; dünner Fühler (~5,5 mm); App mit Temperaturkurven und Sitzungs-Speicher; Nachteile: App schlecht übersetzt, kein separater Garraumfühler, einfache Verarbeitung

⭐ Bewertung: ★★☆☆☆ (2,5/5)
Fazit: Günstiger Einstieg mit Limitierungen – geeignet als Notfall-Thermometer oder für einfache Grilljobs.

Tangzhe JX168 (1 Fühler)

  • UVP: ca. 20 €
  • Konnektivität: Bluetooth (BLE)
  • Reichweite: ~30 m
  • Sensoren: 1 Sonde (nur Kernsensor)
  • Display am Gerät: Nein
  • Magnet-Halterung: (k.A.)
  • Stromversorgung: Akku + USB-Dock
  • Besonderheiten / Nachteile: Äußerst preiswert, funktional aber stark limitiert: Messungen ungenau; App sehr rudimentär und schlecht übersetzt; kein Garraumfühler; geringe Funktionsvielfalt; Nachteil: kurze Reichweite, fragwürdige Haltbarkei

⭐ Bewertung: ★☆☆☆☆ (1,5/5)
Fazit: Nur für absolute Minimalnutzer geeignet – funktional stark reduziert, keine Empfehlung für ambitioniertes Grillen.

* *Cloud: Viele Bluetooth-Geräte (z.B. Meater) bieten mittels zweitem Smartphone oder WLAN-Bridge die Möglichkeit, Messdaten über das Internet abzurufen.


Einzeltests: Smart-Thermometer in der Praxis

Im Test haben wir die Geräte nicht nur nach ihren Daten beurteilt, sondern sie auch beim Grillen praktisch erprobt. Dabei zeigten sich teils deutliche Unterschiede in Handhabung, Funkstabilität und App-Komfort. Im Folgenden beleuchten wir wichtige Vertreter und unsere Erfahrungen im Detail.

Meater-Serie (Pro, Pro Duo, Pro XL, Plus, Block) – Premium-Pionier

Die Marke Meater gilt als Vorreiter bei den kabellosen Grillthermometern – und tatsächlich setzte der aktuelle Meater Pro in unserem Vergleich den Maßstab. Er ist wasserdicht, extrem hitzebeständig (bis 550 °C an der Außenseite) und misst die Kerntemperatur entlang des Fühlers an fünf Punkten gleichzeitig. Kein anderes Thermometer im Test kombiniert so eine Mess-Technik mit schlankem Design (nur 5 mm Durchmesser). In der Praxis bedeutet das noch präzisere Ergebnisse, weil Temperaturschwankungen innerhalb des Fleisches besser erfasst werden. Die App von Meater ist zudem die ausgereifteste im Feld: Sie bietet übersichtliche Menüs, umfangreiche Fleisch-Datenbanken, Rezepte und sogar eine Berücksichtigung der Ruhephase (‚Restzeit‘) beim Garen. Statt genau beim Erreichen der Zieltemperatur zu alarmieren, warnt die Meater-App bereits etwas früher, da das Fleisch beim Ruhen noch nachgart – ein sehr hilfreiches Feature. Auch zeitbasierte Alarme und smarte Benachrichtigungen (z.B. trotz Stummschaltung des Handys) sind integriert. Im Alltag funktionierte der Meater Pro tadellos; die Bluetooth-Reichweite von ca. 50 m erwies sich als ausreichend für Haus und Garten. Einziger Kritikpunkt hier: Ohne Account lässt sich die App nicht nutzen, man muss also ein Benutzerkonto erstellen. Das mag aus Community- und Cloud-Sicht sinnvoll sein, ist aber nicht jedermanns Sache.

Meater kabellose Grillthermometer

Für Viel-Griller und Profis hat Meater gleich mehrere Varianten im Programm. Der Meater Pro XL richtet sich an echte BBQ-Enthusiasten: Er enthält vier der neuen Meater-Fühler und eine edle Bambus-Basisstation mit Display. Dieser Nachfolger des ursprünglichen Meater Block verbindet sich direkt mit dem WLAN und ermöglicht damit eine unbegrenzte Reichweite – ideal, wenn man beim Longjob den Grill auch mal verlassen muss. Im Block können vier Stücke Fleisch parallel überwacht werden; das Display am Gehäuse zeigt alle Kerntemperaturen an, sodass notfalls sogar ohne Smartphone gegrillt werden kann. Im Test klappte das Einrichten des Meater Pro XL auf Anhieb und das Gerät lieferte dieselben präzisen Werte und App-Vorzüge wie der Einzel-Meater. Allerdings ist dieser Luxus sehr teuer – rund 350–380 € muss man dafür veranschlagen. Ähnliches gilt für den neuen Meater Pro Duo, der mit zwei Fühlern und eingebauter WLAN-Funktion eine Art Mittelweg darstellt. Er verzichtet zwar auf ein eigenes Display (die Auswertung erfolgt über die App), bringt aber ansonsten die gleiche robuste Verarbeitung und Technik mit. Mit ~200 € UVP liegt der Duo deutlich unter dem XL, aber immer noch über vielen Konkurrenzprodukten. Sowohl beim Pro XL als auch beim Duo störte uns ein kleines Detail: Da alle Fühler äußerlich gleich aussehen, muss man in der App erst herausfinden, welcher Kanal welchem Fühler entspricht – hier wären farbige Markierungen oder Ähnliches wünschenswert.

Erwähnenswert sind noch die Vorgängermodelle von Meater: der Meater Plus und der Meater Block. Ersterer war lange das einzige kabellose Thermometer am Markt und ist nach wie vor erhältlich. Der Meater Plus bietet ebenfalls einen dualen Fühler (Kern+Umgebung) und eine Reichweite von etwa 50 m (dank einer im Lade-Holzblock integrierten Antenne). In puncto Genauigkeit steht er dem Pro kaum nach; allerdings ist der Fühler des Plus nicht wasserdicht (nur spritzwasserfest) und verträgt maximal 275 °C Umgebungstemperatur. Das macht ihn für extreme Einsätze (Pizzaofen, Kohlegrill auf voller Power) weniger geeignet. Außerdem fehlt dem Plus jegliche WLAN-Funktion – man kann jedoch wie bei allen Meatern ein zweites Smartphone/Tablett als WLAN-Bridge nutzen, um die Daten global zu teilen. Der Meater Block wiederum war das erste Mehrkanal-Modell mit vier Fühlern und eigenem Display. Er arbeitet noch mit vier AA-Batterien und die Fühler der ersten Generation sind nicht wasserdicht. In der Praxis erfüllt der Block zwar seinen Zweck, doch angesichts des Preises um 250–300 € ist der neue Pro XL in fast jeder Hinsicht überlegen (schlankere, wasserdichte Fühler, moderneres Design, USB-C-Laden etc.). Insgesamt bleibt festzuhalten: Meater liefert die High-End-Lösung, die besonders Technik-Fans und Perfektionisten begeistern wird – allerdings zu einem sehr hohen Preis.


ThermoPro TempSpike – günstige Alternative mit starker Leistung

Wer auf der Suche nach den Vorzügen eines Meater ist, aber weniger Geld ausgeben möchte, sollte einen Blick auf den ThermoPro TempSpike werfen. Dieses Thermometer wurde in unserem Vergleich zum Preistipp gekürt, da es für etwa die Hälfte des Preises eines Meater Pro bereits einen ähnlichen Funktionsumfang bietet. Der TempSpike besteht ebenfalls aus einem kabellosen Dual-Sensor-Fühler (misst Kern- und Garraumtemperatur) und einem kleinen Lade-Booster. Der Fühler ist wasserdicht und hitzebeständig bis 300 °C – laut Hersteller sogar geeignet für Frittieröl, was wir in einem Härtetest (Frittieren bei ~180 °C) bestätigen konnten. Die gemessenen Temperaturen waren akkurat und vergleichbar mit Referenzthermometern. Besonders beeindruckt waren wir von der Reichweite: ThermoPro gibt bis zu 500 Fuß (~152 m) an, was natürlich nur unter Idealbedingungen erreichbar ist. Im normalen Garten reichten die ca. 150 m aber problemlos aus, um vom Grill in den Keller oder zum Nachbargrundstück zu gehen, ohne die Verbindung zu verlieren. Möglich macht das ein im Lade-Dock integrierter Signalverstärker (Booster), der ähnlich wie beim Meater Plus funktioniert. Eine WLAN/Cloud-Anbindung gibt es zwar nicht, aber dank der hohen Bluetooth-Reichweite vermisst man diese kaum.

Die TempSpike-App ist auf Deutsch verfügbar und klar strukturiert. Man kann eigene Temperaturalarme einstellen und sieht den Temperaturverlauf als Kurve. Allerdings fiel uns ein Punkt negativ auf: Die vorgegebenen Garstufen für Fleisch sind in der App eher konservativ bzw. zu hoch gewählt. Beispielsweise schlägt ThermoPro für „Medium“ Steak einen Zielwert von 66 °C vor, was in der Praxis schon recht durch ist. Zum Glück lassen sich die Werte manuell korrigieren – wir raten, dies zu tun, um perfekte Ergebnisse nach eigenem Gusto zu erzielen. Ein weiterer Vorteil des TempSpike ist seine Robustheit: Mit IP67-Schutz verträgt der Fühler auch mal einen kräftigen Regenguss oder die gründliche Reinigung. Wir haben ihn testweise in der Spülmaschine gereinigt, was er unbeschadet überstanden hat. Die Betriebsdauer pro Ladung lag bei etwa 24–30 Stunden, was für die meisten Grillsessions ausreicht. Unterm Strich steht der ThermoPro TempSpike als starke Alternative zum Meater da – geringfügige Abstriche bei App-Finesse werden durch einen deutlich geringeren Preis mehr als wettgemacht.


Outdoorchef Easy Check Single, Duo & Quadro – Preis-Leistungs-Sieger

Eine der größten positiven Überraschungen im Test waren die neuen Outdoorchef Easy Check Thermometer, erhältlich als Single (ein Fühler), Dual (zwei Fühler) und Quadro (vier Fühler). Outdoorchef, bisher eher bekannt für seine Kugelgrills, betritt mit diesen Geräten den Smart-Thermometer-Markt – und wie! Beide Varianten kombinieren viele Vorteile der Premiummodelle, bleiben dabei aber erschwinglich (UVP 79 € bzw. 119 €). Der Easy Check verwendet ebenfalls kabellose Edelstahlfühler mit Dual-Sensor-Technologie, d.h. jeder Fühler misst gleichzeitig Kern- und Garraumtemperatur. Im vorderen Teil des Spießes sitzt der Kerntemperatursensor, im herausragenden hinteren Teil ein Sensor für die Umgebungsluft im Grill. Das Konzept gleicht dem Meater und funktionierte im Test einwandfrei: In einem Kugelgrill konnten wir so parallel die Hitze im Garraum (z.B. ~150 °C beim indirekten Grillen) und die Kerntemperatur eines Bratens verfolgen. Die Präzision war beeindruckend – Outdoorchef gibt ±1 °C Genauigkeit an, was sich in unseren Messvergleichen bestätigte (bei 75 °C lag das Easy Check höchstens 0,5 °C neben dem Referenzwert).

Outdoorchef Easy Check kabelloses Grillthermometer

Der Clou beim Easy Check ist das mitgelieferte Multifunktions-Dock. Dieses kleine Gerät übernimmt mehrere Aufgaben: Es lädt den/ die Fühler auf, dient als Bluetooth-Repeater zur Reichweitenverlängerung und verfügt über ein eigenes LCD-Display zur Temperaturanzeige. Dank einer magnetischen Rückseite kann man das Dock bequem an Metallflächen (Grillgehäuse, Ablagen etc.) befestigen – sehr praktisch im Einsatz. Das Display zeigt bei der Single-Version die aktuelle Kerntemperatur direkt an (beim Duo werden die Werte der beiden Fühler abwechselnd eingeblendet). So kann man auch ohne Handy schnell einen Blick riskieren. Für die Garraumtemperatur benötigt man allerdings die App – hier hat Outdoorchef einen kleinen Kompromiss gemacht: Aus Platzgründen wird am Dock-Display nur die Kern- bzw. Zieltemperatur dargestellt. In der kostenlosen Outdoorchef Easy Check App sieht man dann beide Werte und kann Alarme setzen, Timer nutzen oder aus Fleisch-Voreinstellungen wählen. Die App erschien uns übersichtlich und funktional, wenn auch nicht so umfangreich wie Meater’s Anwendung – aber das Wesentliche (Temperaturkurven, Einstellen individueller Zielwerte, Push-Benachrichtigungen) ist alles vorhanden.

Besonders hervorzuheben sind beim Easy Check die Reichweite und Laufzeit. Der Fühler funkt per Bluetooth 5 zunächst etwa 50 m weit direkt ans Dock – in unserem Test reichte das Signal problemlos vom Grill im Garten bis durch zwei Wände ins Wohnzimmer (~15 m, 2 Wände). Vom Dock aus kann die Verbindung dann per Bluetooth an das Smartphone weitergereicht werden. Befindet sich das Smartphone also in Dock-Nähe, fungiert es als weiterer Repeater und man kann sich noch weiter entfernen. Outdoorchef spricht von bis zu 200 m Reichweite im Repeater-Modus. Solche Idealwerte sind natürlich selten praxisrelevant, aber im Alltag dürfte es bedeuten, dass man auch beim Nachbarn noch eine Verbindung hat – beeindruckend. Ähnliches Lob verdient die Akkulaufzeit: Ein vollständig geladener Fühler hält gut 30 Stunden durch. Damit sind selbst ausgedehnte Low&Slow-Nachtsessions oder Pulled Pork kein Problem. Das Dock selbst wird per USB-C geladen und hielt im Test mehrere Wochen Standby bzw. 3–4 lange Grillvorgänge durch, bevor es ans Kabel musste. Hier zeigen sich klare Vorteile gegenüber manchem Konkurrenzprodukt mit Batterien.

In der Praxis wussten die Outdoorchef-Thermometer voll zu überzeugen. Die Verarbeitungsqualität wirkte robust – die Fühler haben hitzeisolierte Keramik-Kappen und das Dock ein solides Kunststoffgehäuse. Besonders geschätzt haben wir die Flexibilität: Egal ob am Gasgrill für das sonntägliche Roastbeef, am Smoker für 12-Stunden-Rippen oder am Drehspieß für ein Hähnchen – das Easy Check machte alles mit. Für den Drehspieß ist es wie erwähnt ideal, weil wirklich kein einziges Kabel stört. Beim kurzen Steak-Grillen profitiert man davon, dass man das Fleisch einfach mit dem Fühler lassen kann, während man es wendet (kein Umstecken nötig) – man sollte nur bedenken, dass der dicke Fühler beim sehr dünnen Steak weniger sinnvoll ist (hier greift man dann lieber zum Einstichthermometer). Insgesamt haben Outdoorchef Easy Check Single und Duo in unserem Test einen Spitzenplatz verdient: Sie bieten Premiumniveau zum Mittelklasse-Preis und bekommen daher eine klare Empfehlung unsererseits.


Enders Celsio II Bluetooth – Zwei in Einem mit Top-Laufzeit

Die Firma Enders, bekannt für Gasgrills, schickt mit dem Celsio II Bluetooth-Thermometer ebenfalls einen spannenden Kandidaten ins Rennen. Dieses Modell unterscheidet sich konzeptionell etwas von den restlichen: Es besteht aus einer Basisstation mit LCD-Display und zwei kabellosen Temperaturfühlern. Die Fühler sind, ähnlich wie bei Outdoorchef, komplett kabellos und werden zum Aufladen einfach in die Basis gesteckt. Die Anzeige zeigt live beide Kerntemperaturen und – bemerkenswert – auch die aktuelle Garraumtemperatur an, falls man diese in der App als Ziel vorgibt. Im Gegensatz zum Outdoorchef-Dock, das nur die Kernwerte darstellt, bekommt man hier also auf dem Gerätedisplay einen guten Überblick. Die Darstellung ist dauerhaft eingeschaltet (Always-on mit Hintergrundbeleuchtung), sodass man jederzeit Ablesen kann, ohne Taste zu drücken.

Die Akkuleistung des Enders Celsio II hat uns besonders beeindruckt: Laut Hersteller hält eine Ladung der integrierten Lithium-Batterie bis zu 100 Stunden durch. In unserem Test kamen wir dieser Angabe nahe – nach mehreren langen Grillsessions über insgesamt ca. 4 Tage zeigte der Akku immer noch Restkapazität. Das nimmt jegliche Sorge, mitten im Grillen plötzlich ohne Thermometer dazustehen. Möglich wird dies durch die sparsame Übertragungstechnik (Bluetooth 5.4) in Kombination mit dem stromsparenden E-Ink-ähnlichen Display. Die beiden Fühler werden in der Basis in wenigen Minuten vollgeladen und halten dann ebenfalls für Dutzende Stunden durch – hier macht Enders niemand etwas vor.

In der Praxis funktionierte das Celsio II zuverlässig. Die Reichweite ist mit angegebenen ~80 m okay, aber nicht herausragend. Sie genügt für Haus und Garten, kommt aber nicht an ThermoPro oder Outdoorchef im Repeater-Modus heran. Da keine WLAN-Anbindung vorhanden ist, bleibt man auf Bluetooth beschränkt – wer allerdings einen langen Smoke überwacht, kann die Basisstation ja in der Nähe positionieren und muss nur das Handy in Reichweite behalten. Die Enders-App gefiel uns recht gut: Sie bietet ähnlich wie die Meater-App eine Bibliothek von Fleischsorten und Garstufen zum Auswählen und erstellt bei Bedarf eine Grill-Historie (Temperaturkurven vergangener Sessions). In puncto Bedienung hinkt sie der Meater-App zwar etwas hinterher, ist aber solide und auf Deutsch verfügbar. Das Koppeln der Geräte klappte auf Anhieb. Die Temperaturmessung erwies sich als genau; wie bei allen Dual-Sensor-Fühlern sind ±1 °C Abweichung normal. Die Fühler sind aus Edelstahl mit Keramik-Endstück und etwas dicker (5,5 mm) als die von Meater/Outdoorchef, was aber unkritisch ist. Ein kleiner Nachteil: Die Enders-Basis hat keine Magnetbefestigung, man muss sie also neben den Grill stellen. Sie ist eher wie ein kleiner Wecker geformt und steht stabil, aber an den Metall-Deckel clippen geht eben nicht. Ansonsten gibt es wenig zu bemängeln – das Enders Celsio II ist ein rundum gelungenes Thermometer für alle, die ein Standalone-Display schätzen und sehr lange Akkulaufzeiten benötigen. Auch preislich liegt es mit ~80–90 € im Mittelfeld, was angesichts der Leistung absolut fair ist.


BFOUR BF-40 Pro & BF-30 – Zweisonden-Systeme mit Abstrichen

Im Mittelfeld tummeln sich einige Geräte von weniger bekannten Herstellern, z.B. die BFOUR-Modelle. Das BF-40 Pro und das etwas einfachere BF-30 kommen beide mit einer Basisstation und je zwei kabellosen Fühlern. Im Gegensatz zu Meater, Outdoorchef & Co. besitzen diese Fühler allerdings keine separaten Garraum-Sensoren – sie messen also nur die Kerntemperatur, man kann aber natürlich einen der beiden Fühler ins Fleisch und den anderen einfach daneben legen oder an den Grillrost klipsen, um die Umgebungsluft zu überwachen. Beide Bfour-Geräte haben ein großes LCD-Display an der Basis, das die Temperaturen beider Fühler anzeigt. In unserem Test waren die Anzeigen gut ablesbar, allerdings wirkt das Kunststoffgehäuse der Station recht einfach und wenig wertig. Hier merkt man, dass der Fokus eher auf Funktion als auf Design/Feel liegt.

Technisch bietet vor allem das BF-40 Pro ein paar interessante Features: Laut Hersteller unterstützt es neben Bluetooth auch eine WLAN-Anbindung, sodass man die Messwerte über einen Cloud-Server weltweit abrufen kann. Wir haben die WLAN-Funktion im Test ausprobiert – sie erwies sich jedoch als umständlich. Man muss die Station über die App ins heimische WLAN einbinden; in unserem Fall funktionierte das erst im zweiten Anlauf. Ist die Kopplung geschafft, kann man aber tatsächlich von unterwegs auf die Temperaturen zugreifen. Wer darauf verzichten kann, greift eher zum günstigeren BF-30, das rein via Bluetooth arbeitet. Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung mit den Bfour-Stationen war in Ordnung (ca. 30–50 m im Freien), jedoch weniger als bei den Meater/Outdoorchef-Systemen mit Repeatern. Immerhin besitzt die Bfour-Basis einen eigenen kleinen Alarm-Pieper: Man kann an der Station Grenztemperaturen einstellen, die dann einen Warnton auslösen – praktisch, falls man das Handy mal nicht zur Hand hat.

Überraschend gut schnitten die Bfour-Geräte bei der Akkuleistung ab: Die Basisstation (Booster) hält etwa 90 Stunden durch und wird per USB geladen. Die Fühler selbst verfügen über Schnellladetechnik – laut Werbung genügen 2 Minuten Laden für 40 Stunden Grillzeit. Das klingt unglaublich, schien im Test aber nicht völlig aus der Luft: Selbst mit 5 Minuten Ladezeit aus leerem Zustand konnten wir einen Fühler über Nacht (~10 h) laufen lassen. Eine vollständige Ladung dauerte ca. 20–30 Minuten. Hier setzt BFOUR Maßstäbe. Die Fühler sind zudem wasserdicht (IP67) und hitzebeständig bis rund 400 °C (752 °F) – das reicht für praktisch alle Grillszenarien. Leider schwächeln die Geräte bei der App-Qualität: Die Bfour-App ist simpel gestrickt, die Übersetzung teils holprig. Temperaturkurven und ein paar Presets sind vorhanden, aber man merkt, dass hier kein großer Markenhersteller dahintersteht. Auch die Initial-Verbindung der Fühler klappte nicht immer auf Anhieb; gelegentlich musste man einen Fühler in die Ladeschale zurücksetzen und neu koppeln. Insgesamt sind BF-40 Pro und BF-30 solide Arbeitsgeräte: Sie messen zuverlässig und genau, doch Bedienkomfort und Verarbeitung bleiben hinter den Top-Produkten zurück. Wer ein günstiges Zweisonden-Set mit Display sucht, findet hier dennoch interessante Optionen. Das BF-40 Pro lohnt sich, wenn man unbedingt WLAN-Funktion möchte; ansonsten bietet das BF-30 fast das Gleiche für weniger Geld – man muss dann nur auf die Cloud-Anbindung und das Speichern von Mess-Historien verzichten (beim BF-40 Pro werden vergangene Sitzungen in der App gespeichert, beim BF-30 nicht).


TFA Dostmann Smart BBQ – Der Dünne mit dem Magneten

Der Smart BBQ Küchen-Chef von TFA Dostmann ist ein Spezialfall im Testfeld. TFA ist ein deutscher Messgerätehersteller, der hierzulande für Wetterstationen und Thermometer bekannt ist. Mit dem Modell Smart BBQ (teils auch „Küchen-Chef“) haben sie ein kabelloses Grillthermometer im Programm, das sich vor allem durch eines auszeichnet: einen sehr dünnen Messfühler. Dieser Edelstahlfühler hat einen Durchmesser von 5,2 mm (nur die Spitze hat etwa 2 mm Durchmesser) – das ist auf den ersten Blick dünner als die Wettbewerber, ist aber eine Mogelpackung, da nur die Spitze beonsers dünn ist. Trotz der Feinheit steckt im Fühler die gesamte Elektronik: Er misst Kerntemperatur und Garraumtemperatur zugleich. Möglich wird das durch einen ähnlichen Aufbau wie bei Meater & Co., mit einem Sensor an der Spitze und einem in der hinteren Hälfte des Fühlers. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sets liefert TFA aber nur einen einzigen Fühler mit. Wer mehrere Stücke gleichzeitig garen will, kann das Smart BBQ also nur eingeschränkt nutzen (man müsste separat einen zweiten Fühler dazukaufen, falls erhältlich). Für Standardanwendungen reicht jedoch einer aus.

Das TFA-System besteht neben dem Fühler aus einem kleinen Empfangs- und Ladegerät – einem magnetischen Booster-Dock. Dieses wird via USB aufgeladen und dient dann als Zwischenstation zwischen Fühler und Smartphone. Es verlängert die Reichweite des Fühlers von ca. 10–20 m auf etwa 50 m. In unserem Test konnten wir uns mit Dock tatsächlich frei im Haus bewegen, während das Dock am Grill klebte. Ohne Dock brach die Verbindung schon deutlich früher ab. Das Dock hat selbst kein Display, es leuchtet nur farbig zur Statusanzeige. Die Temperaturen sieht man ausschließlich in der App (heißt „Temphere BBQ“ oder in neuerer Version „Temprobe“). Diese App bietet gängige Funktionen: voreingestellte Garstufen, frei definierbare Alarme, Grafiken und sogar die Möglichkeit, obere und untere Grenzen für die Garraumtemperatur zu überwachen (z.B. um zu alarmieren, falls ein Smoker zu heiß oder kalt wird). Insgesamt ist die App brauchbar, wirkte aber etwas weniger polished als z.B. Meater oder ThermoPro. Einige Formulierungen waren holprig, aber man findet sich zurecht.

Im praktischen Einsatz liefert das TFA Smart BBQ zuverlässige Ergebnisse. Die Temperaturwerte waren stimmig, die Alarmierung klappte und dank Magnet-Dock kann man das System elegant am Grill betreiben. Die Akkus – sowohl im Fühler als auch im Dock – sind erfreulich ausdauernd: Der Fühler war nach ca. 30 Minuten Ladezeit wieder voll und hielt dann um die 20 Stunden, das Dock sogar noch länger (wir haben es im Test nicht einmal neu laden müssen, geschätzt hält es über 30–40 Stunden). Die Verarbeitung ist okay: Der Fühler selbst ist top (hochwertiger Keramikgriff, sehr robust trotz Dünne), das Dock ist aus leichtem Kunststoff und wirkt etwas fragil. Hier kommt auch unser größter Kritikpunkt: Das Gehäuse des Docks machte einen etwas „billigen“ Eindruck im Vergleich zu robusteren Stationen der Konkurrenz. Funktional gab es aber keine Probleme damit. Unterm Strich eignet sich das TFA Smart BBQ besonders für Grillfreunde, die Wert auf minimale Einstichlöcher legen oder vielleicht schon andere TFA-Geräte besitzen. Es ist kein Massenprodukt, sondern eher ein Nischen-Gadget für Technikaffine. Im Test konnte es hinsichtlich Messgenauigkeit absolut mithalten – lediglich bei App-Komfort und Ausstattung rangiert es hinter den Spitzenreitern.


Inkbird INT-11P-B & INT-12-BW – Viel Technik, etwas getrübt durch die App

Die Marke Inkbird ist vor allem für ihre Grill-Thermometer mit mehreren Kabelsonden bekannt. Mit den Modellen INT-11P-B und INT-12-BW hat Inkbird aber auch kabellose Vertreter am Start. Beide folgen ähnlichen Konzepten wie Meater oder Bfour, haben aber jeweils eigene Besonderheiten. Das INT-11P-B ist ein Single-Fühler-Thermometer mit Bluetooth-Verbindung. Der ca. 6 mm dicke Edelstahlfühler besitzt zwei Sensoren (Kern + Umgebung) und ist nach IP67 wasserfest. Zum Set gehört eine kleine rechteckige Lade- und Empfängereinheit, die mit einer AAA-Batterie betrieben wird. Dieses Mini-Dock dient wie beim Meater Plus zur Aufbewahrung und als Repeater, um die Reichweite auf ca. 90 m zu erhöhen. Im Test funktionierte das INT-11P-B ordentlich: Die Temperaturen stimmten, die Reichweite reichte innerhalb des Hauses aus und die Laufzeit des Fühlers lag bei etwa 20 Stunden. Die Hardware macht einen vernünftigen Eindruck – allerdings versucht Inkbird, preislich sehr aggressiv zu sein, und spart dafür etwas an der Software. Die Inkbird-App wirkt weniger ausgereift als etwa Meater oder ThermoPro. Einige Übersetzungen sind falsch oder fehlend, und man muss ein Benutzerkonto anlegen, um sie nutzen zu können. Das allein wäre verschmerzbar, doch störender fanden wir, dass die App keinen separaten Alarm für die Garraumtemperatur bietet. Man kann nur für die Kerntemperatur einen Zielwert definieren. Wer also den Grill selbst überwachen will (z.B. „Alarm, wenn der Smoker unter 110 °C fällt“), schaut hier in die Röhre. Insgesamt ist das INT-11P-B dennoch ein brauchbares Einsteigergerät – besonders wenn es im Angebot für 50–60 € zu haben ist.

Ein gutes Stück ambitionierter ist das Inkbird INT-12-BW. Dieses Modell kommt mit zwei Fühlern und einem richtigen Basisgerät mit Display. Der Clou: Es beherrscht neben Bluetooth auch WLAN (2,4 GHz und sogar 5 GHz). Damit will Inkbird offensichtlich dem Meater Block und dem Bfour Pro Konkurrenz machen. Im Test ließ sich das INT-12-BW tatsächlich ins heimische WLAN einbinden; anschließend konnte man die Temperaturen von überall über die Cloud einsehen. Das funktionierte, setze aber ebenfalls das berüchtigte Inkbird-Konto voraus. Die mitgelieferten Fühler sind unterschiedlich: Einer ist extra lang (und schwarz), um gleichzeitig tief ins Fleisch und weit genug herauszuragen – damit kann dieser eine Fühler Kern- und Grillraumtemperatur zugleich erfassen. Der zweite Fühler ist kürzer (weiß) und eher für kleinere Stücke Fleisch oder den Ofen gedacht. Beide sind 6 mm stark, also noch im Rahmen (Inkbird wirbt damit, 10 % dünner als andere Wireless-Probes zu sein). In der Praxis war das INT-12-BW erfreulich einfach einzurichten. Das farbige Großdisplay zeigt beide Fühlertemperaturen gleichzeitig an, inklusive Symbole ob gerade die Fleisch- oder Umgebungssensorik genutzt wird. So hat man direkt am Gerät alle Infos – top, wenn das Smartphone mal in der Küche liegt. Die Reichweite via Bluetooth betrug um die 30 m in unserer Umgebung – nicht rekordverdächtig, aber dank WLAN-Option auch nicht kritisch. Bei der Genauigkeit gab es nichts zu beanstanden; die Fühler reagierten flott auf Änderungen.

Leider teilen sich INT-11P-B und INT-12-BW die Software-Probleme: Auch beim 12-BW sind Registrierung und teils hakelige Übersetzung in der App ein Minuspunkt. Zudem gab es während unseres Tests (Frühjahr 2025) noch kleinere Bugs – einmal fror die Cloud-Anzeige ein und zeigte minutenlang einen alten Wert an, obwohl am Grill die Temperatur schon weiterstieg. Ein Neustart der App behob dies. Inkbird arbeitet hier erfahrungsgemäß mit Updates nach, aber Stand jetzt ist die App nicht so zuverlässig wie etwa die von Outdoorchef, Meater oder ThermoPro. Die Batterielaufzeiten hingegen sind gut: Das Basisgerät hielt im Dauerbetrieb etwa 20 Stunden durch, ein Fühler etwa 30 Stunden. Geladen wird bequem per USB-C. Mit rund 100 € Preis ist das Inkbird INT-12-BW durchaus attraktiv, bedenkt man die Features (Dual-Probe, Display, WiFi). Wer bereit ist, bei der App ein Auge zuzudrücken, erhält ein funktionsreiches Thermometer – in unseren Augen aufgrund der Software aber (noch) kein Top-3-Kandidat.


Billigangebote: Zeerkeer 22A10002 und Tangzhe JX168

Abschließend noch ein Blick auf zwei No-Name-Modelle, die uns zum Test vorlagen. Beide werden hauptsächlich über Online-Marktplätze vertrieben und versprechen kabelloses Grillvergnügen zum Schnäppchenpreis (20–30 €). Das Zeerkeer 22A10002 – der kryptische Name lässt es erahnen – ist vermutlich ein in China produziertes OEM-Produkt, das unter verschiedenen Labels läuft. Es besteht aus einem einzelne Funkfühler (ähnelt optisch dem Inkbird, ~6 mm dick) und einem kleinen Plastik-Dock zum Laden. Die App dazu heißt „BBQgo Pro“ oder ähnlich und gleicht im Layout verblüffend der Inkbird-App – möglich, dass hier dieselbe White-Label-Software zum Einsatz kommt. Immerhin: Im Test erwies sich das Zeerkeer nicht als Totalausfall. Die Temperaturmessungen waren relativ genau (im Bereich von ±2 °C) und die Bluetooth-Verbindung hielt über ~10 m stabil, was für eine offene Terrasse reichen kann. Die App bietet ein Kurvendiagramm und sogar eine Speicherung der letzten Sitzungen, was uns überraschte. Allerdings ist die Übersetzung grausig – wer kein Englisch versteht, wird mit diesem Gerät kaum Freude haben, da die deutsche Sprachwahl vollkommen unverständlich war. Weitere Schwächen: Es gibt keinen Garraumfühler (nur ein Kernsensor), das Plastikgehäuse ist billig, und wir zweifeln etwas an der langfristigen Haltbarkeit (beim Reinigen merkte man Spiel im Fühlergehäuse). Für absolute Gelegenheitsnutzer, die wirklich keinen Euro mehr ausgeben wollen, mag das Zeerkeer brauchbar sein – wir raten jedoch, eher etwas mehr zu investieren.

Noch drastischer fiel unser Urteil beim Tangzhe JX168 aus. Dieses Gerät war das günstigste im Test und leider auch das schlechteste. Schon die Haptik enttäuschte: Der Fühler wirkte weniger solide verarbeitet, die Ladestation war ein hauchleichtes Plastikteil. In der App (wohl einer generischen BBQ-App) konnten wir nur die Kerntemperatur tracken – es gibt hier ebenfalls keinen Umgebungssensor. Die gemessenen Werte wichen teils erheblich von den Referenzen ab (bis zu 5 °C Differenz bei 80 °C), was auf ungenaue Kalibrierung hindeutet. Zudem brach die Bluetooth-Verbindung im Test bereits nach ~5 m Entfernung hin und wieder ab. Es war schlicht kein Verlass auf das Produkt. Die Funktionen sind stark begrenzt (kein Verlaufsspeicher, nur ein Alarmton im Handy, keine Profile etc.). Kurz: Das Tangzhe-Thermometer würden wir nicht empfehlen – hier spart man am falschen Ende und ärgert sich nur. Dann lieber für 30–50 € ein Einstiegsgerät einer bekannteren Marke wählen (oder ein klassisches Kabelthermometer nutzen, wenn Budget knapp ist).


Welches Thermometer passt zu welchem Grilltyp?

Grillthermometer braucht man in ganz unterschiedlichen Situationen – vom schnell gegrillten Steak bis zur 12-Stunden-Smoker-Session. Daher lohnt der Blick darauf, welches Modell sich für welchen Einsatzzweck besonders gut eignet. Hier einige Empfehlungen:


Gasgrill und Holzkohlegrill (klassisches Grillen)

Beim typischen Gas- oder Holzkohlegrill, wo man vielleicht einen Braten, ein Hähnchen oder größere Steaks indirekt gart, leisten alle vorgestellten Thermometer prinzipiell gute Dienste. Wichtig ist hier eine zuverlässige Kerntemperaturmessung und ausreichend Reichweite, falls man sich vom Grill entfernt. Sehr bewährt haben sich in unseren Tests die Outdoorchef Easy Check Modelle für das Allround-Grillen: Durch die magnetische Dockingstation kann man das Thermometer direkt am Grill befestigen und die Kerntemperatur auf einen Blick ablesen, ohne ständig das Handy zücken zu müssen. Beide Varianten (Single und Duo) bieten dabei genügend Reichweite, um auch mal ins Haus zu gehen, ohne die Verbindung zu verlieren. Aber auch der ThermoPro TempSpike ist für den normalen Grillabend ein guter Begleiter – er ist unkompliziert, schnell einsatzbereit und man kann ihn dank wasserfestem Fühler leicht reinigen. Wer oft mit Gas oder Kohle grillt und vielleicht parallel mehrere Stücke unterschiedlicher Garzeit zubereitet (z.B. verschiedene Steakdicke oder Braten + Beilagen), könnte vom Meater Pro Duo oder einem Zwei-Fühler-Modell wie Outdoorchef Duo profitieren. So hat man zwei Kerntemperaturen im Auge. Für Standard-Grillsituationen genügt jedoch meist ein Fühler, den man ins größten Stück Fleisch steckt. Wichtig: Achten Sie bei Gasgrills darauf, den Fühler nicht direkt über die Flamme zu platzieren, und bei Holzkohlegrills darauf, den Fühler vor zu großer Hitze zu schützen (spitze Messfühler sollten immer bis zur Markierung im Fleisch stecken, damit die empfindliche Elektronik im hinteren Teil nicht über 100 °C erwärmt wird).

Meater Pro Duo

Empfehlung für Gas/Holzkohle: Outdoorchef Easy Check Single (preiswert, praktisch) oder Meater Pro (Top-Technik) – je nach Budget. Auch ein BFOUR BF-30 leistet hier schon genug, wenn man auf App-Komfort verzichten kann.


Smoker und Longjobs (Pulled Pork, Brisket)

Beim Smoken oder generell allen „Low & Slow“-Projekten (Rippchen, Pulled Pork, Beef Brisket etc.) steigen die Anforderungen an ein Thermometer. Hier geht es oft um sehr lange Garzeiten (8–16 Stunden), konstante Temperaturen und die Überwachung sowohl der Kerntemperatur als auch der Pit-Temperatur (Garraum). Zudem bewegt man sich während dieser langen Zeiten auch mal weg vom Grill. Entsprechend empfehlen wir für Smoker-Fans vor allem Geräte mit starker Akkulaufzeit und Dual-Sensor-Fühlern. Ganz vorne stehen hier die Outdoorchef Easy Check und das Enders Celsio II. Outdoorchef schafft über 30 Stunden Fühlerlaufzeit und hat den Vorteil, dass der Fühler die Garraumtemperatur schon integriert misst. Man kann also z.B. in der App Alarme setzen, wenn die Grillkammer zu heiß oder kalt wird. Auch das Enders hat diese Fähigkeit (zwei Fühler für Kern und Deckeltemperatur) und brilliert mit 100 Stunden Basisstation-Laufzeit, sodass es den ganzen Smoke über durchhält. Ebenfalls gut geeignet ist der ThermoPro TempSpike: In unseren Tests hielt er einen Longjob durch und die Bluetooth-Reichweite von ~150 m bedeutet, dass man auch nachts im Schlafzimmer noch per Handy die Temperaturen checken kann, während der Smoker draußen läuft.

Die Meater Pro XL bzw. Meater Block sind natürlich gerade für solche Mehrfach-Anwendungen konzipiert – vier Fühler erlauben, simultan verschiedene Stellen des Garguts und die Grillraumtemp zu kontrollieren. Allerdings sollte man bedenken, dass Meater-Fühler nicht dauerhaft über 100 °C im hinteren Bereich ausgesetzt sein dürfen (Kerbe einhalten!). In einem gut geregelten Smoker ist das kein Problem, bei spontanem Flammenüberschlag könnten aber z.B. BFOUR-Fühler mit Kabel-zu-Station-Konstruktion robuster reagieren, da ihr Elektronikteil außerhalb liegt. Wer häufig smokt, dem würden wir also raten: Outdoorchef Duo oder Meater Pro XL, je nachdem ob Preis-Leistung oder High-End im Vordergrund steht. Auch das Inkbird INT-12-BW mit seinen zwei Fühlern (einer davon kann als Garraumfühler dienen) und WiFi-Anbindung ist spannend – so könnte man den Rauchverlauf von überall beobachten. Hier muss aber der Akku durchhalten oder man schließt die Basis an Dauerstrom an.

Empfehlung für Smoker: Outdoorchef Easy Check Duo (lange Laufzeit, Dual-Sensor, magnetisches Dock) oder ThermoPro TempSpike (preiswert, 1 Dualfühler mit großer Reichweite). Für Profi-Pitmaster: Meater Pro XL (4 Fühler, WLAN).


Drehspieß (Rotisserie)

Wie schon in der Einleitung erwähnt, sind kabellose Thermometer nahezu Pflicht, wenn man auf dem Grill mit einem Rotisserie-Spieß arbeitet. Ob knuspriges Hendl, Gyros am Spieß oder Spanferkel: Sobald sich das Grillgut permanent dreht, kommen kabelgebundene Lösungen an ihre Grenzen. Hier haben sich in unserem Test vor allem zwei Geräte hervorgetan: 

Meater und Outdoorchef Easy Check. Beide sind schlank genug, um sie in Rotisserie-Ware zu platzieren (z.B. ins Hähnchenbrustfilet quer hineinstecken) und völlig kabellos. Outdoorchef wirbt selbst explizit mit der Eignung „ideal auch für die Nutzung am Drehspieß“ – dem können wir aus Erfahrung zustimmen. Das magnetische Dock kann man an der Rotisserie-Halterung oder seitlich am Grill fixieren, sodass es stets Kontakt zum Fühler hält, selbst wenn dieser rotiert. Wichtig ist, den Fühler gut zu platzieren: Bei Hähnchen bspw. in die Brust, nahe der Mitte, und darauf achten, dass die Kerbe am Fühler gerade noch herausschaut, um Überhitzung zu vermeiden. Andere Thermometer mit Funkfühler kann man prinzipiell auch nutzen (ThermoPro TempSpike, Inkbird etc.), aber dort muss man das meist kleine Booster-Dock irgendwo in Reichweite des drehenden Spießes unterbringen – nicht immer trivial. Meater und Outdoorchef haben hier den Vorteil, dass die Reichweite auch ohne separate Booster-Station schon ordentlich ist (bis 50 m).

Kabelloses Grillthermometer Easy Check für Drehspiesse

Falls man ganz sicher gehen will, stellt man einfach ein altes Smartphone als Repeater neben den Grill. Wer häufiger Rotisserie grillt, dem würden wir also auf jeden Fall zu einem komplett kabellosen System raten. Die alten Methoden (ein Kabelthermometer mit der Schnur irgendwie so führen, dass sie nicht verheddert) sind einfach umständlich und riskant.

Empfehlung für Drehspieß: Outdoorchef Easy Check Single (preiswert und perfekt dafür konstruiert) oder Meater Plus/Pro. Alternativ ThermoPro TempSpike, sofern man das Dock clever positioniert.


Steak und Kurzgrillgut

Für Steaks, Burger & Co. – also alles, was sehr schnell und bei hoher Hitze gegrillt wird – braucht man im Grunde kein dauerhaft messendes Thermometer. Hier kommen häufig einfache Hand-Penetrations-Thermometer zum Einsatz, mit denen man gegen Garzeit-Ende einmal die Kerntemperatur prüft (Stichwort: „Thermapen“). Trotzdem kann ein Funkthermometer auch beim Steakgrillen hilfreich sein, etwa wenn es um dicke Cuts (T-Bone, Tomahawk) oder um eine Reverse Sear-Methode geht. In solchen Fällen kann man das Steak zunächst bei niedriger indirekter Hitze mit dem Fühler auf z.B. 48 °C Kerntemperatur ziehen lassen und dann zum Schluss scharf angrillen. Ein kabelloser Fühler stört dabei weniger als ein Kabel. Allerdings sollte man beachten: Bei direktem, scharfem Angrillen (Flamme oder >300 °C) sollte der Fühler nicht in der Hitze bleiben, da sonst die Elektronik Schaden nehmen könnte. In der Praxis nimmt man den Fühler während des finalen Anbratens also raus. Für Steaks ist es außerdem von Vorteil, wenn der Fühler sehr dünn ist, um den Austritt von Fleischsaft zu minimieren. Vorsicht beim TTFA Smart BBQ: Hier ist nur der vordere Teil der Spitze dünner als bei allen Wettbewerbern, der eignetlcihe Fühler ist mit seinem 5,2-mm-Fühler etwas dicker als die Spitzenreiter. Mit ihm kann man auch mal ein dünneres Steak messen, ohne es zu „verstümmeln“. Die Meater/Outdoorchef-Fühler (5 mm) sind bei Steaks ab ~4 cm Dicke ebenfalls einsetzbar, hinterlassen aber ein größeres Loch. Ein Trick: Man kann das Steak in der Mitte messen (wo man es später aufschneidet), so fällt die Öffnung nicht ins Gewicht. Wer oft Steaks grillt und sie gern perfekt trifft, wird vermutlich sowieso eine Kombination aus Sofort-Thermometer (für schnellen Check, z.B. beim Wenden) und Dauerthermometer (für langsames Vorziehen) nutzen. Alle Testkandidaten kommen mit Steaks zurecht; hier geht es eher um Handling.

Empfehlung für Steakgriller: Wenn Wireless, dann Meater oder Outdoorchef wegen dünnerem Fühler als manche Konkurrenz und hoher Hitzebeständigkeit. Ansonsten tut es oft auch ein klassisches Einstechthermometer für Steak.


Küche & Ofen

Auch beim Kochen in der Küche oder Braten im Backofen kann ein smartes Grillthermometer nützlich sein. Vom Prinzip her gelten dieselben Vor- und Nachteile. Kabellos bedeutet: Kein Kabel klemmt in der Backofentür, man kann die Temperatur im Auge behalten, während man z.B. im Wohnzimmer ist. In unserem Test haben wir einige Geräte auch im Backofen getestet. Grundsätzlich funktionieren alle vorgestellten Thermometer auch im Ofen (die Funkreichweite verringert sich evtl. etwas durch Metallwände, war aber bei Bluetooth 5 nicht kritisch). Wer das Thermometer in der Küche nutzt, schätzt eventuell ein Gerät mit eigenem Display: Man hat vielleicht nicht immer das Smartphone dabei, möchte aber den Garfortschritt sehen. Hier punkteten Enders Celsio II und Outdoorchef Easy Check – beide kann man neben den Herd stellen und auf dem Gerät direkt ablesen, wie warm es im Topf/Bräter ist. Das Outdoorchef-Dock zeigt dabei die Kerntemperatur wie ein normales Küchenthermometer an, das Enders sogar beide Temperaturen. Für den Ofenbetrieb sollte man bei allen Funkthermometern darauf achten, dass die Fühler nicht direkter Hitze über 300 °C ausgesetzt werden (z.B. nicht auf dem Rost direkt über einer Gasflamme liegen). Ansonsten eignen sie sich hervorragend, um z.B. den Weihnachtsbraten auf Punkt zu garen oder Sous-Vide-vorgegartes Fleisch im Ofen auf Temperatur zu bringen. Die Meater-App etwa hat diverse Rezepte und Programme auch für den Backofenbetrieb integriert, was hilfreich sein kann.

Empfehlung für die Küche: Enders Celsio II (wegen Always-On-Display und langer Laufzeit auf der Arbeitsplatte) oder Outdoorchef Easy Check Single (als multifunktionales Küchenthermometer nutzbar). Für ambitionierte Hobbyköche: Meater Pro (wegen Rezeptvorschlägen und Cloud-Anbindung, z.B. um beim Kochen Besuchern live die Kurve zu zeigen).


Testergebnis und Fazit

Nach ausgiebiger Recherche und praktischer Erprobung der verschiedenen kabellosen Grillthermometer können wir festhalten: Alle Geräte im Test erfüllten grundsätzlich ihren Zweck, die Kerntemperatur kabellos anzuzeigen. Unterschiede zeigten sich jedoch in Genauigkeit, Verarbeitungsqualität, App-Bedienung und Zusatzfunktionen.

Der Meater Pro wie auch das EASY CHECK von Outdoorchf überzeugten als Testsieger vor allem die Technik-Fans. Meater pro bietet von der Messpräzision über die durchdachte App bis zur hochwertigen Verarbeitung das rundeste, aber auch teuerste Gesamtpaket. Wer regelmäßig grillt und das Beste vom Besten möchte, ist mit Meater (Pro, Duo oder XL je nach Bedarf) hervorragend bedient. Auch der ThermoPro TempSpike hat sich als preisgünstige Alternative einen Namen gemacht: Für relativ wenig Geld erhält man hier ein zuverlässiges Single-Thermometer mit sehr hoher Reichweite und soliden Messwerten – ideal für Gelegenheitsgriller oder als Zweit-Thermometer. Im Mittelfeld tummeln sich Modelle wie Inkbird, Bfour oder TFA, die jeweils bestimmte Vorzüge (z.B. WiFi-Funktion, Display, dünner Fühler) bieten, aber oft kleine Schwächen in der Usability oder Verarbeitung zeigen. Mit etwas Technik-Affinität kann man aber auch mit diesen Geräten glücklich werden – gerade die langen Akkulaufzeiten mancher No-Name-Geräte haben positiv überrascht.

Besonders positiv hervorheben möchten wir die beiden Outdoorchef Easy Check Thermometer. Sie haben in unserem Test einen neuen Maßstab für Preis-Leistung gesetzt. Für vergleichsweise moderate Preise bieten sie: Dual-Sensor-Fühler für gleichzeitiges Messen von Kern- und Garraumtemperatur, ein cleveres Multifunktions-Dock mit Magnetbefestigung am Grill, eine eigene Temperaturanzeige am Gerät für den Standalone-Betrieb und eine insgesamt sehr wertige Verarbeitung. Dieses Gesamtpaket fand sich so bei keinem anderen Kandidaten. In der Praxis waren die Easy Check Single und Duo leicht zu bedienen und äußerst vielseitig einsetzbar – vom Gasgrill bis zum Smoker, vom Drehspieß bis zur Küche. Angesichts dieser Stärken ist es fair zu sagen, dass Outdoorchef hier zwei Gewinner im Rennen hat. Sie sind unsere Empfehlung für alle preisbewussten Grillfreunde, die trotzdem nicht auf Features und Qualität verzichten wollen.

Abschließend gilt: Das „beste“ smarte Grillthermometer hängt vom individuellen Bedarf ab. Aber dank dieses Testberichts – der hoffentlich als umfassendste Online-Ressource zum Thema dienen kann – sollte jeder den passenden Helfer für perfektes Grillgut finden. Guten Appetit und viel Spaß am Grill mit dr perfekten Kerntemperatur.


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