Pizza backen auf dem Pizzastein – 1. Wahl auf dem Grill oder im Backofen

Pizzastein … geht es auch ohne?
Auch du liebst eine gute Pizza mit knusprigem Boden und saftigem Belag, bekommst sie daheim aber einfach nicht so gut hin wie du es gerne hättest?

Das liegt daran, dass die Zubereitung im Backofen eine kleine Einschränkung mit sich bringt: Wenn die Pizza zu lange im Ofen bleibt, trocknet der Belag aus. Nur dann aber wird die Pizza schön knusprig. Wenn man die italienische Köstlichkeit jedoch früher aus dem Ofen holt, ist die Oberseite zwar saftig, die Unterseite hingegen hell und weich. Wie aber lässt sich dieses Problem beheben?

Pizza backen auf dem Pizzastein

Mit einem Pizzastein wird auch die Pizza zu Hause so kross und lecker wie beim Italiener. Der folgende Beitrag beleuchtet die Vorteile, die die Benutzung eines Pizzasteins mit sich bringt, und gibt Tipps und Tricks zur optimalen Zubereitung von Pizza auf dem Pizzastein. Außerdem erklären wir genau, wie mit dem Pizzastein auf dem Grill die perfekte Pizza gelingt.

Zur richtigen Anwendung eines Pizzasteins gibt es viele interessante Artikel bei Google zu finden.

Die Pizza auf dem Pizzastein
Die Pizza auf dem Pizzastein

Warum einen Pizzastein?

In guten Pizzerien werden die Pizzen meist im Steinofen gebacken, einem Ofen aus grobporigem Naturstein, der mit Holz befeuert wird. Sich als Hobbykoch einen ganzen Ofen nur für die Zubereitung von Pizza anzuschaffen, ist allerdings gar nicht nötig, denn dafür gibt es einen Pizzastein. Diese bestehen aus denselben Materialen wie der Holzofen im Restaurant, nämlich aus den Natursteinen Speckstein, Schamotte oder Cordierit. Diese werden zur Zubereitung von Pizza einfach statt des Backblechs in den Backofen gelegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Elektro- oder Gasofen handelt.

Wie funktioniert ein Pizzastein im Backofen?

Während dein Backofen ca. 30-40 min vorheizt, nimmt in dieser Zeit der Pizzastein aus den Natursteinen Speckstein, Schamotte oder Cordierit die Wärme im Backofen auf und heizt sich auf. Diese Wärme speichert er und gibt sie beim Backen der Pizza wieder ab.

Für das Pizza Backen im Backofen und auf dem Grill wird eine Temperatur von etwa 250 bis 300°C empfohlen. Mit einem Infrarotthermometer lässt sich das sehr gut kontrollieren.

Doch was bewirkt ein Pizzastein? So ein Stein bietet beim Backen im Backofen entscheidende Vorteile:

  • Sie nehmen das Schwitzwasser sehr gut auf, also die Feuchtigkeit, die beim Backen entsteht. Das führt dazu, dass der Teig trocken bleibt und obendrein schön knusprig wird.
  • Da die Steine sehr gute Wärmespeicher sind, gelangt die Hitze gleichmäßig an den Pizzaboden. Die Pizza wird so an allen Stellen gleich gar.

Fazit: Ist also ein Pizzastein sinnvoll?

Ganz klar, ja! Wenn du ein Fan von guten Pizzen bist, ist die Anschaffung von einem guten Pizzastein ein Muss. Da dieser die Feuchtigkeit beim Backen aufnimmt, wird der Teig schön knusprig. Außerdem wird die Pizza von allen Seiten gleich gar, da ein Pizzastein die Hitze gleichmäßig verteilt.

Der Pizzastein am Kugelgrill
Der Pizzastein auf einem Kugelgrill.

Pizzastein kaufen – Welcher Stein zum Pizza backen?

Pizzasteine sind spezielle Natursteine. Meistens bestehen sie aus Schamotte, Speckstein oder Cordierit. Gegenüber einem Backblech haben sie entscheidende Vorteile, damit die Pizza schön kross wird. Alle Natursteine saugen Feuchtigkeit auf und geben die Hitze gleichmäßig ab. Für welchen Stein du dich entscheidest, bleibt dabei dir überlassen.

Was ist besser Schamott oder Cordierit?

Ob Schamott oder Cordierit: Beide Materialien besitzen eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und können gut Feuchtigkeit aufnehmen. Der größte Unterschied liegt darin, dass Cordierit etwas teuer ist als Schamotte. Dafür sind Cordierit feinporiger und reißen nicht so schnell. Sie verkraften besser Temperaturunterschiede als Schamotte, weswegen man Schamotte nicht in einen bereits vorgewärmten Backofen oder Grill legen sollte. Das kann zu Spannungsrissen führen.

Kann man den Weber Pizzastein auch im Backofen verwenden?

Viele Pizzasteine wie der runde Weber Pizzastein sind ursprünglich für Grills wie den Weber Kugelgrill entwickelt worden. Dennoch kann man so einen Stein, wie der Weber Pizzastein genauso gut im Backofen oder auf Holzkohle- und Gasgrills anderer Hersteller legen. Wichtig ist nur, dass der verwendete Pizzastein auch auf die entsprechende Grillfläche oder Grillrost passt, sodass drum herum noch Luft zirkulieren kann.

Pizzasteine gibt es in runder und eckiger Form zu kaufen. Das liegt an jedem selbst in welcher Form er seine selbstgemachte Pizza bevorzugt. In unserem Sortiment kann man Pizzasteine für den Grill aus verschiedenen Materialien finden.

Welcher Pizzastein ist zu empfehlen?

Zunächst solltest du dich entscheiden, ob du lieber einen runden oder eckigen Pizzastein haben möchtest. Im Anschluss daran, kannst du dir Gedanken machen von welcher Marke. So gut wie jede Grillmarke verkauft seine eigenen Pizzasteine. Diese unterscheiden sich neben der Form und Material noch in Größe, Dicke, mit oder ohne Griff, etc..

Wir zeigen dir einige Beispiele für runde Pizzasteine:

Neben dem Pizzastein ist auch das passende Zubehör wichtig beim Pizza backen. Ein Pizzablech, Pizzaschieber, Pizzascheider gehört zur Grundausstattung und sollte jeder, der Pizza liebt und gerne selbst zubereitet, zu Hause haben. Wir können neben unseren Pizzasteinen auch unser passendes Pizza Zubehör empfehlen.

Die perfekte Pizza – wie verwendet man den Pizzastein?

Die Verwendung eines Pizzasteins ist recht einfach. Den Pizzastein im Backofen oder Grill 30-40 min auf höchster Stufe in der unteren oder mittleren Schiene vorheizen. Damit die Luft zirkulieren kann, muss der Stein auf einem Grillrost liegen und nicht direkt auf einem Backblech oder Backofenboden. Sobald der Pizzastein heiß ist, kann mit dem Pizza backen begonnen werden.

Bei der Verwendung des Pizzasteins sollten nur einige wenige Dinge beachtet werden. Als Ergänzung oder Alternative kannst du auch ein Pizzablech zum Pizza Grillen verwenden.

Wie lange muss man einen Pizzastein vorheizen?

Mindestens 20 min muss ein Pizzastein vorheizen. Je nach Dicke des Pizzasteins sollte der Stein im heißen Backofen auch länger aufheizen, bevor er benutzt wird. So lange dauert es nämlich, bis der Stein seine optimale Temperatur erreicht hat. Während des Vorheizens sollte der Grill 300 Grad haben oder der Backofen auf die höchste Gradzahl und auf Ober-/Unterhitze eingestellt sein.

Manch einem mag die Vorheizzeit sehr lange erscheinen, doch der Vorteil ist, dass der einmal aufgeheizte Stein diese Hitze auch sehr lange hält. Das bedeutet, dass weniger Hitze verloren geht, wenn beispielsweise der Deckel des Grills oder die Tür des Backofens geöffnet wird, um die Pizza auf den Stein zu legen oder zu überprüfen, ob sie schon fertig ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Pizza auf dem heißen Stein sehr schnell durchbackt.

Wie bekomme ich die rohe Pizza auf dem Pizzastein?

Wenn der Stein gut durchgeheizt ist, wird es Zeit die Pizza mit Belag darauf zu legen. Doch wie mache ich eine Pizza auf dem Pizzastein? Um die Pizza auf dem Pizzastein zu bekommen, nutzt man eine Pizzaschaufel oder ein Pizzablech und bestäubt diese zuvor mit etwas Mehl, damit der Teig nicht kleben bleibt.

Tipp: Wenn du zwischen Pizza und Pizzaschaufel ein Stück Backpapier legst, kannst du die Pizza ganz einfach auf den Stein gleiten lassen. Wichtig ist, dass du das Backpapier danach herausziehst, denn die Pizza sollte direkt auf dem Stein aufliegen.

Profitipp: Teig ohne Belag kurz vorbacken

Wenn du es bei der Zubereitung deiner Pizza ganz genau nimmst, kannst du den ausgerollten Teig zu Beginn für zwei Minuten ohne Belag auf den Stein geben und durchbacken lassen. Danach wird der Teig herausgenommen, mit den Zutaten belegt und anschließend noch einmal fünf Minuten gebacken. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sich der Pizzaboden am Ende problemlos vom Stein löst und außerdem knusprig goldbraun gebacken ist. Allerdings sollte der Belag nicht zu dick sein und aus bereits gegarten Zutaten bestehen, da die eigentliche Garzeit mit Belag nur noch wenige Minuten Beträgt.

Tipp: Damit der Belag noch saftiger schmeckt, wird bei der originalen italienischen Pizza der Käse mit der Tomatensauce unter den eigentlichen Belag gegeben.

Pizzastein auf dem Grill – was muss ich beachten?

Dank der enormen Hitzebeständigkeit des Steins, kann dieser auch sehr gut auf Kohle- oder Gasgrills benutzt werden. Es ist ebenfalls kein Problem, ihn auch direkt in die Glut zu legen.

Was muss man bei einem Pizzastein beachten?

Die Besonderheit beim Backen auf dem Grill ist, dass die Temperatur dort 100 Grad mehr erreicht als der Backofen – ähnlich also wie die Steinöfen in der Pizzeria. Deswegen braucht die Pizza nicht so lange, um durchzubacken, was bedeutet, dass der Belag saftiger bleibt. Um eine so hohe Hitze zu erreichen, wird lediglich ein geschlossener Grill (mit Deckel) benötigt.

Die Pizza backt auf dem Pizzastein besonders gleichmäßig und knusprig.
Die Pizza vom Pizzastein backt besonders knusprig und gleichmäßig

Auch beim Backen im Backofen sollte darauf geachtet werden, den Pizzastein nicht zu schnell plötzlichen hohen Temperaturunterschieden auszusetzen, sondern ihn langsam aufzuheizen. Das Risiko bei zu schnellem Aufheizen ist, dass der Stein springen könnte. Deshalb bitte auch nie eine Tiefkühlpizza auf einen aufgeheizten Pizzastein legen.

Beim Backen auf dem Pizzastein wird in erster Linie die starke Hitze des Steins ausgenutzt. Möchte man, dass die Pizza auch von oben eine hohe Temperatur erhält, muss man mit einer Oberhitze arbeiten. Diese erzielt man recht einfach mit speziellen Pizza-Einsätzen für den Gasgrill oder Kugelgrill. Auch zu finden in unserem großen Pizza Zubehör Bereich.

Wie wird der Pizzastein richtig gepflegt?

Ein weiterer Vorteil von Pizzasteinen ist ihre unkomplizierte Pflege. Für kleine Verunreinigungen können ein trockenes Tuch oder eine Bürste benutzt werden, bei hartnäckigeren Verkrustungen kann ein Ceranfeldschaber Abhilfe schaffen. In unserem Beitrag zu Pizzastein reinigen, verraten wir dir alles was du wissen musst.

Wichtig: Benutze auf keinen Fall Spül- oder sonstige Reinigungsmittel, um deinen Pizzastein von Verunreinigungen zu befreien. Auch in der Spülmaschine hat der Pizzastein deshalb nichts zu suchen. Wasser solltest du gar nicht oder nur sehr sparsam einsetzen. Gut zu wissen ist auch, dass Verfärbungen am Stein normal sind, denn schließlich handelt es sich um ein Naturprodukt.

Tipp: Manche modernen Backöfen und auch Gasgrills verfügen über eine Pyrolysefunktion, bei der der Ofen auf 500 Grad Celsius erhitzt wird und alle Rückstände vollständig verbrennen. Mühseliges Scheuern und Kratzen ist in diesem Fall nicht nötig, stattdessen kann der Stein bei der Pyrolyse einfach mit in den Ofen gelegt werden.

Was kann ein Pizzastein noch?

Pizzasteine eignen sich nicht nur hervorragend zur Zubereitung von Pizza, sondern für so gut wie alle Backwaren. Brot, Brötchen, Flammkuchen, Quiche oder Kuchen – hier ist ist fast alles möglich und als stolzer Besitzer eines Pizzasteins steht es dir offen, herumzuexperimentieren. Insbesondere für das Backen von Brot und Brötchen gilt hier dieselbe Regel wie bei Verwendung des Backofens: Der Teig benötigt feuchte Hitze, um richtig aufzugehen und eine knusprige Kruste zu bilden. Dafür sollte man etwas Wasser in einem hitzebeständigen Gefäß mit in den Ofen stellen.

Die perfekte selbstgebackene Pizza vom Pizzastein
Die perfekte selbstgebackene Pizza vom Pizzastein

Fazit

Wer die perfekte Pizza mit besonders knusprigem Boden und herzhaft saftigem Belag backen möchte, kommt um die Verwendung eines Pizzasteins nicht herum. Der Stein ist nicht nur für Pizza geeignet, sonder auch für sämtliche andere Backwaren.

Er funktioniert im Prinzip wie ein Steinofen und entzieht dem Teig während des Backens die Feuchtigkeit – das sorgt später für das krosse Ergebnis. Der Pizzastein ist bereits jetzt ein echtes Muss für jeden Grillfan und sollte daher in keiner guten Grillküche fehlen.

Die perfekte Kombination mit einer Pizzaschaufel und einem Pizzablech verspricht neben köstlichen Ergebnissen auch komfortables und professionelles Handling.

Und nun viel Spaß beim Pizzabacken! Wenn du noch Fragen zum Thema Pizzastein hast, kontaktiere uns einfach per Mail oder Telefon über unsere Hotline. Hier erhälst du alles was du brauchst und wissen musst um die perfekte Pizza zu backen.