Pizza und Ciabattateig einfrieren – Unser tipp für den Hefeteig aus der Tiefkühltruhe

Pizza vom Grill – das ist seit einigen Jahren ein echter Trend! Und in der Tat – was spricht dagegen, sich das Warten auf die Spareribs mit einem Stück Pizza zu versüßen, die mit ihrem knusprigen Boden und einem saftigen Belag wohl jeden Gourmet schwachwerden lässt? Selbstgemachte Pizza schmeckt einfach am besten, dasselbe gilt für selbstgebackenes Brot, das du zu Steaks, Hühnchen und gegrilltem Gemüse reichst. Ob Ciabatta, Baguette oder Pizza – aus Mehl, Hefe und nur wenigen weiteren Zutaten zauberst du im Handumdrehen einen Teig, mit dem du diese Köstlichkeiten ganz schnell selbst zubereitest. Wer einmal frisch gebackenes Ciabatta beim Grillen gegessen hat, ist mit aufgebackenem Brot aus dem Supermarkt nicht mehr zu locken. Doch was, wenn du den Teig bereits einige Zeit vor deiner Grillparty vorbereiten willst? Oder wenn du noch in der Küche merkst, dass du viel zu viel Teig produziert hast? Hier erfährst du alles, was du über Hefeteig wissen muss, wie du ihn einfrierst und was du beim Auftauen beachten solltest!

Folgende Abschnitte erwarten dich in diesem Artikel:

Ein Stück selbstgemachte Pizza mit saftigem Belag und knusprigem Teig sorgt für gelungene Abwechslung auf jeder Grill Party.
Selbstgemachte Pizza sorgt für Abwechslung beim Grillen

Es ist gar nicht schwer, Hefeteig zuzubereiten

Das Brotbacken mit Sauerteig überlassen selbst leidenschaftliche Hobbybäcker gern den Profis. Brot und Pizza aus Hefeteig lässt sich dagegen so leicht zubereiten, dass es wirklich keinen Grund gibt, auf industrielle Fertigprodukte aus dem Supermarkt zurückzugreifen. Für selbstgemachten Pizzateig benötigst du folgende Zutaten:

  • 500 Pizzamehl oder Weizenmehl Typ 550
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Würfel Hefe oder einen Beutel Trockenhefe
  • Salz, 1 Schuss Olivenöl

Aus diesen Zutaten knetest du einen geschmeidigen Teig, der nicht am Schüsselrand hängenbleibt, lässt diesen an einem warmen Ort für mindestens eine halbe Stunde gehen, rollst ihn aus und belegst ihn ganz nach deinem Geschmack. Möchtest du die Pizza auf dem Kugelgrill zubereiten, solltest du hierfür unbedingt einen Pizzastein nutzen.

Auch Ciabattateig ist schnell selbstgemacht: Hierfür benötigst du rund 400 g gutes italienisches Mehl (Tipo 00), 4 g Trockenhefe, 8 g Meersalz, 300 ml lauwarmes Wasser und 4 EL Olivenöl. Damit das Brot die für Ciabatta charakteristischen Löcher im Innern erhält, muss der Teig mehrere Stunden gehen und immer wieder gefaltet werden.

Für einen guten Ciabatta Teig, wie man Ihn zum Beispiel aus dem Restaurant kennt, benötigt man nicht viele Zutaten
Ein guter Hefeteig benötigt nicht viele Zutaten

Was du tun kannst, wenn du keine Hefe hast

Wenn du keine Trockenhefe mehr im Schrank hast und es vorübergehend auch im Supermarkt keine Hefe mehr zu kaufen gibt, kannst du diese mit Zutaten, die du vielleicht ohnehin zu Hause hast, ganz einfach selbst herstellen. Gib hierzu 200 g ungekühltes Hefeweizenbier in ein sauberes Gefäß und 2 Esslöffel Weizenmehl sowie 2 Teelöffel Zucker dazu. Vermische die Zutaten gründlich und lass das Glas mindestens über Nacht stehen. Nun kannst du mit der Hefeflüssigkeit wie gewohnt backen. Achte aber darauf, dass du die im Rezept angegebene Wassermenge entsprechend reduzierst. Je nach Hefegehalt des Bieres kann es sein, dass sich die Gehzeit beim Hefeteig verlängert.

Hefeteig auf Vorrat zubereiten

Liebst du frische Pizza vom Grill und köstliches Ciabatta, hast am Tag deiner Grillparty aber nicht genug Zeit, den Teig zu kneten? Du kannst Hefeteig problemlos auch in größeren Mengen herstellen und portioniert einfrieren.

Bereite den Pizza- oder Ciabattateig nach deinem Lieblingsrezept zu. Es schadet nichts, einen zusätzlichen Schuss Öl in den Teig zu geben. Je höher der Fettgehalt des Hefeteigs, desto länger ist dein Teig in der Tiefkühltruhe haltbar. Direkt nach dem Kneten wiegst du Teigstücke in der gewünschten Grammzahl ab. Für eine größere Pizza empfiehlt sich beispielsweise eine Teigkugel mit einem Gewicht von ca. 350 Gramm.

Nun gibst du die Teigstücke einzeln in Gefrierbeutel oder in luftdicht verschließbare Kunststoffbehälter und legst sie direkt in die Gefriertruhe. Damit du im Gefrierschrank den Überblick behältst, solltest du die Gefrierbeutel mit dem Datum der Zubereitung versehen. Als Faustregel gilt, dass gefrorener Hefeteig 3-6 Monate haltbar ist.

Damit deine Pizza perfekt wird, sollte die Teigkugel ca 350 Gramm wiegen.
Die ideale Teigkugel für eine Pizza sollte ca. 350 Gramm wiegen

So bereitest du aus dem gefrorenen Teig leckere Pizza und Ciabatta zu

Du hast deinen Hefeteig portionsweise und luftdicht verschlossen eingefroren, bevor aufgegangen ist? Perfekt! Nun gilt es, beim Auftauen und Zubereiten alles richtig zu machen. Am besten wird dein Backwerk, wenn du den Teig am Vorabend aus dem Gefrierfach nimmst, in eine saubere Schüssel legst, diese mit einem Baumwolltuch abdeckst und den Hefeteig über Nacht im Kühlschrank auftauen lässt. Im Kühlschrank beginnt er bereits, zu gehen. Der eigentliche Gehvorgang startet aber, sobald du den Teig aus dem Kühlschrank nimmst. Aufgetauter Teig benötigt etwas mehr Zeit zum Gehen, besonders bei Ciabattateig solltest du dies entsprechend einplanen. Nun kannst du mit dem Formen, Belegen und Backen loslegen. Guten Appetit!