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Kerntemperatur Krustenbraten und alles was du für den perfekten Krustenbraten wissen musst


Lesezeit 12 Minuten Lesezeit
Kerntemperatur Krustenbraten: Aufgenittener Braten mit einer schönen Kruste auf einem Holzbrett
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Welche Kerntemperatur für Krustenbraten?

Um eine schöne Kruste zu bekommen, braucht du Schweinefleisch mit einer schönen Schwarte. Aber natürlich soll auch das Fleisch unter der Kruste saftig und zart sein. Kein Problem mit der richtigen Kerntemperatur für Krustenbraten.

Zunächst wird der Krustenbraten zum Beispiel in Brühe und kleingeschnittenem Gemüse bei nicht zu hohen Temperaturen (etwa 180°C) schön langsam gegart – ob auf dem Grill oder in Backofen ist egal. Die Schwarte darf dabei nicht mit Flüssigkeit bedeckt sein. Die Garzeit ist abhängig von der Größe des Fleischstückes, aber mithilfe der Kerntemperatur für Krustenbraten kannst du ganz einfach prüfen, wann dein Fleisch fertig ist.

Die optimale Krustenbraten Kerntemperatur richtet nach dem Teilstück, das du dafür verwendest. Bei Schweinekeule liegt sie etwas niedriger (ca. 70 °C) als bei Schweineschulter (ca. 75 °C) und Schweinbauch (ca. 80 °C).

Kerntemperatur Krustenbraten: Aufgenittener Braten mit einer schönen Kruste auf einem Holzbrett
Krosse Kruste und zartes, saftiges Fleisch – kein Problem mit der richtigen Kerntemperatur für Krustenbraten.
GARSTUFEVOLL GAR / DURCH
Kerntemperatur Krustenbraten 70-80°C

Welches Fleisch für Krustenbraten?

Für einen leckeren Krustenbraten kannst du alle Fleischstücke vom Schwein verwenden, die eine dicke Schwarte besitzen – so zum Beispiel die Teilstücke aus der Keule, der Schulter oder den Schweinebauch.

Kurz bevor die Kerntemperatur im Inneren deines Bratens erreicht ist, solltest du dich noch um die Kruste kümmern. Dazu musst du die Schwarte mit Salz einreiben und die Temperatur im Backofen oder Grill zum Schluss noch etwas erhöhen, damit sie schön „aufpoppt“. Wie dir die perfekte Schweinbraten Kruste gelingt, erklären wir dir in unserem BBQ Guide Krustenbraten grillen.


Alles was Du für deinen perfekten Krustenbraten wissen musst

Krustenbraten: saftig, würzig und mit krosser Kruste

Ein guter Krustenbraten muss innen saftig sein und außen richtig knuspern. Genau das macht ihn so beliebt. Damit das klappt, brauchst du vor allem drei Dinge: ein gutes Stück Schweinefleisch mit Schwarte, genug Zeit und am Ende ordentlich Hitze für die Kruste.

Wichtig ist, dass der Braten nicht zu heiß gegart wird. Sonst wird das Fleisch trocken, bevor die Kruste fertig ist. Besser ist es, den Krustenbraten erst langsam zu garen und zum Schluss die Temperatur zu erhöhen. Dann bleibt das Fleisch saftig und die Schwarte wird schön kross.

Krustenbraten gelingt im Backofen genauso wie auf dem Grill. Auf dem Grill bekommt er noch etwas mehr Aroma. Im Backofen ist die Zubereitung dafür besonders einfach. In beiden Fällen hilft dir ein Grillthermometer oder Bratenthermometer, damit du die richtige Kerntemperatur triffst.

Krustenbraten Rezept auf einen Blick

Für einen klassischen Krustenbraten brauchst du keine komplizierten Zutaten. Ein gutes Stück Fleisch, Salz, ein paar Gewürze und etwas Gemüse für die Soße reichen völlig aus.

Portionen: 4 bis 6 Personen
Vorbereitungszeit: ca. 30 Minuten
Garzeit: ca. 2,5 bis 3 Stunden
Gesamtzeit: ca. 3 bis 3,5 Stunden
Temperatur: ca. 160 bis 180 °C
Temperatur für die Kruste: ca. 220 bis 250 °C
Kerntemperatur: je nach Fleischstück ca. 70 bis 80 °C

Für 4 bis 6 Personen brauchst du:

1,5 bis 2 kg Schweinebraten mit Schwarte, zum Beispiel Schulter, Bauch oder Keule, 2 EL grobes Salz, 1 EL Paprikapulver, 1 TL Pfeffer, 1 TL Kümmel, 2 Knoblauchzehen, 2 Zwiebeln, 2 Möhren, etwas Sellerie, 500 ml Brühe und 250 ml Bier oder Malzbier.

Wenn Kinder mitessen oder du keinen Alkohol verwenden möchtest, nimm einfach Malzbier oder etwas mehr Brühe. Das passt sehr gut zum Schweinefleisch und gibt der Soße eine schöne Farbe.

Welches Fleisch eignet sich für Krustenbraten?

Für Krustenbraten brauchst du Schweinefleisch mit Schwarte. Ohne Schwarte gibt es keine richtige Kruste. Besonders gut eignen sich Schweineschulter, Schweinebauch oder Schweinekeule.

Schweineschulter ist eine sehr gute Wahl. Das Fleisch ist schön saftig und nicht zu mager. Es verzeiht auch, wenn der Braten ein paar Minuten länger braucht. Für den Grill ist Schulter besonders gut geeignet.

Schweinebauch ist etwas fetter. Dadurch bleibt er sehr saftig und bekommt oft eine besonders schöne Kruste. Wer es deftig mag, liegt mit Schweinebauch genau richtig.

Schweinekeule ist magerer. Das Fleisch wird feiner, kann aber schneller trocken werden. Hier solltest du besonders gut auf die Kerntemperatur achten.

Für Anfängerinnen und Anfänger sind Schweineschulter oder Schweinebauch meistens die beste Wahl. Beide Stücke bleiben saftig und liefern eine gute Kruste.

Schwarte richtig vorbereiten

Die Schwarte ist beim Krustenbraten der wichtigste Teil. Wenn sie gut vorbereitet ist, wird sie später schön knusprig. Wenn nicht, bleibt sie oft zäh oder weich.

Tupfe die Schwarte zuerst trocken. Danach schneidest du sie mit einem scharfen Messer ein. Du kannst Rauten schneiden oder einfache Streifen. Wichtig ist nur: Schneide nicht zu tief. Das Messer soll durch die Schwarte und die Fettschicht gehen, aber nicht tief ins Fleisch.

Danach wird die Schwarte kräftig gesalzen. Das Salz zieht Feuchtigkeit aus der Oberfläche. Genau das hilft später beim Knuspern.

Wenn die Schwarte sehr fest ist, kannst du sie vorher kurz in heißes Wasser legen. Dafür legst du den Braten mit der Schwarte nach unten für etwa 20 bis 30 Minuten in eine flache Schale mit heißem Wasser. Das Fleisch selbst sollte nicht im Wasser liegen. Danach die Schwarte gut abtrocknen und einschneiden.

Benny-Tipp: Nimm für die Schwarte wirklich ein scharfes Messer. Mit einem stumpfen Messer wird das nur Gefummel und du rutschst schneller ab.

Krustenbraten würzen

Beim Würzen gilt: Nicht übertreiben. Krustenbraten braucht keine wilde Gewürzmischung. Das Fleisch hat viel eigenen Geschmack. Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch und etwas Kümmel reichen völlig aus.

Die Schwarte sollte hauptsächlich mit Salz gewürzt werden. Andere Gewürze können bei hoher Hitze schnell dunkel oder bitter werden. Deshalb kommen Paprika, Pfeffer, Knoblauch und Kümmel besser auf die Fleischseite.

Wer mag, kann die Fleischseite auch dünn mit Senf einreiben. Das gibt Geschmack und hilft, dass die Gewürze besser haften.

Kümmel passt sehr gut zu Schweinebraten. Wenn du keinen Kümmel magst, lässt du ihn einfach weg. Der Braten schmeckt auch ohne.

Krustenbraten auf dem Grill zubereiten

Krustenbraten vom Grill ist richtig stark. Der Braten gart langsam in indirekter Hitze und bekommt am Ende viel Hitze für die Kruste.

Heize den Grill zuerst auf 160 bis 180 °C vor. Der Braten sollte nicht direkt über der Flamme oder der Glut liegen. Er braucht indirekte Hitze. So gart er gleichmäßig und verbrennt nicht von unten.

Stelle eine feuerfeste Schale mit Zwiebeln, Möhren, Sellerie, Brühe und Bier unter den Braten oder daneben. Dort tropft später der Bratensaft hinein. Daraus machst du am Ende eine kräftige Soße.

Lege den Krustenbraten mit der Schwarte nach oben auf den Grill. Schließe den Deckel und lasse ihn langsam garen. Je nach Größe dauert das etwa 2,5 bis 3 Stunden.

Kurz vor Ende erhöhst du die Temperatur auf 220 bis 250 °C. Jetzt wird die Schwarte knusprig. Bleib dabei am Grill stehen, denn die Kruste kann schnell dunkel werden.

So gehst du vor:

  1. Schwarte einschneiden und salzen.
  2. Fleischseite würzen.
  3. Grill auf 160 bis 180 °C indirekte Hitze einstellen.
  4. Gemüse, Brühe und Bier in eine Schale geben.
  5. Braten mit der Schwarte nach oben auflegen.
  6. Bis zur passenden Kerntemperatur garen.
  7. Temperatur zum Schluss auf 220 bis 250 °C erhöhen.
  8. Schwarte knusprig werden lassen.
  9. Braten 10 bis 15 Minuten ruhen lassen.
  10. Soße abschmecken und servieren.

Benny-Tipp: Nicht dauernd den Deckel öffnen. Jedes Mal geht Hitze verloren und der Braten braucht länger.

Krustenbraten im Backofen zubereiten

Auch im Backofen klappt Krustenbraten sehr gut. Der Ablauf ist fast gleich wie auf dem Grill.

Lege Zwiebeln, Möhren und Sellerie in einen Bräter. Gib Brühe und Bier dazu. Der Braten kommt oben drauf, mit der Schwarte nach oben. Wichtig: Die Schwarte darf nicht in der Flüssigkeit liegen. Sonst wird sie weich.

Gare den Braten bei 160 bis 180 °C Ober- und Unterhitze. Wenn die Kerntemperatur fast erreicht ist, erhöhst du die Temperatur auf 220 bis 250 °C. Du kannst auch die Grillfunktion vom Backofen nutzen.

Jetzt muss die Schwarte aufknuspern. Bleib in der Nähe und schau regelmäßig nach. Sobald die Kruste schön aufgepoppt und knusprig ist, nimmst du den Braten heraus.

Lass ihn danach 10 bis 15 Minuten ruhen. So bleibt mehr Saft im Fleisch.

So wird die Kruste richtig knusprig

Für eine gute Kruste brauchst du Salz, eine trockene Schwarte und hohe Hitze am Ende.

Die Schwarte darf während des Garens nicht mit Soße, Brühe oder Bier übergossen werden. Flüssigkeit macht sie weich. Gib Flüssigkeit lieber unten in den Bräter oder in die Schale. Oben auf die Schwarte gehört vor allem Salz.

Am Anfang wird der Braten langsam gegart. Die starke Hitze kommt erst am Schluss. So bleibt das Fleisch saftig und die Kruste wird trotzdem kross.

Wenn die Kruste nicht knusprig wird, liegt es meistens an einem dieser Punkte:

Die Schwarte war zu feucht.
Die Schwarte lag in Flüssigkeit.
Es war zu wenig Salz auf der Schwarte.
Die Hitze am Ende war zu niedrig.
Die Schwarte wurde nicht gut eingeschnitten.
Der Braten wurde während des Garens über die Schwarte begossen.

Wenn die Kerntemperatur schon passt, die Kruste aber noch weich ist, gib ihr am Ende noch einmal richtig Hitze. Im Backofen hilft die Grillfunktion. Auf dem Grill hilft hohe indirekte Hitze oder ein Heckbrenner.

Benny-Tipp: Die Kruste braucht Power. Also am Ende nicht zaghaft sein, aber dabeibleiben. Zwischen knusprig und verbrannt liegen manchmal nur ein paar Minuten.

Wie lange braucht Krustenbraten?

Die Garzeit hängt von der Größe des Bratens und vom Fleischstück ab. Auch Grill und Backofen sind nicht immer gleich. Deshalb sind Zeiten nur Richtwerte. Sicher bist du mit der Kerntemperatur.

GewichtGarzeit bei 160–180 °C
1 kgca. 1,5 bis 2 Stunden
1,5 kgca. 2 bis 2,5 Stunden
2 kgca. 2,5 bis 3 Stunden
2,5 kgca. 3 bis 3,5 Stunden
3 kgca. 3,5 bis 4 Stunden

Für die Kruste solltest du am Ende noch einmal 10 bis 20 Minuten einplanen. Je nach Schwarte kann es schneller gehen oder etwas länger dauern.

Die richtige Kerntemperatur für Krustenbraten

Die Kerntemperatur zeigt dir, wann der Krustenbraten fertig ist. Gerade bei großen Stücken sieht man von außen nicht, wie weit das Fleisch innen ist.

FleischstückKerntemperatur
Schweinekeuleca. 70 °C
Schweineschulterca. 75 °C
Schweinebauchca. 80 °C

Miss immer an der dicksten Stelle im Fleisch. Die Spitze vom Thermometer sollte nicht im Fett, nicht an der Schwarte und nicht am Knochen sitzen. Sonst stimmt der Wert nicht.

Ein Thermometer mit Fühler ist besonders praktisch. Dann kannst du die Temperatur die ganze Zeit im Blick behalten und musst den Grill oder Backofen nicht ständig öffnen.

Krustenbraten mit Soße

Eine gute Soße macht den Krustenbraten noch besser. Am einfachsten entsteht sie direkt beim Garen.

Gib Zwiebeln, Möhren, Sellerie, Knoblauch, Brühe und Bier in eine feuerfeste Schale oder in den Bräter. Während der Braten gart, tropft Fleischsaft hinein. Zusammen mit dem Gemüse entsteht daraus eine kräftige Soße.

Wenn der Braten fertig ist, nimmst du ihn heraus und lässt ihn ruhen. Den Bratenfond gießt du durch ein Sieb in einen Topf. Das Gemüse kannst du etwas ausdrücken. Wenn du die Soße kräftiger magst, kannst du einen Teil vom Gemüse auch mitpürieren.

Lass die Soße kurz aufkochen. Danach schmeckst du sie mit Salz, Pfeffer und etwas Senf ab. Wenn sie zu dünn ist, kannst du sie mit etwas Speisestärke oder Soßenbinder andicken.

Dunkelbier passt sehr gut zu Krustenbraten. Es bringt kräftigen Geschmack und eine schöne Farbe. Malzbier ist milder und leicht süßlich. Es ist eine gute Wahl, wenn du ohne Alkohol kochen möchtest.

Benny-Tipp: Die Soße erst am Ende richtig salzen. Beim Einkochen wird sie stärker. Wenn du zu früh zu viel Salz nimmst, wird sie schnell zu salzig.

Welche Beilagen passen zu Krustenbraten?

Krustenbraten ist deftig. Dazu passen klassische Beilagen, aber auch frische Sachen.

Sehr gut passen Kartoffelknödel, Semmelknödel, Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Kartoffelgratin. Auch Sauerkraut, Rotkohl oder Krautsalat sind gute Begleiter.

Wenn der Krustenbraten vom Grill kommt, passen auch Grillkartoffeln, gegrilltes Gemüse, Spitzkohl oder Brot sehr gut dazu.

Klassische Beilagen sind:

Kartoffelknödel
Semmelknödel
Sauerkraut
Rotkohl
Bratkartoffeln
Kartoffelpüree

Frische Beilagen sind:

Krautsalat
Gurkensalat
grüner Salat
Radieschensalat
Rettichsalat

Benny-Tipp: Wenn die Kruste richtig kracht, muss die Beilage gar nicht kompliziert sein. Ein guter Krautsalat und etwas Brot reichen oft schon aus.

Häufige Fehler bei Krustenbraten

Bei Krustenbraten können ein paar Dinge schiefgehen. Die meisten Fehler lassen sich aber leicht vermeiden.

Wenn die Schwarte nicht knusprig wird, war sie oft zu feucht. Oder sie hat am Ende zu wenig Hitze bekommen. Achte darauf, dass die Schwarte trocken ist, gut gesalzen wurde und nicht in Flüssigkeit liegt.

Wenn das Fleisch trocken wird, war die Temperatur meistens zu hoch oder der Braten zu lange im Ofen oder auf dem Grill. Besonders magere Stücke wie Keule solltest du genau nach Kerntemperatur garen.

Wenn die Kruste verbrennt, war die Hitze am Ende zu stark oder der Braten stand zu lange unter der Grillfunktion. Bleib in der letzten Phase immer dabei.

Wenn die Schwarte zäh bleibt, wurde sie oft nicht tief genug eingeschnitten oder während des Garens mit Flüssigkeit übergossen.

Wenn die Soße zu dünn schmeckt, fehlen meist Röstaromen. Lass sie etwas einkochen oder püriere etwas vom Gemüse mit.

Krustenbraten retten: Was tun, wenn etwas schiefgeht?

Wenn die Kerntemperatur erreicht ist, die Kruste aber noch weich ist, erhöhe die Hitze. Im Backofen nimmst du die Grillfunktion. Auf dem Grill arbeitest du mit hoher indirekter Hitze oder einem Heckbrenner. Beobachte die Schwarte dabei genau.

Wenn die Kruste zu dunkel wird, reduziere die Hitze. Du kannst die dunkle Stelle locker mit etwas Alufolie abdecken. Nicht fest einwickeln, sonst wird die Kruste wieder weich.

Wenn das Fleisch etwas trocken geworden ist, schneide es in dünne Scheiben und serviere es mit viel Soße. Das rettet schon eine ganze Menge.

Wenn die Soße zu salzig ist, gib ungesalzene Brühe oder etwas Wasser dazu. Auch ein kleines Stück Butter kann helfen, den Geschmack runder zu machen.

Krustenbraten vom Grill oder aus dem Backofen

Dieser Krustenbraten wird erst langsam gegart und am Ende mit hoher Hitze knusprig gemacht. So bleibt das Fleisch saftig und die Schwarte wird schön kross.

Du brauchst:

1,5 bis 2 kg Schweinebraten mit Schwarte
2 EL grobes Salz
1 EL Paprikapulver
1 TL Pfeffer
1 TL Kümmel
2 Knoblauchzehen
2 Zwiebeln
2 Möhren
etwas Sellerie
500 ml Brühe
250 ml Dunkelbier oder Malzbier
optional etwas Senf
optional Speisestärke zum Binden

So bereitest du den Krustenbraten zu:

Tupfe die Schwarte trocken und schneide sie mit einem scharfen Messer ein. Schneide dabei nicht tief ins Fleisch.

Reibe die Schwarte kräftig mit Salz ein. Die Fleischseite würzt du mit Paprika, Pfeffer, Kümmel, Knoblauch und nach Wunsch etwas Senf.

Schneide Zwiebeln, Möhren und Sellerie grob klein. Gib alles mit Brühe und Bier in eine feuerfeste Schale oder in einen Bräter.

Heize den Grill oder Backofen auf 160 bis 180 °C vor. Auf dem Grill nutzt du indirekte Hitze. Im Backofen nimmst du am besten Ober- und Unterhitze.

Lege den Braten mit der Schwarte nach oben auf den Rost oder in den Bräter. Die Schwarte darf nicht in der Flüssigkeit liegen.

Gare den Braten langsam, bis die passende Kerntemperatur fast erreicht ist. Je nach Fleischstück liegt sie bei etwa 70 bis 80 °C.

Erhöhe am Ende die Temperatur auf 220 bis 250 °C. Jetzt wird die Schwarte knusprig. Bleib dabei in der Nähe, damit sie nicht verbrennt.

Nimm den Braten heraus und lass ihn 10 bis 15 Minuten ruhen.

Gieße den Bratenfond durch ein Sieb in einen Topf. Koche die Soße kurz auf, schmecke sie ab und binde sie bei Bedarf leicht an.

Nährwerte für Krustenbraten

Die Nährwerte können je nach Fleischstück stark schwanken. Schweinebauch ist deutlich fetter als Schweineschulter oder Keule. Auch die Menge der Soße und die Beilagen machen am Ende einen großen Unterschied.

Die folgenden Werte gelten als grober Richtwert pro Portion, wenn der Krustenbraten für 6 Personen zubereitet wird. Beilagen wie Knödel, Kartoffeln oder Krautsalat sind dabei nicht eingerechnet.

Nährwertpro Portion
Kalorienca. 620 kcal
Eiweißca. 45 g
Fettca. 48 g
Kohlenhydrateca. 5 g
Zuckerca. 3 g
Salzca. 2,5 g

Krustenbraten ist also eher ein deftiges Gericht. Dafür liefert er viel Eiweiß und ordentlich Geschmack. Wer es etwas leichter möchte, nimmt besser Schweineschulter oder Keule statt Schweinebauch und serviert dazu frische Beilagen wie Krautsalat, Gurkensalat oder Grillgemüse.

Benny-Tipp: Die Kruste gehört natürlich dazu. Wenn du Kalorien sparen willst, mach lieber bei den Beilagen etwas leichter und nicht bei der Kruste. Sonst ist es am Ende kein richtiger Krustenbraten mehr. Schneide den Krustenbraten auf und serviere ihn mit Soße und Beilagen.

FAQ: Häufige Fragen zu Krustenbraten

Wie bekomme ich die Kruste beim Krustenbraten knusprig?

Die Schwarte muss trocken, gut eingeschnitten und kräftig gesalzen sein. Während des Garens darf keine Flüssigkeit auf die Schwarte kommen. Am Ende braucht sie hohe Hitze, damit sie aufpoppt und knusprig wird.

Welche Kerntemperatur braucht Krustenbraten?

Das hängt vom Fleischstück ab. Schweinekeule ist bei etwa 70 °C fertig, Schweineschulter bei etwa 75 °C und Schweinebauch bei etwa 80 °C. Miss die Temperatur immer an der dicksten Stelle.

Wie lange braucht ein Krustenbraten?

Ein Krustenbraten mit 1,5 bis 2 kg braucht meistens etwa 2,5 bis 3 Stunden bei 160 bis 180 °C. Die genaue Zeit kann aber abweichen. Deshalb ist die Kerntemperatur wichtiger als die Uhr.

Muss die Schwarte nach oben oder nach unten?

Beim Garen liegt die Schwarte nach oben. So bleibt sie trocken und kann am Ende besser knusprig werden. Nur zum Vorbereiten kannst du die Schwarte kurz nach unten in heißes Wasser legen.

Soll man Krustenbraten mit Bier übergießen?

Bier passt gut in die Soße, aber nicht auf die Schwarte. Wenn die Schwarte feucht wird, knuspert sie schlechter. Gib das Bier lieber unten in den Bräter oder in die Schale mit dem Gemüse.

Was tun, wenn die Kruste nicht aufpoppt?

Erhöhe am Ende die Temperatur. Im Backofen hilft die Grillfunktion. Auf dem Grill hilft hohe indirekte Hitze oder ein Heckbrenner. Wichtig ist, dass die Schwarte trocken ist.

Welches Fleisch ist am besten für Krustenbraten?

Schweineschulter und Schweinebauch sind sehr gut geeignet. Schulter ist saftig und aromatisch. Bauch ist etwas fetter und besonders deftig. Keule ist magerer und sollte genau auf Kerntemperatur gegart werden.

Kann man Krustenbraten vorbereiten?

Ja. Du kannst die Schwarte schon einige Stunden vorher einschneiden und salzen. Danach stellst du den Braten abgedeckt in den Kühlschrank. Vor dem Garen sollte er aber wieder etwas Temperatur annehmen und nicht eiskalt auf den Grill oder in den Ofen kommen.

Krustenbraten mit Umluft oder Ober- und Unterhitze?

Ober- und Unterhitze ist im Backofen sehr gut geeignet. Der Braten gart gleichmäßig und trocknet nicht so schnell aus. Umluft geht auch, kann die Oberfläche aber stärker austrocknen. Für die Kruste ist am Ende die Grillfunktion ideal.

Kann man Krustenbraten einfrieren?

Ja, gegarter Krustenbraten lässt sich einfrieren. Die Kruste wird nach dem Auftauen aber meistens nicht mehr so knusprig wie frisch. Am besten frierst du Fleisch und Soße getrennt ein. Nach dem Auftauen kannst du die Schwarte noch einmal kurz aufknuspern.

Noch mehr Tipps rund um Krustenbraten und Kerntemperatur

Bei Krustenbraten lohnt sich ein gutes Thermometer. So weißt du genau, wann das Fleisch fertig ist. Gerade bei größeren Stücken ist das viel sicherer als eine reine Zeitangabe.

Auch die richtige Hitze ist wichtig. Der Braten braucht zuerst Ruhe und gleichmäßige Temperatur. Erst zum Schluss kommt die starke Hitze für die Kruste. Wer diesen Ablauf einhält, bekommt saftiges Fleisch und eine krosse Schwarte.

Wenn du öfter Schweinebraten, Pulled Pork, Schweinenacken oder Schweinebauch zubereitest, ist die Kerntemperatur immer ein guter Anhaltspunkt. So wird das Fleisch nicht trocken und du kannst entspannter grillen.

Fazit: So gelingt Krustenbraten

Ein guter Krustenbraten ist kein Hexenwerk. Du brauchst gutes Fleisch mit Schwarte, Salz, etwas Geduld und am Ende viel Hitze.

Die Schwarte muss trocken sein, gut eingeschnitten werden und darf nicht in Flüssigkeit liegen. Das Fleisch sollte langsam garen und nicht zu heiß werden. Mit einem Thermometer triffst du die richtige Kerntemperatur und bekommst den Braten genau auf den Punkt.

Ob vom Grill oder aus dem Backofen: Wenn die Kruste kracht und das Fleisch saftig bleibt, hast du alles richtig gemacht.


Bester Krustenbraten mit knusper Kruste. Günstig, einfach und lecker

Das Video zeigt die Zubereitung eines günstigen, klassischen Krustenbratens aus Schweinebauch nach „Omas Rezepten“. Ausgangspunkt ist ein Stück Schweinebauch ohne Knochen, aber mit Schwarte. Die Schwarte wird zunächst nach unten in Gemüsebrühe gelegt und bei 130 Grad Umluft etwa eine Stunde vorgegart. Dadurch wird sie weich und lässt sich später deutlich leichter einschneiden.

Parallel wird die Soße angesetzt: Sellerie, Karotten, Lauch und Zwiebeln werden in wenig Öl kräftig angeröstet. Anschließend kommt Tomatenmark dazu, das mehrfach mit Rotwein abgelöscht und wieder angeröstet wird. So entstehen intensive Röstaromen und eine dunkle, natürliche Soßenbasis. Alternativ zum Rotwein können Traubensaft oder Brühe verwendet werden. Gewürzt wird unter anderem mit Salz sowie einer vorbereiteten Gulaschbutter, die klassische Gewürze wie Piment, Lorbeer, Pfeffer und Kümmel enthält.

Nach dem Vorgaren wird die Schwarte rautenförmig eingeschnitten, der Braten mit der Schwarte nach oben auf den Soßenansatz gesetzt und bei 180 Grad rund 1,5 bis 1,75 Stunden gegart. Zum Schluss wird die Temperatur stark erhöht, damit die Kruste aufpoppt und knusprig wird. Serviert wird der zarte Schweinebauch mit einer kräftigen, ungebundenen Gemüsesoße.


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