Kerntemperatur Kaninchen

Wenn du es selbst zu Hause zubereiten möchtest, solltest du das Grillthermometer rausholen und die richtige Kaninchen Kerntemperatur im Blick behalten, damit dir das magere Kaninchenfleisch nicht zu trocken wird.

Kaninchen und Hase – die beiden Bezeichnungen werden oftmals gleichgesetzt. Aber es handelt sich um unterschiedliche Tierarten, die sich biologisch und kulinarisch unterscheiden, obwohl sie beide lange Ohren haben und zu der Gattung Hasenartigen gehören.

Kaninchen kommt in deutschen Haushalten recht häufig auf den Tisch, denn – auch wenn sie fälschlicherweise gerne als „Stallhasen“ bezeichnet werden – handelt es sich bei den Zuchtformen um Kaninchen und nicht um Hasen.

Wenn du es selbst zu Hause zubereiten möchtest, solltest du das Grillthermometer rausholen und die richtige Kaninchen Kerntemperatur im Blick behalten, damit dir das magere Kaninchenfleisch nicht zu trocken wird.

Kerntemperatur Kaninchen

Kerntemperatur Vollgar/ durch
Kaninchen (am Stück oder in Teilen)60-65°C
Kerntemperatur Kaninchen: Kaninchenbraten in einem Bräter
Mit der richtigen Kerntemperatur kannst du Kaninchen auf den Punkt zubereiten.

Unterschied zwischen Kaninchen und Hase

Kaninchen sind kleiner und gedrungener als Hasen und haben kleinere Ohren. Auch von der Lebensweise unterscheiden sie sich deutlich. Der Hase lebt in kleinen Kuhlen am Boden (Sassen) auf Feldern und Wiesen. Im Gegensatz dazu graben Kaninchen Höhlen. Zudem sind Kaninchen sehr gesellige Tiere und finden sich in Kolonien zusammen, während Hasen Einzelgänger sind.

Kaninchenfleisch – was du wissen solltest

Kaninchen gibt es als Wild- und Zuchtiere. Wildkaninchen kommen hier in Deutschland nur selten auf den Tisch. Beim klassischen Kaninchenbraten handelt es sich meistens um die Zuchtform. Dabei gibt es unzählige Rassen, die sich in Größe und Gewicht deutlich unterscheiden. Die beliebtesten Teilstücke sind der Rücken und die Keulen. Meistens wird das Kaninchen aber einfach im Ganzen zubereiten.

Kaninchenfleisch ist hell und besitzt einen dezenten Geschmack. Beim Wildkaninchen ist im Vergleich dazu etwas dunkler und würziger. Aber egal ob wildlebend oder gezüchtet – das Fleisch ist sehr mager, reich an Proteinen und B-Vitaminen. Außerdem besitzt es einen hohen Gehalt an Eisen (wesentlich mehr als zum Beispiel Geflügelfleisch) und Magnesium.

Kaninchen mit der richtigen Kerntemperatur zubereiten

Je nach Größe kannst du das Kaninchen einfach im Ganzen zubereiten. Während mittelgroße Rassen wie Kleinschecken, Wiener und Rexkaninchen etwa 3 bis 5 Kilogramm auf die Waage bringen, können größere Rasse wie der Deutsche Riesen, Riesenschecken, Widder und der Rote Neuseeländer bis zu 10 Kilogramm und sogar etwas mehr wiegen.

Bei bei der Zubereitung solltest beachten, dass das Kaninchenfleisch sehr fettarm ist. Geschmort in ausreichend Flüssigkeit wie um Beispiel Rotwein oder ein Fond wird es schön weich und saftig. Dazu passen mediterrane Gewürze und Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Oregano.

Kerntemperatur bei Kaninchen
Kaninchen aus dem Dutch Oven: Gerade geschmort schmeckt Kaninchenfleisch besonders lecker. Achte dabei auf die Kaninchen Kerntemperatur.

Wann dein Kaninchenbraten fertig ist, kannst du ganz einfach mit deinem Grillthermometer feststellen. Miss die Kerntemperatur bei einem ganzen Kaninchen einfach in den dicksten Fleischteilen – also dem Rücken oder den Keulen. Bei 60 bis 65 °C ist das Fleisch durchgegart. Viel höher solltest du die Temperatur nicht steigen lassen, damit dir das magere Fleisch nicht zu trocken wird. An dieser Kerntemperatur kannst du dich auch orientieren, wenn du nur die Kaninchenkeulen oder den Kaninchenrücken zubereiten möchtest.

Kaninchen Grillen?

Auch das ist möglich. Wenn du das Fleisch vorher marinierst und dann bei niedrigen Temperaturen schön langsam, indirekt grillst und dabei die Kerntemperatur im Kaninchenfleisch in Blick behältst, kannst du auch auf dem Grill einen saftigen Braten zubereiten.

Für die Marinade bieten sich auch hier mediterrane Kräuter und Gewürze an. Wichtig: Lasse das Fleisch ausreichend lange in der Marinade liegen, damit diese bis ins Innere vordringen kann – mindesten 2 Stunden, besser mehr.