Das Wichtigste in 1 Minute
- Wichtigstes Kriterium: schnelle Wiederaufheizung des Pizzasteins.
- Beste Preis-Leistung: Outdoorchef Prismo mit Booster-Brenner und Steinanzeige.
- Premium-Leistung: Witt Etna Rotante mit starker Isolierung und zusätzlicher Unterhitze.
- Cozze Premium: sehr hohe Leistung und große Backfläche, aber keine Steinanzeige.
- Ooni Koda 16: leicht und heiß, benötigt aber mehr manuelle Kontrolle.
- Praktische Regel: Die nächste Pizza erst einschieben, wenn der Stein wieder ausreichend heiß ist.
- Grillfürst-Empfehlung: Für Familien bietet der Prismo das beste Verhältnis aus Bedienung, Kontrolle und Preis.
Grillfürst Serienpizza-Score
| Modell | Score | Stärkste Eigenschaft |
Outdoorchef Prismo 420 G | 95/100 | beste Gesamtsteuerung |
Witt Etna Rotante | 92/100 | maximale Leistungsreserve |
Cozze Premium 17 | 84/100 | großer Stein und hohe Brennerleistung |
Ooni Koda 16 | 81/100 | hohe Temperatur und geringes Gewicht |
Erfahre mehr zum Grillfürst Score in unserem Artikel Der Grillfürst Score – so bewerten wie Gasgrills
So wird bewertet
| Kriterium | Gewichtung |
Wiederaufheizung des Steins | 30 % |
Hitzestabilität | 20 % |
Rotation | 15 % |
Temperaturkontrolle | 15 % |
Arbeitsablauf | 10 % |
Preis-Leistung | 10 % |
Warum wird die zweite oder fünfte Pizza schlechter?
Jede Pizza entzieht dem Pizzastein Energie.
Besonders stark ist dieser Effekt bei:
- kaltem Teig,
- dickem Boden,
- viel Tomatensoße,
- feuchtem Käse,
- starkem Belag,
- sehr großer Pizza.
Die Luft im Ofen kann weiterhin heiß sein. Der Stein ist aber an der belegten Stelle bereits abgekühlt.
Wird sofort die nächste Pizza eingeschoben, entsteht häufig folgendes Ergebnis:
- Rand wird schnell dunkel,
- Käse ist bereits fertig,
- Boden bleibt weich,
- Backzeit verlängert sich.
Was ein serienfähiger Pizzaofen braucht
Ausreichend Brennerleistung
Der Ofen muss genug Energie liefern, um Garraum und Stein wieder aufzuheizen.
Gute Isolierung
Eine gute Isolierung reduziert Wärmeverluste und stabilisiert die Temperatur.
Leistungsfähiger Pizzastein
Der Stein muss ausreichend Energie speichern und gleichmäßig abgeben.
Gezielte Unterhitze
Ein zusätzlicher Steinbrenner kann verlorene Energie direkt ersetzen.
Temperaturkontrolle
Die Steintemperatur sollte vor der nächsten Pizza bekannt sein.
Einfacher Arbeitsablauf
Automatische Rotation und gut erreichbare Regler helfen, wenn mehrere Pizzen vorbereitet und gebacken werden.
Automatische Rotation entlastet den Ablauf
Bei einem Pizzaabend laufen mehrere Arbeitsschritte gleichzeitig:
- Teig ausformen,
- Pizza belegen,
- Pizza einschieben,
- Backvorgang beobachten,
- fertige Pizza entnehmen,
- nächste Pizza vorbereiten.
Ein automatisch rotierender Stein nimmt einen dieser Arbeitsschritte ab.
Die Pizza muss nicht während des Backens manuell gedreht werden. Das spart Zeit und reduziert Fehler.
Outdoorchef Prismo: stark bei mehreren Pizzen
Der Prismo besitzt einen separaten Booster-Brenner unter dem Pizzastein.
Dieser kann den Stein gezielt nachheizen, ohne gleichzeitig die Oberhitze stark zu erhöhen.
Das ist genau die Funktion, die bei mehreren Pizzen benötigt wird.
Zusätzlich zeigt das Display:
- Steinwärme,
- Garraumtemperatur.
Dadurch kann die nächste Pizza eingeschoben werden, sobald beide Werte wieder passen.

Der Witt Etna Rotante kombiniert:
- starken Hauptbrenner,
- zusätzlichen Booster unter dem Stein,
- automatisch rotierenden Pizzastein,
- hohe Maximaltemperatur,
- hochwertige Isolierung.
Damit bietet er besonders hohe Reserven für große Pizzaabende.
Sein Nachteil liegt im höheren Preis. Bei einigen Varianten muss die Steintemperatur zusätzlich mit einem Infrarotthermometer kontrolliert werden.

Der Cozze Premium bietet:
- große Backfläche,
- automatisch rotierenden Stein,
- hohe Brennerleistung,
- Temperaturen bis etwa 500 °C,
- digitale Garraumtemperatur.
Der Stein wird jedoch nicht durch einen separaten Brenner beheizt. Seine Temperatur sollte zwischen mehreren Pizzen extern gemessen werden.
Für große Pizza und hohe Leistung ist der Cozze eine starke Lösung. Beim gezielten Nachheizen des Steins bietet der Prismo mehr Kontrolle.

Ooni Koda 16
Der Ooni Koda 16 erreicht hohe Temperaturen und besitzt einen leistungsfähigen Pizzastein.
Seine Vorteile:
- bis etwa 500 °C,
- relativ geringes Gewicht,
- keine Stromversorgung,
- große Backfläche.
Die Pizza muss jedoch manuell gedreht werden. Eine integrierte Temperaturanzeige ist nicht vorhanden.
Erfahrene Nutzer können mit dem Ooni mehrere Pizzen zuverlässig backen. Der Ablauf verlangt aber mehr Aufmerksamkeit.

Die richtige Temperatur zwischen zwei Pizzen
Eine feste Wartezeit ist wenig sinnvoll.
Die Wiederaufheizung hängt ab von:
- Größe der Pizza,
- Belag,
- Außentemperatur,
- Wind,
- Brennereinstellung,
- Stärke des Pizzasteins,
- gewünschtem Pizzastil.
Die nächste Pizza sollte deshalb nicht nach einer festen Minutenzahl eingeschoben werden, sondern sobald der Stein wieder den passenden Temperaturbereich erreicht hat.
Der Grillfürst Fünf-Pizzen-Test
Für einen objektiven Vergleich sollte Grillfürst Pizzaöfen nach einem einheitlichen Verfahren testen.
Testaufbau
- gleicher Teig,
- gleiches Teiggewicht,
- gleicher Belag,
- gleiche Vorheizzeit,
- fünf Pizzen nacheinander,
- identische Zielgröße.
Messwerte
Vor jeder Pizza werden dokumentiert:
- Temperatur in der Steinmitte,
- Garraumtemperatur,
- Backzeit,
- Erholungszeit,
- notwendige Drehbewegungen,
- Bräunung des Bodens,
- Bräunung des Randes.
Ein solcher Test ist für Kunden aussagekräftiger als ein reiner Maximalwert von 500 °C.
Tipps für viele Pizzen
Teig vorher portionieren
Alle Teiglinge sollten rechtzeitig vorbereitet und temperiert sein.
Mit einer Ooni Knetmaschine lässt sich Pizzateig für viele Pizzen besonders einfach und gleichmäßig vorbereiten.
Zutaten trocken halten
Sehr feuchter Belag verlängert die Backzeit und kühlt den Stein stärker ab.
Pizza erst kurz vor dem Backen belegen
Zu früh belegter Teig kann durchweichen und schlechter von der Schaufel rutschen.
Stein regelmäßig kontrollieren
Beim Prismo über das Display, bei anderen Modellen mit einem Infrarotthermometer.
Ober- und Unterhitze getrennt betrachten
Ein heißer Garraum bedeutet nicht automatisch einen heißen Stein.
Grillfürst Fazit
Ein Pizzaofen für mehrere Pizzen braucht nicht nur eine hohe Maximaltemperatur.
Entscheidend sind:
- schnelle Erholung des Steins,
- gezielte Unterhitze,
- stabile Garraumtemperatur,
- einfache Bedienung,
- verlässliche Temperaturkontrolle.
Der Witt Etna Rotante bietet die größte Premiumreserve.
Der Outdoorchef Prismo gewinnt beim Preis-Leistungs-Verhältnis und beim Bedienkomfort. Für die meisten Familien und privaten Pizzaabende ist er deshalb die klare Grillfürst-Empfehlung.

FAQ zu mehreren Pizzen hintereinander
Wie lange muss ich zwischen zwei Pizzen warten?
So lange, bis der Pizzastein wieder ausreichend heiß ist. Die Dauer hängt von Ofen, Pizza und Außentemperatur ab.
Warum wird der Boden der zweiten Pizza weich?
Häufig ist der Stein nach der ersten Pizza zu stark abgekühlt.
Welcher Pizzaofen eignet sich für zehn Pizzen?
Modelle mit separater Steinheizung wie Prismo oder Witt Etna bieten dafür besonders gute Voraussetzungen.
Brauche ich einen Drehteller?
Nicht zwingend. Bei vielen Pizzen erleichtert ein automatischer Drehteller den Arbeitsablauf deutlich.
Ist ein Infrarotthermometer notwendig?
Bei Pizzaöfen ohne integrierte Steinanzeige ist es sehr empfehlenswert.


