Chimichurri – Unser Guide für die perfekte Argentinische Kräutersoße

Chimichurri wird hauptsächlich in Argentinien und Uruguay als Sauce zum Grillfleisch gereicht. Auch in Deutschland hat sich die würzige Kräutersauce längst ihren Platz am Grill gesichert, lässt sie sich doch auch wunderbar als Marinade verwenden. Die leckere Soße ist unkompliziert in der Zubereitung und schmeckt einfach unwiderstehlich gut. Wie du Chimichurri selbst machen kannst und worauf du dabei achten solltest, erfährst du in unserem Chimichurri Guide.

Chimichurri – woher stammt der Name?

Die würzige Kräutersoße stammt aus Argentinien, ist aber auch in vielen anderen Ländern Südamerikas verbreitet und darf bei keinem Asado fehlen. Über den Ursprung des Namens gibt es verschiedene Ansichten. Einige Quellen vermuten eine Herkunft aus dem Englischen. Ein Ire namens Jimmy McCurry soll die Sauce erfunden haben. Andere Legenden vermuten den Ursprung bei radebrechenden Engländern, die beim argentinischen Asado “Che! Me Curry!” (etwa: “Hey, mit Soße!”) gerufen haben.

Roastbeef mariniert mit Chimichurri
Vielseitig einsetzbar: Chimichurri ist nicht nur eine herrliche Grillsauce, du kannst die argentinische Spezialität auch als Marinade verwenden.

Ebenso wahrscheinlich ist der baskische Ursprung des Namens. Im Baskenland ist “Tximitxurri” (“tx” wird hier wie das spanische “ch” vor dem Vokal ausgesprochen) frei übersetzt “bunte Mischung” oder ein “Mix aus allem”. Und da im 19. Jahrhundert viele Basken nach Argentinien auswanderten, klingt diese Version ebenso plausibel.

Chimichurri – welche Zutaten gehören hinein?

Chimichurri hat Ähnlichkeiten mit Salmoriglio, aber auch mit Gremolata, Mojo oder Pesto. DAS Rezept für Chimichurri gibt es übrigens nicht. Je nach Region und abhängig von der Überlieferung von Familie zu Familie, kann die Sauce etwas variieren. Genaue Zutaten und Mengenangaben gibt es daher nicht.

Die grüne Version basiert auf Knoblauch, Petersilie, Olivenöl und Essig, während die rote Variante – Chimichurri rojo – zusätzlich Paprika und Tomaten enthält. Manche lieben die leckere Kräutersauce flüssiger, andere mögen sie pastenartig. Das lässt sich durch mehr oder weniger Zugabe von Öl einfach erreichen.

Chimichurri im Glas dekoriert mit Knoblauchzehen
Bei einem klassischen Chimichurri darf auf keinen Fall Knoblauch fehlen.

Apropos Öl, nimm für die Zubereitung der Chimichurri immer gutes, kalt gepresstes Olivenöl. Die Zutaten und Gewürze kannst du mit einem scharfen Messer klein hacken oder auch im Mixer grob pürieren. Für eine schnelle Alternative – wenn überraschend Gäste kommen – rührst du die Sauce mit einer Chimichurri Gewürzmischung an.

Ob aus frischen oder getrockneten Zutaten, in jedem Fall solltest du die Grillsauce etwa einen Tag lang im Kühlschrank ziehen lassen, um das Aroma zu intensivieren. Du kannst sie als Marinade für Fleisch, Hähnchen, Würste und sogar Meeresfrüchte verwenden oder reichst sie als würzige Soße zu Steaks & Co.

Chimichurri Sauce – wie lange ist sie haltbar?

Lasse die Chimichurri Sauce mindestens zwei Stunden lang durchziehen. Noch besser stellst du sie über Nacht in den Kühlschrank, damit sich der Geschmack intensiv entfalten kann. Das gilt auch, wenn du mit der Soße Grillfleisch marinieren willst.

Bewahrst du sie in einem gut verschlossenen Glas im Kühlschrank auf, hält sich Chimichurri mindestens drei Tage lang. Willst du die Sauce länger aufheben, achte darauf, dass alle Zutaten gut mit Öl bedeckt sind. So sollte sie sich an einem kühlen, dunklen Ort problemlos zwei Wochen lang halten.

Chimichurri ist perfekt für Rindfleisch, schmeckt sagenhaft auf einem dry aged Rumpsteak und lässt sich auch hervorragend als Marinade verwenden. Probiere es aus!

Rezept für grüne Chimichurri mit Limette

Zutaten (für ein kleines Glas, ca. 250 ml):

1 rote Zwiebel
2-4 Knoblauchzehen
1 Bund glatte Petersilie
1-2 Chilischoten
1 TL Meersalz
1 TL frisch gemahlener Pfeffer
Oregano und Thymian nach Geschmack
Saft und abgeriebener Schale von 1 unbehandelten Limette
Olivenöl
1 Lorbeerblatt

Grünes Chimichurri mit Limetten und Petersilie
Herrlich erfrischend: Das grüne Chimichurri wird mit Limetten aufgepeppt.

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und fein hacken. Chilischote waschen, halbieren, Kerne herausschneiden und klein hacken. 

In einen Mörser geben, Salz und Pfeffer zugeben und alles zu einer Paste zerreiben. Oregano und Thymian zugeben und nochmal etwas mörsern. Paste in ein sauberes Glas geben und mit Limettensaft, Limettenschale und Olivenöl auffüllen. Lorbeerblatt etwas anreißen und zugeben. 

Alles gut umrühren, Glas verschließen und kräftig schütteln. Mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Lorbeerblatt herausnehmen.

Rezept für rotes Chimichurri mit Tomaten und Paprika

Chimichurri mit Chilischoten und Petersilie
Der Chimichurri mit Tomaten und Paprika kann nach Belieben mit Chilischoten richtig scharf oder nur mild zubereitet werden.

Zutaten (für ein kleines Glas, ca. 200 ml):

1 rote Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1 große, rote Spitzpaprika
3-4 Cherrytomaten
1 Bund glatte Petersilie
1 milde Chilischote oder scharfe Habanero je nach Geschmack
1 TL Meersalz
1 TL frisch gemahlener Pfeffer
1 TL Oregano
1 TL Paprika edelsüß
½ TL Kreuzkümmel
Saft und abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Limette
3 EL Rotweinessig
100 ml Olivenöl

Zubereitung: 

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika putzen, waschen und fein würfeln. Tomaten waschen, halbieren, vom Stielansatz befreien und klein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und fein hacken. Chilischote bzw. Habanero waschen, halbieren, Kerne herausschneiden und klein hacken. 

Klein gehackter Knoblauch
Darf in keinem klassischen Chimichurri fehlen: ganz viel Knoblauch!

Alles in einem Multihacker fein zerkleinern. Gewürze dazugeben und unterrühren. In ein Glas geben und mit Limettensaft, Limettenschale, Rotweinessig und Olivenöl gut zu einer dickflüssigen Sauce verrühren. Nach Bedarf noch etwas Olivenöl zugeben. Mindestens zwei Stunden lang ziehen lassen.

Rezept für grünes Chimichurri mit Rotweinessig und Koriander

Zutaten (für ein kleines Glas, ca. 250 ml):

3 Knoblauchzehen
30 g glatte Petersilienblätter
15 g Korianderblätter
15 g Oreganoblätter
1 TL grobes Meersalz
¼ TL frisch gemahlener Pfeffer
¼ TL Chiliflocken
2 EL Rotweinessig
180 ml Olivenöl

rotes Chimichurri mit Rotweinessig servierfertig
Bei diesem Chimichurri schmeckst du besonders die Kräuter heraus und sorgst damit für einen tollen Geschmack auf Fleisch, Brot und Co.

Zubereitung:

Knoblauch schälen und fein hacken. Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Mit Salz, Pfeffer und Chili im Mörser zu einer groben Paste mörsern. 

In ein Glas geben und mit Rotweinessig und Öl gut verrühren. Nach Bedarf mit weiterem Öl auffüllen und geschmeidig rühren. Mindestens zwei Stunden ziehen lassen.

Rezept für Chimichurri rojo mit geräuchertem Paprikapulver

Zutaten (für ein kleines Glas, ca. 150 ml): 

2 kleine rote Zwiebeln
1-2 Knoblauchzehen
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
1 kleine rote Chilischote
1 Bund glatte Petersilie
Saft und abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Limette
1 ½ TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL Oregano
2 TL Kokosblütenzucker
120 ml Olivenöl
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

rotes Chimichurri mit Petersilie und Paprikapulver
Dieses rote Chimichurri ähnelt zwar dem anderen Rezept, hat aber durch das geräucherte Paprikapulver einen ganz anderen intensiven Geschmack.

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika putzen, waschen und fein würfeln. Chilischote waschen, halbieren, Kerne herausschneiden und klein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und fein hacken.

In ein Glas geben und mit Limettensaft, Limettenabrieb, Paprikapulver, Oregano und Kokosblütenzucker gut vermischen. Olivenöl zugeben und alles gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mindestens zwei Stunden ziehen lassen.