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Magazin



Weihnachtsplätzchen Rezepte vom Grill und Pizzaofen: Ausstecher, Stollen, Lebkuchen


Lesezeit 12 Minuten Lesezeit

Der häufigste Fehler bei Weihnachtsplätzchen vom Grill ist ein Pizzastein, der wie für Pizza auf 300 °C vorgeheizt wurde: Der Boden ist schwarz, bevor der Rand Farbe bekommt. Weihnachtsplätzchen Rezepte funktionieren am Grill und im Pizzaofen bei 160 bis 180 °C, indirekt, mit geschlossenem Deckel und einem Blech auf dem Stein. Zimtsterne brauchen sogar nur 150 °C, Stollen dagegen eine Stunde, und beides geht im Kugelgrill genauso wie im Dutch Oven.

Weihnachtsplätzchen Rezepte vom Grill: Backblech mit Ausstechplätzchen auf dem Pizzastein im Kugelgrill
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Backen am Grill: Temperaturführung mit Pizzastein und Deckel

Ein Grill wird zum Backofen, wenn zwei Dinge stimmen: Die Hitze kommt nicht von unten direkt ans Blech, und die Temperatur liegt bei geschlossenem Deckel zwischen 160 und 180 °C. Der Pizzastein ist dabei die Unterlage, kein Backblech: Er nimmt die Hitze der Glut oder des Brenners auf, gibt sie gleichmäßig nach oben ab und schützt das Blech vor der Strahlung von unten. Das Blech mit Backpapier liegt auf dem Stein, die Plätzchen liegen auf dem Blech. Direkt auf dem Stein kleben sie fest, und der Zucker karamellisiert an der Unterseite schwarz.

Der Stein heizt 20 bis 30 Minuten mit, und zwar bei der Zieltemperatur. Wer ihn wie für Pizza auf voller Leistung vorheizt, hat einen Stein mit 300 °C, der auch nach dem Runterregeln noch 20 Minuten lang die Unterseite verbrennt. Das Deckelthermometer zeigt oben in der Haube meist 20 bis 30 °C mehr als auf Rosthöhe an; ein Ofenthermometer auf dem Blech oder ein Fühler auf Rosthöhe sagt dir, was die Plätzchen wirklich abbekommen. Jedes Öffnen des Deckels kostet 30 bis 50 °C, und der Grill braucht 3 Minuten, bis er wieder oben ist. Bleche deshalb mit Handschuh in zehn Sekunden tauschen und den Deckel sofort schließen.

GebäckTemperaturZeitGerät
Mürbeteig-Ausstecher
170 bis 180 °C
8 bis 12 Min.
Stein im Kugel- oder Gasgrill
Zimtsterne
150 °C
10 bis 12 Min.
Stein im Gasgrill
Vanillekipferl
170 °C
12 bis 15 Min.
Stein im Kugel- oder Gasgrill
Spekulatius
180 °C
10 bis 12 Min.
Stein oder Pizzaofen
Gin-Plätzchen
190 °C
10 bis 12 Min.
Stein, indirekt
Lebkuchenherzen
160 °C
15 bis 20 Min.
Stein, indirekt
Elisenlebkuchen
160 °C
15 bis 20 Min.
Stein oder Dutch Oven
Lebkuchen (Kuchen)
180 °C
30 Min.
Dutch Oven
Gewürzküchlein
180 °C
30 Min.
Muffinform, indirekt
Christstollen
240 °C, dann 150 °C
45 Min.
Stein, indirekt
Mandelstollen
160 bis 170 °C
60 Min.
Dutch Oven
Panettone
170 °C
45 bis 50 Min.
Dutch Oven
Weihnachtsplätzchen Rezepte vom Pizzaofen: Stollen, Lebkuchen und Plätzchen auf einem Holztisch vor dem Ofen

Die Zeiten gelten für Blech und Backpapier auf vorgeheiztem Stein, bei geschlossenem Deckel und ohne Wind. Bei Frost rechnest du 2 bis 3 Minuten je Charge dazu. Zimtsterne stehen mit 150 °C unter allen anderen, weil ihre Baiserhaube weiß bleiben soll; bei 180 °C wird sie braun und die Sterne innen hart.

Pizzastein auf dem Gasgrill

Wie ein Pizzastein im Gasgrill richtig liegt und wie lange er vorheizt, steht im Ratgeber Pizzastein auf dem Gasgrill.


Kugelgrill, Gasgrill, Pizzaofen, Dutch Oven: so backt jedes Gerät Plätzchen

Kugelgrill: Zwei Kohlekörbe mit je 12 Briketts links und rechts an den Rand, der Stein in die Mitte, Lüftung unten halb und oben ganz auf. Ein 57er-Kugelgrill steht damit nach 25 Minuten bei 180 °C. Die Seite des Blechs, die zum Korb zeigt, bräunt schneller; nach der Hälfte der Zeit drehst du das Blech um 180 Grad. Nach jeder zweiten Charge kommen 4 bis 5 Briketts je Korb nach, sonst fällt die Temperatur unter 160 °C und die Plätzchen trocknen aus, bevor sie Farbe haben.

Gasgrill: Bei drei Brennern laufen die beiden äußeren auf klein bis mittel, der mittlere bleibt aus; bei vier oder mehr Brennern nur die beiden äußersten. Der Stein liegt über der ausgeschalteten Zone. Zieltemperatur 170 °C am Deckelthermometer, das entspricht auf Rosthöhe etwa 150 °C, und deshalb prüfst du nach der ersten Charge, ob du einen Brenner eine Stufe hochdrehen musst. Der Heckbrenner bleibt aus, seine Strahlung verbrennt die hintere Blechreihe.

Pizzaofen mit Holz: Der Ofen kommt vom Pizzabacken mit 400 °C am Stein, und für Plätzchen muss er auf 180 bis 200 °C herunter. Das Feuer brennt ohne Nachlegen runter, die Glut wandert mit dem Schieber nach hinten oder zur Seite, die Tür bleibt offen, bis das Infrarot-Thermometer am Stein 200 °C zeigt; das dauert 45 bis 60 Minuten. Dann Blech rein, Tür zu, 8 bis 10 Minuten, einmal drehen. Mit Tür zu und Restglut hält der Ofen die 180 °C über eine Stunde, das reicht für fünf bis sechs Bleche. Beim Gas-Pizzaofen drehst du den Brenner auf die kleinste Stufe und lässt die Klappe offen, bis der Stein 200 °C hat; mit Blech als Puffer und kleinster Flamme backen Ausstecher dort in 8 Minuten.

Dutch Oven: Ein 12-Zoll-Topf braucht 24 Briketts, davon 16 auf dem Deckel und 8 darunter; beim Backen gehört zwei Drittel der Hitze nach oben, sonst ist der Boden dunkel und die Oberseite blass. In den Topf kommt ein Dreifuß oder ein umgedrehter kleiner Rost, darauf ein rundes Blech von 25 cm mit Backpapier. Auf ein Blech passen 12 bis 15 Ausstecher, eine Charge braucht 10 bis 12 Minuten, und nach 45 Minuten müssen die Briketts erneuert werden. Der Deckel wird nur zum Wechseln gehoben, mit dem Deckelheber, damit keine Asche in den Topf fällt.

Für alle vier Geräte gilt: Ein Infrarot-Thermometer misst die Steinoberfläche in einer Sekunde, und diese Zahl ist die einzige, die für den Plätzchenboden zählt. Ein Stein über 200 °C bekommt ein zweites, leeres Blech unter das Plätzchenblech.

Pizzaofen Temperatur

Wie lange ein Pizzaofen aufheizt und welche Temperatur zu welchem Gericht passt, erklärt der Ratgeber Pizzaofen-Temperatur.


Mürbeteig-Grundrezept für Ausstechplätzchen: 3-2-1

Der Mürbeteig für Ausstecher folgt der Regel 3-2-1: drei Teile Mehl, zwei Teile Butter, ein Teil Zucker. Für rund 60 bis 70 Plätzchen von 5 cm brauchst du 300 g Mehl, 200 g kalte Butter, 100 g Zucker, 1 Ei, eine Prise Salz und das Mark einer Vanilleschote. Die Butter muss kalt sein und in Würfeln in den Teig; warme Butter macht den Teig fettig und die Plätzchen laufen auf dem Blech breit.

1. Mehl, Zucker, Salz und Vanille mischen, Butterwürfel und Ei dazu, mit den Händen höchstens 2 bis 3 Minuten zu einem glatten Teig drücken. Längeres Kneten entwickelt Kleber, und die Plätzchen werden hart.
2. Teig flach drücken, in Folie wickeln, 60 Minuten in den Kühlschrank; er hält dort bis zu 3 Tage.
3. Auf leicht bemehlter Fläche 3 bis 4 mm dick ausrollen, ausstechen, die Reste ohne neues Mehl zusammendrücken und noch einmal ausrollen.
4. Die ausgestochenen Plätzchen auf dem Blech 10 Minuten kühl stellen, dann behalten sie beim Backen die Form.
5. Bei 170 bis 180 °C auf dem Stein 8 bis 12 Minuten, bis der Rand hellbraun ist; die Mitte darf noch blass sein, sie bräunt auf dem heißen Blech nach.

Mürbeteig abgedeckt in einer Schale, der Grundteig für Ausstecher aus den Weihnachtsplätzchen Rezepten vom Grill

Aus dem Grundteig werden drei weitere Sorten: 50 g Mehl gegen gemahlene Mandeln tauschen für Mandelplätzchen, 20 g Mehl gegen Kakao für Schokoausstecher, oder den Abrieb einer Zitrone dazu für helle Zitronentaler. Zum Verzieren reichen 100 g Puderzucker mit 1 bis 2 EL Zitronensaft; der Guss braucht 2 Stunden, bis er hart ist, und die Plätzchen kommen erst danach in die Dose.


Weihnachtsplätzchen Rezepte aus dem Magazin: Zimtsterne, Gin-Plätzchen, Lebkuchenherzen

Drei Plätzchen-Rezepte gibt es im Magazin schon als Grill-Version, jedes mit einer anderen Temperatur. Zimtsterne sind der Sonderfall unter allen Plätzchen: Der Teig aus gemahlenen Mandeln und Eiweiß enthält kein Mehl, die Sterne tragen eine Baiserhaube, und die soll weiß bleiben. Deshalb backen sie bei 150 °C rund 10 Minuten auf dem Pizzastein im Gasgrill, und der Deckel bleibt in dieser Zeit zu.

Weihnachtliche Zimtsterne gebacken im Gasgrill und angerichtet auf einem Teller

Mandelmenge und Baiserhaube beschreibt das Rezept Zimtsterne vom Grill mit 150 °C auf dem Pizzastein.

Gin-Plätzchen sind Mürbeteig-Doppeldecker mit einer Füllung aus Gin-Marmelade. Sie vertragen mehr Hitze als der Grundteig, 190 °C indirekt für 10 bis 12 Minuten, weil die Füllung erst nach dem Backen dazukommt und der Keks knusprig sein muss, damit die Marmelade ihn nicht durchweicht.

Gin Plätzchen auf Servierplatte

Die Gin-Marmelade und die Backzeit bei 190 °C stehen im Rezept Gin-Plätzchen vom Grill.

Lebkuchenherzen sind das Geschenk vom Blech: Honigteig, ausgestochen, bei 160 °C für 15 bis 20 Minuten gebacken und mit Royal Icing beschriftet. Sie brauchen nach dem Backen einen Tag Ruhe, dann sind sie weich genug zum Beißen und fest genug zum Verpacken.

Lebkuchen Herzen

Das Rezept Lebkuchenherzen zum Verschenken beschreibt den Teig und die Zuckerschrift mit Spritzbeutel.


Lebkuchen-Grundlagen: was Pottasche und Hirschhornsalz im Teig tun

Lebkuchen unterscheiden sich von jedem anderen Plätzchen durch das Triebmittel. Pottasche ist Kaliumcarbonat und treibt den Teig in die Breite. Sie braucht Säure, die im Honig steckt, und Zeit: Ein Pottaschen-Teig ruht mindestens 1 bis 2 Tage kühl, früher waren es Wochen. Die Dosis liegt bei 5 g auf 500 g Mehl, in einem Esslöffel Wasser gelöst, damit sie sich gleichmäßig verteilt. Zu viel Pottasche schmeckt seifig.

Hirschhornsalz ist Ammoniumhydrogencarbonat und treibt in die Höhe. Beim Backen zerfällt es zu Ammoniak, und der muss aus dem Gebäck entweichen; das gelingt nur bei flachen Stücken unter 1 cm Dicke und Temperaturen ab 160 °C. In einem dicken Lebkuchen bleibt der Ammoniak drin und schmeckt stechend. Auch hier gelten 5 g auf 500 g Mehl. Braune Lebkuchen nutzen beide Mittel zusammen, Pottasche für die Breite, Hirschhornsalz für die Höhe.

Elisenlebkuchen kommen ohne oder fast ohne Mehl aus. Die Leitsätze für feine Backwaren legen fest: Elisen enthalten mindestens 25 Prozent Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse und höchstens 10 Prozent Mehl. Die Masse aus Eiern, Zucker, Nüssen und Gewürzen ruht eine Stunde, wird auf Oblaten von 70 mm gestrichen und backt bei 160 °C in 15 bis 20 Minuten. Am Grill liegen die Oblaten auf dem Blech auf dem Stein; im Dutch Oven passen sechs Stück auf ein rundes Blech.

Angeschnittener Lebkuchen auf Serviette

Der Lebkuchen aus dem Magazin backt als Kuchen im Dutch Oven, mit Mandeln und Kokosraspeln, in 30 Minuten: Lebkuchen selber machen.


Stollen vom Grill: Christstollen und Mandelstollen mit Reifezeit

Stollen ist das Gebäck mit dem längsten Vorlauf, denn er muss nach dem Backen reifen. Der Christstollen aus dem Magazin bekommt zuerst 240 °C indirekt, damit die Kruste schließt, dann geht der Grill auf 150 °C herunter; insgesamt sind es 45 Minuten auf dem Pizzastein. Ein Fühler in der Mitte zeigt, wann er fertig ist: bei 90 bis 92 °C Kerntemperatur ist der Hefeteig durch, darunter bleibt die Mitte klitschig.

Christstollen backen

Die Temperaturführung auf dem Pizzastein und die Backzeit von 45 Minuten beschreibt das Rezept Christstollen backen Schritt für Schritt.

Der Mandelstollen verzichtet auf Rosinen und backt im Dutch Oven 60 Minuten bei 160 bis 170 °C; mit Amaretto in der Mandelfüllung. Im Topf bleibt die Luft feucht, und die Kruste wird dünner als auf dem Stein, was beim Stollen erwünscht ist, weil die Butterhülle besser einzieht.

Mandelstollen aufgeschnitten mit Schleife

Das Rezept Mandelstollen aus dem Dutch Oven nennt die Amaretto-Menge und die 60 Minuten im Topf.

Nach dem Backen kommt die Reifung. Der heiße Stollen wird mit 100 g zerlassener Butter bestrichen und zweimal dick mit Puderzucker bestäubt, dann kühlt er 12 Stunden aus. In Alufolie und einen Beutel gewickelt lagert er bei 10 bis 15 °C, im Keller oder in der Garage. Ein Christstollen braucht mindestens 2 Wochen, besser 3 bis 4, damit Butter und Rosinen durchziehen; ein Mandelstollen ist nach einer Woche so weit. Beide halten 6 bis 8 Wochen. Wer zu Weihnachten anschneiden will, backt bis zum ersten Advent.


Weihnachtsplätzchen Rezepte vom Grill und Pizzaofen: Ausstecher, Stollen, Lebkuchen 1
Benny’s Tipp

Ich lege beim Backen am Kugelgrill immer zwei Bleche übereinander, das untere leer. Die Luftschicht dazwischen bremst die Unterhitze vom Stein, und die Plätzchen werden oben und unten gleich braun, auch wenn die Körbe noch voll glühen. Im Pizzaofen mache ich das grundsätzlich, dort ist der Stein nach dem Feuer nie so kühl, wie das Thermometer an der Tür behauptet.


Gewürzkuchen und Gewürzküchlein: die Ergänzung zum Plätzchenteller

Wer den Grill für die Plätzchen ohnehin auf 180 °C hat, backt im Dutch Oven daneben einen Gewürzkuchen mit. Die zehn Rezepte im Magazin reichen vom Weihnachtskuchen mit Lebkuchengewürz über Ingwerkuchen bis zum Schokoküchlein mit flüssigem Kern; alle sind für den Dutch Oven geschrieben, mit Briketts oben und unten.

Gewuerzkuchen vom Grill im Dutch Oven

Die Sammlung Gewürzkuchen vom Grill: Top 10 bündelt zehn Kuchen und Küchlein aus dem Dutch Oven.

Die Gewürzküchlein sind Muffins mit Lebkuchengewürz und Frischkäsehaube, gebacken in der Muffinform indirekt bei 180 °C für 30 Minuten. Sie passen auf den Rost neben das Plätzchenblech und sind damit das einzige Gebäck dieser Seite, das ohne Stein auskommt, weil die Form die Unterhitze abfängt.

Gewürzkuchen mit Kaffee

Mit Frischkäsehaube und Zimt steht das Rezept Gewürzküchlein für die Weihnachtszeit bereit.

Weihnachtsdessert vom Grill: Bratäpfel im Dutch Oven und Apfelstrudel auf dem Pizzastein im Kugelgrill im Schnee

Was nach dem Braten noch mit der Resthitze geht, von Bratapfel bis Käsekuchen, zeigt der Hub Weihnachtsdessert vom Grill.


Kommende Rezepte: Vanillekipferl, Spekulatius, Panettone, Plätzchen im Pizzaofen, Lebkuchengewürz

Fünf Beiträge fehlen dieser Sammlung noch und kommen in den nächsten Wochen. Vanillekipferl backen bei 170 °C in 12 bis 15 Minuten und werden noch warm in Vanillezucker gewälzt, sonst haftet er nicht. Spekulatius braucht ein bemehltes Model und 180 °C für 10 bis 12 Minuten; der Teig ruht vorher über Nacht, damit die Gewürze durchziehen und das Muster beim Backen scharf bleibt.

Der Panettone ist ein Hefeteig mit drei Gehzeiten über 24 Stunden, der im Dutch Oven bei 170 °C in 45 bis 50 Minuten backt und kopfüber auskühlen muss. Ein eigener Guide zu Plätzchen im Pizzaofen geht auf Holz- und Gasöfen einzeln ein, mit Messwerten am Stein. Und das Lebkuchengewürz bekommt ein Rezept zum Selbermischen, bei dem Zimt mehr als die Hälfte trägt und Nelke und Piment den Rest. Sobald die Beiträge online sind, werden sie hier verlinkt.

Hefe im Glas

Hefe, die nach Stollen und Panettone übrig ist, hält eingefroren monatelang, wie der Guide Hefe einfrieren zeigt.


Plätzchen aufbewahren und verschenken

Plätzchen gehören in eine Blechdose mit Pergamentpapier zwischen den Lagen, bei 15 bis 18 °C, trocken und dunkel. Mürbeteig-Ausstecher halten so 3 bis 4 Wochen, Zimtsterne und Vanillekipferl ebenfalls, Lebkuchen 4 bis 6 Wochen, Spekulatius bis zu 8 Wochen. Gefüllte Plätzchen mit Marmelade sind nach einer Woche weich. Weiches und knuspriges Gebäck kommen in getrennte Dosen, sonst gibt das eine Feuchtigkeit ab und das andere nimmt sie auf.

Lebkuchen, die zu hart geworden sind, werden mit einer Apfelspalte in der Dose nach 2 bis 3 Tagen wieder weich; die Spalte wird alle zwei Tage getauscht. Eingefroren halten Mürbeteigplätzchen 3 Monate, ebenso roher Teig als Rolle, der dann direkt aus dem Gefrierfach in Scheiben geschnitten und gebacken wird, mit 2 Minuten mehr Backzeit.

Zum Verschenken rechnest du 150 bis 200 g je Tüte, das sind 15 bis 20 Plätzchen, in Cellophan mit einem Etikett, auf dem Sorte und Backdatum stehen. Gemischte Tüten halten nur so lange wie die weichste Sorte darin. Lebkuchenherzen bekommen ein Loch vor dem Backen und ein Band danach.

Grill Geschenke: verpackte Geschenke neben Grillzange, Gusstopf und Räucherchips auf einem Holztisch im Winterlicht

Wer neben Plätzchen noch etwas für den Griller sucht, findet Ideen nach Budget im Hub Geschenke für Griller.

BBQ Adventskalender zum Befuellen

Wer Plätzchen auf 24 kleine Tüten verteilt, hat einen Kalender; weitere Füllideen für Griller stehen im Guide Adventskalender zum Befüllen.


Fehler beim Plätzchen backen am Grill und im Pizzaofen

  • Boden verbrannt, Oberseite blass: Der Pizzastein wurde bei voller Leistung vorgeheizt und hat über 250 °C. Stein nur bei 170 °C vorheizen, zweites leeres Blech unterlegen, Steinoberfläche mit Infrarot messen.
  • Pizzaofen zu heiß: Über 250 °C sind die Plätzchen außen dunkel und innen roh. Glut nach hinten, Tür offen, warten, bis der Stein 200 °C zeigt; das dauert vom Pizzabacken aus 45 bis 60 Minuten.
  • Plätzchen kleben am Stein: Sie lagen ohne Blech direkt auf dem Stein. Immer Blech mit Backpapier, der Stein ist nur die Unterlage.
  • Deckel zu oft auf: Jedes Öffnen kostet 30 bis 50 °C, die Plätzchen trocknen aus, bevor sie bräunen. Bleche in zehn Sekunden tauschen, Deckel sofort zu.
  • Eine Blechseite dunkel: Die Kohlekörbe liegen zu nah am Blech. Körbe ganz an den Rand, Blech nach der Hälfte der Zeit drehen.
  • Plätzchen laufen breit: Der Teig war beim Ausstechen warm. Ausgestochene Plätzchen 10 Minuten kühlen, dann erst auf den Stein.
  • Lebkuchen schmecken nach Ammoniak: Hirschhornsalz in dickem Gebäck oder unter 160 °C gebacken. Für dicke Lebkuchen Pottasche nehmen, Hirschhornsalz nur unter 1 cm Dicke.
  • Zimtsterne braun und hart: Über 160 °C gebacken. 150 °C halten und nach 10 Minuten raus, die Sterne werden beim Abkühlen fest.
  • Wasser tropft auf die Plätzchen: Kondenswasser im Deckel des Kugelgrills bei Frost. Deckel beim Öffnen nach hinten kippen, damit es außen abläuft.

Beobachtung vom Grill: Die zweite Charge wird fast immer dunkler als die erste, weil der Stein zwischendurch weiter Hitze gespeichert hat und das Blech vom ersten Durchgang noch warm ist. Ein kaltes zweites Blech im Wechsel löst beide Probleme.


Weihnachtsbäckerei draußen: was bei Frost und Wind anders ist

Bei 0 °C braucht jeder Grill 10 Minuten länger zum Vorheizen, und jede Backzeit in der Tabelle oben verlängert sich um rund 20 Prozent. Wind ist schlimmer als Kälte: Ein Kugelgrill im Wind verliert über die Lüftungsschlitze so viel Hitze, dass die Körbe in 40 Minuten leer sind. Ein Windschutz aus Holz oder eine Hauswand im Rücken halbiert den Brikettverbrauch. Für die Kohlekörbe rechnest du im Winter 4 bis 5 Briketts je Korb mehr.

Am Gasgrill entscheidet die Flasche: Butan verdampft unter 0 °C kaum noch und die Flamme wird klein, Propan arbeitet bis minus 40 °C. Was bei Frost am Gasgrill sonst noch gilt, steht im Ratgeber Gasgrill im Winter. Der Pizzaofen braucht bei Frost 15 bis 20 Minuten länger zum Aufheizen, hält die Hitze mit geschlossener Tür aber genauso lange wie im Sommer. Ein kalter Stein wandert nie in einen heißen Ofen, der Temperaturschock reißt ihn.

Weihnachtsgrillen Rezepte

Der Plätzchen-Hub ist Teil des Weihnachtsmenüs vom Grill, dessen Ablauf der Pillar Weihnachtsgrillen von der Vorspeise bis zum Dessert ordnet.

Weihnachtsmarkt Rezepte vom Grill

Gebrannte Mandeln und Schmalzkuchen für den Nachmittag am Feuer stehen in den Weihnachtsmarkt-Rezepten vom Grill.


Häufige Fragen

Kann man Plätzchen im Pizzaofen backen?

Ja, sobald der Stein auf 180 bis 200 °C gefallen ist und ein Blech dazwischen liegt. Vom Pizzabacken bei 400 °C aus dauert das Abkühlen bei offener Tür 45 bis 60 Minuten, danach hält der Ofen die Backtemperatur eine Stunde.

Wie lange muss Mürbeteig kühlen?

Mindestens 60 Minuten, damit die Butter fest wird und der Teig sich ausrollen lässt. Im Kühlschrank hält er 3 Tage, eingefroren 3 Monate.

Warum werden Plätzchen unten schwarz und oben blass?

Die Unterhitze ist zu stark, meist weil der Stein über 200 °C hat. Ein zweites, leeres Blech unter dem Plätzchenblech und 170 °C am Rost lösen das in der nächsten Charge.

Wie viele Plätzchen ergibt ein Grundrezept?

Aus 300 g Mehl, 200 g Butter und 100 g Zucker werden 60 bis 70 Ausstecher von 5 cm, zusammen rund 700 g. Für eine Weihnachtsbäckerei mit vier Sorten reicht die doppelte Menge Teig.

Kann man Lebkuchen ohne Pottasche backen?

Ja, mit einem Päckchen Backpulver auf 500 g Mehl; der Lebkuchen wird dann etwas dichter und geht weniger in die Breite. Elisenlebkuchen brauchen ohnehin kein Triebmittel, sie werden nur vom Eischnee locker.

Kann man Stollen noch kurz vor Weihnachten backen?

Ein Mandelstollen ohne Rosinen ist nach 5 bis 7 Tagen Reifung gut. Ein Christstollen braucht mindestens eine Woche und schmeckt nach 3 Wochen deutlich runder, weil Butter und Früchte durchziehen.

Welche Plätzchen halten am längsten?

Spekulatius hält bis zu 8 Wochen, Lebkuchen 4 bis 6 Wochen, Mürbeteig-Ausstecher 3 bis 4 Wochen. Alles mit Marmeladenfüllung oder Frischkäse ist nach einer Woche durch.

Woran erkennt man, dass Plätzchen fertig sind?

Der Rand ist hellbraun und die Oberseite matt, die Mitte darf noch blass sein. Eine Minute länger macht sie nach dem Abkühlen deutlich dunkler, weil das Blech nachheizt.

Wie backt man Plätzchen auf einem Gasgrill mit zwei Brennern?

Ein Brenner auf klein, der Stein und das Blech über dem ausgeschalteten. Das Blech alle 4 Minuten drehen, weil die Brennerseite schneller bräunt; die Temperatur am Rost liegt dann bei etwa 170 °C.

Bekommen Plätzchen vom Grill Rauchgeschmack?

Mit Briketts und geschlossenem Deckel kaum, der Rauchanteil ist zu gering. Wer ihn will, legt bei Lebkuchen ein kleines Stück Kirschholz für die ersten 5 Minuten auf; Mürbeteig nimmt Rauch bitter auf.


Plätzchen im Pizzaofen backen: Temperatur, Stein, Zeiten

Plätzchen im Pizzaofen backen: Stein von 400 auf 180 °C fallen lassen, Blech mit Backpapier drauf, Tür zu. Mit Abkühl-Tabelle und Backzeiten je Gebäck.
Plätzchen Pizzaofen: Blech mit Ausstechplätzchen und Vanillekipferln vor einem Pizzaofen im Winter

Plätzchen im Pizzaofen backen: Temperatur, Stein, Zeiten

Plätzchen im Pizzaofen backen: Stein von 400 auf 180 °C fallen lassen, Blech mit Backpapier drauf, Tür zu. Mit Abkühl-Tabelle und Backzeiten je Gebäck.
Plätzchen Pizzaofen: Blech mit Ausstechplätzchen und Vanillekipferln vor einem Pizzaofen im Winter
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