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So grillt die Welt: eine kulinarische Grillweltreise durch alle Kontinente


Lesezeit 37 Minuten Lesezeit

Einmal rund um die Welt grillen! Komm mit auf unsere kulinarische Reise zu den besten Grillrezepten der Welt. Leckereien aus der Karibik, australisches Surf and Turf, Bulgogi Spieße aus Korea oder afrikanisches Kudu Steak warten auf dich. Tolle Rezepte begleitet von spannenden Geschichten über alte Grilltraditionen, Bräuche und Feste, die das Grillfest verzaubern.

Grillparty mit Freunden
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Inhaltsverzeichnis

Vom BBQ in den USA bis zum Bul Kogi in Korea: Jedes Land der Welt hat seine eigenen, einzigartigen Grillspezialitäten zu bieten. Das gilt nicht nur für das, was auf den Tisch kommt, sondern auch für alles drumherum. Wusstest du zum Beispiel, dass in Japan gerne direkt am Tisch gegrillt wird? Und dass die Australier die Gasgrillstation erfunden haben? Oder dass, das berühmte Schwedenfeuer auch mal als Feuerstelle zum Grillen dienen kann? Diese und noch viele weitere Entdeckungen warten auf unserer internationalen Grillreise.

Grillen auf Schwedenfeuer
Auch beim gemütlichen Schwedenfeuer kann man ein leckeres Dinner zubereiten.

Wo wurde das Grillen erfunden?

In den USA. In Argentinien. In Südeuropa. In Asien. Je nachdem, wen du fragst, wirst du eine unterschiedliche Antwort erhalten. Wer tatsächlich zuerst den genialen Gedanken hatte, über dem Feuer zu kochen, ist leider nicht überliefert. Allerdings gibt es Abwandlungen des Grillens, die einem Land zugeordnet werden können. Den wohl stärksten Einfluss auf Griller und Grillerinnen weltweit hat das amerikanische BBQ mit seinem „low and slow“-Konzept. Aber auch asiatische Erfindungen wie die Sojasauce sind weltweit beliebt.


Wie ein Geschmack Erinnerungen an den Urlaub weckt

Mit einem Zischen tropft die Knoblauchbutter langsam von den Garnelen in die Glut. Bald schon steigt aus ihr ein unverwechselbarer Duft von Kräutern, Röstaromen und Meeresfrüchten auf, was dich sofort an den ersten Urlaub an der italienischen Mittelmeerküste erinnert. Ja, das funktioniert gut: Gerüche und Aromen können vergessen geglaubte Erinnerungen wieder lebendig machen. Mehr noch, sie sind sogar in der Lage, Gefühle auszulösen.

Psychologen sprechen hier vom sogenannten Proust-Effekt (basierend auf einer Geschichte von Marcel Proust). Er beschreibt das Phänomen, dass Erinnerungen durch Gerüche und Aromen geweckt werden. Das heißt: Mit dem richtigen Rezept und den passenden Zutaten holst du deinen Urlaub einfach zu dir auf die Terrasse oder den Balkon. Dafür liefert unsere Grill-Weltreise viele Inspirationen. Selbst wenn du die Speise noch nie probiert hast – vielleicht hast du sie ja schon einmal gerochen, ohne es zu wissen?

Selbst wenn nicht: Die Rezepte sind so ausgewählt, dass sie jeweils einzigartige Geschmacks- und Geruchserlebnisse bieten. So kannst du einfach selbst eine schöne Erinnerung schaffen, an die du später gerne zurückdenkst.

gedeckter Tisch bei Grillparty

Woher bekomme ich die Zutaten für internationale Grillgerichte?

Bei der Auswahl der Gerichte haben wir darauf geachtet, auf allzu exotische Zutaten zu verzichten. Gegrilltes Gürteltier soll zum Beispiel eine Delikatesse sein – zu bekommen ist es aber nicht. Die meisten Lebensmittel für die besten Grillrezepte der Welt findest du ganz einfach im Supermarkt.

Gerade für das asiatische BBQ empfiehlt es sich, außerdem einen Asia-Laden aufzusuchen. Die Betreiber sind gerne behilflich, wenn du eine spezielle Zutat suchst. Nicht selten gibt es gleich noch einen Tipp für die Zubereitung dazu.


Was ist das beliebteste Grillrezept der Welt?

Das lässt sich kaum sagen. Angeblich gehören Hamburger zu den zehn am häufigsten gegessenen Speisen weltweit. Da die Hamburger Patties in der Regel gegrillt werden, müsste das also das beliebteste Grillrezept sein. Aber auch andere Spezialitäten haben Anhänger auf der ganzen Welt – zum Beispiel Rippchen. Die gibt es im asiatischen BBQ ebenso wie in Europa und Amerika.

Rezept Tipp: Probiere doch mal unseren Smashes Burger mit gegrillten Champignons.

selbst gegrillter Burger mit Bacon, Kaese und Salat

In welchem Land wird am meisten gegrillt?

Traditionell wird in Südamerika viel gegrillt. In den USA und Australien bleibt der Grill ebenfalls selten länger als eine Woche kalt. Aber auch in Deutschland ist Grillen ausgesprochen populär – 97 % der Deutschen gaben einmal bei einer Umfrage von Statista an, gerne zu grillen. Wer auch immer der Grillweltmeister ist, es macht einfach Spaß, am Feuer ein Essen zuzubereiten.


Jetzt geht es los: So grillt die Welt

Jetzt geht es los mit deiner Grillreise um die Welt, so grillt die Welt: Entdecke Hummer aus Tasmanien und Kudu aus Südafrika. Lerne den genialen XXL Schaschlik Spieß aus Russland kennen und erfahre was man in der Karbik auf den Grill schmeißt.

Steht dir mehr der Sinn nach einem authentischen BBQ mit Pulled Pork oder Beef Brisket? Auch das findest du unter den genialen Rezepten aus aller Welt – und außerdem viele Anregungen für neue Lieblingsgerichte vom Grill.

gegrillte Hummerschwänze auf Teller

So grillt Europa

In Europa unterscheiden sich die Landesküchen traditionell stark. Besonders im Mittelmeerraum vom Balkan bis nach Spanien ist der Grill ein unverzichtbarer Teil der lokalen Kultur. Neben verschiedenen Fleischgerichten kommen häufig Fisch und Meeresfrüchte auf den Grill. Aber auch im hohen Norden wird gegrillt. Die Rezepte aus Skandinavien sind hierzulande häufig unbekannt und es lohnt sich, den kulinarischen Horizont in dieser Richtung zu erweitern!

30 min. Zubereitungszeit

Grillen auf dem Balkan: Ćevapčići vom Grill

Wer die Ćevapčići erfunden hat, ist nicht wirklich geklärt. Vermutlich kommen sie aus dem Iran, in jedem Fall wurden sie auf dem Balkan berühmt. Das heißt jedoch nicht, dass sie überall auf die gleiche Art zubereitet werden. Das zeigt sich schon an den unterschiedlichen Namen: Ćevapčići in Serbien, qebape in Albanien, mici in Rumänien. In Deutschland werden sie, der Einfachheit halber, meist Cevapcici geschrieben.

Ganz allgemein handelt es sich bei Cevapcici um kurze Röllchen aus Fleisch. Sie bestehen entweder aus Rinder- oder Lammhack, mittlerweile gibt es sie auch mit Schweinemett. Wer den authentischen Geschmack aus Südosteuropa sucht, sollte allerdings eine der erstgenannten Sorten verwenden.

Ein weiterer regionaler Unterschied ist die Würzung. Während Knoblauch fast immer verwendet wird, kennt die bulgarische Küche eine Variante mit Bockshornklee. Paprika ist ebenfalls ein häufig genutztes Gewürz. Bohnenkraut macht die Fleischröllchen besonders herzhaft, Rosmarin harmoniert sehr gut zu Lamm. Wir haben uns daher für das Basis-Rezept entschieden, das du entweder pur genießen oder mit den genannten Gewürzen verfeinern kannst.


Du brauchst:

600 g Hackfleisch (Lamm oder Rind)

5 Knoblauchzehen

1 TL Salz

Weitere Gewürze nach Geschmack


Und so gelingt’s:

Häufig werden die Knoblauchzehen kurz in Wasser aufgekocht und dann gepresst. Alternativ kannst du auch direkt frische Zehen verwenden. In jedem Fall die Zutaten in eine große Schüssel geben und durchkneten. Damit die Cevapcici Bindung bekommen, ist es wichtig, lange zu kneten. Wer es keine zehn Minuten mit den Händen durchhält, kann auch gute fünf Minuten mit dem Handmixer (Knethaken) rühren.

Dann werden die Röllchen geformt. Sie sollten etwa zwei Zentimeter dick und zehn Zentimeter lang sein. Am besten ist es, die Fleischröllchen nun eine Nacht durchziehen zu lassen. So verteilt sich das Aroma. Dabei darauf achten, das rohe Fleisch im Kühlschrank sehr kalt zu stellen.

Am nächsten Tag wird gegrillt. In Südeuropa geschieht das direkt über Holzkohle oder Holz. Jetzt ist es wichtig, dass die Cevapcici nicht trocken werden – häufiges Wenden schafft Abhilfe. Dazu passen Djuvec-Reis und rohe Zwiebeln.

Grillen in Griechenland Gyros vom Grill

90 min. Zubereitungszeit

Grillen in Griechenland: Gyros vom Grill mit Drehspieß

Ja, das geht. Mit ein wenig Zubehör zauberst du auf dem heimischen Grill ein echtes griechisches Gyros. Dafür brauchst du nur einen Grill, einen Drehspieß und einige hungrige Gäste – die Zubereitung lohnt sich nämlich erst ab mindestens sechs Personen.

Ob du den Spieß selbst drehst oder das von einem Motor erledigen lässt, ist eine Frage der Bequemlichkeit. Ein automatischer Aufsatz für deinen Grill nimmt dir auf jeden Fall eine Menge Arbeit ab. Es ist übrigens nicht notwendig, einen vertikalen Elektrogrill zu kaufen. Waagerecht über Grillkohle gegrillt, schmeckt das saftige Fleisch genauso würzig (oder sogar besser).

Wenn du als Gastgeber zusätzlich mit Hintergrundwissen prahlen möchtest: Das Wort „Gyros“ bezieht sich darauf, dass sich der Spieß dreht. Dadurch wird das Fleisch rundherum wunderbar kross. Bei der Zubereitung schneidest du immer nur die äußere Schicht herunter. Bis das ganze Fleisch vom Spieß verputzt ist, dauert es also eine Weile. Das entspricht der griechischen BBQ-Kultur sehr gut, denn die geselligen Essen mit Festcharakter ziehen sich traditionell über den gesamten Abend.

Wenn du die Stimmung zusätzlich ankurbeln möchtest, servierst du einen gut gekühlten Ouzo. Zum Gyros passen Fladenbrot und Krautsalat. Wenn dann der Duft vom Spieß mit den mediterranen Köstlichkeiten über den Tisch zieht, fühlen sich die Gäste schnell wie am Strand der griechischen Inseln.

15 min. Zubereitungszeit

Grillen in Italien: Scampi alla griglia

Italienurlaub, das ist Sommer, Sonne und der Duft von gegrillten Meeresfrüchten in der Luft. Wenn das Wetter mitspielt und die richtigen Zutaten zur Hand sind, lässt sich der eigene Garten oder Balkon in ein Stück Sommerurlaub in Italien verwandeln.

Dazu darf es ein typischer italienischer Klassiker vom Grill sein: Scampi. Und für alle, die jetzt sagen: So schön knusprig braun wie im Urlaub werden sie bei mir ohnehin nicht – abwarten! Da gibt es einen kleinen Trick.

Das italienische BBQ fängt aber zunächst beim Fischhändler an. Scampi sind, entgegen häufig zu hörender Behauptungen, nicht einfach Garnelen. Zu deren Familie gehören nämlich zahlreiche Arten, unter ihnen zum Beispiel die Nordseekrabbe. Mit den Scampi hat die jedoch wenig gemeinsam. Auch Rotgarnelen oder King Prawns sind andere Arten. Echte Scampi werden in Deutschland als Kaisergranat verkauft. Wer das Glück hat, frische Ware zu bekommen, sollte unbedingt zuschlagen. Alternativ gibt es Scampi mit Kopf und Schale tiefgefroren.

Ist die passende Garnele gefunden, geht es an die Zubereitung. Hier kommt nun der kleine Trick zum Tragen, der die Schale wunderbar knusprig werden lässt. Dafür wendest du die Garnelen zunächst in einer Mischung aus Salz und Zucker. Letzterer karamellisiert über der Hitze des Grills und geht mit den Proteinen der Garnelen die Maillard-Reaktion ein. Für alle, die es weniger theoretisch mögen: Es gibt Röstaromen!

In Italien werden Scampi meist mit Weißwein und einem leichten Salat serviert. Du kannst sie daher sehr gut als Vorspeise für einen mediterranen Grillabend reichen.

Rezept Tipp: Leckere Salate zum Grillen selber machen.


Du brauchst:

8 Kaisergranat

1 TL Salz

¼ TL Zucker

2 Knoblauchzehen (fein gehackt)

Olivenöl


Und so gelingt’s:

Zuerst die Garnelen mit dem Zucker und dem Salz gleichmäßig bestreuen, dann eine Stunde auf einem Rost (im Kühlschrank) abtropfen und trocknen lassen. Inzwischen die gehackten Knoblauchzehen mit etwas Olivenöl vermischen und den Grill vorheizen.

Meeresfrüchte werden möglichst heiß gegrillt, damit sie saftig und weich bleiben. Daher ist es wichtig, Scampi mit Schale zu verwenden, damit das Fleisch nicht verbrennt. Die Garnelen dazu zu viert eng auf einen Spieß schieben, mit etwas frischem Olivenöl bepinseln und auf den Rost legen. Nun solltest du die Garnelen unter Wenden garen, bis sie verführerisch duften und Farbe angenommen haben. Das dauert etwa vier Minuten.

Nach der Garzeit die Garnelen direkt mit dem Knoblauchöl bestreichen und servieren.

Grillen in Frankreich Coq au vin Dutch Oven

120 min. Zubereitungszeit

Grillen in Frankreich: Coq au vin aus dem Dutch Oven

Frankreich ist im Ausland vor allem für seine gehobene Küche bekannt. Das hindert die Franzosen jedoch wenig, zu Hause nach Herzenslust deftig zu grillen. Am beliebtesten ist die Merguez, eine pikant gewürzte Hackfleisch-Wurst. Die gibt es mittlerweile auch hierzulande zu kaufen. Wer sie probieren möchte: einfach zehn Minuten auf den Grill, fertig.

Aufwendiger, aber auch deutlich ausgefallener ist ein anderer französischer Klassiker: Coq au vin. Wer einen Dutch Oven besitzt, kann ihn wunderbar über heißer Kohle zubereiten.

Apropos Kohle: Die ist in Frankreich auf öffentlichen Plätzen, Wiesen etc. wegen der Brandgefahr nicht erlaubt. Wer authentisch wie in Frankreich grillen möchte, nimmt einen Gasgrill.

Woher du auch immer deine Hitze nimmst: Zuerst geht es in der Küche an den Hahn. Den lässt du am besten einen Tag lang in der Marinade ziehen, dann wird das Geschmackserlebnis noch intensiver und vollmundiger.

Franzosen schenken der Wahl des Weins übrigens ebenfalls so viel Aufmerksamkeit wie dem hochwertigen Hähnchen (am besten 1-jährg aus dem Freiland). Besonders gut passt ein Pinot Noir aus dem Burgund. Aber Achtung: Beim Weinhändler nicht blind ins Regal greifen, einige Burgunder gehören zu den teuersten Flaschen weltweit. Ein trockener Spätburgunder aus Baden ist eine gute Alternative.

Grillen in Zypern Halloumi Spiesse

20 min. Zubereitungszeit

Grillen in Zypern: Halloumi statt Fleisch

Grillen funktioniert nicht nur mit Rind, Geflügel und Co. In Zypern hat eine vegetarische Variante Tradition: der Grillkäse. Tradition ist hier wörtlich zu nehmen, denn in Zypern und weiteren Ländern der Region wird der feste Käse schon seit gut 2000 Jahren hergestellt. Seit wann er gegrillt wird, ist nicht überliefert – aber auf jeden Fall ist das eine gute Idee. Durch die feste Konsistenz zerläuft er nicht, sondern bleibt angenehm fest und entwickelt eine schöne Kruste.

Ganz ohne Beilage wandert der Käse in Zypern jedoch selten auf den Tisch, dazu ist er für die Mittelmeerküche zu nüchtern. Der eigentliche Clou an diesem Rezept ist daher die Grillsauce.

Beim Kauf des Käses gibt es mittlerweile übrigens eine große Auswahl. Der echte Halloumi wird meist aus Schafsmilch, aber auch aus Kuhmilch oder Ziegenmilch gemacht. Charakteristisch ist ein Spalt in der Mitte, der durch die Art der Herstellung entsteht: Der Käse wird nämlich einmal gefaltet.

Gut zu wissen: Nur wenn der Käse aus Zypern stammt, darf er den Namen Halloumi tragen. Andere, ähnliche Sorten findest du als Grillkäse im Handel. Sie sind ebenfalls eine Empfehlung, aber für den authentischen Geschmack sollte es das Original sein.

Grillen in Deutschland Bratwurst

60 min. Zubereitungszeit

Grillen in Deutschland: deine eigene Bratwurst

Bratwurst ist langweilig? Höchstens beim ersten Blick. Im Detail eröffnet sich ein ganzes Wurst-Universum zwischen Nordsee und Alpenraum. Dort finden sich die saftigen Thüringer Roster, grobe Fränkische, feine Nürnberger, würzige Pfälzer … Jede Region hat ihre eigene Bratwurst hervorgebracht.

Und heute gibt es etwas ganz Besonderes: deine eigene Bratwurst vom Grill. Richtig gelesen, mit relativ wenig Geräten und Zubehör kannst du deine eigen Wurst-Kreation zaubern und deine Gäste mit dem beliebtesten Grill-Gericht Deutschlands auf neue Art überraschen.

Tipp: Die Zutaten wie Saitlinge – das sind Därme vom Lamm – gibt es beim Metzger, der selbst noch Wurst herstellt. Theoretisch kannst du mit dem Grundrezept auch eine feine Bratwurst herstellen, dazu musst du das Brät mit Eis cutten (fein schneiden oder pürieren). Einfacher ist es aber, eine grobe Bratwurst zu machen. In jedem Fall solltest du sie sie ganz frisch zubereiten, denn Brät ist nicht lange haltbar.

Bei der Wahl der Gewürze kannst du nach eigenem Geschmack auswählen. Ganz klassisch kommt Majoran in die Bratwurst, aber auch Thymian, grober Pfeffer, Senfkörner, Rosmarin, Paprikapulver und Chili sind möglich. Wir zeigen dir die Top 10 Bratwurstrezepte zum nachmachen.

65 min. Zubereitungszeit

Grillen in Schweden: etwas Süßes vom Grill

Desserts vom Grill gibt es in Europa eher selten. Meist sind die Nachspeisen karibisch oder amerikanisch angehaucht. Anders ist es bei den schwedischen Semlor. Dabei handelt es sich um süße gefüllte Brötchen, die traditionell am Tag vor Aschermittwoch gegessen werden. Aber auch sonst schmecken sie vorzüglich.

Zudem werden sie in Schweden gerne über Holzkohle zubereitet, auch wenn die meisten Rezepte mittlerweile für den Gasgrill gemacht sind. Über dem Feuer erhalten sie jedoch eine einmalige Kombination aus dezenter Süße und einem leichten Raucharoma.

Wichtig ist, dass du wie bei anderen Gebäck-Varianten indirekt grillst. Die unmittelbare Hitze über der Glut wäre zu stark für das Weißmehl und würde die Brötchen verbrennen, bevor sie durchgebacken sind.

Traditionell wird die Füllung mit Sahne und Marzipan zubereitet. Wer kein Marzipan mag, kann auch gemahlene Haselnüsse mit Zucker und etwas Wasser als Ersatz verwenden. Alles in allem sind die gefüllten Semlor vom Grill ziemlich reichhaltig, aber ein Nachtisch darf das sein.


Du brauchst:

Für den Teig:

550 g Mehl

100 g Butter

50 mL Milch

50 g Zucker

1 Ei + 1 Ei zum bestreichen

½ Stück frische Hefe

1 Prise Kardamom (gemahlen)

1 Prise Salz

Für die Füllung:

100 g Marzipan

200 mL Schlagsahne

1 Packung Vanillezucker


Und so gelingt’s:

Zuerst einen Hefeteig herstellen. Dazu die Hefe mit Milch und etwas Zucker an einem warmen Ort gehen lassen. Dann mit den übrigen Zutaten in einer Schüssel vermengen und kneten. Der Teig sollte nicht klebrig sein und Fäden ziehen – gegebenenfalls etwas Mehl zugeben.

Diesen Teig dann 30 Minuten gehen lassen und zu zehn bis zwölf Brötchen formen, diese nochmal zum Gehen stellen. In der Zwischenzeit den Grill vorbereiten, sodass 180 °C indirekte Hitze erreicht sind. Die Brötchen dann (am besten auf einer Grillplatte) mit dem zweiten Ei bestreichen und circa zehn Minuten backen.

Die ausgekühlten Brötchen aufschneiden, sodass der untere Teil größer ist. Den unteren Teil aushöhlen und den Teig mit dem Marzipan und 50 mL Sahne vermengen. Diese Masse dann in die Brötchen füllen. Die übrige Sahne mit dem Vanillezucker aufschlagen, auf den Brötchen verteilen und den Deckel aufsetzen.

Grillen in Finnland Elchsteak
Was grillt man in Finnland? Ein rosa gegrilltes Elchsteak gehört zu den beliebtesten Grillgerichten Finnlands.

15 min. Zubereitungszeit

Grillen in Finnland: keine einfachen Rezepte …

Grillen wie in Finnland ist eine echte Herausforderung. Aber bitte: Für das Lappland-Gefühl baust du zunächst eine Grillkota, eine finnische Grillhütte. Hier versammeln sich die Finnen gemeinsam um das Feuer, und zwar bei jedem Wetter. Manche behaupten sogar, dass bei Schnee noch lieber gegrillt wird als bei Sonnenschein.

Zusätzlich zur Kota brauchst du eine Muurikka. Das kennen bisher nur die wenigsten heimischen Griller. Es handelt sich um große Grillpfannen, mit denen direkt über dem offenen Feuer gekocht wird. Das ist ziemlich praktisch, denn darauf kannst du von der Gemüsepfanne bis zum Lachs eigentlich alles zubereiten. Nach dem Essen geht es direkt weiter in die finnische Sauna.

Alles in allem ist es also recht aufwendig, ein authentisches finnisches BBQ zu kreieren. Wenn du eine einfachere Alternative suchst, dann versuche es mit einem Elchsteak. Ja, auch das ist nicht in jedem Supermarkt zu bekommen, aber im Feinkostgeschäft oder im Internet wirst du sicher fündig.

Das Fleisch hat einen würzigen Wild-Geschmack und erinnert ansonsten an Rind. Entsprechend wird es auch so gegessen: rosa gebraten. Wenn du Meister im Grillen von Steaks bist, sollte dir die Zubereitung also sehr gut gelingen. Für die Steaks brauchst du übrigens keine eigene Muurikka, sie gelingen auch auf dem Rost ganz vorzüglich.

Tipp: Behalte mit einen Grillthermometer die Kerntemperatur vom Elch immer im Auge.


Du brauchst:

Elchsteaks

Salz

Pfeffer

Etwas Pflanzenöl


Und so gelingt’s:

Elchfleisch ist sehr mager, deshalb ist es sinnvoll, das Fleisch beim Grillen gelegentlich mit etwas Öl einzupinseln. Ansonsten grillst du das Stück wie ein Rindersteak: gut vorheizen, dann direkt bis zur gewünschten Festigkeit grillen (es sollte wenigstens rosa sein) und fünf bis zehn Minuten ruhen lassen. Am besten erst nach dem Grillen mit Salz und Pfeffer würzen.

Wenn du zum ersten Mal Steaks grillst, ist Elch durchaus eine Herausforderung. Circa vier Minuten von jeder Seite über der Glut sind eine gute Orientierung, um das Fleisch zart und saftig zu garen.

Optional kannst du die Elchsteaks vorher marinieren. Hier bieten sich Knoblauch, Wacholder, Chili und Pfeffer als Mischung an. Achte darauf, vor dem Grillen die Gewürze abzustreifen, sonst verbrennen sie über der Glut.

Grillen in Portugal Piri Piri Haehnchen

115 min. Zubereitungszeit

Grillen in Portugal: Hähnchen Piri Piri vom Smoker

Wer den Duft von Grillrauch liebt, sollte unbedingt einmal Urlaub in Portugal machen. Das Garen über Holz oder Holzkohle wird hier wie in kaum einem zweiten europäischen Land zelebriert. Fast jedes Restaurant hat einen eigenen Grill im Freien und dank des sonnigen Wetters wird der häufig genutzt.

Spezialitäten sind zum Beispiel gegrillter Tintenfisch und gegrillte Sardinen. Der ultimative Grill-Klassiker von der Algarve ist jedoch das Hähnchen Piri Piri. Piri Piri ist der portugiesische Begriff für Chilischoten und das zeigt auch schon die Richtung, in die es hier geht. Allerdings in Maßen: Portugiesen lieben eine leichte Schärfe, die den anderen Aromen noch ausreichend Raum zur Entfaltung lässt.

Traditionell wird das Hähnchen in Portugal vor dem Grillen mariniert, damit es die Aromen von Knoblauch, Paprika und Co. gut aufnehmen kann. Auf den Rost kommt dann der Hahn in zwei Hälften. Mittlerweile gibt es häufig die Abwandlung, nur Hähnchenkeulen oder Hähnchenflügel Piri Piri anzubieten. Das erleichtert die Zubereitung und eignet sich für den kleinen Grill. bzw. kleinen Appetit.

Tipp: Die Sauce, die du zum Marinieren herstellst, eignet sich auch hervorragend als Dip bei Tisch.

Grillen in Russland russisches Schaschlik

35 min. Zubereitungszeit

Grillen in Russland: die vielleicht der größten Spieße der Welt

Wusstest du, dass Russland das flächenmäßig größte Land der Welt ist? Da passt es gut, dass in Russland auch beim Grillen groß gedacht wird. Meistens gibt es Fleischspieße – und zwar im XXL-Format. Diese Grillguthalterungen heißen Schaschlik und stammen ursprünglich aus dem Kaukasus, wurden in Russland aber mit viel Liebe zum Detail verfeinert.

Speziell dafür gibt es in jedem Supermarkt große Metallspieße zu kaufen, die locker einen halben Meter lang sind. Wenn du einen kleineren Grill hast oder lieber Fingerfood anbieten möchtest, kannst du aber selbstverständlich auf normale Holzspieße zurückgreifen.

Die Spieß-Methode hat verschiedene Vorteile. Zum Beispiel wird das Fleisch direkt in mundfeine Stücke geschnitten und kann mühelos verspeist werden. Zudem erhält es eine schöne Kruste und es gibt viel Oberfläche, über die Aroma aufgenommen werden kann. In Russland ist es üblich, zusätzlich zum Fleisch auch Gemüse auf dem gleichen Spieß zu grillen – wie du es wahrscheinlich vom Schaschlik kennst. Mögliche Beigaben sind Zucchini, Zwiebeln, Tomaten und viele weitere. Die Beilage kommt also gleich mit auf den Teller.

Ein zweite Besonderheit ist, dass das Fleisch mariniert wird, bevor es auf den Grill kommt. So wird es besonders zart und aromatisch. Die genaue Rezeptur der Marinade ist einem stolzen russischen Schaschlik-Griller heilig. Die unten angegebene Mischung ist daher nur ein Vorschlag. Russen und Russinnen lieben es, aus der Zubereitung eine Wissenschaft zu machen. Mögliche weitere Zutaten sind Sahne, Joghurt, Bier, Honig und noch viele weitere. Das Angenehme: Es ist eigentlich nichts verboten, so lange das Schaschlik hinterher schmeckt und ausreichend davon zum Essen bereitliegt.

In Bezug auf die Fleischsorte hast du die Wahl aus verschiedenen Möglichkeiten, in Russland werden Schwein, Rind und Kalb gleichermaßen gerne gegrillt. Auch Lamm ist möglich.

Tipp: Wenn du Fleischspieße, welcher Art auch immer, selbst bestückst, solltest du auf den richtigen Abstand achten. Es empfiehlt sich, ein paar Millimeter Platz zu lassen, so garen die einzelnen Portionen rundum. Ist der Spieß zu eng belegt, kann es passieren, dass das Fleisch außen gar wirkt, aber an den Übergangsstellen noch roh ist.

Wenn du russisch grillen möchtest, ist nicht nur die Frage „wie“, sondern auch „wo“. In Deutschland ist es üblich, direkt auf der Terrasse das Feuer zu entzünden. In Russland begeben sich die Menschen dafür gerne in die Natur. Dafür gibt es speziell eingerichtete Grillplätze (offenes Feuer im Wald ist hingegen verboten). Auch in Deutschland finden sich hier und da solche Feuerplätze. Für das authentische Gefühl zum Grillen wie in Russland lohnt es sich, einen solchen ausfindig zu machen.

In unserem Beitrag: „Die Top Grillplätze in Deutschland“ findest du sicher auch einen in deiner Nähe.

Grillen in Spanien Taps von der Plancha
Was grillt man in Spanien? Hier werden Tapas aller Art auf der Plancha gegrillt.

25 min. Zubereitungszeit

Grillen in Spanien: Tapas a la Plancha

Spanien gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern und neben der Landschaft und der mediterranen Sonne gehört auch die Küche zu den Gründen dafür. Eine Besonderheit ist, dass regional oft sehr unterschiedliche Speisen zubereitet werden. Zwei Dinge sind aber wohl überall beliebt: Tapas und die Zubereitung mit der Plancha.

Bei der Plancha handelt es sich um eine Grillplatte. Ihre wichtigste Eigenschaft ist, dass die Oberfläche glatt ist. Insofern lassen sich viele Grillplatten, zum Beispiel aus Edelstahl, als Ersatz für die Plancha nehmen. In jedem Fall wird diese ordentlich erhitzt – auf bis zu 300 °C.

Verbrennen die Speisen dann nicht? Nein, bei so hohen Temperaturen macht sich der sogenannte Leidenfrost-Effekt bemerkbar. Das ist der gleiche, der einen Wassertropfen auf einer heißen Herdplatte schweben lässt. Auf der Plancha schweben Garnelen, Bratpaprika und Co. also gewissermaßen vor sich hin, bis sie gar sind. Dabei nehmen sie ein wunderbar vollmundiges, gleichmäßiges, dezentes Grillaroma auf.

Dabei hat die Platte noch einen weiteren Vorteil: Datteln im Speckmantel, Krebse und andere Kleinteile laufen keine Gefahr, durch den Rost in die Glut zu fallen. So lassen sich auch Lebensmittel grillen, die beim klassischen BBQ schlichtweg durch das Raster fallen würden.

Welche Tapas nun auf der Plancha landen, ist im Grunde deinem Geschmack überlassen. Wenn es typisch spanisch sein soll, ist Knoblauchöl aber Pflicht. Du kannst das Grillgut entweder kurz vor dem Herunternehmen noch auf der Platte marinieren oder direkt vor dem Servieren.


Du brauchst:

12 Riesengarnelen

20 Bratpaprika

16 Pflaumen im Speckmantel

4 Knoblauchzehen (gehackt)

Meersalz

Olivenöl

Pflanzenöl zum Braten


Und so gelingt’s:

Das Wichtigste ist, die Plancha – also die Grillplatte – ordentlich auf Temperatur zu bringen. Das heißt: Du schaltest deinen Gasgrill auf die höchste Stufe oder bringst Holzkohle zum Glühen. Falls du zufällig ein Infrarot-Thermometer zur Hand hast: Die Platte sollte mindestens 250 °C haben. Dazu solltest du sie mindestens fünf Minuten aufheizen lassen, Gusseisenplatten brauchen bis zu 20 Minuten. Dabei heißt es: Finger weg von der heißen Platte! Gegrillt wird nur mit Zange oder dem Wender.

Bevor die Tapas auf die Platte kommen, wird diese kurz mit Öl benetzt. Olivenöl eignet sich nicht, da es zu schnell verbrennt. Rapsöl eignet sich sehr gut, da es vergleichsweise geschmacksneutral ist. Das Öl wird nahezu sofort auf Temperatur sein, die Tapas wandern also unmittelbar hinterher. Die drei genannten haben in etwa die gleiche Garzeit, und zwar drei bis fünf Minuten.

Sind sie gar, nimmst du die Tapas von der Platte und würzt sie hinterher mit Meersalz und Knoblauchöl.


Grillen in Südamerika


Südamerika ist so etwas wie die heimliche Grillzentrale der Welt. Das im doppelten Sinn: Zum einen gibt es wohl nirgendwo auf der Welt so viele Grillfeste pro Einwohner wie hier. Immerhin ist der amtierende Weltmeister für das größte Grillfest laut Guinnessbuch Uruguay. Über 16 Tonnen Fleisch wurden 2017 speziell zu diesem Anlass gegrillt. Vorheriger Spitzenreiter war übrigens das Nachbarland Argentinien. Zudem ist Südamerika ein großer Fleischexporteur. Rindfleisch aus Argentinien, Chile oder Brasilien ist weltweit begehrt. Und dann gibt es auch noch brasilianische Churrascarias, argentinisches Asado und und und …

Asado mit Rippchen vom Grill
Was grillt man in Argentinien? Asado mit Rippchen ist DAS Grillgericht Argentiniens.

3,5 h Zubereitungszeit

Grillen in Argentinien: Asado mit Rippchen

Asado heißt so viel wie „Grillfest“. Das reicht jedoch als Übersetzung kaum aus, um zu beschreiben, was ein Argentinier oder eine Argentinierin mit Asado meint.

Was also ist ein Asado? Ein Vergleich: In Deutschland gibt es beim Grillfest (etwas überspitzt) eine Sorte Bratwurst und 20 Salate. In Argentinien ist es genau umgekehrt: Es gibt 20 Sorten Fleisch und irgendwo auch einen Salat. Entsprechend steht das Grillen klar im Mittelpunkt. Das wiederum geschieht nicht nur auf dem Rost, sondern ebenso am Spieß über dem Feuer oder direkt auf der Glut.

Wie lässt sich das nun einfangen und zu Hause nachkochen? Nur mit ein paar Tricks. Eine passende Bratwurst zum Asado ist zum Beispiel die Chorizo. Gegrillte Innereien wie Dickdarmhaut sind hierzulande so exotisch, dass sie im Prinzip nicht zu bekommen sind. Bleibt noch eine weitere Besonderheit der argentinischen Grillrezepte: Rippchen.

Das „chen“ ist dabei allerdings schon wieder die typisch deutsche Betrachtungsweise. Gegrillte Querrippe ist nämlich eher ein Stück für zwei oder noch mehr Personen als ein niedliches kleines Grillgut. In Argentinien wird sie als Asado de Tria verkauft. Dieser Schnitt ist hier nur selten zu bekommen. Wenn doch, umso besser. Ansonsten tut es normale Querrippe.


Du brauchst:

1 kg Querrippe im Stück

4 Knoblauchzehen

Frischer Thymian

Olivenöl

Salz


Und so gelingt’s:

Zuerst solltest du prüfen, ob dein Grill dem Gericht überhaupt gewachsen ist. Das üppige Stück Rindfleisch wird im Ganzen indirekt gegart. Das heißt, es muss entsprechend Platz vorhanden sein. Wenn du gerne amerikanische Rezepte grillst, hast du aber garantiert schon das passende Gerät bei dir stehen.

Dann geht es weiter mit dem Fleisch. Das wird mit den zerdrückten Knoblauchzehen, frischem Thymian und dem Olivenöl mariniert – am besten vier Stunden in einem Vakuumbeutel im Kühlschrank.

Als Nächstes heizt du den Grill vor, sodass indirekt 110 °C erreicht werden. Jetzt darf das Ripp“chen“ auf den Rost und bleibt dort für zwei Stunden. Nach dieser Zeit wickelst du das Fleisch in Alufolie und lässt es bei gleicher Temperatur noch eine Stunde garen.

Das Ergebnis ist ein wunderbar vollmundiges, aromatisches Stück Erinnerung ans argentinisches Asado. Mit Salz und Pfeffer würzen deine Gäste ihre Portionen am besten direkt bei Tisch.

Grillen in Brasilien Picanha

30 -70 min. Zubereitungszeit

Grillen in Brasilien: Picanha wie in der Churrascaria

Zuerst ein kleiner Ausflug in die Welt des brasilianischen BBQ. Gegrilltes Fleisch heißt hier Churrasco. Anders als in Deutschland gibt es Restaurants, die sich nur der Zubereitung über Feuer oder Kohle widmen. Sie heißen Churrascaria und sind oft der Mittelpunkt des sozialen Lebens.

Angeboten werden diverse Sorten, Zuschnitte und Zubereitungsarten. Rindfleisch gibt es ebenso wie Schwein oder Lamm. Es werden ganze Stücke gegrillt, Steaks oder Gepökeltes. Bei der Auswahl fällt es schwer, sich für ein Gericht zu entscheiden. Das Gute: In der Churrascaria muss das auch niemand. Die Kellner bringen nach und nach verschiedene Köstlichkeiten an den Tisch. Ein grüner Bierdeckel signalisiert, dass weiter aufgetragen werden darf. Wendet der Gast ihn auf Rot, ist er satt (oder unzufrieden mit der Qualität – das kommt aber eigentlich nie vor). Das Prinzip ist ganz ähnlich vom Rodizio-Restaurant bekannt, dass es in Brasilien unter diesem Namen jedoch nicht gibt.

Eine besondere Spezialität aus Brasilien ist der gegrillte Tafelspitz, genannt Picanha. Mit einem klassischen Tafelspitz hat der allerdings kaum etwas gemeinsam, daher solltest du keinesfalls ein einfaches Stück Rinderbrust kaufen. Entscheidend ist, dass am Stück die Fettauflage (der Deckel) erhalten ist – die wird in Deutschland nämlich üblicherweise abgeschnitten. Entweder bestellst du beim Metzger deines Vertrauens Tafelspitz mit Fettdeckel oder direkt im Internet einen Picanha-Cut.

Eine weitere Besonderheit ist, dass du das Picanha Scheibe für Scheibe herunterschneidest. Dadurch wird das Fleisch zum einen wunderbar zart, zum anderen erhält es eine verführerische Kruste.

Chimichurri in Schale

15 min. Zubereitungszeit

Grillen in Uruguay: nochmal Asado

In Uruguay ist vieles ähnlich wie im Nachbarland Argentinien. Das würde dort aber niemand sagen. Eher schon: In Uruguay ist alles besser als im Nachbarland Argentinien. Das gilt selbstverständlich auch für das BBQ und so wundert es wenig, dass es den Uruguayos eine diebische Freude war, die Argentinier als Rekordhalter für das größte Grillfest der Welt abzulösen.

Wenn gegrillt wird, und das kann fast täglich sein, kommt allerhand Fleisch auf den Grill. Vor allem Rindfleisch, aber auch Schaf, Huhn und vieles mehr – und das häufig im Ganzen. Über Smoker oder dergleichen machen sich die Grillweltmeister dabei keine Gedanken. Die Geräte sind oft Marke Eigenbau, zum Beispiel aus einem alten Fass gefertigt. Gegrillt wird darin über Holzkohle oder, häufiger, über der Glut eines Holzfeuers.

Doch zurück zu den Ähnlichkeiten: Genau wie in Argentinien heißt das Grillfest Asado und Fleisch ist der Hauptdarsteller dabei. Immerhin leben im Land auch deutlich mehr Rinder als Menschen. Die Beilagen sind eher knapp bemessen, traditionell gibt es einen Kartoffelsalat – und eine würzige Sauce, das Chimichurri.

Hierzulande ist Chimichurri als argentinische Sauce bekannt, sie wird aber auch in Uruguay gerne gegessen. Wer sie tatsächlich erfunden hat, lässt sich nicht ohne Weiteres klären. Wie auch immer: Sie macht aus einem Rindersteak ein echtes uruguayisches Grillerlebnis.


So grillt Nordamerika


Nordamerika ist zunächst eine geographische Einheit. Die regionalen Küchen der Länder unterscheiden sich erheblich. Im Süden gibt es karibische Gerichte mit tropischen Früchten und würzigen Saucen. Im Norden breitet sich mit den USA das Heimatland des BBQ aus. Innerhalb der Vereinigten Staaten sind die Grillrichtungen so vielfältig, dass es sinnvoller ist, hier von Bundesstaat zu Bundesstaat auf den Grill zu schauen, statt alle amerikanischen Griller über einen Kamm zu scheren.

Beef Brisket aus dem Smoker

630 min. Zubereitungszeit

Grillen in Missouri: Beef Brisket with burnt ends

In Kansas City, Missouri hat das Barbecue eine lange Tradition. Wie es zur Entstehung der Burnt Ends als besondere Spezialität kam, dazu gibt es verschiedene Theorien. In jedem Fall entstanden diese verbrannten Enden automatisch beim Smoken von Rinderbrust. Der Grund ist simpel: Während der dicke, saftige Mittelteil der Rinderbrust langsam gart, verbrennen die flachen, dünnen Enden auf dem Rost.

Eine Geschichte erzählt, dass die hungrigen Gäste gerne nach den Enden griffen, wenn sie auf ihr Sandwich warteten. Diese Enden wurden nämlich verworfen, da sie als verbrannt galten. Weil sie jedoch so intensiv rauchig und aromatisch schmecken, verlangten die Gäste sie bald als eigene Spezialität. In einer zweiten Geschichte wurden die Burnt Ends über die Woche gesammelt und am Freitag mit reißendem Absatz verkauft.

Wie auch immer der Anfang war, die Nachfrage nach den Burnt Ends war so groß, dass die Restaurants in Kansas City bald eine Methode entwickelten, um mehr davon herzustellen.

Wenn du Burnt Ends smoken möchtest, brauchst du drei Dinge: eine schön marmorierte Rinderbrust, einen Smoker – und viel Zeit. Es lohnt sich!

Tipp: Zum intensiv rauchigen Geschmack passt eine süße BBQ-Sauce, wie die Cola BBQ Sauce, sehr gut. In manchen Restaurants werden die burnt ends vor dem Servieren noch mit etwas braunem Zucker glasiert.

6 h Zubereitungszeit

Grillen in Texas: Beef Ribs low and slow

Die Devise beim BBQ in Texas lautet, das Fleisch bei niedriger Hitze langsam zu garen. Auf Englisch: low and slow. Das hat zwei Vorteile: Zum einen werden Rinderbrust und Co. dadurch butterzart, zum anderen nimmt das Grillgut intensive Raucharomen auf.

Tatsächlich gehört die Rinderbrust zu den wohl am häufigsten gesmokten Fleischsorten. Das hat verschiedene Gründe. Durch den hohen Fettgehalt zwischen den Muskeln wird das Stück bei langen Garzeiten nicht trocken, sondern saftig. Zudem hat es eine gute Größe.

Allerdings ist Rinderbrust mehr oder weniger gleich, in den Bundesstaaten unterscheiden sich die Rubs und Saucen zwar, aber vom Prinzip funktioniert das Smoken in Texas ebenso wie in Missouri. Eine hierzulande weniger bekannte Spezialität sind texanische Rinderrippen.

Die Aromen, die von rauchig über süßlich bis fruchtig reichen, kommen dabei allein aus dem Fleisch und dem Holz, das zum Räuchern (Smoken) verwendet wird. Die Texaner bevorzugen hier heimisches Holz und Fleisch einer regionalen Ranch. Beides ist hierzulande schwer zu bekommen, aber Rinderrippchen gibt es auch von deutschen Betrieben in hoher Qualität. Wichtig ist, dass das Fleisch trocken reifen konnte (normale Reifung, kein Dry-Aging).


Du brauchst:

Rinderrippe (z. B. Short Ribs)

Salz

Pfeffer

Zwiebelpulver (nach Geschmack)


Und so gelingt’s:

Die Rippen werden am besten in größeren Stücken gegart, keinesfalls einzeln, sonst werden sie beim Smoken trocken. Gewürzt wird nur mit Salz, Pfeffer und nach Belieben mit Zwiebelpulver.

Der Smoker wird so eingestellt, dass die Räuchertemperatur um 100 °C liegt. Zu hohe Temperaturen sind unbedingt zu vermeiden, sonst gart das Fleisch zu schnell. Die Rippchen legst du mit der Knochenseite nach unten auf den Rost und dann heißt es: warten. Gute sechs Stunden kann (und soll) es dauern, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 90 °C erreicht hat. Dann sind die Rippchen perfekt saftig, rauchig und texanisch-köstlich.

Pastrami Sandwich New York Style

15 min. Zubereitungszeit

Grillen in New York: Pastrami Sandwich

Wer einmal hoch über den Dächern der Großstadt ein Rooftop-BBQ mit Pastrami genossen hat, möchte das Erlebnis sicher noch einmal wiederholen. Zumindest in Bezug auf das Pastrami ist das möglich. Die Kulisse der Wolkenkratzer musst du dir dazu denken … oder einfach die Augen schließen, genießen und sich direkt nach Manhattan versetzt fühlen.

Auch wenn Pastrami heute sinnbildlich für amerikanisches oder New Yorker BBQ steht, stammt das Gericht ursprünglich aus Europa. Entstanden ist es vermutlich in der jüdisch-rumänischen Küche und ist eine Alternative zum (nicht koscheren) Schinken. In den USA wurden die Rezepte dann amerikanisiert, also für den Smoker und das low-and-slow-Grillen umgewandelt.

Tipp: Mache dein Pastrami einfach selber. Hier ein leckeres Rezept für Pastrami New York Style.

Das New Yorker Pastrami schmeckt etwas feuriger als in den übrigen Staaten. Durch die Gewürze wie Koriander, Pfeffer und Knoblauch wird es vollmundig. Das Fleisch wird, im Gegensatz zu vielen anderen US-Gerichten, zuvor gepökelt. Dadurch erhält es seine intensive rote Farbe und eine salzige Note, dazu passt wunderbar amerikanischer Krautsalat Coleslaw und Roggenbrot. Mit einem Klacks Senf wird es endgültig authentisch.

saftiges Pulled Pork

12 h Zubereitungszeit

Grillen in North Carolina: Heimat des Pulled Pork

Pulled Pork ist der Inbegriff für die Freuden, die langsames Grillen bereiten kann. Nach der langen Garzeit von mehreren Stunden (manche Amerikaner garen das Fleisch über Nacht) zerfällt es unter der Gabel. Daher auch der Name: Es wird nicht geschnitten, sondern gezupft. Zugleich hat das butterzarte Fleisch intensive Aromen von Rauch und Gewürzen aufgenommen. Getoppt wird das Ganze dann noch einmal mit einer fruchtig-sauren Sauce.

Ob das Pulled Pork wirklich aus North Carolina stammt, ist nicht überliefert. Fakt ist aber, dass in dieser Region schon immer gerne Schwein gegrillt wurde, und zwar möglichst langsam, damit es maximal zart wird. Ganz ursprünglich ist es wohl, das Schwein im Ganzen über viele Stunden gar zu smoken. Das ist aber nur möglich, wenn du wenigstens zwei Kreisligamannschaften zum Essen eingeladen hast. Pulled Pork wird ansonsten aus der (durchwachsenen) Schweineschulter zubereitet und ist auch in dieser „kleinen“ Portion ein großer Genuss.

Typisch für North Carolina ist übrigens die leicht säuerliche BBQ-Sauce. Sie passt perfekt zum rauchigen Schweinefleisch. Idealerweise ergibt sich eine einzigartige Liaison aus Sauce und zartem Fleisch. Dazu braucht es eigentlich nicht mehr viele Beilagen. Brot oder Cole Slaw bieten sich an.

30 min. Zubereitungszeit

Grillen auf Hawaii: Huli Huli Chicken

Hawaii ist der 50. Bundesstaat der USA und gehört somit – zumindest politisch – zu Nordamerika. Ansonsten ist auf den Pazifikinseln aber fast alles anders als auf dem Festland, auch das BBQ. Auf Hawaii haben karibische Gerichte Tradition. Es wird gerne fruchtig, scharf und pikant gegessen. Low and slow praktizieren die Einwohner Hawaiis hingegen eher selten.

Spannend ist außerdem, dass sich auf Hawaii immer wieder asiatische und amerikanische Einflüsse Treffen und gegenseitig beflügeln. So ist es auch beim Huli Huli Chicken. In der Marinade treffen sich Ananas, Sojasauce und Zucker, um gemeinsam eine enorme Geschmacksexplosion zu erzeugen.

Die Entstehung dieses hawaiianischen Grillrezepts lässt sich ausnahmsweise gut nachvollziehen. Es wurde 1955 von Ernest Morgado entwickelt – das genaue Rezept ist noch immer ein Geheimnis. Mittlerweile gibt es aber zahlreiche Interpretationen des Klassikers. Da die Hähnchenteile nur wenige Minuten auf dem Grill verbringen, ist das Huli Huli Chicken vermutlich das schnellste Grillgericht der USA – und zugleich ein ausgesprochen köstliches.

Eine Besonderheit der Zubereitung ist, dass das Fleisch auf dem Grill häufig gewendet wird. Daher hat das Gericht auch seinen Namen: „Huli Huli“ bedeutet so viel wie „umdrehen“. Noch mehr Zusatzwissen: Ananassaft in der Sauce hat einen interessanten Effekt auf Fleisch, und zwar sorgt er für mehr Zartheit. Zudem ist das fruchtige Aroma ein perfekter Begleiter für Geflügel.


Du brauchst:

1 kg Hähnchen-Oberschenkel (ausgelöst)

70 g Honig

100 mL Ketchup

100 mL Sojasauce

50 mL Ananassaft

2 Knoblauchzehen (gehackt)

½ TL Ingwerpulver (getrocknet)


Und so gelingt’s:

Für das Gericht eignen sich ausgelöste Hähnchenkeulen sehr gut, aber auch Flügel oder Hähnchenbrust mit Haut sind möglich.

Im ersten Schritt der Zubereitung stellst du aus allen Zutaten außer dem Hähnchen eine Marinade her. Am einfachsten ist es, die Mischung kurz aufzukochen, damit sich alles gut verteilt. Dann legst du das Geflügel über Nacht in der Marinade ein, behältst aber eine halbe Tasse zurück.

Am nächsten Tag tupfst du das Hähnchen trocken und legst die Teile bei mittlerer direkter Hitze auf den Grill. Je nach Dicke des Fleischs braucht das Hähnchen nur acht bis zehn Minuten, bis es gar ist. Achte darauf, regelmäßig zu wenden, damit nichts verbrennt und alles gleichmäßig erhitzt wird.

Zwei Minuten vor Schluss bestreichst du die Hähnchenteile noch einmal mit der übrigen Marinade, die über der Glut wunderbar karamellisiert.

20 min. Zubereitungszeit

Kanada: Lachs mit Ahornsirup-Karamellkruste

Wer an Kanadas Spezialitäten denkt, dem kommen sicher Ahornsirup und Lachs in den Sinn. Da liegt es eigentlich nahe, beide zu einem kanadischen Grillrezept zu vereinen.

Tatsächlich hat diese Kombination noch keine so lange Tradition wie Pulled Pork in den USA oder Gyros in Griechenland. Es entstammt vielmehr einer neuen Kochrichtung, die ungewöhnliche Kreationen wagt. Und damit passt das Gericht noch besser nach Kanada, das sich als Land häufig besonders fortschrittlich zeigt.

Ahornsirup hat zudem noch einen weiteren Bezug zum Grillen. Früher war es üblich, den Sirup über Holzfeuer einzukochen. Möglicherweise ergab das noch einmal einen besonders rauchigen Unterton. Heute wird der Sirup allerdings industriell hergestellt, aber noch aus natürlich vorkommenden Baumbeständen gewonnen.

Wenn du nun das Geschmackserlebnis von Lachs mit Karamellkruste probieren möchtest, solltest du nicht sofort zum erstbesten Ahornsirup greifen. Hier gibt es eine eigene Qualitätsklassifikation. Allgemein gilt: Je heller der Sirup, desto milder und feiner ist der Geschmack.

Auch beim Lachs gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Wer den ursprünglichen, dezenten, geradezu buttrigen Geschmack sucht, sollte kanadischen Wildlachs kaufen.


Du brauchst:

4 Stücke Lachsfilet von je 200 g

100 mL Sojasauce

50 mL heller Ahornsirup

1 TL Paprikapulver (mild)


Und so gelingt’s:

Die Zubereitung dieses kanadischen Grillrezepts ist denkbar einfach. Dazu heizt du zunächst den Grill vor, der Lachs wird bei mittlerer direkter Hitze gegart. Am besten ist es, wenn die Stücke noch mit Haut sind. Die wird nicht nur besonders knusprig, sondern schützt zudem das Filet vor dem Austrocknen.

Insgesamt braucht der Fisch höchstens zehn Minuten auf dem Grill, wobei du den Lachs nach fünf Minuten regelmäßig mit der Marinade aus Sojasauce, Paprikapulver und Ahornsirup einstreichst. Dabei immer wieder wenden, damit die Kruste karamellisiert, aber nicht verbrennt.

gegrillte Quesadillas mit Hackfleisch

30 min. Zubereitungszeit

Grillen in Mexiko: feurige Quesadillas vom Grill

In Mexiko wurde schon vor Ankunft der Spanier gegrillt. Damals noch mit einfacher, aber raffinierter Technik: Das Feuer wurde in einem Erdloch entzündet und die Speisen wurden darüber gegart, zum Beispiel an Spießen aus Holz.

Noch heute ist das Grillfest in Mexiko sehr beliebt. Es heißt hier in Mittelamerika Barbacoa und wird zu allen möglichen Anlässen zelebriert. Wer das Glück hat, als Gast eingeladen zu werden, wird feststellen, dass einige typische Mexiko-Klischees nicht zutreffen.

Zum Beispiel wirst du in Mexiko kein klassisches Chili con Carne finden (jedenfalls nicht auf einer traditionellen Feier) und auch keine harten Taco-Shells. Stattdessen werden weiche Teigfladen, meist aus Maismehl, gefüllt. Begehrt sind zum Beispiel die Quesadillas.

Großer Vorteil: Ein spezielles Rezept für die Teigfladen und ihre Füllung gibt es nicht. Du darfst also mit verschiedenen Zutaten experimentieren, die dir schmecken. Typisch mexikanisch sind Hähnchenbrust, Paprika und Knoblauch. Häufig gibt es auch noch Käse oder ein Ei dazu.

Um Quesadillas zu grillen, benötigst du in jedem Fall eine Grillplatte, die du über dem Feuer oder der Gasflamme erhitzt. Wenn dann das Gemüse brutzelt, der Käse schmilzt und die Teigladen braten, fühlen sich deine Gäste schnell wie an einem echten mexikanischen Streetfood-Stand.

1,5h Zubereitungszeit

Grillen in der Karibik: Jerk Chicken

Die Karibik ist ein einzigartiger Ort – und das nicht nur wegen die Bilderbuchstrände mit türkisem Meer und blauem Himmel. Auch kulinarisch gibt es die Spezialitäten dieser Region kein zweites Mal auf der Welt. Die kreolische Küche der Karibik wurde von unglaublich vielen Kulturen beeinflusst. Zum einen brachten die europäischen Siedler ihre Gerichte aus Frankreich, Spanien und den Niederlanden mit. Dann wurden viele Sklaven hierher verschleppt, die wiederum afrikanische Traditionen fortführten.

Sie alle kochten mit den Zutaten, die es hier reichlich gibt: tropische Früchte, Krebse, Fisch, Chili … Entsprechend vielfältig sind die Gerichte, die es hier heute auf den Grill schaffen.

Das Jerk Chicken ist eine Spezialität aus Jamaika. Folgerichtig darf ein Schluck echter jamaikanischer Rum nicht fehlen. Weitere Aromen stammen von scharfen Chilis, fruchtig-sauren Limetten und süßem braunen Zucker. Wenn das Gericht in seiner karibischen Heimat gegrillt wird, dann direkt am Strand unter der Sonne. Das kannst du zu Hause schlecht imitieren. Aber mit einem Holzkohlegrill, einem fruchtigen Cocktail und den richtigen Zutaten kannst du dir trotzdem karibisches Flair zaubern.

Übrigens: Die Jerk-Würzmischung passt auch hervorragend zu Meeresfrüchten und Fleischgerichten.


Du brauchst:

1 Hähnchen (halbiert oder geviertelt)

1 Chilischote (gehackt)

½ TL Zimt

½ TL Piment

½ TL Ingwer

2 EL brauner Zucker

1 Knoblauchzehe (gepresst)

Saft von 2 Limetten

100 mL jamaikanischer Rum

1 TL Salz


Und so gelingt’s:

Das Hähnchen für die Zubereitung am besten halbieren und plattdrücken. Dann aus den übrigen Zutaten eine Marinade herstellen und das Fleisch darin zwei Stunden lang einlegen.

Den Grill auf mittlere Hitze vorheizen und das Hähnchen direkt grillen. Dabei mehrmals wenden, damit nichts anbrennt. Zwischendurch das Fleisch mit der Marinade bestreichen, um ein würziges, saftiges Ergebnis zu bekommen. Dazu passt jamaikanischer Reis, der mit Kokosmilch, Bohnen und einer Prise Zucker gekocht wird.


So grillt Afrika


Alle afrikanischen Länder haben eins gemeinsam: Es wird gerne gewürzt. Welche Aromen jedoch bevorzugt werden, unterscheidet sich von Küche zu Küche ganz erheblich. Im Norden sind Sumach und Kreuzkümmel beliebt, im Süden dominieren fruchtige Saucen. Im zentralen Afrika finden sich Einflüsse aus dem Orient in der regionalen Kochkunst wieder. Zudem bietet der Kontinent einige Besonderheiten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Dazu zählt zum Beispiel das würzige, magere Kudu-Fleisch, das in Südafrika gerne gegrillt wird.

20 min. Zubereitungszeit

Grillen in Südafrika: Kudu-Steak zum Braai

In Südafrika gibt es eine ganz eigene Grillkultur. Entsprechend treffen sich die Menschen hier nicht zum BBQ, sondern zum Braai. Tatsächlich solltest du als Gast in dem Land nicht den Fehler machen, das Braai mit einem deutschen Grillabend oder einem amerikanischen BBQ zu vergleichen – das könnte die stolze Seele der Einheimischen kränken.

Selbstverständlich gibt es aber dennoch viele Gemeinsamkeiten, denn das Kochen über Feuer im Freien erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. So gibt es in Südafrika ebenso wie in Deutschland den Brauch, dass ein regelrechtes Buffet rund ums Grillfleisch aufgefahren wird. Das liegt daran, dass traditionell die Gäste die Beilagen mitbringen, die sie gerne essen möchten (nicht nur für sich, sondern auch zum Teilen). Die Gastgeber hingegen kümmern sich um den Hauptdarsteller: das Fleisch vom Grill.

Gegrillt wird alles Mögliche, interessanterweise aber nur selten Geflügel, das in Südafrika beim Braai vielen zu mild schmeckt. Anders das Kudu-Fleisch. Es stammt von Wild, das in der Region lebt. Es gilt als echte Delikatesse. Kudu hat einen ausgeprägten, aber nicht unangenehmen Wildgeschmack und ist besonders mager. Daher ist es keine gute Idee, Kudu direkt auf den Grill zu werfen – es könnte zäh und trocken werden.

In Deutschland ist Kudu schwer zu bekommen, unmöglich ist es aber nicht. Durch seinen einzigartigen Geschmack ist es die beste Möglichkeit, Gästen hierzulande das Gefühl von einem südafrikanischen Braai zu bieten.


Du brauchst:

1 Kudu-Steak pro Person

1 Flasche Bier

4 TL brauner Zucker

1 Chili

4 EL Olivenöl

Trüffel (wer mag)

Pfeffer (grob geschrotet)

Salz


Und so gelingt’s:

Wichtig: Mit der Vorbereitung solltest du mindestens zwei Tage vor dem Braai beginnen.

Dazu stellst du zuerst eine Marinade aus Bier, Zucker, gehackter Chili, Pfeffer und Olivenöl her. Darin legst du die Steaks am besten zwei Tage lang ein. Wer mag, gibt noch etwas Trüffel(öl) hinzu. Wichtig: Das Bier sollte nicht zu herb sein, sonst wird das Fleisch bitter.

Am Tag des südafrikanischen Grillfestes nimmst du das Fleisch heraus, lässt es abtropfen und grillst es medium.

Dazu passt Braai Bap, ein Maisbrei: groben Polenta-Grieß nach Packungsangabe zubereiten, jedoch nicht mit Wasser, sondern mit Milch. Außerdem Speck und Zwiebeln anbraten und über den Grieß geben.

15 min. Zubereitungszeit

Grillen in Tansania: würzige Mishkaki-Spieße

Im östlichen Afrika gibt es eine Fülle von Aromen aus der Natur. Wer hier grillt, nimmt dieses Geschenk gerne an und experimentiert zum Beispiel mit tropischen Früchten in der Kombination mit würzigem Fleisch. Genauso ist es bei den Mishkaki. Spießen, die ihren Ursprung in Tansania haben.

Was die Gewürze anbelangt, werden Erinnerungen an Asien wach. Curry eignet sich zum Beispiel sehr gut, um den afrikanischen Grillspezialitäten ihren Hauch Exotik zu verleihen – auch wenn die Würzmischung ursprünglich nicht von dort stammt.

Zwei weitere Zutaten, die in Tansania selten fehlen dürfen, sind Mais und Ingwer. Mais gibt es zum Beispiel als Maisbrei – eine beliebte Beilage zu allen möglichen Speisen, auch pur gerne genossen. Der Ingwer wandert als Würze ebenfalls an die Mishkaki-Spieße, aber nicht nur dorthin. Er wird zudem gerne genommen, um Wasser oder Tee zu aromatisieren. Mit einem Ingwer-Hibiskus-Tee bietest du deinen Gästen also gleich noch einen authentischen Drink dazu.

Dass das Rindfleisch hier zum Grillen auf Spieße kommt, ist ebenfalls typisch ostafrikanisch. Wenn du einmal im Land zu Gast bist, siehst du ganze Grillroste voll mit Spießen aller Art.


Du brauchst:

1 kg Rindfleisch

2 Knoblauchzehen (gepresst)

8 Scheiben Ingwer (dünn geschnitten)

100 g Papaya in Scheiben

1 TL Paprikapulver

¼ TL mildes Currypulver

¼ TL Chilipulver

½ TL Zitronenpfeffer

1 EL neutrales Pflanzenöl

1 EL Zitronensaft

1 Tomate (in Würfeln)

1 Prise Zucker

Salz


Und so gelingt’s:

Die Zubereitung ist einfach: Zuerst mischst du aus allen Zutaten außer Fleisch und Salz eine Marinade. Die gibst du mit dem in Streifen geschnittenen Rindfleisch (z. B. Roastbeef) in eine Schüssel oder besser in einen Beutel und lässt die Mischung über Nacht durchziehen.

Am nächsten Tag ziehst du das Fleisch auf Spieße, die Papaya kann mit dazu. Diese werden dann direkt gegrillt, sie brauchen nur ein paar Minuten. Vor dem Servieren noch mit Salz bestreuen, fertig!

Shakshuka im Dutch Oven

30 min. Zubereitungszeit

Grillen in Nordafrika und Israel: Schakschuka, Shakshoka, Shakshuka …

Dieses Gericht ist in vielen Ländern zu Hause und zu gibt es eine ganze Reihe von ähnlichen Namen. Auch in Israel wird es gerne gekocht. Eine Gemeinsamkeit aller Küchentraditionen ist, dass die würzige Speise gern über offenem Feuer in einer Pfanne zubereitet wird – ideal also für ein BBQ mit Urlaubsflair.

Was auch überall gleich ist, ist die Basis aus Tomaten und Zwiebeln. In dieser Sauce werden dann Eier pochiert. Ab da beginnen die Unterschiede: Manche würzen es gerne scharf, in Nordafrika kommt häufig noch Merguez hinzu. Ebenso kannst du das Gericht noch mit Paprika, Auberginen oder Spinat verfeinern.

Dazu gibt es Fladenbrot oder Pita, beides kannst du auf dem Grill zubereiten, wenn du möchtest. In Ägypten, Tunesien, Israel und den weiteren Ländern der Region ist es üblich, das Schakschuka direkt aus der Pfanne zu essen. Alternativ gibst du jedem Gast eine eigene Schale zum Dippen. Wenn du auf die Eier verzichtest (was nicht dem Originalrezept entspricht), kannst du sogar vegan grillen, ohne dass es an Würze fehlt.

Gleich nach dem Aufstehen: In Israel ist Schakschuka ein beliebtes Frühstück. Wenn du also das Lebensgefühl aus Tel Aviv oder Jerusalem nach Hause holen möchtest, ist es eine gute Idee, mit diesem Gericht in den Tag zu starten.


So grillt Australien


Australien ist der kleinste Kontinent, aber die Leidenschaft für das Grillen ist hier sehr groß. Ein klarer Vorteil ist das warme, sonnige Wetter, bei dem es Freude macht, sich um den Grill zu versammeln. Ähnlich wie in Deutschland ist es üblich, dass Gäste Salate, Brot oder Nachspeisen mitbringen. Gegrillt wird, wie fast überall auf der Welt, überwiegend Fleisch. Aber auch Meeresfrüchte spielen in Australien eine wichtige Rolle – allen voran der tasmanische Hummer. Übrigens hat der Kontinent die Grillwelt mit einer technischen Erfindung bereichert: Gasgrillstationen haben hier ihren Ursprung. Im Hinterland haben sie den Vorteil, dass sie keine Funken erzeugen – folglich besteht bei korrekter Verwendung keine Gefahr, den Busch in Flammen zu setzen.

Surf and Turf Spieße mit Limette

20 min. Zubereitungszeit

Grillen in Australien: Surf and Turf Spieße

Wenn du Menschen aus Australien kennst, ist es fast sicher, dass du wenigstens einmal zum „Barbie“, dem australischen BBQ eingeladen wirst. Für Australier gibt es kaum etwas Schöneres, als gemeinsam mit Freunden und Familie draußen zu grillen.

Das bietet sich fast das ganze Jahr über an, denn die Temperaturen sind in der Regel angenehm mild bis heiß. In Bezug auf die dort heimischen Spezialitäten hat das Land ebenfalls eine Menge zu bieten. Populär sind etwa Steaks vom Emu oder Känguru. Das Wildfleisch ist in Deutschland jedoch nur schwer zu bekommen.

Es gibt aber einen Exportschlager, der ebenfalls aus Australien stammt und der einen internationalen Siegeszug feiert: die Gasgrillstation. In Perfektion ausgestattet, verfügt sie über mehrere Brenner, Seitenbrenner, Infrarot-Grills, Ablageflächen, Deckel, Thermometer … Mit anderen Worten: Der australische Gasgrill lässt sich sehr fein justieren und auf das jeweilige Grillgut abstimmen.

Damit eignet er sich hervorragend für ein Surf-and-Turf-Gericht, also die Verbindung aus Meeresfrüchten und Fleisch. Das Steak kann zunächst ordentlich Farbe annehmen und während es danach an der Seite ruht, grillen die Garnelen über der Hitze.

Surf and Turf selbst ist übrigens keine australische Erfindung, sondern stammt aus Nordamerika. Mittlerweile ist es auf dem Fünften Kontinent aber sehr beliebt. Wenn du besonders australisch grillen möchtest, bietet sich der Australia Day am 26. Januar an. Am Nationalfeiertag raucht und zischt es von allen Seiten im Land. Problem nur, dass hier dann Schnee liegt, während in down under die Sonne brennt. Aber echte Australien-Fans lassen sich davon ihr Barbie nicht verderben.

Gut zu wissen: Wenn du in Australien bist und spontan Appetit auf ein BBQ bekommst, kannst du einen der zahlreichen öffentlichen Grillplätze nutzen. Dort gibt es nicht nur Tische und Bänke, sondern auch einen Grill gegen geringe Gebühr.

gegrillte Hummerschwänze

30 min. Zubereitungszeit

Grillen in Tasmanien: gegrillter Hummer

Manche Länder der Welt haben das Glück, dass die perfekten Lebensmittel einfach vorbeischwimmen. Tasmanien gehört dazu. Hier gibt es nicht nur Wildlachs, sondern insbesondere Hummer. Davon sogar so viele, dass die Tiere ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor sind.

Der Hummer hat mehrere entscheidende Vorteile und der wichtigste ist sicher sein delikates, leicht nussiges Fleisch, das einen unvergleichlichen Biss hat. Aber es gibt noch mehr. Zum Beispiel braucht der Hummer kaum Gewürze, um perfekt zu werden. Du musst dir also keine Gedanken über das Abschmecken machen.

Auch der Garpunkt ist mühelos einzuhalten, dazu kannst du den Hummer vor dem Grillen einfach kurz kochen. Über dem Feuer nimmt das Fleisch dann noch einmal ganz leichte Raucharomen an und karamellisiert an den Rändern. Verbrennen wird der Hummer dabei nicht, denn durch die Schale ist er gut geschützt.

Einzige Herausforderung ist es, das Fleisch aus den Schweren zu bekommen. Dafür gibt es spezielles Werkzeug, mit dem du zunächst den Panzer aufbrichst. Dann lässt sich das Fleisch mit einem geschickten Griff im Ganzen herausnehmen und genießen.

Hummer gibt es übrigens lebend und tiefgefroren zu kaufen. Was besser ist, darüber diskutieren Köche auf aller Welt eifrig. Für Traditionalisten muss der Hummer lebendig ins kochende Wasser gegeben werden. Dabei ist es wichtig, dass das Wasser wirklich sprudelnd kocht und immer nur ein Tier pro Durchgang zugegeben wird. Sonst kühlt sich das Wasser zu sehr ab. Die Kochzeit beträgt etwa 15 Minuten. Wesentlich einfacher ist es, vorgekochten oder tiefgefrorenen Hummer zu kaufen.


So grillt Asien


In Asien ist Grillen in vielen Ländern beliebt. Von den Garküchen in Vietnam bis hin zum 3-Sterne-Restaurant in Tokio gibt es eine unglaubliche Vielfalt an regionalen Grillspezialitäten. Wenn es eine Gemeinsamkeit gibt, dann die Vorliebe für süßliche und salzige Marinaden. Sojasauce oder Verwandte davon dienen hierfür als Grundlage. Ansonsten unterscheiden sich die Länderküchen zum Teil deutlich. Obwohl es manchmal eine Herausforderung ist, die Rezepte aus dem Asien-Urlaub nachzukochen, gibt es doch auch einen großen Vorteil: Die charakteristische Würzung weckt schnell Erinnerungen an die Tage in Japan, China oder Korea. Durch zahlreiche Asia-Läden in den Städten ist es zudem kein Problem mehr, authentische Zutaten in hoher Qualität zu bekommen.

gegrillte Pekingente
Was grillt man in China? Natürlich die berühmte, knusprige Pekingente. Die lieben wir doch alle.

140 min. Zubereitungszeit

Grillen in China: Pekingente

Ja, jetzt wird die ganze Ente im Stück gegrillt. Dafür brauchst du einen Grill mit Deckel, der entsprechend viel Raum bietet. Zudem wir die Ente hierfür indirekt gegrillt.

Wenn du es ganz authentisch machen möchtest, nimmst du Apfelbaumholz, um den Grill anzufeuern. Damit die richtige Temperatur zu halten, ist allerdings extrem aufwendig und benötigt eigentlich wenigstens ein Jahr Ausbildung in China. Um es dir einfacher zu machen und deine Gäste nicht so lange warten zu lassen, empfiehlt sich normale Holzkohle.

Für eine echte Pekingente bräuchtest du außerdem eine originale Pekingente (klingt logisch). Diese Tiere werden in China gezüchtet und auf besondere Art und Weise aufgezogen und geschlachtet. Alternativ bietet sich eine normale Ente aus heimischer Zucht an. Ein hoher Fettgehalt ist wichtig – vergiss daher die Auffangschale für das Fett nicht beim Grillen.


Du brauchst:

Vorbereitung:
Wasser mit 10 g Natron je Liter

Für die Ente:
1 Ente
4 Frühlingszwiebeln
1 Stück Ingwer
Sesamöl
6 EL Honig
Sojasauce
1 TL Five-Spices-Gewürzmischung
Salz
Pfeffer


Und so gelingt’s:

Die Ente am Vortag für fünf Minuten in kochendes Natron-Wasser geben. Das soll das Fleisch zart machen und das Garen beschleunigen. Über Nacht im Kühlschrank trocknen lassen.

Am nächsten Tag den Grill vorheizen auf indirektes Grillen bei ca. 180 °C. Die Ente mit den Frühlingszwiebeln und dem Ingwer füllen. Die Haut mit Sesamöl, Salz, Pfeffer sowie der Gewürzmischung einreiben. Dann mit der Brust nach oben auf den Rost legen und etwa 90 Minuten grillen. Die Ente wenden und gute 20 Minuten weitergaren. Jetzt die Haut mit einer Mischung aus Sojasauce und Honig einpinseln, am besten mehrfach alle fünf Minuten, bis die Haut knusprig ist und rundum glasiert aussieht. Zum Servieren die Ente in Scheiben schneiden.

15 min. Zubereitungszeit

Grillen in Japan: Yakitori-Spieße vom Grill

In Japan gehen die Menschen ins Restaurant, um dort dann selbst zu grillen. Klingt im ersten Moment etwas exotisch, trifft aber den Kern der Sache. Vom Restaurant gibt es eine üppige Auswahl von Fleisch, Fisch und Gemüse. Das kann dann nach eigenem Wunsch zubereitet werden, denn ein passender Grill findet sich in der Mitte des Tisches.

Achtung: In Japan wird auch in geschlossenen Räumen manchmal über Holzkohle gegrillt. Das funktioniert, weil die Restaurants entsprechend belüftet sind und die Tischgrills klein bemessen sind. Du solltest niemals drinnen mit einem Holzkohlegrill arbeiten, es besteht hohe Gefahr für eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid.

Wer den typisch japanischen Geschmack für zu Hause sucht, ist mit den Yakitori-Spießen gut beraten. Sie sind wunderbar saftig und saucig, dabei vereinen sie süße, säuerliche, salzige und rauchige Aromen. Ein weiterer Vorteil: Die kleinen Spieße sind ideal für den Grillabend, denn Gäste können problemlos mehrfach zugreifen – und das werden sie auch gerne tun.


Du brauchst:

500 g Hähnchenbrust

1 Teil Sojasauce

1 Teil Sake

1 Teil Reiswein (Mirin)

1 TL brauner Zucker

2 Knoblauchzehen (gehackt)


Und so gelingt’s:

Das Hähnchen wird in kleine Stücke geschnitten, Japaner sind keine Freunde von übergroßen Spießen. Dann bereitest du aus der Soiasauce, dem Reiswein und Sake sowie etwas Zucker die Marinade zu. Die vermengst du mit dem Fleisch und dem Knoblauch und lässt alles wenigstens zwei Stunden im Kühlschrank stehen.

Dann geht es ans Grillen. Dazu spießt du die Fleischstücke auf einen Spieß und legst sie bei direkter Hitze auf den Rost. Etwa vier Minuten von jeder Seite sollten ausreichen.

Du kannst aus der Marinade eine Sauce kochen, indem du noch etwas Zucker hinzugibst. Dadurch wird die Mischung dickflüssig.

Rinderfilet Bulgogi Spiesse

20 min. Zubereitungszeit

Grillen in Korea: Bul Kogi oder Bulgogi Spieße vom Rinderfilet

In Korea wird, genau wie in Japan, gerne direkt am Tisch gegrillt. Dabei gibt es eine große Auswahl an Lebensmitteln – von Fleisch über Gemüse bis hin zu Obst. Ein Grillfest in Korea ist daher vergleichbar mit einem Raclette in Deutschland: Auf dem Tisch stehen allerlei Köstlichkeiten, die sich jeder nach Belieben zusammenstellt.

Getreu diesem Motto sind einzelne Zutaten meist in kleine Häppchen geschnitten. Der Anteil an Gemüse überwiegt dabei in der Regel den von Fleisch. Letzteres kann Schwein ebenso sein wie Geflügel oder Rind. Ganz elementar sind die passenden Grillsaucen. In Korea sind sie üblicherweise scharf und auf Basis von Sojasauce gekocht, also auch salzig. Serviert werden sie oft mit einer kleinen Beigabe von Frühlingszwiebeln in separaten Schälchen zum Dippen.

Für ein koreanisches BBQ hast du zusammenfassend zwei Möglichkeiten: Entweder teilst du deinen Grill mit deinen Gästen – oder du konzentrierst dich auf eine besondere Spezialität vom Grill. Wenn du dich für die zweite Option entscheidest, ist das Bul Kogi eine gute Idee. Es handelt sich dabei um dünn aufgeschnittenes Rindfleisch mit einer knoblauchig-süßen Marinade. Als Beilage dazu passt ein frischer Salat. Auch gekochter Reis eignet sich sehr gut.

20 min. Zubereitungszeit

Grillen in Vietnam: Banh Trang Nuong (Pizza aus Reispapier)

In Vietnam sind Streetfood-Stände äußerst beliebt. Die wiederum kochen häufig über Feuer, es gibt also Gegrilltes an fast jedem Ort. Auf den Rost kommen Fleischspieße, Gemüse und Meeresfrüchte aller Art. Auch Fisch wird hier häufig im Ganzen über Holzkohle gegart.

Ein neuer Trend, jedenfalls in dem großen Stil, ist Banh Trang Nuong, was auch als vietnamesische Pizza bekannt ist. Der Teig aus Reispapier wird ganz kurz über dem Feuer erhitzt, sodass sich die Aromen der würzigen Sauce noch intensivieren. Das Stück Butter in der Mitte tut sein Übriges, um den Geschmack vollmundiger zu machen.

Als Hauptgericht eignet sich das Banh Trang Nuong vielleicht nicht unbedingt, es wird auch in Vietnam eher als Snack serviert. Wenn du asiatisch grillst, ist es eine perfekte Vorspeise, die deine Gäste wahrscheinlich noch nicht kennen – von der sie aber später unbedingt das Rezept haben möchten.

Tipp: Die Gewürze kannst du saisonal noch anpassen, du musst dich hier nicht zwangsläufig an das Original halten.


Du brauchst:

Reispapier

Schnittlauch

1 Chilischote

Butter

1 Ei

Salz


Und so gelingt’s:

Zuerst schneidest du den Schnittlauch in feine Röllchen und die Chilischote in Streifen. Dann verquirlst du alles mit dem Ei und bestreichst die Reispapier-Stücke mit der Mischung. Wenn du magst, kannst du noch feine Kräuter hinzugeben. Im nächsten Schritt legst du alles auf den Grill. Eine Grillplatte ist hilfreich. Die Pizza ist nach wenigen Minuten fertig, kurz vor dem Herunternehmen gibst du noch ein Stück Butter in die Mitte und salzt die runden Stücke. Dann einmal wenden, damit die Butter schön durchziehen kann, fertig!

Tipp: Hast du einen Pizzaofen, dann nutze diesen für deine Banh Trang Nuong.

15 min. Zubereitungszeit

Grillen in Usbekistan: Shashlik vom Mangal

Asien besteht nicht nur aus Fernost, auch wenn bei asiatischen Gerichten häufig Pekingente, Yakitori und Co. in den Sinn kommen. Auch in Zentralasien gibt es jedoch eine eigenständige Küche. Im Kaukasus ist zum Beispiel das Schaschlik entstanden, das dann weiter in Richtung Westen gewandert ist. In einer sehr ursprünglichen Form ist es in Usbekistan zu finden.

Usbekistan? Das ist wohl kein klassisches Touristenziel. Wer gerne grillt, sollte aber unbedingt einmal hin: An fast jeder Ecke brutzelt und raucht es und die Luft ist voll mit dem Duft von Gewürzen aus aller Welt.

Eine besondere Spezialität der Region ist das Schaschlik oder, wie es aus dem Usbekischen übersetzt wird, Shashlik. Die Fleischspieße erreichen hier eine zum Teil imposante Länge und sie werden üppig mit Fleisch beladen. Es gibt sogar einen eigenen Grill, der für die Zubereitung von Shashlik entwickelt wurde: der Mangal. Er besitzt meist keinen Rost, sondern nur Halterungen zur Aufnahme der Spieße. Diese lassen sich dann ganz bequem über der Glut wenden, bis sie verführerisch gebräunt sind.

Bei der Wahl des Fleisches hast du eine große Auswahl: In Usbekistan gibt es Lamm, Rind, Geflügel und seltener Schwein vom Grill – bzw. vom Mangal. In Originalrezepten kommt zusätzlich noch ein Stück Schafsfett auf den Spieß. Es aromatisiert das Fleisch und fängt als Geschmacksträger die Grillaromen auf. Allerdings ist es hierzulande kaum zu bekommen. Als Alternative bietet es sich an, die Spieße gelegentlich mit Öl zu bestreichen. Wenn du fettes Fleisch grillst, ist das nicht nötig.

Ein passendes Getränk zum mächtigen Essen ist Wodka. Der steigt jedoch schnell zu Kopf. Wer es alkoholfrei möchte, aber nicht auf usbekische Spezialitäten verzichten will, wählt einen grünen Tee.


Du brauchst:

1 kg Lammfleisch

2 Gemüsezwiebeln

4 EL Kräuteressig

2 Lorbeerblätter

Sternanis

Salz

Pfeffer

Zubehör:
Metallspieße


Und so gelingt’s:

Das Lammfleisch in Stücke schneiden, die von der Größe zu den gewählten Metallspießen passen. Diese dann mit den grob geschnittenen Zwiebeln und den übrigen Zutaten für vier Stunden marinieren. Im Anschluss die Spieße bestücken: immer Fleisch und Zwiebel abwechselnd.

Nun den Grill für direktes Grillen aufheizen (ob Mangal oder nicht, beides funktioniert). Die fertigen Shashlik-Spieße dann grillen, bis sie rundum gebräunt sind. Einfaches Weißbrot passt hervorragend dazu.


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