Rosmarinkartoffeln vom Grill: Rezepte, Tipps und Tricks

Goldbraune und herrliche Rosmarinkartoffeln ist die perfekte Grillbeilage und kommt bei jedem gut an. Wir haben leckere Rezepte sowie Tipps und Tricks zum Grillen.

Rosmarinkartoffeln sind eine perfekte Beilage. Knusprig, würzig und vollmundig sollen sie sein – dafür kommen sie zusammen mit Rosmarin, Olivenöl und Knoblauch in die Pfanne oder bei indirekter Hitze auf den Grill. Am besten entscheidest du dich für eine festkochende Sorte und kleine Knollen. Ob vorgekocht wird oder nicht, richtet sich nach der weiteren Zubereitung: für die Pfanne ja, zum Backen nein.

Was sind Rosmarinkartoffeln?

Rosmarinkartoffeln sind eine sehr beliebte Beilage – nicht nur zu Grillgerichten. Wirklich gute Rosmarinkartoffeln vereinen drei Eigenschaften …

  1. Geschmack: Durch die Gewürze werden die eher dezenten Kartoffeln aufgewertet und bekommen intensive Aromen.
  2. Bräune: In der Pfanne oder bei indirekter Hitze im Grill erhalten die Kartoffeln eine schöne Farbe. Zudem sind sie außen leicht knusprig und innen geradezu cremig und vollmundig.
  3. Größe: Idealerweise sind Rosmarinkartoffeln mundgerecht zugeschnitten. Dafür eignen sich kleinere Kartoffeln am besten.
Schnelle Rosmarinkartoffeln vom Grill
Auf dem Grill werden Rosmarinkartoffeln besonders goldbraun und knusprig.

Damit das gelingt, sind ein gutes Rezept und ein wenig Vorwissen wichtig. Beides bekommst du in den folgenden Abschnitten.

Welche Kartoffelsorte für Rosmarinkartoffeln?

Rosmarinkartoffeln sollten eher klein sein, damit sie gut durchgaren und viel knusprige Haut bekommen. Drillinge sind daher ideal, aber auch andere kleine Sortierungen sind möglich. Wenn du keine kleinen Kartoffeln bekommen hast, ist das auch kein Drama. Dann werden die Knollen einfach geviertelt.

Wichtig ist allerdings, die richtige Sorte zu wählen. Diese sollte festkochend sein, damit die Knollen in der Pfanne oder auf dem Grill die Form behalten. Geeignete Sorten sind zum Beispiel Princess, Linda und Belana. Wenn verfügbar, eignen sich auch Regionalsorten wie Bamberger Hörnchen und La Ratte sehr gut. Sie bringen ein kräftiges Kartoffelaroma mit.

Drillingskartoffeln für Kartoffelsalat
Drillingskartoffeln eignen sich ideal für Rosmarinkartoffeln vom Grill.

Solltest du vorwiegend festkochende Kartoffeln gekauft haben, empfiehlt sich die Zubereitung auf dem Grill bei indirekter Hitze. Hier werden die Rosmarinkartoffeln nur einmal gewendet und zerfallen daher nicht so schnell wie in der Pfanne.

Für einen besonderen farblichen Akzent sorgst du mit der Kartoffelsorte Vitelotte. Die Knollen sind kräftig blau gefärbt, der Geschmack ist ausgeprägt nussig. So verleihst du Rosmarinkartoffeln noch einmal mehr Pfiff.

Welche Gewürze für Rosmarin Kartoffeln?

Für Rosmarinkartoffeln brauchst du Rosmarin, das ist logisch. Aber sollte der frisch oder getrocknet sein? Die meisten ziehen frische Rosmarinzweige vor. Die Nadeln verbrennen nicht so schnell und geben ein intensives Aroma ab. Notfalls eignet sich auch das getrocknete Gewürz.

Zusätzlich zum Rosmarin kannst du die Kartoffeln noch mit vielen weiteren Gewürzen verfeinern. Ein Klassiker ist Knoblauch, der mit dem mediterranen Rosmarin sehr gut harmoniert. Ein wenig Paprikapulver sorgt für einen runden Geschmack. Wenn du magst, gibst du noch etwas Chili für eine leichte Schärfe hinzu. Weitere passende Gewürze sind Thymian, Oregano und Majoran.

Rosmarinkartoffeln vorkochen oder nicht?

Die Bräune erhalten die Knollen in der Pfanne oder auf dem Grill. Aber muss ich Rosmarinkartoffeln vorkochen? Hier gibt es zwei Möglichkeiten.

Rosmarinkartoffeln ohne Vorkochen: Wenn du kleine Kartoffeln hast und bei indirekter Hitze garst, musst du nicht vorkochen. Die Backzeit liegt dann bei etwa 35 Minuten und die Temperatur sollte 180 °C betragen. Ob die Kartoffeln schon gar sind, prüfst du am besten, indem du eine probierst. Ansonsten gibt es den Trick mit der Gabel: Wenn sie sich leicht in die Kartoffel drücken lässt, sind sie gar.

Rosmarinkartoffeln mit Vorkochen: Wenn du größere Kartoffeln hast oder die Rosmarinkartoffeln in der Pfanne braten willst, empfiehlt es sich, die Knollen vorzukochen. Sonst kann es passieren, dass die Kartoffeln zwar gebräunt sind, innen aber noch roh.

Rosmarinkartoffeln vorkochen
Gerade bei großen Knollen empfiehlt es sich die Rosmarinkartoffeln zunächst vorzukochen.

Immer mit Schale: Echte Rosmarinkartoffeln bereitest du mit Schale zu. So bräunen sie besonders gut und erhalten ein zusätzliches, leicht herbes Aroma. Deswegen empfiehlt es sich, Bio-Kartoffeln zu kaufen. Diese werden vor dem Grillen gründlich gewaschen und gebürstet.

Rezepte

Du möchtest duftende, knusprige Rosmarinkartoffeln mit deinem Grill zubereiten? Mit diesen beiden Rezepten kommst du zum Ziel. Entweder verwendest du eine ofenfeste Form und garst bei indirekter Hitze oder du verwendest deine Gusseisenpfanne (optional eine Grillplatte) auf dem Grill.

Rezept für Rosmarinkartoffeln aus der Gusspfanne

Gerade in der Gusseisenpfanne oder auf einer Gussplatte werden die Rosmarinkartoffeln schön braun und knusprig – ein bisschen wie Bratkartoffeln. Da du heißer anbrätst als bei indirekter Hitze, empfiehlt es sich, die Kartoffeln vorzukochen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Aromen in der Pfanne besonders gut verteilen.

Hier das Rezept zu den Rosmarinkartoffeln aus der Gusspfanne.

Leckeres Rosmarinkartoffel Rezept aus der Pfanne.

Tipp: Du kannst Rosmarinkartoffeln auch als Hauptspeise zubereiten. Dann nimmst du pro Person etwa 400 g Kartoffeln und reichst dazu einen Kräuter-Dip oder einen Fetacreme Grill Dip.

Rosmarinkartoffeln vom Grill ohne Vorkochen

Alternativ kann man die Rosmarinkartoffeln auch indirekt auf dem Grill garen. So hast du definitiv am wenigsten Arbeit. Nachdem du die Kartoffeln gründlich gewaschen hast, kommen sie mit dem Rosmarin mittig auf dem Grill in einer ofenfesten Form und regelst die seitlichen Brenner auf 200° C. Nach 20 min solltest du die Rosmarinkartoffeln einmal wenden und anschließend nochmal 15 min grillen. Dann sollten sie goldbraun und knusprig sein.

Zutaten (für 4 Personen)

1 kg festkochende Kartoffeln
4 Zweige Rosmarin
2 Zehen Knoblauch
4 EL Olivenöl
Meersalz

Zubereitung

Grill auf 180 °C indirekte Hitze vorheizen.

Die Kartoffeln waschen und halbieren oder vierteln. In einer Schüssel mit Olivenöl, gepresstem Knoblauch und Salz vermischen und gut umrühren, sodass jede Knolle benetzt ist.

Kartoffeln jetzt in eine Form geben oder auf der Grillplatte verteilen. Wichtig: Die Hälften sollten sich möglichst nicht berühren. Abschließend den Rosmarin dazugeben – je nach Geschmack Zweige im Ganzen oder einzelne Nadeln verwenden. Einzelne Nadeln verteilen das Aroma deutlich besser, dafür lassen sie sich nicht aus den fertigen Kartoffeln heraussammeln, werden also mitgegessen.

Rosmarinkartoffeln auf den Grill stellen, Deckel schließen und 20 Minuten warten. Kartoffeln einmal wenden und weitere 15 Minuten backen. Dann sind deine gegrillten Rosmarinkartoffeln als Beilage fertig.

Variation: gegrillte Rosmarinkartoffel Spieße

Du wünschst dir mehr Abwechslung bei Rosmarinkartoffeln? Dann probiere einen Grillspieß. Dazu werden die Kartoffeln 20 Minuten vorgekocht und halbiert. Dann abwechselnd mit Zwiebelstücken auf einen Spieß schieben und mit reichlich Öl bestreichen. Rosmarinnadeln und Salz darauf verteilen, dann bei mittlerer direkter Hitze grillen, bis die Kartoffeln von außen schön gebräunt sind.

Scharfe Kartoffelspieße
Kartoffel Spieße sind schnell zubereitet und perfekt portionierbar.

Tipp: Wenn du doch lieber auf eine andere Grillbeilage aus Kartoffeln Lust hast, probiere doch Ofenkartoffeln oder Kartoffelsalat oder Tornado Kartoffeln.,