Was sind Rosmarinkartoffeln?
Rosmarinkartoffeln sind eine sehr beliebte Beilage – nicht nur zu Grillgerichten. Wirklich gute Rosmarinkartoffeln vereinen drei Eigenschaften …
- Geschmack: Durch die Gewürze werden die eher dezenten Kartoffeln aufgewertet und bekommen intensive Aromen.
- Bräune: In der Pfanne oder bei indirekter Hitze im Grill erhalten die Kartoffeln eine schöne Farbe. Zudem sind sie außen leicht knusprig und innen geradezu cremig und vollmundig.
- Größe: Idealerweise sind Rosmarinkartoffeln mundgerecht zugeschnitten. Dafür eignen sich kleinere Kartoffeln am besten.
Damit das gelingt, sind ein gutes Rezept und ein wenig Vorwissen wichtig. Beides bekommst du in den folgenden Abschnitten.
Rosmarinkartoffeln sind eine perfekte Beilage. Knusprig, würzig und vollmundig sollen sie sein – dafür kommen sie zusammen mit Rosmarin, Olivenöl und Knoblauch in die Pfanne oder bei indirekter Hitze auf den Grill. Am besten entscheidest du dich für eine festkochende Sorte und kleine Knollen. Ob vorgekocht wird oder nicht, richtet sich nach der weiteren Zubereitung: für die Pfanne ja, zum Backen nein. Welche festkochenden Sorten kleine Knollen bilden, etwa Princess, steht im Guide Kartoffeln zum Grillen.
Welche Kartoffelsorte für Rosmarinkartoffeln?
Rosmarinkartoffeln sollten eher klein sein, damit sie gut durchgaren und viel knusprige Haut bekommen. Drillinge sind daher ideal, aber auch andere kleine Sortierungen sind möglich. Wenn du keine kleinen Kartoffeln bekommen hast, ist das auch kein Drama. Dann werden die Knollen einfach geviertelt.
Wichtig ist allerdings, die richtige Sorte zu wählen. Diese sollte festkochend sein, damit die Knollen in der Pfanne oder auf dem Grill die Form behalten. Geeignete Sorten sind zum Beispiel Princess, Linda und Belana. Wenn verfügbar, eignen sich auch Regionalsorten wie Bamberger Hörnchen und La Ratte sehr gut. Sie bringen ein kräftiges Kartoffelaroma mit.
Solltest du vorwiegend festkochende Kartoffeln gekauft haben, empfiehlt sich die Zubereitung auf dem Grill bei indirekter Hitze. Hier werden die Rosmarinkartoffeln nur einmal gewendet und zerfallen daher nicht so schnell wie in der Pfanne.
Für einen besonderen farblichen Akzent sorgst du mit der Kartoffelsorte Vitelotte. Die Knollen sind kräftig blau gefärbt, der Geschmack ist ausgeprägt nussig. So verleihst du Rosmarinkartoffeln noch einmal mehr Pfiff.

Belana ist eine frühe, festkochende Sorte mit gelbem Fleisch und glatter Schale. Sie behält auf dem Grill die Form und schmeckt mild und leicht buttrig. Linda ist etwas kräftiger im Geschmack, Princess bildet besonders kleine, gleichmäßige Knollen.
Welche Gewürze für Rosmarin Kartoffeln?
Für Rosmarinkartoffeln brauchst du Rosmarin, das ist logisch. Aber sollte der frisch oder getrocknet sein? Die meisten ziehen frische Rosmarinzweige vor. Die Nadeln verbrennen nicht so schnell und geben ein intensives Aroma ab. Notfalls eignet sich auch das getrocknete Gewürz.
Zusätzlich zum Rosmarin kannst du die Kartoffeln noch mit vielen weiteren Gewürzen verfeinern. Ein Klassiker ist Knoblauch, der mit dem mediterranen Rosmarin sehr gut harmoniert. Ein wenig Paprikapulver sorgt für einen runden Geschmack. Wenn du magst, gibst du noch etwas Chili für eine leichte Schärfe hinzu. Weitere passende Gewürze sind Thymian, Oregano und Majoran.
Rosmarinkartoffeln vorkochen oder nicht?
Die Bräune erhalten die Knollen in der Pfanne oder auf dem Grill. Aber muss ich Rosmarinkartoffeln vorkochen? Hier gibt es zwei Möglichkeiten.
Rosmarinkartoffeln ohne Vorkochen: Wenn du kleine Kartoffeln hast und bei indirekter Hitze garst, musst du nicht vorkochen. Die Backzeit liegt dann bei etwa 35 Minuten und die Temperatur sollte 180 °C betragen. Ob die Kartoffeln schon gar sind, prüfst du am besten, indem du eine probierst. Ansonsten gibt es den Trick mit der Gabel: Wenn sie sich leicht in die Kartoffel drücken lässt, sind sie gar.
Rosmarinkartoffeln mit Vorkochen: Wenn du größere Kartoffeln hast oder die Rosmarinkartoffeln in der Pfanne braten willst, empfiehlt es sich, die Knollen vorzukochen. Sonst kann es passieren, dass die Kartoffeln zwar gebräunt sind, innen aber noch roh.
Immer mit Schale: Echte Rosmarinkartoffeln bereitest du mit Schale zu. So bräunen sie besonders gut und erhalten ein zusätzliches, leicht herbes Aroma. Deswegen empfiehlt es sich, Bio-Kartoffeln zu kaufen. Diese werden vor dem Grillen gründlich gewaschen und gebürstet.


Wie lange die Kartoffeln auf dem Grill brauchen, hängt vor allem davon ab, ob sie roh oder vorgekocht sind.
| Methode | Vorbereitung | Grillzeit | Ergebnis |
Roh in Form oder Grillschale | halbieren, mit Öl, Knoblauch und Salz mischen | 35 Minuten bei 180 °C indirekt, nach 20 Minuten wenden | außen knusprig, innen cremig |
Roh im Alupäckchen | halbieren, würzen, locker in Folie packen | 30 Minuten indirekt bei 180 °C | weich und saftig, kaum Bräune |
Roh auf der Plancha | halbieren, 20 Minuten marinieren | 25 Minuten | Kruste an der Schnittfläche |
Vorgekocht in der Gusspfanne | Knollen vorkochen | 15 bis 20 Minuten | braun und knusprig wie Bratkartoffeln |
Vorgekocht am Spieß | 20 Minuten vorkochen, halbieren | mittlere direkte Hitze, bis sie gebräunt sind | rundum gebräunt |
Rosmarinkartoffeln auf dem Gasgrill
Auf dem Gasgrill heizt du auf 180 °C vor und schaltest einen Brenner aus. Die Kartoffeln kommen in einer Gusspfanne, Grillschale oder ofenfesten Form über den ausgeschalteten Brenner. Schließ den Deckel und wende sie nach etwa 20 Minuten einmal. Kleine Drillinge sind ohne Vorkochen nach etwa 35 Minuten gar.
Für mehr Bräune stellst du die Pfanne in den letzten 5 Minuten über die direkte Hitze. Bleib dabei, denn Knoblauch verbrennt schnell und wird dann bitter. Gib ihn deshalb in Scheiben erst nach dem Wenden dazu.

Welche Sorte sich für Folie, Rost oder Pfanne eignet, zeigt die Übersicht Kartoffeln zum Grillen mit 31 Sorten.
Rosmarinkartoffeln in der Grillschale
In einer Grillschale kommt die heiße Luft des Grills von allen Seiten an die Kartoffeln, und keine Rosmarinnadel fällt durch den Rost. Eine gelochte Schale aus Edelstahl bräunt die Schnittflächen stärker als eine geschlossene Form. Stell sie bei 180 °C in die indirekte Zone, wende die Kartoffeln nach 20 Minuten einmal und gib ihnen weitere 15 Minuten.
Verteil die Hälften in einer Lage, mit der Schnittfläche nach unten. Liegen sie übereinander, dämpfen sie im eigenen Wasser und bleiben blass und weich. Für mehr Farbe stellst du die Schale in den letzten 5 Minuten über die direkte Hitze.
Rosmarinkartoffeln auf der Plancha
Auf der Plancha bleiben gehackter Knoblauch, Chili und Rosmarinnadeln auf der Platte liegen und rieseln nicht in die Glut. Halbiere die Kartoffeln, tupf sie trocken und lass sie 20 Minuten in Öl, Rosmarin und Knoblauch ziehen.
Öl die Platte dünn ein und leg die Hälften mit der Schnittfläche nach unten darauf. Nach etwa 25 Minuten sind sie gar. Wende sie in dieser Zeit nur ein paar Mal, damit sich eine Kruste bilden kann. Ohne Plancha steckst du die Kartoffeln auf Spieße und grillst sie auf dem Rost.
Unsere besten Rezepte für Rosmarinkartoffeln
Du möchtest duftende, knusprige Rosmarinkartoffeln mit deinem Grill zubereiten? Mit diesen beiden Rezepten kommst du zum Ziel. Entweder verwendest du eine ofenfeste Form und garst bei indirekter Hitze oder du verwendest deine Gusseisenpfanne (optional eine Grillplatte) auf dem Grill.

Schritt für Schritt mit Mengen und Zeiten zum Nachgrillen: Das Rezept Rosmarinkartoffeln vom Grill gart die Knollen im Dutch Oven.

10 min. Zubereitungszeit
Rezept für Rosmarinkartoffeln aus der Gusspfanne
Gerade in der Gusseisenpfanne oder auf einer Gussplatte werden die Rosmarinkartoffeln schön braun und knusprig – ein bisschen wie Bratkartoffeln. Da du heißer anbrätst als bei indirekter Hitze, empfiehlt es sich, die Kartoffeln vorzukochen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Aromen in der Pfanne besonders gut verteilen.
Tipp: Du kannst Rosmarinkartoffeln auch als Hauptspeise zubereiten. Dann nimmst du pro Person etwa 400 g Kartoffeln und reichst dazu einen Kräuter-Dip oder einen Fetacreme Grill Dip.
10 min. Zubereitungszeit
Rosmarinkartoffeln vom Grill ohne Vorkochen
Alternativ kann man die Rosmarinkartoffeln auch indirekt auf dem Grill garen. So hast du definitiv am wenigsten Arbeit. Nachdem du die Kartoffeln gründlich gewaschen hast, kommen sie mit dem Rosmarin in einer ofenfesten Form mittig auf den Grill. Die seitlichen Brenner regelst du auf 180 °C. Nach 20 min solltest du die Rosmarinkartoffeln einmal wenden und anschließend nochmal 15 min grillen. Dann sollten sie goldbraun und knusprig sein.
Du brauchst:
1 kg festkochende Kartoffeln
4 Zweige Rosmarin
2 Zehen Knoblauch
4 EL Olivenöl
Meersalz
Und so gelingt’s:
Grill auf 180 °C indirekte Hitze vorheizen.
Die Kartoffeln waschen und halbieren oder vierteln. In einer Schüssel mit Olivenöl, gepresstem Knoblauch und Salz vermischen und gut umrühren, sodass jede Knolle benetzt ist.
Kartoffeln jetzt in eine Form geben oder auf der Grillplatte verteilen. Wichtig: Die Hälften sollten sich möglichst nicht berühren. Abschließend den Rosmarin dazugeben – je nach Geschmack Zweige im Ganzen oder einzelne Nadeln verwenden. Einzelne Nadeln verteilen das Aroma deutlich besser, dafür lassen sie sich nicht aus den fertigen Kartoffeln heraussammeln, werden also mitgegessen.
Rosmarinkartoffeln auf den Grill stellen, Deckel schließen und 20 Minuten warten. Kartoffeln einmal wenden und weitere 15 Minuten backen. Dann sind deine gegrillten Rosmarinkartoffeln als Beilage fertig.

10 min. Zubereitungszeit
Variation: gegrillte Rosmarinkartoffel Spieße
Du wünschst dir mehr Abwechslung bei Rosmarinkartoffeln? Dann probiere einen Grillspieß. Dazu werden die Kartoffeln 20 Minuten vorgekocht und halbiert. Dann abwechselnd mit Zwiebelstücken auf einen Spieß schieben und mit reichlich Öl bestreichen. Rosmarinnadeln und Salz darauf verteilen, dann bei mittlerer direkter Hitze grillen, bis die Kartoffeln von außen schön gebräunt sind.
Du brauchst:
400 g griechischen Joghurt
100 g Schmand
500 g Babyspinat
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Kreuzkümmel
Und so gelingt’s:
Grill auf 180 °C indirekte Hitze vorheizen.
Die Kartoffeln waschen und halbieren oder vierteln. In einer Schüssel mit Olivenöl, gepresstem Knoblauch und Salz vermischen und gut umrühren, sodass jede Knolle benetzt ist.
Kartoffeln jetzt in eine Form geben oder auf der Grillplatte verteilen. Wichtig: Die Hälften sollten sich möglichst nicht berühren. Abschließend den Rosmarin dazugeben – je nach Geschmack Zweige im Ganzen oder einzelne Nadeln verwenden. Einzelne Nadeln verteilen das Aroma deutlich besser, dafür lassen sie sich nicht aus den fertigen Kartoffeln heraussammeln, werden also mitgegessen.
Rosmarinkartoffeln auf den Grill stellen, Deckel schließen und 20 Minuten warten. Kartoffeln einmal wenden und weitere 15 Minuten backen. Dann sind deine gegrillten Rosmarinkartoffeln als Beilage fertig.
Lust auf weitere Grillbeilagen aus Kartoffeln? Dann probiere auch Ofenkartoffeln, Kartoffelsalat oder Kartoffelgratin.
Rosmarinkartoffeln in Alufolie auf dem Grill
Dafür werden die Kartoffeln, am besten Drillinge, halbiert und mit Olivenöl, Knoblauch, Zwiebeln, Rosmarin, Salz und Thymian vermischt und in Alufolie gepackt. Auf dem Warmhalterost garen sie etwa 30 Minuten.
Im Päckchen garen die Kartoffeln im eigenen Dampf. Sie werden weich und saftig, bekommen aber kaum Bräune. Leg sie in einer Lage auf die Folie und falte das Päckchen locker, aber dicht zu. Ohne Warmhalterost kommt es in die indirekte Zone bei etwa 180 °C, auch dort brauchen halbierte Drillinge rund 30 Minuten.
Direkt über der Glut verbrennt die Unterseite, bevor die Kartoffeln innen gar sind, und der Knoblauch wird bitter. Stich deshalb nach 25 Minuten mit einem Messer durch die Folie. Gleitet es leicht hinein, öffnest du das Päckchen und lässt die Kartoffeln noch 5 Minuten offen auf dem Rost, damit sie etwas Farbe bekommen.
Häufige Fragen
Muss man Rosmarinkartoffeln vorkochen?
Kleine Kartoffeln garen auf dem Grill bei 180 °C indirekt in etwa 35 Minuten auch ohne Vorkochen. Große Knollen und Kartoffeln für die Pfanne kochst du besser vor.
Wie lange brauchen Rosmarinkartoffeln auf dem Grill?
Ohne Vorkochen etwa 35 Minuten bei 180 °C indirekter Hitze. Vorgekochte Kartoffeln brauchen nur 15 bis 20 Minuten, bis sie knusprig sind.
Welche Kartoffeln eignen sich für Rosmarinkartoffeln?
Kleine festkochende Sorten wie Princess, Linda oder Belana, am besten als Drillinge. Sie behalten auf dem Grill die Form.
Kann man Rosmarinkartoffeln auf dem Gasgrill machen?
Ja, in einer Gusspfanne oder Grillschale über einem ausgeschalteten Brenner bei 180 °C. Nach etwa 20 Minuten einmal wenden.
Frischer oder getrockneter Rosmarin?
Frischer Rosmarin gibt mehr Aroma und verbrennt weniger schnell. Getrockneter geht notfalls, dann sparsam dosieren.
Werden Rosmarinkartoffeln mit Schale gemacht?
Ja, mit Schale bräunen sie besser und bekommen ein leicht herbes Aroma. Die Kartoffeln vorher gründlich waschen und bürsten.
Welche Eigenschaften hat die Kartoffelsorte Belana?
Belana ist festkochend, früh reif und gelbfleischig mit glatter Schale. Sie zerfällt beim Grillen nicht und eignet sich gut für Rosmarinkartoffeln.
Was passt zu Rosmarinkartoffeln vom Grill?
Steaks, Lammkoteletts, Hähnchen und Grillgemüse. Dazu passt ein Kräuterquark oder eine Fetacreme.
Wie lange brauchen Rosmarinkartoffeln in Alufolie auf dem Grill?
Halbierte Drillinge garen im Päckchen bei indirekter Hitze um 180 °C etwa 30 Minuten. Öffne die Folie für die letzten 5 Minuten, damit sie etwas Farbe bekommen.
Wie gelingen Rosmarinkartoffeln in der Grillschale?
Verteil die Hälften in einer Lage und stell die Schale bei 180 °C in die indirekte Zone. Nach 20 Minuten wendest du sie einmal und grillst sie weitere 15 Minuten.
Wann lohnt es sich, Kartoffeln für den Grill vorzukochen?
Vorkochen lohnt sich bei großen Knollen, für die Gusspfanne und für Spieße. Kleine Drillinge garen bei indirekter Hitze auch roh in etwa 35 Minuten durch.


