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Kohl grillen – Alles rund um Weisskohl, Spitzkohl, Rosenkohl und Co. vom Grill

Im Herbst und Winter ist die Zeit für leckeren, gesunden Kohl. Gerade zur kalten Jahreszeit schmecken die Gerichte einfach herrlich und wärmen dich von innen. Dass der Kohl ein Wintergemüse ist, trifft aber nur auf einige Sorten zu, wie beispielsweise auf Grünkohl und Rosenkohl. Manche Kohlarten bekommst du schon im Frühjahr und Sommer. Dazu zählen Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi.

Frischer Blumenkohl zum grillen
Blumenkohl gehört zu den Kohlsorten, die du das gesamte Jahr über erhalten kannst.

Weißkohl und Rotkohl sind das ganze Jahr hindurch verfügbar. Hier gibt es frühe Sorten, Herbstsorten und manche wachsen sogar ganzjährig. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten ist Kohl als Gemüse sehr beliebt, denn er liefert reichlich Vitamin C. Besonders viel davon haben Weißkohl, Rotkohl und Spitzkohl.

Grünkohl punktet mit dem höchsten Gehalt an wertvollem Eiweiß und einem hohen Anteil an Senfölen. Alle Kohlsorten können sich mit gesunden Inhaltsstoffen rühmen: Mineral- und Ballaststoffe sowie Antioxidantien. Diese schützen die Zellen vor freien Radikalen.

Kohl gab es schon in der Antike

Bereits die Griechen und Römer bauten in der Antike verschiedene Kohlsorten an. Im Mittelalter dehnte sich der Kohlanbau immer weiter nach Norden aus. Heute gibt es in Dithmarschen in Schleswig-Holstein das größte geschlossene Kohlanbaugebiet in Deutschland – die sogenannte deutsche “Kohlkammer”. Wenn du im Herbst in der Region rund um Dithmarschen unterwegs bist, bekommst du in den Restaurants Kohl in allen Variationen.

Botanisch betrachtet gehört Kohl zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist z. B. mit Rettich, Radieschen und Raps verwandt. Je nach Kohlart sind unterschiedliche Bestandteile der Pflanze essbar. Mal sind es die Blätter, mal die Stiele oder die Blütenstände. Es lohnt sich aus dem vollen Kohlangebot zu schöpfen und mit dem gesunden Gemüse auf kulinarische Entdeckungsreise zu gehen.

So vielseitig ist das gesunde Gemüse

Ob als Salat, Gemüsebeilage oder als Roulade: Kohl lässt sich auf vielfältige Weise zubereiten. Auch als Auflauf, Suppe oder Quiche zeigt das Gemüse, was es kann. War es früher üblich, Kohl sehr lange zu kochen, ist das heute überholt. Zudem werden die wertvollen Inhaltsstoffe dabei teilweise zerstört. Viel besser ist es den Kohl klein zu schneiden, mit etwas Öl anzurösten oder als Rohkost zuzubereiten.

Wirsing klein geschnitten

Im Kohl stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe, allen voran Vitamin C. Es stärkt das Immunsystem und hält das Bindegewebe straff. Auch die Mineralstoffe im Kohl können sich sehen lassen. Kohl enthält außerdem die für ihn typischen Glucosinolate, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen nachgesagt wird, dass sie möglicherweise das Risiko für bestimmte Krebsarten senken. Von den Ballaststoffen im Kohl profitierst du ebenfalls, denn sie helfen die Verdauung zu regulieren und den Cholesterinspiegel zu senken.

Neben all den Vorteilen kann Kohl aber auch blähend wirken. Nimmst du die richtigen Gewürze, lassen sich Blähungen durch Kohlgemüse verringern oder sogar verhindern. Gut geeignet sind Kümmel, Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom und Ingwer. Auch Asafoetida, ein ayurvedisches Gewürz, macht das Gemüse verträglicher. Wie verträglich Kohl ist, hängt neben der Zubereitung auch von den Beilagen ab.

So kannst du Kohl zubereiten

So vielseitig wie die einzelnen Gerichte sind auch die Zubereitungsmöglichkeiten. Gerade auf dem Grill kannst du quasi alles nutzen, was dir in den Sinn kommt. Auf einem Lochblech bzw. Brotbackblech oder Pizzastein kannst du ihn beispielsweise zu leckeren Veggi Chips verarbeiten.

Im Dutch Oven kannst du leckere Eintöpfe köcheln bzw. den Kohl blanchieren. Auch eine Gusseisenpfanne bzw. den Deckel deines Dutch Ovens und eine Grillplatte kannst du verwenden, um dem Gemüse Röstaromen zu verleihen. Eine Kastenform aus Gusseisen ist darüber hinaus richtig praktisch, um beispielsweise einen leckeren Auflauf zuzubereiten oder wie wäre es mit einer Gemüsepfanne aus dem Wok?

Die verschiedenen Kohlsorten

Bei all den Kohlsorten möchten wir dir einen kleinen Überblick geben und dich über die jeweiligen Eigenschaften aufklären.

Grünkohl

Grünkohl schneiden
Grünkohl bekommst du nur im Winter. Wenn du ihn einfrierst, musst du aber auch in warmen Monaten nicht auf ihn verzichten.

Grünkohl hat von November bis Februar Saison und schmeckt frisch am besten. Kühl gelagert hält sich das Wintergemüse höchstens drei Tage, du kannst den Kohl aber auch einfrieren. Grünkohl ist ein besonders beliebtes Wintergemüse, denn er enthält viele wertvolle Nährstoffe wie Kalium, Kalzium und Folsäure. Dazu reichlich Eiweiß, das satt macht. Außerdem ist er kalorien- und fettarm. Wenn du auf deine Figur achtest, solltest du Grünkohl unbedingt auf deinen Speiseplan setzen.

Der gesunde Kohl passt zu Kartoffeln, Kassler und Mettwürsten und schmeckt roh mit etwas Olivenöl und Zitronenöl mariniert an Salaten. Du kannst ihn sogar zu knusprigen Chips verarbeiten und hast somit eine leckere Grillbeilage. Auch zum Snacken sind die fettarmen Chips wunderbar geeignet.

Rosenkohl

Rosenkohl einzeln
Die kleinen Rosenkohlröschen lassen sich auf vielfältige Weise zubereiten.

Die kleinen Röschen schmecken zwar nicht jedem, doch auf dem Grill angeröstet entfalten sie ihren vollen Geschmack. Auch wenn du Rosenkohl bis jetzt nicht mochtest, solltest du Rosenkohl vom Grill unbedingt einmal probieren. Er ist sehr bekömmlich, enthält reichlich Vitamin C und punktet mit vielen Ballaststoffen.

Weißkohl

Weißkohl eignet sich mit seinen festen grün-weißen Blättern hervorragend für Kohlrouladen, deftige Eintöpfe und Salate. Im Sommer ist er als Coleslaw zum Grillen gefragt, im Winter kommt er als Sauerkraut auf den Tisch. Eine besondere Form des Weißkohls ist der Spitzkohl, dessen Blätter feiner und zarter sind. Auch geschmacklich ist der Spitzkohl etwas milder.

Rotkohl

Rotkohl zählt ebenso zu den Kohlkopfsorten und kann mit vielen Namen aufwarten. Je nach Region heißt er Blaukraut, Rotkohl oder Blaukohl, in der Schweiz nennt man ihn Blaukabis oder Rotkabis. Er ist ein Klassiker zum Weihnachtsessen und wird meist noch mit Äpfeln, Pflaumen oder Orangen verfeinert. Als Gewürze für die festliche Beilage eignen sich Zimt oder Kardamom. Neben den typischen Festtagsbraten wie Gans und Ente, schmeckt das süß-säuerlich zubereitete Kraut auch wunderbar zu Wildgerichten.

Rotkohl schneiden
Aus dem Rotkohl kannst du beispielweise feine Streifen schneiden.

Vor dem Zubereiten entfernst du die äußeren Blätter und den harten Strunk. Dann kannst du den Kopf in Streifen schneiden oder raspeln. Knetest du die Kohlstreifen einige Minuten mit etwas Essig, Salz und Zucker, wird der Kohl schön weich und besser verdaulich.

Die im Herbst geernteten Sorten lassen sich übrigens bestens lagern, so kannst du wann immer du möchtest etwas Leckeres mit Rotkraut kochen oder grillen. Wie Weißkohl lässt sich auch der Rotkohl in “Gemüsesteaks” schneiden und auf dem Grill anrösten.

Blumenkohl

Bei dieser Kohlsorte isst du nicht die Blätter, sondern die Blütenstände. Blumenkohl lässt sich vielseitig zubereiten und schmeckt als Auflauf, im Eintopf, gegrillt und gedünstet. Du kannst sogar fluffiges Püree daraus zubereiten, denn Blumenkohlpüree ist die perfekte Low-Carb-Alternative für den Klassiker aus Kartoffeln.

Blumenkohl erhältst du das ganze Jahr über, wobei du nicht nur weißen Kohl, sondern auch bunten Blumenkohl bekommst. Hier zeigen sich die kleinen Röschen in Lila, Orange oder Grün. Achte beim Einkauf darauf, dass die Blätter schön grün aussehen, der Strunk saftig und die Blume keine Flecken aufweist. Wie für die meisten Kohlsorten gilt auch hier: Frisch schmeckt der Blumenkohl am besten. Willst du ihn einfrieren, blanchierst du die einzelnen Röschen, schreckst sie in Eiswasser ab, lässt sie abtropfen und frierst sie ein.

Wirsing

Wirsing bekommst du rund ums Jahr als frühe, mittlere und späte Sorte. Von Oktober bis Ende Februar haben die späten Sorten Saison und begeistern mit kräftigem Geschmack. Äußerlich sieht der Wirsing ganz anderes aus als der bekannte Weiß- oder Rotkohl, denn die gewellten Blätter bilden hier einen lockeren Kopf.

Wirsing
Der Wirsing gehört zu den milderen Kohlsorten.

Dieser Kohl lässt sich wie alle Kohlsorten vielseitig verwenden, ob als Rohkost im Frühjahr und Sommer oder als Eintopf und Kohlroulade im Herbst und Winter. Auch als Gemüsebeilage mit Sahne ist Wirsing richtig lecker. Brätst du die Blätter scharf an, entstehen schöne Röstaromen. Und falls du gesunde Gemüsechips liebst, hole dir gleich einen Wirsing, denn gewürzt und mit etwas Öl wird er auf dem Grill zu gesunden Chips.

Brokkoli

Brokkoli hat kaum Kalorien, dafür viele gesunde Inhaltsstoffe. Eng verwandt ist er mit dem Blumenkohl, und auch beim Brokkoli werden die Blütenstände der Pflanze gegessen. Da Brokkoli ein kalziumreiches Gemüse ist, sollte er deinen Speisezettel öfter bereichern. Zudem enthält der Kohl Karotin, Magnesium und Vitamin C.

Brokkoli lässt sich nicht lange lagern. Er bekommt schnell braune Flecken und Druckstellen. Im Kühlschrank hält er sich bis zu zwei Tage, du kannst ihn aber auch einfrieren. Dafür musst du ihn vorher blanchieren. Frischen Brokkoli erkennst du übrigens an einem satten dunklen Grün und geschlossenen Blüten. Ist er gelbgrün, beginnt er zu welken. Den Strunk kannst du beim Brokkoli schälen und für Suppen verwenden.

Rezept für Grünkohlknödel

Grünkohlknödel
Knödel mal anders: Probiere den Klassiker mal mit Grünkohl.

Grünkohl ist ein typisches Wintergemüse, das du klassisch als Eintopf mit Kassler essen kannst. In diesem Rezept wird der gesunde Kohl zu runden Knödeln geformt. Dazu schmeckt Rindergulasch aus dem Dutch Oven oder du servierst die Knödel mit gebräunter Butter und frisch geriebenem Parmesan. Hier kommst du zum Rezept für Grünkohlknödel.

Rezept für herzhafte Wirsingtorte mit Bergkäse

Wirsingtorte Stück
Ein wahrer Genuss: Die Wirsingtorte hat eine leckere Käsekruste.

Wirsing ist ein Kohl der anderen Art. Er schmeckt milder und weniger intensiv als andere Kohlsorten, deshalb passt der kräftige Bergkäse wunderbar dazu. Wie du aus den passenden Zutaten eine leckere Quiche grillst, erfährst du im Rezept für Wirsingtorte mit Bergkäse.

Rezept für Spitzkohl vom Grill

Gegrillter Spitzkohl mit Speckwürfeln
Sieht super aus und ist richtig lecker: Der gebräunte Spitzkohl wird mit einer Honig-Senf-Sauce und Bauchspeck serviert.

Hier wird der Spitzkohl nicht als Rahmgemüse zubereitet, sondern landet auf dem Grill. Dazu schmecken beispielsweise gegrillte Kartoffeln. So bereitest du das Rezept für Spitzkohl vom Grill zu.

Rezept für Blumenkohlsteaks

Gegrillter Blumenkohlsteaks
Gegrillte Blumenkohlsteaks als leckere Gemüsebeilage

Wenn du eine tolle Gemüsebeilage für deine nächste BBQ-Party brauchst, dann sind diese Blumenkohlsteaks dein Favorit! Mit einem leckeren Chimichurri peppst du das ganze Gericht auf. Wie es dir perfekt gelingt erfährst du im Rezept für Blumenkohlsteak.

Rezept für Winterburger mit Rosenkohl

Burger mit Rosenkohl vom Grill
Den Geschmack dieses Burgers wirst du dank des Rosenkohls nicht vergessen.

So schmeckt die kalte Jahreszeit am besten! In diesem Burger zeigt sich der Rosenkohl von seiner besten Seite. Gerade durch die Kombination aus Käse und würzigem Speck kommt sein Aroma noch besser zum Vorschein. Die Details gibt es im Rezept für Winterburger mit Rosenkohl.