Der perfekte Pizzaabend auf einen Blick
- Pro Erwachsenem: etwa 1,2 Pizzen
- Pro Kind: etwa 0,7 Pizzen
- Pro Pizza: 250 bis 270 g Teig
- Tomatensauce: etwa 70 g pro Pizza
- Mozzarella: etwa 80 bis 100 g pro Pizza
- Weitere Beläge: maximal 50 bis 80 g
- Temperatur des Pizzasteins: etwa 400 bis 430 °C
- Backzeit: ungefähr 60 bis 120 Sekunden
- Pause zwischen zwei Pizzen: meist 1 bis 3 Minuten
- Teig vor dem Backen: etwa 3 Stunden bei Raumtemperatur temperieren
Bereitlegen: Pizzaschieber, Teigkarte, feiner Hartweizengrieß, Infrarotthermometer, Pizzaschneider, Schneidebrett und ausreichend Gas beziehungsweise Strom.
Einfaches Grundrezept für vier Margherita-Pizzen
Dieses Rezept ergibt vier Pizzen mit etwa 30 bis 32 Zentimetern Durchmesser.
28h. Zubereitungszeit

Margherita Pizza
Zutaten für den Teig
- 600 g Pizzamehl Tipo 00
- 390 ml kaltes Wasser
- 15 g Salz
- 1 g Trockenhefe
Zutaten für den Belag
- 280 g passierte Tomaten
- 360 g Mozzarella
- 20 g Olivenöl
- frisches Basilikum
- etwas Salz
Und so gelingt’s:
- Hefe im Wasser auflösen. Mehl dazugeben und fünf Minuten verkneten. Salz einarbeiten und weitere fünf bis acht Minuten kneten.
- Den Teig abgedeckt eine Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen. Anschließend für 18 bis 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Den Teig in vier Kugeln zu jeweils etwa 250 Gramm teilen. Abgedeckt ungefähr drei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Mozzarella rechtzeitig schneiden und gut abtropfen lassen. Die passierten Tomaten nur leicht salzen.
- Den Teig mit den Fingern von innen nach außen drücken. Den Rand nicht platt drücken und kein Nudelholz verwenden.
- Mit etwa 70 Gramm Sauce und 90 Gramm Mozzarella belegen. Bei 400 bis 430 °C Steintemperatur ungefähr 60 bis 120 Sekunden backen.
Nährwerte pro Margherita-Pizza
Ungefähre Werte, abhängig von Mehl und Mozzarella:
- Kalorien: 815 kcal
- Kohlenhydrate: 112 g
- Eiweiß: 35 g
- Fett: 24 g
- Salz: 4,4 g
Für noch mehr Aroma eignet sich das Grillfürst-Rezept für 72-Stunden-Pizzateig. Schneller und unkomplizierter gelingt der Teig mit unserem Rezept für Pizzateig mit Trockenhefe.
Der Pizzaofen ist das Herz des Abends
Für mehrere Gäste muss ein Pizzaofen vor allem drei Dinge können:
- schnell aufheizen
- die Temperatur zwischen zwei Pizzen halten
- Boden und Belag möglichst gleichmäßig backen
Ein rotierender Pizzastein erleichtert den Ablauf deutlich. Die Pizza dreht sich während des Backens automatisch an der Hitzequelle vorbei. Du musst sie nicht ständig mit dem Pizzawender drehen und kannst bereits die nächste Pizza vorbereiten.
Trotzdem gilt: Auch eine automatisch gedrehte Pizza muss beobachtet werden. Bei 400 °C können wenige Sekunden über einen perfekten oder verbrannten Rand entscheiden.
Was können Prismo, Cozze und Ooni?
| Pizzaofen-Konzept | Das kann das System |
| Outdoorchef Prismo 420 G | Automatisch rotierender Pizzastein mit 42 cm Durchmesser. Zusätzlich zum Brenner im Garraum besitzt der Prismo einen regelbaren Booster unter dem Stein. Stein- und Garraumtemperatur werden getrennt angezeigt. Laut Hersteller erreicht er bis zu etwa 450 °C und benötigt ungefähr 15 bis 20 Minuten zum Aufheizen. |
| Cozze 17 Zoll Rotate | Großer, integrierter Drehstein mit rund 43 cm Durchmesser und 360-Grad-Rotation. Der U-förmige Gasbrenner erhitzt den Garraum von mehreren Seiten. Das System ist auf einen einfachen, schnellen Pizzaablauf ausgelegt. |
| Ooni Koda 2 mit Rotating Stone | Bei der Koda-2-Serie ist der rotierende Stein ein separates Zubehör. Die Drehung lässt sich per berührungslosem Sensor starten und stoppen. Je nach Koda-Modell können Pizzen bis etwa 12, 16 oder 20 Zoll automatisch gedreht werden. |
Der praktische Unterschied: Beim Prismo lässt sich die Hitze unter dem Stein separat beeinflussen. Cozze setzt auf einen fest integrierten, unkomplizierten Drehstein. Ooni bietet die Drehfunktion modular als Zubehör für die aktuelle Koda-2-Serie an.
Teig selbst machen, kaufen oder tiefgekühlt verwenden?
Selbst gemachter Teig
Selbst gemachter Teig bietet die beste Kontrolle über Größe, Geschmack und Reifezeit. Für einen Pizzaabend eignet sich ein Teig mit mindestens 24 Stunden Reifezeit besonders gut.
Wichtig: Die Teiglinge bereits vor der letzten Ruhephase portionieren. Danach nicht erneut kneten.
Teigballen vom Italiener
Viele Pizzerien verkaufen rohe Teigballen. Frage nach Ballen mit etwa 250 bis 270 Gramm.
Zu Hause gilt:
- kühl transportieren
- bis zum Backtag im Kühlschrank lagern
- etwa drei Stunden vorher herausnehmen
- nicht erneut durchkneten
- abgedeckt temperieren lassen
Tiefgefrorene Teiglinge
Tiefgefrorene Teiglinge sind praktisch und gut planbar. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Danach benötigen sie meist noch drei bis vier Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur.
Nicht auf die Heizung legen und nicht in der Mikrowelle auftauen. Der Teig wird sonst außen zu warm, während er innen noch kalt ist.

Probiere unser Rezept Pizza-Hefeteig selber machen – das perfekte Grundrezept aus.
Pizza-Mengenrechner: Wie viel brauchst du?
Die einfache Grillfürst-Formel lautet:
Erwachsene × 1,2 + Kinder × 0,7 = benötigte Pizzen
Das Ergebnis immer auf die nächste ganze Pizza aufrunden.
| Erwachsene | Pizzen | Teig | Tomatensauce | Mozzarella | |
| 4 | 5 | 1,25 kg | 350 g | 450 g | 300–400 g |
| 6 | 8 | 2,0 kg | 560 g | 720 g | 480–640 g |
| 8 | 10 | 2,5 kg | 700 g | 900 g | 600–800 g |
| 10 | 12 | 3,0 kg | 840 g | 1,08 kg | 720–960 g |
Bei großem Hunger und ohne Vorspeise kannst du zusätzlich eine Pizza pro vier Erwachsene einplanen.
Welche Beläge sollte man vorbereiten?
Vier Varianten reichen für einen normalen Pizzaabend vollkommen aus:
- Margherita
- Salami
- vegetarisch
- eine besondere Pizza
Bereite alle Zutaten in kleinen Schalen vor. Mozzarella muss gut abtropfen. Pilze, Paprika und Zwiebeln möglichst dünn schneiden. Sehr wasserreiches Gemüse vorher kurz anbraten oder entwässern.
Pro Pizza genügen:
- 70 g Tomatensauce
- 80 bis 100 g Mozzarella
- 50 bis 80 g weitere Beläge
Zu viel Belag macht die Pizza nicht besser. Der Boden bleibt weich, die Mitte wird feucht und die Pizza lässt sich schlechter vom Schieber lösen.
Rucola, Parmaschinken, Burrata, Parmesan und empfindliche Kräuter kommen erst nach dem Backen auf die Pizza.

So backst du Pizza ohne Stress
- Ofen vollständig vorheizen: Nicht nur die Luft, sondern besonders der Stein muss heiß sein.
- Steinmitte messen: Für dünne Pizza sind etwa 400 bis 430 °C ein guter Startpunkt.
- Nur eine Pizza vorbereiten: Bleibt eine belegte Pizza zu lange auf dem Schieber liegen, klebt sie fest.
- Schütteltest machen: Die belegte Pizza muss sich auf dem Schieber frei bewegen.
- Erste Pizza einfach halten: Eine Margherita zeigt am besten, ob Ober- und Unterhitze zusammenpassen.
- Nach 40 bis 50 Sekunden kontrollieren: Auch ein Drehstein ersetzt nicht den Blick in den Ofen.
- Stein nachheizen lassen: Die nächste Pizza erst einschieben, wenn die Steinmitte wieder ungefähr 380 bis 400 °C erreicht hat.
Wird der Boden zu schnell dunkel, reduzierst du die Unterhitze. Bleibt er blass, braucht der Stein mehr Zeit oder Leistung. Wird der Rand zu dunkel, bevor der Boden fertig ist, reduzierst du nach dem Einschieben die Oberhitze.
Der beste Ablauf am Tisch
Backe nicht für jeden Gast eine eigene Pizza und serviere sie einzeln. Schneide jede fertige Pizza sofort in sechs oder acht Stücke und stelle sie in die Mitte.
So probieren alle mehrere Sorten, niemand wartet lange und der Pizzaofen arbeitet gleichmäßig weiter.
Beginne mit einer Margherita, danach folgen Salami und vegetarische Varianten. Stark belegte oder besonders ausgefallene Pizzen kommen zum Schluss. Ein übrig gebliebener Teigling wird zur Knoblauchpizza oder zur süßen Dessertpizza.

