Holzkohle

Grillen mit Holzkohle sorgt für perfekten Grillgenuss

Der Klassiker unter den Grills ist der Holzkohlegrill. Grillfreunde schwören auf den unnachahmlichen Geschmack, den das Grillgut auf einem Holzkohlegrill bekommt. Doch gleich, ob ein saftiges Steak oder ein aromatisches Würstchen, erst mit der richtigen Holzkohlemischung wird das Grillgut zum perfekten Geschmackserlebnis.

Die Geschichte der Holzkohle

Heute gibt es in Deutschland nur noch sehr wenige Menschen, die Holzkohle machen können. Der frühere Beruf des Köhlers ist hierzulande fast ausgestorben. Obwohl die Köhler eine wichtige Aufgabe erfüllten, war ihr Berufsstand in der Vergangenheit nicht sehr angesehen. Besonders im Mittelalter wurde ihnen oft nachgesagt, dunklen Machenschaften nachzugehen. Heute wird die Köhlerei außerhalb Deutschlands in einigen Ländern noch praktiziert. In Europa seltener, vielmehr in Südamerika und Afrika. Das heißt auch, dass fast das gesamte Grillkohleangebot importiert werden muss.

Wann genau zum ersten Mal Holzkohle hergestellt wurde, lässt sich nicht genau sagen. Feststeht, dass sie bereits vor Christi Geburt genutzt wurde. Der eigentliche Aufschwung kam aber später. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der feste Brennstoff unverzichtbar. Vor allem in den Schmieden, Hammerwerken und Erzschmelzen kam er zum Einsatz. Denn nur mit Holzkohle konnten die hohen Temperaturen erzeugt werden, die in diesen Werken benötigt wurden.

Die Herstellung von Holzkohle

Hergestellt wird die Holzkohle, indem Holz bei Luftabschluss erhitzt wird. Dazu werden Kohlenmeiler genutzt. Wer heute einmal live die Herstellung von Holzkohle erleben will, kann das im Frankenwald. Im Thiemitztal raucht mehrmals im Jahr der Kohlenmeiler. Hier können Sie zuschauen, wie nach einem jahrhundertealten Verfahren natürliche Holzkohle hergestellt wird. Das Verfahren selbst ist sehr zeitaufwändig. Zunächst suchte sich der Köhler eine passende Stelle aus, an der er dann den Zündschacht, der aus dünnen Hölzern besteht, aufbaute. Durch diesen wurde dann der Kohlenmeiler angezündet.

Um den Schacht selbst, musste das Holz kreisförmig aufgeschichtet werden. Danach wurde alles luftdicht abgedeckt. Dazu konnte Moos oder feuchte Erde verwendet werden. Wichtig bei dem Ganzen war, dass möglichst nur ganz wenig Luft in den Kohlenmeiler hineinkam. Nur dann konnte das Holz im Inneren gleichmäßig brennen, sodass am Schluss die begehrte Kohle zurückblieb. Einen Meiler zu errichten und Holzkohle zu gewinnen, war die Aufgabe der Köhler. Diese Arbeit war sehr verantwortungsvoll, denn die Glut im Inneren des Meilers durfte weder zu stark noch zu schwach sein. Demzufolge kümmerte sich der Köhler Tag und Nacht um seinen Meiler.

Die verschiedenen Arten von Holzkohle
Damit das Grillfest im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Gaumenschmaus wird, spielt die Holzkohle eine entscheidende Rolle. Unterschieden wird zunächst zwischen Grillkohle und Grillbriketts. Während die Grillkohle schneller heiß wird und in der Regel kürzer hält, haben Grillbriketts eine längere Vorglühphase und halten insgesamt länger die Temperatur. Deshalb ist Grillkohle perfekt geeignet, wenn Sie im kleinen Familienkreis ein schnelles Steak grillen wollen. Haben Sie hingegen eine große Feier mit vielen Gästen geplant, sind Grillbriketts die richtige Wahl. Sie halten einfach länger durch und sind deshalb für ausgiebige Grillfeste ideal.

Die Qualitätsunterschiede bei Holzkohle

Immer wieder gibt es Tests, in denen Grillkohle und Grillbriketts auf Herz und Nieren geprüft werden. Zwar sind die Testprodukte in der Regel frei von ungesunden Zusätzen, dennoch gibt es große Unterschiede, wie lange damit gegrillt werden kann. Auch die Herkunft des Holzes spielt eine wichtige Rolle. Wer Wert darauf legt, dass kein Tropenholz verarbeitet wurde, sollte beim Kauf von Holzkohle genau hinschauen. Preislich gibt es ebenfalls Unterschiede. Zwar ist das Produkt grundsätzlich günstig, dennoch kann man den einen oder anderen Euro sparen. Doch der Preis alleine sollte nicht das ausschlaggebende Kriterium beim Holzkohlekauf sein. Denn richtig gute Grillkohle besteht aus hartem Laubholz, wie beispielsweise Buchenholz. Und das hat nun einmal seinen Preis. Das sehr feste Holz hat einen hohen Heizwert und brennt relativ lange. Dabei erzeugt es sehr viel Wärme.

Um zu wissen, wo das Holz für die Holzkohle herkommt, sollte man die Verpackung genau lesen. Denn die industrielle Herstellung von Grillkohle ist in Deutschland stark zurückgegangen. Heute wird der begehrte Brennstoff häufig aus Südamerika und Afrika eingeführt. In Deutschland wird er dann nur noch abgefüllt. Hauptlieferanten für den deutschen Markt sind Polen, Paraguay, Litauen und Nigeria. Natürlich können Sie nicht selbst prüfen, ob die Angabe auf der Verpackung „Kein Tropenholz“ auch wirklich stimmt. Hilfreich ist daher das FSC-Siegel. (FSC: Forest Stewardship Council) Dieses gilt als zertifizierter Nachweis für eine nachhaltige Forstwirtschaft. Denken Sie beim nächsten Kauf von Grillkohle einfach daran, dass Grillholzkohle aus Buchenholz zwar teurer ist als Billigangebote, doch die Kohle auch sehr viel länger hält. Zudem unterstützen Sie den Schutz von Tropenhölzern.

Tipps rund um die Grillkohle

Anzünder
Benutzen Sie den richtigen Grillanzünder. Geeignet sind feste Grillanzünder, die auf Holzfasern oder Paraffin-Basis basieren und ideal für einen Anzündkamin sind. Mit dem Anzündkamin können Sie Holzkohle und Holzkohlebriketts sicher anzünden. Auch flüssige Grillanzünder werden gerne genutzt. Hier müssen Sie einfach nur sprühen, anzünden und fertig. So haben Sie schnelle Glut mit wenig Aufwand.

Fett
Tropft Fett beim Grillen in die Glut, können sich unerwünschte und gesundheitsschädliche Substanzen bilden. Verhindern können Sie das, wenn das Fett nicht direkt auf die glühende Holzkohle tropfen kann. Statt klassisch zu grillen, wobei sich der Rost direkt über der Glut befindet, grillen Sie einfach indirekt. Dabei umschließt die Hitze das Grillgut von allen Seiten. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Backofen. Ideal für indirektes Grillen ist ein Kugelgrill, mit dem Sie auch Grillgut zubereiten können, dass längere Zeit gegart werden muss.

Das sollten Sie noch beachten
Lassen Sie die Restkohle am besten ausglühen. Wenn Sie die Glut mit Wasser ablöschen, kann sich das Metall Ihres Grills verziehen. Verwenden Sie immer nur Holzkohle oder Briketts zum Grillen. Bei Altholz, Papier etc. können krebserregende Stoffe freigesetzt werden. Für kurze Grillsessions nutzen Sie am besten Grillkohle, für längere Grillabende haben sich Grillbriketts bewährt. Denken Sie daran, dass Grillkohle schnell Feuchtigkeit zieht, deshalb sollten Sie angebrochene Säcke immer trocken lagern.

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