Ist das Grillen mit einem Gasgrill gesünder?

Grillen ist den meisten Deutschen absolut heilig, da kann kommen was wolle. Auch die jedes Jahr zur Grillsaison aufkommenden Kommentare der Grillkritiker, Grillfleisch sei ungesund, ja sogar krebserregend, werden dabei gerne ignoriert.
Aber ist das rechtens? Liegen diese Kritiker wirklich so falsch mit ihrer Meinung? Oder wäre es möglich, dass an den Behauptungen vielleicht doch etwas dran ist?

Nun, schauen wir uns die Sache doch einmal etwas genauer an:
Beim klassischen Holzkohlegrill wird das Fleisch auf ein Rost gelegt das sich etwa 10 Zentimeter über den glühenden Kohlen befindet. Im Idealfall hat der Grillmeister dabei mit dem Auflegen gewartet bis die Kohlen komplett weiß sind. Hat er eben dies nicht getan, haben wir an dieser Stelle schon den ersten Punkt, der definitiv gesundheitsschädlich sein kann – verdampfende und ins Fleisch hineinziehende Reste des Grillanzünders. 1:0 für den Grillkritiker.

Gehen wir aber einfach einmal davon aus, alles wurde richtig gemacht und das Grillgut wurde erst auf den Grill gelegt als die Kohle fertig erhitzt war. Nun wird das Fleisch ziemlich extrem erhitzt – eh man sich versieht ist es schwarz, verbrannt. Zwar kann man aufpassen dass das Fleisch nicht verbrennt, jedoch ist die Hitzeentwicklung bei Kohlegrills oft sehr schlecht zu koordinieren – es kann daher immer wieder zu verbrannten Steaks und Würstchen kommen.
Auch hier würde der Punkt an die Grillkritiker gehen, denn verbranntes Fleisch ist höchst gesundheitsschädlich und sogar krebserregend.

Ignorieren wir aber auch dieses und gehen weiter davon aus, der „Herr des Grills“ passt auf dass das Fleisch nicht verbrennt. Durch die Hitze treten aus dem Fleisch Fette aus die in die Kohle tropfen, das ist nicht zu verhindern. Diese Fette verbrennen und es entsteht gesundheitsschädlicher Ruß – des weiteren entstehen Flammen die wiederum zum Verbrennen des Grillgutes führen können.

Wir sehen also, das Grillen auf einem Holzkohlegrill kann tatsächlich gewisse gesundheitlich problematische Nebeneffekte haben – ein Gasgrill hat all das nicht. Die Hitze lässt sich leicht kontrollieren, das Fett tropft sauber ab und das Grillgut wird auf den Punkt gegart.