Grilllexikon

Hier werden ihnen viele Begriffe zum Thema Grillen erklärt:

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Anzündkamin:
Ein Anzündkamin ist die sicherste Methode, die Kohle zum Glühen zu bringen. Die Kohlen werden in den Kamin gefüllt und mittels Anzündhilfen entzündet. Durch den Kamineffekt durchzieht die Glut relativ schnell die Kohle. Nun einfach die Kohle aus dem Kamin in den Grill kippen und die Grillparty kann losgehen.

Asado:
Bei dieser südamerikanischen Grillart wird eine Grube ausgehoben, die mit Holz oder Kohle gefüllt wird. Wenn das Feuer brennt bzw. die Kohle glüht, werden die Fleischstücke auf Holzspieße gesteckt und seitlich der Grube in den Boden gerammt. Nun wird das Grillgut gelegentlich mit Marinaden bepinselt, damit das Fleisch nicht austrocknet. Der Spieß muss gelegentlich gedreht werden, damit das Grillgut auch von allen Seiten gegart wird. Asado erfreut sich in Europa besonders bei großen Grillparties, auf denen etwas Besonderes und Ausgefallenes geboten werden soll, immer größerer Beliebtheit.

Barbecue:
Beim BBQ befindet sich das Feuer nicht mehr im selben Raum wie das Grillgut sondern in einer seitlich angebrachten Feuerbox (bei Smokern). Durch die niedrigere Temperatur von ca. 90 – 160°C erhält man ein saftiges und zartes Ergebnis. Für das Feuer ist Holz von Fruchtbäumen oder spezielle Räucherhölzer empfehlenswert. Diese Methode benötigt, je nach Grillgut und verwendeter Holzsorte, mindestens 3 Stunden Garzeit, kann aber auch wesentlich länger dauern.

Direkt grillen:
Beim direkten Grillen wird das Grillgut direkt über die Glut gelegt und erhitzt. Hier herrschen Temperaturen von ca. 160 – 300 °C. Das Grillgut muss gewendet werden, damit es von beiden Seiten gar werden kann. Diese Methode eignet sich für alle Speisen mit kurzer Garzeit (z.B. Steaks, Koteletts). Die Garzeit beträgt, je nach Grillgut, nicht mehr als 25 Minuten.

Elektrogrill:
Der Elektrogrill wird, wie der Name schon sagt, mit Strom betrieben. Auch hier kann sehr schnell mit dem Grillen begonnen werden. Der Vorteil des Elektrogrills ist, dass man problemlos im Haus grillen kann. Das abtropfende Fett wird direkt in einer Wasserschale aufgefangen, was Gerüche verhindert und einfach zu säubern ist. Allerdings ist die Grillfläche in der Regel viel kleiner als bei Outdoor-Grills, was sie für eine größere Grillparty ausschließt. Auch das typische Grillaroma ist hier nicht zu finden, da kein Feuer vorhanden ist.

Gasgrill:
Der Gasgrill bietet den Vorteil, dass direkt nach dem Entzünden mit dem Grillen begonnen werden kann. Allerdings lässt es das durch Holzkohle entstehende typische Grillaroma vermissen. Ein weiterer Vorteil von Gasgrills ist die geringe Rauchentwicklung. Die Hitze kann über die Gaszufuhr geregelt werden. Mit Gasgrills kann man sowohl direkt grillen, als auch indirekt grillen, sofern der Grill über einen Deckel verfügt. Auch das Räuchern ist mit einem Gasgrill, bei Verwendung von mit Räucherhölzern gefüllten Holzboxen, möglich.

Grillspieß:
Auf dem Grillspieß werden meistens große Fleischstücke bei ständigem Drehen per Hand oder mittels eines Grillmotors gegart. Mit kleinen Grillspießen kann man vielseitige Leckerbissen aus Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst vom Grill zaubern.

Holzkohle:
Holzkohle ist das beliebteste und bekannteste Brennmaterial für den Grill. Beim Kauf ist darauf zu achten, das qualitativ hochwertige Kohle verwendet wird. Sie kann durch ein DIN-Zeichen erkannt werden. Hochwertige Holzkohle ist meist zwar ein wenig teurer, wird aber aus frischem und sortenreinem Holz gewonnen (was der Hersteller in der Regel auch auf der Verpackung angibt). Gibt es keine Herstellerangaben und kein DIN-Zeichen, wurden wahrscheinlich verschiedene Holzsorten oder Altholz verwendet, was sich auf die Brenndauer, die Hitzeentwicklung und vor allem auf die Bildung von ungesunden Rückständen auswirkt.

Holzkohlebriketts:
Holzkohlebriketts brennen länger und heisser als Holzkohle, sind aber schwierig zu entzünden. Daher sollte man Briketts erst auf glühender Holzkohle einsetzen. Sie werden aus Holzkohlestaub mittels pflanzlicher Stärke gepresst.

Holzkohlegrill:
Der Holzkohlegrill ist der am meisten verwendete Grill. Bis man mit dem Grillen beginnen kann, muss man ca. 30 Minuten einplanen bis die Kohle durchgeglüht ist. Erst danach kann der Grillvorgang gestartet werden. Der Holzkohlegrill wird für das direkte Grillen genutzt, man kann aber auch, bei Verwendung eines Holzkohlegrills mit Deckel, indirekt grillen.

Indirekt grillen:
Hier wird das Grillgut nicht direkt über die Glut gelegt, sondern seitlich platziert oder duch eine Grillschale vor der direkten Hitze geschützt. Das Grillgut gart durch den Rauch und die erhitzte Luft. Es wird ein Grill mit Deckel benutzt um die warme Luft nicht entweichen zu lassen. Hier herrschen Temperaturen von ca. 160 – 200 °C. Das Garen des Grillguts benötigt beim indirekten grillen mehr Zeit, das Resultat ist dafür allerdings butterweich und herrlich zart. Diese Methode benötigt, je nach Grillgut, bis zu 5 Stunden Garzeit.

Kokosnußkohle:
Eine echte Alternative zur klassischen Holzkohle ist der Holzkohleersatz aus Kokosnussschalen. Diese Kokosnußkohle brennt länger und heisser als Holzkohle und hinterläßt wesentlich weniger Rückstände im Grill. Ein weiterer Vorteil der Kokosnußkohle ist, dass bei der Herstellung kein einziger Baum gefällt wird.

Kugelgrill:
Der Kugelgrill oder Rundgrill hat einen gewölbten Deckel. Im geschlossenen Zustand hat er ein kugelförmiges Aussehen, was ihm seinen Namen eingebracht hat. Bei geschlossenem Deckel sorgt die Luftzirkulation für ein gleichmässiges Brennen der Kohle und verhindert ein Hochschlagen der Flammen auf das Grillgut. Kugelgrills sind für das direkte Grillen sowie für das indirekte Grillen geeignet. Der erste Kugelgrill wurde von dem Amerikaner Stephen Weber erfunden und erfreute sich vor allem in den Vereinigten Staaten ungeheurer Beliebtheit.

Lavasteingrill:
Der Lavasteingrill ist eine Art des Gasgrills. Hierzu werden einfach hühnereigroße Lavasteinbrocken in den Grill gelegt, die von unten erhitzt werden und auf denen man grillt.

Marinade:
Marinaden (auch Beizen genannt) sind Mischungen aus Ölen, Essig, Rot-, Weißwein, Bier, Honig, Kräutern und Gewürzen, indenen Fleisch mehrere Stunden, bei großen Stücken sogar Tage eingelegt werden. Sie dienen der Konservierung, machen das Fleisch zarter und verleihen dem Fleisch, je nach Zutaten, eine individuelle Geschmacksnote. Mehr zu dem Thema Marinieren erfahren Sie in unserem Grilltipp Marinieren. Rezepte für Marinaden finden SIe in unserer Rezeptdatenbank und fertige Marinaden können Sie in unserem Shop erwerben.

Räuchern/Smoken:
Hier wird das Feuer, wie beim barbecuen, in einer getrennten Feuerbox entfacht. Allerdings werden nun alle Lüftungsklappen geschlossen, damit eine starke Rauchentwicklung entsteht und der Rauch nicht entweichen kann. Die Rauchintensität und die Geschmacksrichtung wird durch das verwendete Holz bestimmt. Auch hier sind Räucherhölzer zu empfehlen. Es herrschen Temperaturen von ca. 60 – 90°C. Die Garzeit kann bis zu 24 Stunden benötigen. Zum Räuchern wird in der Regel ein Räucherofen, ein Smoker oder ein Kugelgrill verwendet.

Schwenken:
Hier wird der Grillrost mittels eines Dreibeins über das Holz- oder Kohlenfeuer gehängt. Während des Grillvorganges wird der Rost über dem Feuer permanent geschwenkt.

Smoker:
Der Smoker ist mehr als nur ein Grill. Mit großen Modellen kann man kochen, direkt und indirekt Grillen, barbecuen, räuchern und warmhalten.
Große Smoker haben folgende Ausstattung: Eine seitliche Feuerbox, auf der eine Kochplatte integriert ist. In der Feuerbox ist ein Grillrost vorhanden, der zum direkten oder indirekten Grillen dient. Auf der Kochplatte kann wie gewohnt gekocht werden. Das Herzstück des Smokers ist die Garkammer, in welche die warme Luft aus der Feuerbox zieht und die zum barbecuen geeignet ist. Die warme Luft zieht aus der Garkammer weiter in den Kamin, in welchem man Speisen warm halten oder langsam garen kann. Wird der Kamin geschlossen, dient die Garkammer und der Kamin als Räucherkammer. Smoker sind auf jedem Grillwettbewerb zu finden und erfreuen sich einer ständig wachsenden Fangemeinde. Allerdings sollte für die Zubereitung der Speisen mehr Zeit eingeplant werden. Auch zu bedenken ist der hohe Anschaffungspreis. Große Smoker können bis zu 3000 € kosten, kleinere Alternativen sind schon ab ca. 600 € zu haben.

kurz gefasst
- Geschmack des Grillguts hängt von Qualität der Brennmaterialien und Art der
Zubereitung ab
- Direktes und indirektes Grillen beeinflußt den Gesschmack und die Zubereitungsdauer
- Bei Elektro- und Gasgrills stellt sich nicht der klassische Grillgeschmack ein
- Kokosnusskohle ist ein idealer Ersatz für normale Holzkohle

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