Noch was zu Grillreining

Hallo,

 auf vielfachen Wunsch :-) hier noch weitere Tipps zum Thema Grillreinigung.

Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag etwas zum Thema Einweichen geschrieben. Nach über 25 Jahren Grillerfahrung kann ich durchaus sagen, dass dies der Schlüssel zum Thema Grillreinigung ist. Da man Abends eigentlich nie Lust hat noch den Grill zu säubern und es oft auch zu dunkel dafür ist, sollte man den Rost einfach ins Gras legen. Hier weicht er über Nacht schön ein. Bei einem Kugelgrill kann man auch den Deckel und andere Teile daneben legen. Wenn man das alles auf dem Grill so liegen läßt, brennt die restliche Glut das Fett über Nacht so fest, dass dann kaum noch was geht.

Auch nicht ganz unwichtig bei der Sache ist, dass der Rost vor dem Auflegen von Steaks und Würsten ganz heiß sein muss. Wenn man etwas auf den kalten oder lauwarmen Rost legt, brennt es sich so richtg fest. Eigentlich wie in der Pfanne, dort legt man Steaks auch nur rein, wenn es richtig glüht.

Reinigung sollte dann am nächsten Tag stattfinden. Wenn das zeitlich nicht klappt, die Teile weiter eingeweicht liegen lassen. Wer keine freie Badewanne dafür hat kann sich ggf. mit einer alten nassen Decke behelfen. Wer ohne Reinigung oder ohne Einweichen die Reste wieder festtrocken läßt, hat dann später umso größere Probleme.

Zum Reinigen nehme ich wie bereits erwähnt den Grillfürst Grillreiniger. Das Zeug ist wirklich sehr stark und läßt sich mit dem Bestäuber sehr fein dosiert einsetzen. Mit anderen Haushaltsreiniger konnte ich bisher nicht so gute Ergebnisse produzieren. Ich kenne aber auch nicht alle Reiniger die es gibt, vielleicht gibts ja noch was besseres.

Die Königsfrage bei der Grillreinigung ist natürlich, wie man einen völlig versiften Grill wieder sauber bekommt. Aus meiner Sicht hängt das mit dem Materiel zusammen. Bei Edelstahl oder Gußeisen hat man sicher die besten Möglichkeiten mit Mittelchen und Bürsten die Sache wieder sauber zu bekommen. Theoretisch könnte man sogar Sandstrahlen.

Bei Emaille geht das alles natürlich nicht, die Schicht darf ja nicht zerstört werden. Hier kann man eigentlich nur mit Einweichen mit Wasser und entsprechenden Reinigern arbeiten. Zur Not muss man eben mal eine Woche einweichen. Immer wieder mal mit Lappen oder Bürste (nicht Drahtbürste sondern Spülbürste) die Verkrustungen bearbeiten. Nach und nach dringt dann das Wasser und der Reiniger in die Verkrustung und lößt diese. Man kann dann auch noch mit einem Hochdruckreiniger arbeiten, dies aber mit Vorsicht. Die Dinger haben ja oft ganz schön Power.

Ob man das dann vor jeder Grillsaison nur einmal macht und sonst den Grill verschmutzen läßt oder ob man das nach jeder Benutzung erledigt, ist sicher eine Typfrage. Ich kann nur raten den Grill immer sauber zu halten, das geht dann einfacher.

Was ich noch nie probiert habe ist mit großer Hitze zu arbeiten. Also wie in einem selbtreinigenden Backofen mit der Pyrolyse. Dazu bräuchte man einen Gasbrenner. Meine Vermutung ist, dass das durchaus funktionieren könnte. Da man mit diesen Dingern aber auch Temperaturen über 1000 Grad produzieren kann, ist es sehr riskant. Das hält kein Kugelgrill aus. Wer das mal ausprobiert hat, kann das Ergebniss ja mal hier einstellen.

Was absolut nichts bringt ist Spülmaschine. Was die wegspült, kann man auch mit einem Lappen machen. Verkrustungen gehen da nicht weg.

Gruß Franz Maier

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5 Antworten auf Noch was zu Grillreining

  1. Bernhard sagt:

    Moin Franz,
    danke für Deine Erfahrungen beim Reinigen! Ich grille auch schon ein paar Jahre und kann das mit dem “Rost im Rasen einweichen” nur bestätigen.
    Ich reinige dann am nächsten morgen den Rost in einem Kunstoffkübel mit heißer Seifenlauge und einem harten Schwamm, sonst geht das Fett nicht runter. Habe seit 2 Wochen einen Kugelgrill, der erfordert allerdings
    mehr Pflege als herkömmliche Grills. Der Deckel ist relativ einfach mit Seifenlauge zu reinigen (auch im Kübel), weil sich dort nur eine dünne Fettschicht absetzt. Das Abwasser kippe ich einfach in den Ausguss/Toilette. Die Kugel selber ist aber wesentlich stärker verschmutzt und ich bin dazu übergegangen Sie mit Alufolie auszukleiden. Geht schnell, kostet nicht viel und schützt die Kugel vor harten Verschmutzungen. Bleibt nachher nur eine dünne Ascheschicht, die sich beim “ausfegen” absetzt. Mit einem feuchten Tuch ist aber auch das schnell gemacht. Der Trichter meines Outdoorchefs war auch mal richtig eingesaut, musste ich mit Backofenspray sauber machen, war richtig eingebrannt, weil ich in der Kugel ca. 230° hatte. Das nächste mal habe ich den einfach weggelassen, geht auch gut. Habe die Briketts nur halbseitig verteilt und auf die freie Seite einen alten Emailletopf gestellt, in den ich das Fleisch nach dem anbraten gelegt habe. Im Topf beruhigt sich das Ganze und gart bis zum gewünschten Stadium schonend weiter. Es sammelt sich ein herrlicher Bratensaft im Topf, der jede Gillsoße ersetzt und das Fleisch ist super saftig und zart. Ich hatte einen Deckel auf dem Topf, versuche es nächstes mal ohne! Meine Nachensteaks schneide ich ziemlich dick (ca. 3 cm) und lege sie 1-2 Tage in eine Ölmarinade mit Zwiebeln und Grillgewürzen ein ( siehe Schaukel- oder Schwenkbraten im Net). Da gibt es ja verschiedene Rezepte. Die Zwiebeln kann man prima auf Alufolie schmoren und passen super zum Fleisch. Habe mit ÖL-Senf-Marinade auch sehr gute Erfahrungen gemacht! Ich rate dazu den Grill nach jedem Gebrauch zu reinigen, sonst verhärtet sich der Schmodd und irgendwann wirds dann eklig. Also, locker bleiben… Gruß, Bernhard

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  3. Axel sagt:

    Hallo Franz,

    Deine Tipps sind super. Bezüglich der Pyrolyse kann ich etwas beitragen. Ich habe einen Gaskugelgrill von Outdoorchef.
    Die reinigt man, indem man den Grill kurz ganz hoch dreht und so ca. 350 Grad in der Kugel produziert. Die Verkrustungen auf dem Rost und in der Kugel werden so stark verbrannt, dass man diese dann sehr leicht mit einer Drahtbürste leicht abbürsten kann. Die Emaile von Outdoorchef ist so gut, dass diese auch bei Drahtbürsten keinen Schaden nimmt. Das würde ich mit anderen Kugelgrills nicht unbedingt empfehlen, erstmal bischen testen.

    Ich erspare mir also die ganzen Einweichaktionen durch diese Vorgehensweise. Ist vom Hersteller auch so empfohlen, sonst hätte ich das auch nicht gewusst. Das kann auch logischer Weise nur bei Gaskugelgrills funktionieren.

    Also Pyrolyse funktioniert und Drahtbürste kann man bei einer guten Emaile durchaus benutzen.

    Gruß Axel

  4. Bernd sagt:

    Liebe Experten !

    Nun habe ich es auch begriffen. Ein gescheiter Grill (Weber Holzkohle) ist einfach viel besser. Vor allem das Grillen mit Deckel. Und hier bin ich schon bei meiner Frage: Hat jemand Erfahrung mit Backofensprray zur Reinigung des Deckels?

    Gruß Bernd

  5. admin sagt:

    Hallo Bernd,

    sicher könnte man mit dem Backofenspray gute Ergebnisse erzielen. Absolut sicher ist, dass der Grillfürst-Grillreiniger besser funktioniert. Das haben wir getestet.